Sand im Schuh, Wasser im Gesicht …

radfahren, segeln und was sonst noch interessiert

18. Mai 2013
von H.
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Frühjahrsregatta 2013

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Die Bedingungen für die Regatta waren eher mäßig, Regen drohte, der Wind kam mal von hier mal von da und 3 Windstärken waren schon die Krönung. Dazu gab es vom Start weg einen Anlieger über die erste zur zweiten Tonne. Wenig Platz also auch noch für taktische Raffinessen. Der Start erfolgte dazu noch in einem Zeitfenster von 30 Minuten, was aber für die erste 505-Regatta nach einer Saison Pause ganz o.k. war.

Auf Grund der Vorhersage überlegten wir, den Start hinauszuzögern. Schließlich war für irgendwann noch stärkerer Wind angesagt. Nachdem es kurz nach eins aber halbwegs vernünftigen Wind gab und die Konkurrenz für das Blaue Band schon unterwegs war, beschlossen wir, einfach hinterher zu fahren, sowie wir ein freies Fenster zwischen den Dickschiffen fanden.

Unsere größte Konkurrenz für’s Blaue Band war die Streamline von Paul, der wenig vor uns gestartet war. Dadurch hatten wir immer guten Blickkontakt. Die Streamline schien an der Kreuz aber einfach immer einen Tick schneller zu sein und Paul entfernte sich langsam von uns.

Vor Altenhof nach der zweiten Wendemarke zogen wir den Spi und es lief mit Axel an den Schoten wie bei unseren letzten 505-Regatten. Der Spikurs half uns auch wieder, den Abstand nach vorne zu verringern und an der 3. Wendemarke hatten wir nur noch die Streamline und einen 20er Jollenkreuzer vor uns.

Wieder ein Anlieger und zurück nach Altenhof zur vierten Tonne. Die vierte Tonne ligt jetzt in der Flaute. Und nun ist es Christopher, der mit seiner Dehler 29 am Zug ist. Länge läuft einfach und mit dem langen Mast greift er nach den Höhenwinden, an die wir nicht kommen. Trotzdem runden wir noch gut vor ihm die Tonne.

Dann geht der Spi wieder hoch, wir fahren einen relativ tiefen Kurs auf die Ecke gegenüber von Altenhof zu. Der Wind ist wieder nicht besonders stark, es läuft aber. Ab der Ecke wird es kurz spitzer, ehe der Wind weiter rechtsrum dreht und wir irgendwann fast platt vorm Laken Richtung Wildau fahren.

Jetzt liegt nur noch Paul mit der Streamline vor uns, als bei ihm plötzlich alles steht, der Spi runter geht und wir grübeln, was da wohl passiert. Das Ziel hat er nämlich noch nicht erreicht. Aber plötzlich hatten wir auch keinen Druck mehr im Schiff und der Restwind kam eher von vorne. Die letzten Meter bis zum Ziel wurden so noch einmal zur Qual und wir waren froh, als wir die Linie endlich überquert hatten.

Die Jollenwertung gewannen wir problemlos, sowohl nach gesegelter als auch gerechneter Zeit. Und nach gerechneter Zeit hätten wir auch die Gesamtwertung mit ca. 4 Minuten Vorsprung gewonnen. Fürs Blaue Band hat es am Ende aber doch nicht gereicht, denn nach absolut gesegelter Zeit war Paul mit seiner Streamline 1:40 schneller als wir. Glückwunsch!

Die kompletten Ergebnisse und auch einen kleinen Bericht aus Veranstaltersicht gibt es auf der Seite von Stahl Finow: Frühjahrsregatta 2013

Vielleicht noch eine Bemerkung am Rand. Vor 5 Jahren hatten wir mit der Dochnoch die Wertung bei den Jollenkreuzern und auch das Blaue Band gewonnen.

