Kurzkritik Supernova E3 Triple

Seit einigen Tagen schon fahre ich statt der normalen e3 eine e3 Triple von Supernova am Kona Unit durch den Wald. Ich hatte das hier: Dunkelfahrten schon einmal kurz erwähnt. Der Lichtkegel ist durchaus breit und erleuchtet den Weg gleichmäßig. Das Spottige der e3 fehlt. Zu den Rändern wird es gleichmäßig dunkler und das Licht ist eigentlich ok. Richtig überzeugen kann mich das Konzept aber trotzdem nicht. Denn obwohl die Lampe durchaus heller als die normale e3 ist, habe ich davon bei Waldfahrten kaum etwas.

Richtig hell wird es erst ab etwas über 20 km/h und unter 10 wird es dunkel und wenn man hält oder ganz langsam unterwegs ist, wird es finster. Da macht eine SON Edelux schon mehr Sinn. Die wird zwar nicht ganz so hell, wie die Triple bei hoher Geschwindigkeit, im Bereich zwischen 10 und 20 km/h ist sie aber mindestens genauso hell und darunter sogar heller, weil sie durch einen Pufferkondensator noch etwas Reserve hat.

Ein Morgen im Barnim 

In den letzten Wochen habe ich sehr oft mit dem Wetter gehadert, meist weil es mir einfach zu feucht war oder ich hatte keine Zeit für eine längere Strecke. Als ich heute Morgen aber die Sterne am Himmel gesehen hatte, beschloss ich meinen Arbeitsweg etwas zu verlängern und nicht den direkten Weg zu nehmen. 

Einen genauen Plan hatte ich noch nicht, wußte aber, dass ich Richtung Werbellinsee will. Ich starte also nach Westen statt nach Osten und habe zuerst noch den Berlinpendelverkehr neben mir. Ab der Kaiserwegbrücke Richtung Eichhorst geht es aber. Der Gegenverkehr ist gering und in meiner Richtung fährt die ganze Strecke niemand.

Oben auf dem Plateau zweifel ich daran, ob ich genug an habe. An den Knieen und Ohren wird es etwas kalt. Aber unten in Eichhorst ist alles wieder ok. Hier überlege ich kurz, Richtung Altenhof abzubiegen, fahre dann aber doch weiter auf dem westlichen Ufer des Werbellinkanals in Richtung See.

Alles ist ruhig unterwegs, ich bin aber erstaunt, wieviel Licht die Stege und Häuser beleuchtet. Ich fahre weiter am Nordufer entlang und freue mich über die Stille und den Blick durch die Bäume ohne Laub auf den See. Die wenigen Autos stören kaum. Nicht wie bei meiner letzten Fahrt auf dieser Straße, als drei Motorradfahrer meinten, die Kurven der Seerandstraße wären ihre private Rennstrecke und immer hoch und runter ballerten. 

Hinter dem alten Jugendtouristenhotel nervt und blendet etwas die Beleuchtung am Zeltplatz. Dahinter verschwinde ich im Wald und erklimme die Steigung nach Joachimsthal. Ich bin erstaunt, wie schnell ich oben bin. Abwärts geht es hier immer so zügig, da hätte ich mehr Gegenwehr beziehungsweise Schwierigkeiten erwartet. 

Ich fahre hinab nach Joachimsthal in Richtung Grimnitzsee, muss an der Schranke auf einen Triebwagen der NEB warten und vertue mich zwei mal bei der Suche nach dem Weg am See entlang. Die kleinen Umwege erhöhen mal wieder die Ortskenntnis.

Auf meinem Weg am Grimnitzsee entlang, herrscht plötzlich eine ziemliche Aufregung und wildes Geschnatter setzt ein. Irgendwo auf dem See, durch den Wald und den breiten Schilfgürtel nicht zu sehen, muss sich ein riesiger Wildgänseschwarm versammelt haben. Der Krach ebbt aber schnell wieder ab, als ich die ersten Ausläufer von Althüttendorf erreiche.

In Althüttendorf vertue ich mich erneut beim Weg, merke erst einige Hundert Meter nach überqueren der Autobahn, dass ich zu weit nördlich bin und drehe um. Ab hier wird es nun auch langsam heller und ich mache einige Fotos. 

Mein richtiger Weg ist dann sogar asphaltiert und schnell habe ich die B198 erreicht, die derzeit nach Osten eine Sackgasse ist. Verkehr herrscht trotzdem etwas. Aber es geht. Auf der Straße nach Senftenhütte überhole ich noch einen Radlader und lasse mich dann locker durchs Dorf rollen. 

Ab Senftenhütte merke einmal mehr, wie unterschiedlich der gleiche Weg wirken kann, wenn er mal in der Gegenrichtung befahren wird. Vor allem die Weite der Landschaft Richtung Süden beeindruckte mich. Das Eberswalder Urstromtal mit seiner dichten und auch hohen Bebauung bleibt unsichtbar. Der Blick geht gleich bis zum Barnimplateau mit seinen Wäldern und den Windrädern bei Tempelfelde östlich von Bernau. 

In Chorin mache ich noch einige Fotos vom Kloster mit Nebel und mache mich an die letzte Etappe. Es liegen jetzt noch gut 8 Kilometer vor mir und am Ende bin ich nach ca. 2 1/2 h und 50 Kilometern am Ziel. Schön war es.

Dunkelfahrten

Die Jahreszeit bringt es mit sich, daß meine gelegentlichen Fahrten zur und von der Arbeit in der Dunkelheit stattfinden. Normalerweise nehme ich dazu neben der Dynamobeleuchtung noch eine oder sogar zwei Batterielampen für Helm und Lenker. Und normalerweise hält das Licht auch locker für die morgendliche Hinfahrt und dann auch für die manchmal etwas längere Rückfahrt. Heute fiel aber die Chinalampe mit dem erst im letzten Winter gekauften neuen Akku nach 15 Minuten aus und die Sigma Karma auf der Hälfte der Rückfahrt… und am Ende stand ich wieder nur mit der Supernova E3 Triple im Dunkeln.

