Sand im Schuh, Wasser im Gesicht …

radfahren, segeln und was sonst noch interessiert

27. Dezember 2011
von H.
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Fahrt hinter die Stadt

Kurz vor dem Ende des Jahres zog es mich in den Wald hinter der großen Stadt. Der Zielort lag so, daß ich die große Stadt zwei mal durchqueren durfte und dabei meist oft befahrene Routen in der nachweihnachtlichen Trägheit erleben konnte.

Auf dem Hinweg kam ich zunächst zum ICC und von da weiter auf den Kronprinzessinnenweg parallel zur Avus. Im Gegensatz zum Sommer und zu Zeiten mit Tageslicht war es heute sehr leer aber nicht einsam, dies nicht nur wegen des neben mir strömenden Autoverkehrs sondern auch wegen einiger weniger Radfahrer im Gegenverkehr.

Mein Ziel lag südöstlich von Potsdam, so daß ich in Wannsee von der B2 Richtung Süden abbog, am Griebnitzsee vorbei und durch Potsdam Babelsberg fuhr und hier auf Neuland traf. Entlang einer Bahnlinie ging es auf schmalem Weg nach Süden weiter und schließlich durch Randgebiete von Langerwisch hinein in den Wald.

Die Rückkehr erfolgte ein Paar Stunden später und erstreckte sich Mitternacht. Und da es schon so finster war und ich keine Lust auf größere Umwege durch unbekannten Wald hatte, entschied ich mich für die Strecke durch Potsdam und dann immer auf der B2 entlang. Dabei kam ich auch über die berühmte Glienicker Brücke.

Dann kam die lange Steigung Richtung Wannsee, auf der ich mich auf dem Arbeitsweg schon das eine oder andere mal gequält hatte. Nach der Abfahrt ist schon Wannsee erreicht und gleich kommt die nächste Steigung. Erstaunlicherweise ist fast schon am Ende der Steigung eine Art doppelter Gipfeltunnel, aber es geht nur darum, die Radfahrer vom Straßenverkehr fern zu halten.

Mitternacht muß schon vorbei sein, als ich Steglitz durchquere. Außer ein Paar Taxis und einigen wenigen Autos sind die jetzt folgenden Unter den Eichen, Schloßstraße, Hauptstraße und dann auch die Potsdamer Straße sehr leer und es wird erst am Potsdamer Platz wird es wieder voller.

In Steglitz verläßt mich auch etwas die Kraft. Inzwischen sind über 80 Tageskilometer zurückgelegt und der Hinweg hatte einiges an Gegenwind zu bieten, der auf dem Rückweg aber nicht in Rückenwind umgemünzt wurde, sondern einfach verschwand …

Am Potsdamer Platz verlasse ich auch die B2 und fahre über die Wilhelmstraße zur Komischen Oper und weiter zum Palast der Republik … bzw. zum Standort des Palast der Republik. Hier bin ich etwas überrascht, ein Gebäude zu sehen. Die HumboldtBox soll wohl den Befürwortern eines Schloßaufbaus bei der Propaganda helfen.

Nach kurzer Betrachtung finde ich das Gebäude recht interessant, wenn auch etwas vorgewölbt und könnte es mir statt eines historisierenden Schloßnachbaus eigentlich ganz gut vorstellen, wobei die freie Palastfläche jetzt auch etwas hat und Ideen, dort ein Schwimmbad oder einen Yachthafen zu bauen einen noch größeren Reiz ausüben.

Die Tour endet nur kurz hinter der Volksbühne, allerdings ist dazu eine letzte Steigung auf den Prenzlauer Berg zu überwinden. Kraft ist eigentlich kaum noch vorhanden, die Oberschenkel fühlen sich absolut leer an und es geht nur zögerlich hinauf. Und als ich oben bin, rolle ich nur noch vor mich hin. Der Blick ist auf die Koje voraus gerichtet und die Uhr zeigt 1:53.

15. Dezember 2011
von H.
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Curana CLite

In den letzten Jahren habe ich einiges ausprobiert, um ‘the brave’ mit geländetauglichen Schutzblechen auszurüsten. Neben verschiedenen Varianten von Steckschutzblechen (letzte Ausbaustufe ist hier zu sehen: Fahrt mit Freunden) hatte ich auch SKS Bluemels montiert, die mich aber sehr schnell komplett nervten und nur so lange gefahren wurde, weil ich keine Lust hatte, schon wieder zu schrauben.