5. Januar 2013
von H.
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Abspulen

Stoisches Abspulen von Straßenkilometern mit schmalen Reifen auf dem Rennrad ist eigentlich nicht so mein Ding. Vielmehr zieht es mich weg vom Asphalt auf Feld- und Waldwege oder auf schmale Singletrails. Manchmal zieht es mich aber dann doch auf die schmalen Reifen, z.B. wenn ich einfach nur etwas entspannt rollen, die Geschwindigkeit oder einfach nur den kalten Fahrtwind im Gesicht spüren will.

Deshalb spannte ich heute auch das il.pompino an und machte mich auf die kleine Runde um den See. Das Wetter war nicht wirklich winterlich, obwohl wir Anfang Januar haben, allerdings war es auch nicht mehr ganz so frühlingshaft wie am Vortag. Vielmehr wehte mir ein kalter Nordwind ins Gesicht.

Den Nordwind spürte ich besonders, als ich nach einem kurzen mühsamen Anstieg das Plateau bei Buckow erklommen hatte und mich auf der immer weiter zerbröselnden Kapstraße nach Nordosten bewegte. Die Kapstraße hat inzwischen einen so schlechten Gesamtzustand, daß sie kaum noch als Geheimtip für richtig Schmalbereifte gelten kann. Für mein il.pompino ist das aber noch kein allzu großes Problem.

Nach Buckow kommt eine der schönsten Abfahrten der gesamten Runde. Leicht geschlängelt geht es durch eine Allee einige hundert Meter bergab, dann folgt aber der nicht sehr steile aber doch zähe Anstieg Richtung Altenhof. Von der Straße habe ich jetzt auch einen guten Blick auf die Baustelle für den neuen Radweg zwischen Buckow und Altenhof und frage mich wieder einmal, wer diese Radwege plant …

Der Nord- bis Nordostwind bremst noch bis Altenhof spürbar weiter, dann wird er gemildert durch den Wald. Dafür folgen ab Ortsmitte weitere zähe Meter bergauf. Nur langsam schiebe ich mich hoch und komme abgekämpft am höchsten Punkt der Runde an.

Nach einer holperigen Abfahrt lande ich am Ufer des Werbellinsees, rolle auf der Seerandstraße zuerst über Sand, dann Pflaster und schließlich wieder Asphalt und biege dann noch auf die Abkürzung zur Badewiese Michen, wo ich eine kurze Verschnaufpause einlege.

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Dies war wieder einmal ein Weg, für den das il.pompino nicht so geeignet ist, aber es war wohltuend, vom glatten Weg abgewichen zu sein und kurz darauf lockte ja auch noch der unverstellte Blick auf den finster wirkenden Werbellinsee.

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Ab hier wird die Fahrt dann so richtig zäh, nur selten rolle ich richtig entspannt dahin. Vielmehr fühle ich mich, als wäre ich schon die 3-fache Entfernung unterwegs gewesen. Die Beine sind schwer und kraftlos.

Irgendwann ist Wildau erreicht, wo ich die L220 wieder verlasse und bis Eichhorst am Werbellinkanal entlang rolle. Passanten werden mit quietschenden Reifen erschreckt und weiter geht es auf die letzten Kilometer.

Noch einmal eine kurze aber steile Steigung, die mich zum kurzen Anhalten zwingt. Ich fühle mich doppelt so alt und inzwischen so matt, als wären es 200 Kilometer ohne Nahrung und Trinken gewesen. Aber irgendwie geht es die letzten Meter hoch und auf der Ebene oben weiter.

Vor der Kaiserwegbrücke aber dochnoch einmal ab vom glatten Weg und entlang des Oder-Havel-Kanals nach Osten. Eine Strecke die ich kurz vor Ende gerne noch einbaue, vor allem da sie mit dem Bau der neuen B167 wohl verschwinden, zumindest aber ihren jetzigen verlieren wird.

