SUP auf dem Finowkanal

Eigentlich fühle ich mich als Segler und eigentlich auch als Radfahrer, je nach Bedarf als Mountainbiker oder Tourenfahrer oder … und eigentlich reicht das ja auch an „Draußenhobbies“. Aber trotzdem gibt es immer wieder den Drang, sich auch mal paddelnd durch die Gegend zu bewegen, weil es dochnoch neue Blickwinkel eröffnet und auch den Körper etwas anders belastet.

Ich kam in den letzten Jahren auch immer mal wieder zum Paddeln. Fuhr auf geborgten Fahrzeugen auf dem Finowkanal und der Finow, in Brandenburg auf der Havel, in Frankreich in einer bretonischen Flussmündung und natürlich auf dem Werbellinsee. Aber ein eigenes Paddelfahrzeug hatte ich nie. Mal war ich zu spät, dann war mir das Fahrzeug zu teuer oder beim letzten Versuch passte das Fahrzeug dann doch nicht zu mir. Im letzten Jahr stolperte ich dann aber über Einsteiger-Stand-Up-Paddling-Boards (SUP) und schlug kurzentschlossen zu.

Die Entscheidung habe ich bis heute nicht bereut und bin im letzten und auch in diesem Sommer schon einige mal gefahren. Was mir am SUP gefällt ist die kurze Aufbauzeit und der relativ geringe Platzbedarf. Die Aufbauzeit habe ich hier mal kurz dokumentiert:

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Am Anfang lag so ein „kleines“ Paket vor mir.

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Nach knapp 5 Minuten war die Luft drin.

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Nach knapp 7 Minuten war auch die Finne dran (obwohl ich mich zum ersten mal verschraubt hatte) und es konnte aufs Wasser gehen.

Da war ich ca. 45 Minuten und bin um 5 Kilometer auf dem Finowkanal gepaddelt, habe 6 mal einen Biber aufgescheucht, mit mehreren Anglern gequatscht und einfach ein schönes Stück Heimat hautnah erlebt.

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Allerdings ist das SUP für mich auch eher ein Hochsommergerät, wenn es kalt wird, werde ich wohl nicht mehr aufsteigen.

Ein Schaber

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Nachdem ich zunächst mit einem alten Stecheisen auf der Kajüte herumschabte, erinnerte ich mich daran, dass es doch auch richtige Schaber geben muss, mit denen die Arbeit leichter gehen könnte. Das Netz zeigte mir dann eine größere Auswahl an Schabern, der BAHCO 650 schien mir die beste Wahl. Und richtig, es bleibt auch mit dem BAHCO mühselig, geht aber doch schneller von der Hand.

Auf den Wegen der Zisterzienser

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Der Barnim ist gerade im Bereich zwischen Liepe, Chorin und Parsteinsee eine uralte Kulturlandschaft, die zuerst von Germanen, dann von Slawen und schließlich wieder von Germanen besiedelt war. Die deutlichsten Spuren hinterließen jedoch die Zisterzienser, die zunächst auf Peelitzwerder und schließlich in Chorin Ihr Zentrum hatten.

Heute waren nun einige ihrer Wege mein Ziel, insbesondere die Verbindung zwischen Liepe und Chorin. Aus dem ursprünglichen Plan entwickelte sich schließlich meine bisher längste Tour für 2016. Dabei verband ich einige Wege, die ich lange nicht mehr benutzt habe, zu einer Runde von Eberswalde über Hohen- und Niederfinow, Liepe, Brodowin, Serwest, Senftenhütte, Joachimsthal, Eichhorst, Finowfurt und zurück.

Die Wege waren nicht immer RR-tauglich,aber ich kam flüssig durch und hatte keine Panne. Nach drei Stunden war der Spaß aber leider vorbei.