Für Oliver hatte ich im zeitigen Frühjahr Bleche von ROSE montiert: Schutzbleche für Oliver, aber was soll ich sagen, auch die Dinger, obwohl sie auf den ersten Blick besser wirkten, nervten, weil die Bleche ständig von den Streben springen. Für Oliver habe ich eine Lösung gefunden, als ich im September über das Schlachthofgelände Storkower Straße geschlendert bin. Der dort ansässige Radhändler hat einfache Stahlstreben für 1,75 das Stück im Angebot, die ich erfolgreich am vorderen Blech von Oliver montierte. Das sieht vielleicht nicht mehr ganz so modern aus, wie die ROSEs, funktioniert im Gegensatz dazu aber.

Während der Suche nach DEM Schutzblech war es dann schön, daß ich beim Besuch bei der Berliner Fahrrad Schau Anfäng März an einigen Fahrrädern Curana CLite-Bleche sah, die mir auf den ersten Blick gefielen und auch recht stabil wirkten. Es dauerte allerdings noch bis zum Herbst, ehe ich das richtige Angebot fand und zum Montieren der Bleche kam.

Die Montage verlief am Hinterrad sehr einfach, da an der Sattelstrebe nur der oben gezeigte Halter aufs Blech geschoben und dann dort verschraubt wird. Am Vorderrad wehrte sich das Blech allerdings etwas gegen eine Montage. Das Blech ist zwar im Querschnitt leicht rund, für meine Gabel aber nicht rund genug, um mit der kurzen Befestigungslasche montiert zu werden. Daher stand vor der Montage eine kleine Biegesession an, die dem Blech rein optisch schadete, die Funktion aber wohl nicht beeinträchtigen wird.

Erste Fahrten verliefen sehr zufriedenstellend, da im Gegensatz zu den bisher verbauten Schutzblechen, Ruhe auch auf unruhigem Untergrund bestand. Leider hielt diese Ruhe nicht sehr lange an, denn schon bald zeigte sich, daß der oben abgebildete Halter mit der ihm anvertrauten Aufgabe einfach überfordert ist. Von Anfang an gibt es etwas Spiel zwischen Blech und Halter und dieses wurde allmählich immer größer, das Klappern dadurch aber auch.

Deshalb beschloß ich, das hintere Blech auch noch umzubauen. In der Werkstatt fand ich noch einen Halter eines alten Schutzblechs, mußte noch ein Loch in das Curana Bohren und alles wieder zusammenschrauben. Alternativ wäre natürlich auch ein kleiner Winkel gegangen. An der Stelle frage ich mich dann aber, warum der Hersteller bei dem sonst so gut gestalteten Blech, diesen komischen Halter eingepackt hat …

Heute kam das Blech auch zum ersten mal so richtig zum Einsatz als Schmutzfänger. Die letzten Wochen war es bei uns sehr trocken gewesen, so daß das Blech eher nutzlos durch die Gegend gefahren wurde. In den letzten Tagen hatte es aber mehr geregnet und so waren die Wege jetzt schön aufgeweicht und voller Pfützen. Das Fazit ist allerdings eher ernüchternd, der Körper bleibt zwar halbwegs sauber, das Fahrrad ist allerdings fast genauso eingesaut, als wäre kein Blech montiert. Wobei dies bei den vorher montierten Blechen aber ähnlich war. Vorteil gegenüber allen anderen Varainten ist aber, daß die Bleche jetzt absolut geräuschlos funktionieren und dabei auch noch recht gut aussehen bzw. unauffällig sind.

Zum Schluß noch das Gewicht und der montierte Typ: Curana CLite 26“, 55mm – 422 g

Bei der Gelegenheit habe ich auch die Schaltwerksrollen gewechselt und für mich festgestellt, daß es mit den gelöcherten Teilen eigentlich wenig Sinn macht. Die Paar gesparten Gramm sind kaum spürbar, in den Löchern setzt sich gerne der Dreck ab und hätten die Rollen keine Löcher, wäre ich sie wohl noch etwas länger gefahren.