Nach kurzem Fotostop wird das Ziel erreicht, auf den Weiterbau am aktuellen Bastelprojekt am späteren Nachmittag verzichte ich dann aber doch …

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29. Dezember 2012
von H.
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Neue Schuhe für Oliver: Spikes

Seit knapp zwei Wochen ist in Berlin Winter mit Schnee und tiefen Temperaturen und so wurde es Zeit, die für Oliver bereitstehenden neuen Schuhe aufzuziehen.

Der erste Entschluß Spikes zu kaufen entstand schon Mitte der 90er als es mehrere Winter gab, wo die Wege in meiner Heimat teilweise noch bis in den April hinein eisglatt und damit unpassierbar waren. Aber zu der Zeit waren mir die Reifen einfach zu teuer und anschließend gab es einige Winter, in denen kaum Schnee fiel und es auch nicht so glatt war.

Im Winter 2005/06 war es dann aber so weit und ich kaufte meine ersten Spikes. Zum einen hatte ich zum Winteranfang einen fiesen Sturz und wollte ab da kein Risiko mehr eingehen, zum anderen verwandelten sich schon früh die Nebenstraßen und Waldwege in Rutschbahnen.

Und so sammle ich jetzt schon seit 7 Jahren (Für die Sicherheit) Erfahrungen mit Spikes und bin begeistert vom Fahrverhalten auf Eis und festem Schnee und habe seitdem bei glatten Bedingungen nur noch das Bike mit den Spikes genutzt. Ich habe sie auch fast jeden Winter seit 2006 montiert und bin dabei bis zu 500 Kilometer pro Winter gefahren.

Diese ersten Reifen waren NOKIAN HAKKA 300 WCS. Die Nokians sind die ultimative Waffe im Kampf gegen bzw. mit Eis und Schnee, sind auf Asphalt allerdings auch deutlich zu spüren und ich fand mich mit diesen Dingern manchmal etwas overequipped in der Stadt. Gleichzeitig wollte ich auch für Allerweltsaufgaben nicht unbedingt mit dem “guten” MTB fahren.

Für Oliver wählte ich daher etwas gemäßigtere Reifen (bei Komponentix gibt es eine schöne Übersicht zu Winterreifen). Eigentlich hätte ich gerne das Original (Nokian Mount & Ground 160) montiert, aber es war immer wieder nicht lieferbar und der vergleichbar gestaltete Schwalbe Marathon Winter schien mir eine gute Alternative.

Den Marathon habe ich jetzt ca. 70 Kilometer gefahren und bin sehr zufrieden. Er läuft leichter und leiser als der Nokian auf Asphalt, hatte bei Schnee und Schneemehl ordentlich Durchzug und war auch auf vermuteten glatten Stellen unauffällig. Allerdings muß ich dazu sagen, daß ich mit Oliver generell nicht so grenzwertig unterwegs war. Für mich ist er also bisher eine generelle Empfehlung wert.

Und ob Spikes jetzt sinnvoll sind, muß im Endeffekt jeder selbst entscheiden. Ich möchte aber im Winter auf Spikes bei glatten Bedingungen nicht mehr verzichten, da dies auch auf das Radfahren verzichten hieße und das will ich nicht, auch wenn ich nicht mehr so viel fahre …

5. Oktober 2012
von H.
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Fahrradjubiläen

In den letzten Tagen bin ich zwar nicht so sehr viel Rad gefahren, habe bei zwei meiner Bikes aber trotzdem Kilometerjubiläen feiern können. Das il.pompino absolvierte seinen 12.000 Kilometer, bei the brave sind es inzwischen schon 15.000.

Das Wetter dazu war allerdings von der herbstlichen Sorte. Als ich mit dem il.pompino unterwegs war, schaffte ich es dem Regen durch Abwarten zu entgehen, naßkalt war es trotzdem und es spritzte ordentlich von unten. Bei the brave regnete es dann kräftig und auf der Straße stand das Wasser kurzzeitig fast reifendick. Bei the brave hatte ich zu aller Freude am nächsten Nachmittag auch noch einen Platten … aber Spaß gemacht hat das Fahren trotzdem irgendwie.

