Curana CLite

In den letzten Jahren habe ich einiges ausprobiert, um ‚the brave‘ mit geländetauglichen Schutzblechen auszurüsten. Neben verschiedenen Varianten von Steckschutzblechen (letzte Ausbaustufe ist hier zu sehen: Fahrt mit Freunden) hatte ich auch SKS Bluemels montiert, die mich aber sehr schnell komplett nervten und nur so lange gefahren wurde, weil ich keine Lust hatte, schon wieder zu schrauben.

Für Oliver hatte ich im zeitigen Frühjahr Bleche von ROSE montiert: Schutzbleche für Oliver, aber was soll ich sagen, auch die Dinger, obwohl sie auf den ersten Blick besser wirkten, nervten, weil die Bleche ständig von den Streben springen. Für Oliver habe ich eine Lösung gefunden, als ich im September über das Schlachthofgelände Storkower Straße geschlendert bin. Der dort ansässige Radhändler hat einfache Stahlstreben für 1,75 das Stück im Angebot, die ich erfolgreich am vorderen Blech von Oliver montierte. Das sieht vielleicht nicht mehr ganz so modern aus, wie die ROSEs, funktioniert im Gegensatz dazu aber.

Während der Suche nach DEM Schutzblech war es dann schön, daß ich beim Besuch bei der Berliner Fahrrad Schau Anfäng März an einigen Fahrrädern Curana CLite-Bleche sah, die mir auf den ersten Blick gefielen und auch recht stabil wirkten. Es dauerte allerdings noch bis zum Herbst, ehe ich das richtige Angebot fand und zum Montieren der Bleche kam.

Die Montage verlief am Hinterrad sehr einfach, da an der Sattelstrebe nur der oben gezeigte Halter aufs Blech geschoben und dann dort verschraubt wird. Am Vorderrad wehrte sich das Blech allerdings etwas gegen eine Montage. Das Blech ist zwar im Querschnitt leicht rund, für meine Gabel aber nicht rund genug, um mit der kurzen Befestigungslasche montiert zu werden. Daher stand vor der Montage eine kleine Biegesession an, die dem Blech rein optisch schadete, die Funktion aber wohl nicht beeinträchtigen wird.

Erste Fahrten verliefen sehr zufriedenstellend, da im Gegensatz zu den bisher verbauten Schutzblechen, Ruhe auch auf unruhigem Untergrund bestand. Leider hielt diese Ruhe nicht sehr lange an, denn schon bald zeigte sich, daß der oben abgebildete Halter mit der ihm anvertrauten Aufgabe einfach überfordert ist. Von Anfang an gibt es etwas Spiel zwischen Blech und Halter und dieses wurde allmählich immer größer, das Klappern dadurch aber auch.

Deshalb beschloß ich, das hintere Blech auch noch umzubauen. In der Werkstatt fand ich noch einen Halter eines alten Schutzblechs, mußte noch ein Loch in das Curana Bohren und alles wieder zusammenschrauben. Alternativ wäre natürlich auch ein kleiner Winkel gegangen. An der Stelle frage ich mich dann aber, warum der Hersteller bei dem sonst so gut gestalteten Blech, diesen komischen Halter eingepackt hat …

Heute kam das Blech auch zum ersten mal so richtig zum Einsatz als Schmutzfänger. Die letzten Wochen war es bei uns sehr trocken gewesen, so daß das Blech eher nutzlos durch die Gegend gefahren wurde. In den letzten Tagen hatte es aber mehr geregnet und so waren die Wege jetzt schön aufgeweicht und voller Pfützen. Das Fazit ist allerdings eher ernüchternd, der Körper bleibt zwar halbwegs sauber, das Fahrrad ist allerdings fast genauso eingesaut, als wäre kein Blech montiert. Wobei dies bei den vorher montierten Blechen aber ähnlich war. Vorteil gegenüber allen anderen Varainten ist aber, daß die Bleche jetzt absolut geräuschlos funktionieren und dabei auch noch recht gut aussehen bzw. unauffällig sind.

Zum Schluß noch das Gewicht und der montierte Typ: Curana CLite 26“, 55mm – 422 g

Bei der Gelegenheit habe ich auch die Schaltwerksrollen gewechselt und für mich festgestellt, daß es mit den gelöcherten Teilen eigentlich wenig Sinn macht. Die Paar gesparten Gramm sind kaum spürbar, in den Löchern setzt sich gerne der Dreck ab und hätten die Rollen keine Löcher, wäre ich sie wohl noch etwas länger gefahren.

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