21. November 2011
von H.
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Durch eisigen Nebel

Morgens war ich etwas irritiert, als außerhalb der großen Stadt, genau zu dem Zeitpunkt des Sonnenaufgangs, Nebel aufzog und die Sicht auf den Horizont verhinderte. Bisher war von Nebel oder auch Feuchtigkeit in der Luft nichts zu spüren gewesen. Der Nebel und die beginnende Helligkeit versüßten mir aber die Fahrt durch die Kälte und ich vergaß kurz, daß meine Füße wieder einmal kurz vor dem Absterben zu sein schienen.

Am Nachmittag war ich mir zunächst nicht sicher, ob ich nun relativ direkt nach Hause fahren sollte oder doch lieber ein Paar Schlängel durch den Wald unternehmen sollte. Ich entschied mich nach ein Paar Metern Rollen für letzteres und fuhr zunächst zur Schwärze und dann an dem kleinen Zufluß südlich des Tierparks entlang. Das Herbstlaub raschelte unter den Reifen und es rollte gut.

Weil es so gut rollte, hatten plötzlich auch die etwas längeren Wegevarianten, die meinen Kopf durchschwirrten eine Chance und so fuhr ich zunächst um den Schwärzeteich herum, dann südlich am Schwärzesee entlang und nachdem ich die Biesenthaler Heerstraße überquert hatte, fuhr ich weiter zum Samithsee.

Hier hatte ich nicht mehr so genau in Erinnerung, wie der beste Weg an seiner Nordseite entlang war und so nahm ich den ersten gut wirkenden Abzweig und bog vom Hauptweg ab. An der nächsten Gabelung nahm ich den rechten Ast und wähnte mich schon auf dem richtigen Weg. Aber falsch gedacht, der Weg führte mich direkt zum Nordufer des Samithsees und von da gab es nur wenig ausgetrampelte Pfade, die irgendwo ins Unterholz führten.

An dieser Stelle bereute ich auch, nicht die Kopflampe oder sogar den großen Strahler eingepackt zu haben. Denn genau jetzt wich die letzte Helligkeit vom Himmel und im Wald wurde es richtig finster. Ich fand aber noch einen Weg, der mich wieder in die richtige Richtung brachte und schon nach wenigen hundert Metern war ich in bekanntem Terrain zurück. Ab hier unterschied sich der Rückweg kaum vom Hinweg am Morgen. Es zog wieder etwas Nebel auf, ein leichter Wind blies aus Südost, nur der Mond fehlte noch.

14. November 2011
von H.
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Kälterekord

Als ich heute aus dem Haus trat, wußte ich noch nicht, wie kalt es werden würde und trat locker in die Pedalen. Die ersten Kilometer bis zur Stadtgrenze von Berlin lief auch alles sehr entspannt, ich nahm langsam Betriebstemperatur an und es rollte gut. Auf dem Weg nach Bernau hatte ich aber schon das Gefühl, es würde allmählich kälter werden und als hinter Lobetal die Helligkeit langsam kam, waren meine Füße zu kleinen Eisklumpen gefroren und auch die Hände wurden trotz recht warmer Handschuhe immer kälter. Und auch die Beine wurden langsam immer kälter, ich hätte die lange Unterhose also lieber anziehen statt durch die Gegend fahren sollen.

Kurz vor Biesenthal war dann schon so viel Licht in der Landschaft, daß ich die stark bereiften Halme und Zweige sehen konnte und vor allem auch die über mich hinweg ziehenden Wildgänse (Graugans) nicht nur hören sondern auch sehen konnte.

Am Ende erfuhr ich, daß die Temperatur heute zum ersten mal in diesem Herbst/Winter eine Temperatur von -5°C unterschritten hatte und ich war froh, daß es am Nachmittag / Abend nicht so kalt werden sollte. Zur Sicherheit zog ich da aber doch die Unterhose unter und kam nach gut 2h wohlbehalten und nicht durchgefroren wieder zu Hause an.

23. Oktober 2011
von H.
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Berliner Meisterschaft 2011 im 505

Schon witzig, wenn man nach 4 Jahren Pause wieder einmal beschließt, eine Rangliste auf der fife zu fahren und es hat sich in der Zwischenzeit eigentlich kaum etwas getan. Klar, es gibt ein Paar neue Gesichter, es gibt neue Schiffe zu bestaunen, aber gleichzeitig treffen wir auch viele der Segelgegner der letzten Jahre und diese erkennen uns sogar wieder.