Weil das Wetter an den Jubiläumstagen so feucht und dunkel war, gibt es passende Bilder von the brave auch erst heute. Dunkel ist es zwar immer noch, aber trocken und klar.

1. September 2012
von H.
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3x H

Alle Jahre wieder hieß es im September auch für mich, auf zum Sherry-Cup, auf ans andere Ende des Sees zum Yachtclub Schorfheide. Gespannt war ich vor allem darauf, wie sich das Wetter und insbesondere der Wind heute entwickeln würde. Die Vorhersage versprach 2 Bft, diese allerdings aus Nordwest. Eigentlich also recht perfekte Bedingungen für ein entspanntes Rennen mit zwei nicht zu schweren Personen an Bord der Dochnoch.

Als zweiten hatte ich Hans anwerben können, der mir auch gleich half, die Dochnoch über den See zu treiben. Beim Treiben mußte uns allerdings der Motor immer wieder helfen, denn immer wieder schlief der Wind so weit ein, daß wir nicht einmal einen halben Knoten über Grund schafften.

Erinnerungen an das letzte Jahr wurden wach, wo die Hinfahrt ähnlich zerstückelt verlief, dann den gesamten Nachmittag aber nicht einmal so viel Wind kam, daß gestartet werden konnte und wir am Abend zwar satt, aber ohne eine Wertung wieder nach Hause fuhren. Immerhin kam für die Rückfahrt aber noch so viel Wind, daß wir ein Stück segelten.

In diesem Jahr kam es aber zum Glück anders. Es gab zwar zunächst eine Startverschiebung, dann frischte es aber etwas auf und eine leichte und halbwegs konstante Brise aus westlicher Richtung baute sich auf. Und mit ca. 15 Minuten Verspätung schickte Ron uns auf die Reise.

Wie auch in den letzten Jahren wurde in zwei Startgruppen gestartet. Zuerst alles ohne Kiel, dann alles mit Kiel. Für uns mit dem 20er Jollenkreuzer sind das natürlich gute Voraussetzungen, da wir die größten im Ohne-Kiel-Feld sind und dementsprechend wenig Probleme mit den Abdeckungen anderer Schiffe zu kämpfen hatten.

Unser Start verlief allerdings nicht optimal. Irgendwie kam er für unser zusammengewürfeltes Team dochnoch etwas zu früh. Neben Hans war nämlich auch noch Hardy an Bord, der kurz vor dem Ablegen auf dem Steg stand und meinte, er suche noch eine Planke. Die beiden benötigten noch eine Weile, ehe sie sich halbwegs koordiniert hatten. Dadurch war schon das Ablegen nicht ganz so, wie geplant und so zog es sich durch die halbe Startkreuz. Wir kamen trotzdem halbwegs aus dem Feld heraus und hatten auf Höhe des Fischers die Jollen komplett hinter uns gelassen und nur noch unsere schärfsten Konkurrenten neben bzw. vor uns.

Nachdem wir nochmal am Großfall gespielt und das Großsegel wieder etwas hochgezogen hatten, kam langsam etwas Routine in unsere Manöver, alles lief etwas flüssiger und wir konnten wieder an Angriff denken. Durch die Spielerei hatten wir zwar verloren aber auch freien Wind und freie Entscheidungsmöglichkeiten. Dadurch konnten wir den leicht um die Ecke gegenüber von Michen drehenden Wind optimal nutzen und uns an unsere Gegner wieder mehr heranschieben und unter ihnen wenden.

