Neue Wege durchs Unterholz

Heute ging es mal wieder nach der Arbeit auf kleine Tour im Barnim. Von Eberswalde aus stocherte ich zunächst über bekannte Wege zum Nonnenfließ, von da durch Schönfließ und weiter Richtung Samithsee. Die allseits bekannten und seit mehr als einem Vierteljahrhundert befahrenen Wege wollte ich um eine neue Variation ergänzen und so freute ich mich, auf der digitalen Karte einen Weg oder Pfad zu entdecken, der mir dort irgendwie neu vorkam und den ich vor allem noch nie gefahren war.

Den Einstieg aus Richtung Flughafenstraße bzw. Biesenthaler Heerstraße zu finden war nicht schwer. Ein halbwegs befahrener Waldweg führte an erwarteter Stelle querab in den Wald. Aber schon kurz darauf war alles ganz zugewachsen und ich stocherte durch das Kraut. Vor allem die mannshohen Brennesseln machten mir zu schaffen. Der Wald hörte bald auf, der Weg war nur noch schwach im Gras- und Schilfland zu erkennen, aber nicht weit vor mir war ein Hochsitz zu sehen und in diese Richtung führte auch der Weg.

Dann hörte das Schilf plötzlich auf und ich stand mitten auf einer Wiese. Rechts am Rand Erlenbruchwald, links am Rand Erlenbruchwald und irgendwo dahinter, wo es schon wieder lichter wurde, mußten Kleiner und Großer Samithsee liegen. Der Weg war eigentlich fast nicht mehr zu erkennen. Aber genau dort, wo es hingehen müßte, stand wieder ein Hochsitz und somit war die Richtung klar.

Ohne diesen Hochsitz wäre der Weg kaum zu verfolgen gewesen. Aber ähnlich wie am südlichen Wiesenrand schien auch hier jemand den Weg frei zu halten und nur wenige Meter hinter dem Hochsitz kam ich auf eine gut befahrene Waldwegwendeschleife. Der weitere Weg war dann wieder bekannt.

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SUP auf dem Finowkanal

Eigentlich fühle ich mich als Segler und eigentlich auch als Radfahrer, je nach Bedarf als Mountainbiker oder Tourenfahrer oder … und eigentlich reicht das ja auch an „Draußenhobbies“. Aber trotzdem gibt es immer wieder den Drang, sich auch mal paddelnd durch die Gegend zu bewegen, weil es dochnoch neue Blickwinkel eröffnet und auch den Körper etwas anders belastet.

Ich kam in den letzten Jahren auch immer mal wieder zum Paddeln. Fuhr auf geborgten Fahrzeugen auf dem Finowkanal und der Finow, in Brandenburg auf der Havel, in Frankreich in einer bretonischen Flussmündung und natürlich auf dem Werbellinsee. Aber ein eigenes Paddelfahrzeug hatte ich nie. Mal war ich zu spät, dann war mir das Fahrzeug zu teuer oder beim letzten Versuch passte das Fahrzeug dann doch nicht zu mir. Im letzten Jahr stolperte ich dann aber über Einsteiger-Stand-Up-Paddling-Boards (SUP) und schlug kurzentschlossen zu.

Die Entscheidung habe ich bis heute nicht bereut und bin im letzten und auch in diesem Sommer schon einige mal gefahren. Was mir am SUP gefällt ist die kurze Aufbauzeit und der relativ geringe Platzbedarf. Die Aufbauzeit habe ich hier mal kurz dokumentiert:

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Am Anfang lag so ein „kleines“ Paket vor mir.

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Nach knapp 5 Minuten war die Luft drin.

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Nach knapp 7 Minuten war auch die Finne dran (obwohl ich mich zum ersten mal verschraubt hatte) und es konnte aufs Wasser gehen.

Da war ich ca. 45 Minuten und bin um 5 Kilometer auf dem Finowkanal gepaddelt, habe 6 mal einen Biber aufgescheucht, mit mehreren Anglern gequatscht und einfach ein schönes Stück Heimat hautnah erlebt.

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Allerdings ist das SUP für mich auch eher ein Hochsommergerät, wenn es kalt wird, werde ich wohl nicht mehr aufsteigen.

Ein Schaber

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Nachdem ich zunächst mit einem alten Stecheisen auf der Kajüte herumschabte, erinnerte ich mich daran, dass es doch auch richtige Schaber geben muss, mit denen die Arbeit leichter gehen könnte. Das Netz zeigte mir dann eine größere Auswahl an Schabern, der BAHCO 650 schien mir die beste Wahl. Und richtig, es bleibt auch mit dem BAHCO mühselig, geht aber doch schneller von der Hand.