Üdersee

Nachdem ich letztens etwas weiter weg von zu Hause ein für mich neues Paddelrevier (Großer Kastavensee) entdeckt hatte, wollte ich heute ein mir eigentlich bekanntes, aber dann doch nicht so vertrautes Revier abfahren. Das Wetter war günstig und so machte ich früh Feierabend und war am frühen Nachmittag an einer fast menschenleeren Badestelle. Irritiert war ich nur, weil irgendwer (vermutlich der örtliche Angelverein) groben Kies an die Badestelle geschüttet hatte.

Mit dem Üdersee verbindet mich eine ziemlich lange Geschichte. Schon als kleiner Junge, kurz nachdem ich schwimmen konnte, verbrachte ich viele Sommernachmittage mit den Freunden auf dem Badeberg am Zeltplatz. In den Ferien teilweise auch ganze Tage und zum Mittag gab es immer Schlagersüßtafel. Dann kam irgendwann die Wende und der Zeltplatz bekam einen neuen Eigner und wollte Eintritt, was mich davon abhielt mal schnell zwischendurch hinzufahren, mein Baderevier war da aber schon der Werbellinsee. Irgendwann war ich sogar mal auf dem See segeln und irgendwann in den frühen Neunzigern zum Schlittschuhlaufen vor Ort. Damals hatte ich auch zum ersten mal den gesamten See gesehen.

Heute sollte es nun eine Paddeltour auf dem SUP werden. Ich parkte oben am Waldrand, das Board war schnell aufgebaut und schon ging es runter zum See. Was mich bereits da sehr irritierte und auch störte, war der Krach von der Autobahn. Der begleitete mich auch die gesamte Tour über und ich fragte mich, ob es da irgendwann Besserung gibt und ob die vielen Bungalownutzer das noch hören und es sie stört.

Auch heute wehte wieder ein ordentlicher Wind aus Süd und so paddelte ich zunächst kräftig gegenan. Nach der ersten Krümmung wechselte ich auf das Südostufer und hatte mit dem Wind erst einmal weniger zu tun. Im Gegensatz zum Grossen Kastavensee ist der Üdersee zu zwei Dritteln am Ufer bebaut und so reiht sich ein Steg an den nächsten. Manchmal gibt es kleine Bootsschuppen, manchmal sogar kleine Hütten oder Bungalows fast am Wasser und überall sind Menschen.

Überhaupt ist der gesamte See voller Menschen. Ich treffe auf die verschiedensten Wasserfahrzeuge, Segelboote ohne Mast, dafür mit E-Motor, Ruderboote (Typ Anker) mit Rudern oder auch mit E-Motor, Paddel- und Tretboote und am Ende des Sees sogar drei Frauen, die auf alten Surfbrettern SUPen und einzelne Schwimmer. Beruhigend ist dabei nur, daß die meisten wenig Krach machen. Nur am Zeltplatz höre ich schon von weitem das Schreien der Kinder. Und über allem liegt dieser Autobahnlärmteppich. Schade eigentlich, denn der See wäre sonst eines der Kleinode des Barnim, auch wenn es mir auf dem SUP nur mittelmäßig Spaß gemacht hatte. Aber von meiner letzten Tour war ich noch zu verwöhnt. Am Ende hatte ich fast genau 8 Kilometer gepaddelt, zwei mehr als auf dem Großen Kastavensee.

Großer Kastavensee

Mich hatte schon lange interessiert, wie es beim Großen Kastavensee hinter der Ecke weiter geht. Und so war ich froh, daß jetzt einmal probieren zu können. Mein SUP kommt damit zum ersten mal außerhalb der heimischen Gewässer zum Einsatz.

Vom Ufer der Badestelle sieht es eigentlich so aus, als ob der See da nur eine schmalere Stelle und eine Kurve hat. Beim näher kommen, sehe ich aber, daß es nur noch eine schmale Rinne ist, die den nördlichen mit dem südlichen Teil verbindet.

Die Rinne ist vielleicht fünf bis acht Meter breit und knapp 50 cm tief. Dazu gibt es noch einen kleinen Knick und dann bin ich durch. Ich werde von relativ starkem Gegenwind empfangen. Denn heute weht Südwind mit 3 bis 4 Bft, manche Böen erscheinen mir sogar noch stärker. Für mich ist das eigentlich ungünstig, da sich der See in Nord-Süd-Richtung erstreckt.

Auch im nördlichen Teil des Hauptsees befinden sich am Ostufer zunächst noch Datschen auf dem hohen Ufer und Stege am See. Aber schon nach der nächsten Biegung bleibt das alles zurück und ich teile mir den Rest des Sees mit einigen Anglern auf Booten. Ich folge dem Ostufer und komme nach gut einer halben Stunde konzentrierten Paddelns an eine sehr einladende Badestelle und muß einfach anlanden und in den See springen.

Der See ist hier im Südteil absolut klar und ich genieße den Blick auf den Grund. Bekomme sogar einen Hecht und mehrere Bleie zu sehen. Am Südende fahre ich immer dicht am Schilfgürtel entlang und als das Ende erreicht ist, drehe ich das Board und fahre den gesamten See zurück.

Jetzt schiebt der Wind und ich scheine fast zu fliegen. Am Ende war ich 1 1/2 Stunden auf dem See und habe wohl mein neues Traumpaddelrevier gefunden.