Ab hier lief es für uns immer besser. Unsere beiden Gegner lagen zwar zunächst noch etwas über uns, aber gleichzeitig auch etwas zurück und beharkten sich zudem gegenseitig. Ich versuchte bei möglichst gleichem Speed immer wieder etwas Höhe zu ziehen und so allmählich eindeutig vor die beiden anderen zu kommen. Nachdem dies geschafft war, hatte ich volle Handlungsfreiheit. Bei der jetzt herrschenden Windrichtung war das allerdings nicht mehr so entscheidend, da der Streckbug extrem lang war und wir fast einen Anlieger zur Boje hatten.

Unser Vorsprung wuchs allmählich auf dem Weg zur Boje, die heute auf Grund des geringen Winds nur vor Altenhof lag. Am Ende hatten wir ca. 10 Bootslängen herausgearbeitet und konnten frei runden. Der Wind blies für uns hier immer noch günstig und so konnten wir mit guter Geschwindigkeit die Rückfahrt antreten. Dazu trimmten wir das Schiff ordentlich auf den Kopf und ließen es einfach laufen.

Es ging mitten durch das Feld der aufkreuzenden Gegner und parallel dazu wuchs unser Vorsprung immer mehr. Irgendetwas mußte da hinten bremsen, denn als wir auf Höhe der Wasserskibucht waren, war unser Vorsprung auf mehr als 500 Meter gestiegen. Die Bilder zeigen das vielleicht ganz gut:

Das erste Bild wurde mit einer Brennweite von 27mm, das zweite von 300mm aufgenommen. Näher ging nicht mehr.

Ab da schien alles sicher. Aber es schien auch nur so. Nachdem wir nur noch ca. 1 Kilometer bis zum Ziel zurückzulegen hatten, schlief bei uns der Wind fast komplett ein und wir mußten mit ansehen, wie unser schöner Vorpsrung einfach so dahinschmolz. Erinnerungen an einen früheren Sherry Cup wurden wach oder auch an die letzte Werbellinseeregatta, wo wir eine eigentlich ausreichend großen Vorsprung wieder einbüßten und am Ende viele Gegner vorbei lassen mußten …

In diesem Jahr kam es zu unserem Glück allerdings anders. Der Wind setzte so rechtzeitig ein, daß wir mit immer noch fast fünf Minuten Vorsprung auf Ecki ins Ziel kamen und somit auch das erste Schiff im Hafen waren. In Bildern sah das dann so aus:

Hinten hatte sich alles zusammengeschoben und es wurde noch etwas gewürfelt.

Am Ende wurden wir dann auch gerechnet bei den Jollenkreuzern mit Vorsprung 1. vor Ecki, Ulf Ploschenz und Pinki und die Kombination der 3 H (Hans, Hardy und Hendrik) hatte sich bewährt.

Bei den Jollen siegte Schmidti mit der Ixylon und bei den Kielbooten die Oldtimer auf der Nessi und die kompletten Ergebnisse gibt es hier: Sherry Cup 2012

12. August 2012
von H.
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Werbellinseeregatta 2012

Auch 2012 lockte die Werbellinseeregatta wieder einige auswärtige 20er Jollenkreuzer auf den See und vergrößerten so das Feld auf insgesamt 18 Boote. Den 7 vom See (6 von Stahl Finow, 1 vom SWVW) standen 11auswärtige gegenüber, die aus Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und natürlich auch aus Brandenburg kamen.

Dominiert wurde die Regatta von den neuen Renn-20ern. Während die Touren-20er, zu denen alle vom See und ein Boot vom SC Märkischer Adler gehörten, meist in der zweiten Hälfte des Feldes segelten.

Die kompletten Ergebnisse sind auf der Vereinsseite zu finden (stahl-finow-segeln.de), weshalb ich hier nur erwähnen möchte, daß der Erste (GER 1400) die Regatta mit 3 ersten Plätzen souverän gewann, auch wenn die jeweils Zweitplatzierten nie so richtig weit weg waren. Im zweiten Lauf lagen z.B. nur 6 Sekunden zwischen 1 und 2.

Für uns spielten die Fähigkeiten der vorne liegenden 20er aber nur selten eine Rolle, da sie normalerweise spätestens nach dem Ende der Startkreuz nicht mehr einhol- oder überholbar waren.

Der Sonnabend war geprägt von stark drehendem und vor allem auch in der Stärke schwankendem Wind und so kam es, daß nach der ersten Wettfahrt zwar noch mehrfach gestartet und sogar eine Wettfahrt zu 70 Prozent gesegelt wurde, es aber bei nur einer gewerteten Wettfahrt blieb.

Und diese eine Wettfahrt verlief für uns zwar eigentlich recht gut. Wir fanden immer wieder Anschluß an die vorderen Schiffe und lagen lange Zeit vor den anderen Touren-20ern. Der Wettfahrtabschluß ging aber deutlich daneben. Ca. 200 Meter vor dem Ziel parkten wir so ab, daß 3 eigentlich sicher geglaubte 20er noch vorbei fuhren und wir nach gerechneter Zeit dann 13. wurden …

Am Sonntag gab es dann endlich etwas stabilere Windverhältnisse, so daß auch die zwei geplanten Wettfahrten ohne große Warterei zügig durchgezogen werden konnten.

Den ersten Start erwischten wir wieder ganz gut und kamen gut über die Startkreuz. Aber auch schon hier zeigte sich, was uns den Rest der Wettfahrt beschäftigen sollte: wir kamen zwar immer wieder an Lommel (R529) heran, lagen dann aber meist auf dem falschen Bug und der letzte Meter zum internen Sieg fehlte. Im Ziel waren es dann 5 Sekunden, die wir hinter ihm waren. Trotzdem war dieser 10. Platz aber unsere beste Einzelwertung.

Die zweite Tageswettfahrt vom Sonntag begann dann wieder vielversprechend. Guter Start mit freiem Wind, auch Entscheidungsmöglichkeiten waren nach dem Start noch vorhanden. Aber da hakte es bei mir, denn obwohl ich zunächst eher für die linkE Seite war, blieb ich auf der ersten Hälfte der Kreuz rechts und merkte dann irgendwann, daß es absolute Ka..e war, aber da war es schon zu spät. Und im weiteren Verlauf der Wettfahrt mußten wir mehr nach Hinten verteidigen, als das wir nach vorne angreifen konnten. Dann riß noch der Rückholgummi der Steuerbordwinsch und wir bastelten eine halbe Kreuz und auch die Zielkreuz lief wieder so, daß es zum nächsten knapp wurde. Am Ende war das ein 14. Platz und damit unsere schlechteste Wertung.

Mit den Plätzen 10, 13 und 14 wurden wir insgesamt 13, womit ich nicht wirklich zufrieden war, da ja eigentlich mehr drin gewesen war

Bei einer so großen Veranstaltung sollte es natürlich auch von anderen ein Feedback geben. Am umfangreichsten war die Berichterstattung auf der Vereinseite, die sogar schon während der Regatta begann:
SV Stahl Finow: Werbellinseeregatta

Auch bei raceoffice ist einiges zu finden, neben den Ergebnissen sind auch immer noch die Meldelisten online:
raceoffice.org: 60. Werbellinseeregatta

Vor Ort war auch das ODF: Fernsehen für Ostbrandenburg und auf deren Seite fand ich u.a. diesen Beitrag mit Film 60. Werbellinseeregatta / Nachwuchssportler Paul Pinkau testet neue Bootsklasse

Einen kurzen Bericht gab es auf der Seite des SWV Werbellinsee: R 309 und die 60. Werbellinseeregatter und einen Bericht erwarten können wir vielleicht noch hier: R1390-Fivestars Blog

Und als letzer Link soll noch der von der Klassenvereinigung folgen, vielleicht gibt es auch da noch irgendwann einen Bericht: Deutsche Klassenvereinigung der 20qm Jollenkreuzer e.V.