Grund für diesen Wiedereinstieg waren Ecki und Christopher, die sich ein “neues” Schiff zugelegt hatten und die uns motivierten die alte Kiste doch auch wieder herauszuholen. Der Parker mit Nummer 6786 ist inzwischen über 30 Jahre alt und eigentlich auch schon seit Jahren nur noch bedingt konkurrenzfähig. Aber wie auch bei früheren Regatten nahmen wir diesen Nachteil recht gelassen hin, denn eigentlich wollten wir vor allem sehen, wie gut die Konkurrenz mit den neuen Schiffen inzwischen geworden ist oder sie einfach nur neuere Schiffe fährt, sonst aber alles wie bekannt geblieben ist.

Die Wettervorhersage versprach ruhiges Herbstwetter – morgens etwas frostig, den Tag über aber sonnig und dazu schwachen Wind, Sonnabend 2 Bft, Sonntag vielleicht sogar 3. Insgesamt 30 Fiven (davon 3 aus Polen) versprachen auch im Mittelfeld spannendes Segeln und bei den auf dem Wannsee üblichen kleinen Kursen sollte das Feld durch den regelmäßigen Wechsel zwischen Up- und Down-Wind recht dicht beisammen bleiben.

Unser Einstieg verlief etwas schleppend, da wir beim ersten Start kein gutes Timing hatten und somit an der Luvtonne recht weit hinten im Feld lagen. Aber der Rest der Wettfahrt lief wesentlich besser und so schoben wir uns immer weiter nach vorne. Ärgerlich war dann nur, dass wir auf dem wirklich kurzen Stück zwischen der letzten Bahnmarke und dem Ziel zwei Gegner ziehen lassen mussten, da wir einfach nicht beschleunigten. Trotzdem wurde dies mit einem 15. Platz unsere beste Wettfahrt.

Die zweite Wettfahrt lief auf den ersten Blick besser. Der Start war ordentlich, die erste Kreuz auch, aber danach verhedderten wir uns in den Optionen, die der Wannsee bot und es ging immer wieder ordentlich nach hinten und nur wenig nach vorne. Ein 18. war das Resultat.

Die dritte Wettfahrt begann wieder sehr gut, aber die Spigänge liefen nicht wirklich. Nicht nur, dass wir durch taktische Entscheidungen verloren. Nein auch die Technik spielte nicht mit. Es fing damit an, dass der Spi nach gut der Hälfte beim hoch ziehen einfach hängen blieb und nur mit grober Gewalt weiter nach oben zu ziehen war, nein beim Bergen wollte er dann auch nicht wieder richtig runter. Auch hier half nur die Anwendung von Gewalt, aber an der Boje waren wir trotzdem inzwischen einige Meter vorbei gesegelt. Wir sahen dann, dass sich das Spifall auflöste und beschlossen, den Tag mit dieser Wettfahrt zu beenden. Die Wettfahrtleitung meinte aber auch, dass es für heute reicht und so hatten wir keinen größeren Nachteil daraus.

Der Sonntag begann vom Wetter dann vergleichbar zum Sonnabend. Es wehte nur geringer Wind am Morgen und die Schiffe waren oberflächlich komplett bereift. Die Wettfahrtleitung verkündete auch eine Startverschiebung und so warteten wir ca. 1h bis zum 1. Start und konnten dabei noch etwas sinnlos rumschnacken.

Der Start erfolgte wieder gegen 11.00 Uhr und sogar mit etwas mehr Wind als am Sonnabend und Axel stand den ganzen Tag häufiger im Trapez. Obwohl wir inzwischen wieder etwas eingespielter waren, gab es aber doch die eine oder andere relativ hektische Szene an Bord. Es war einfach zu merken, dass der Wind einen Tick stärker wehte und die Five Fehler gnadenlos bestraft. Und so liefen gerade die Spistrecken etwas holprig. Hier verloren wir aber noch viel mehr wegen einiger taktischer Fehler. Besser liefen dagegen die meisten Kreuzkurse, hier konnten wir trotz des alten Bootes oft sehr gut mitspielen und hatten eine Menge Spaß.

Am Ende kamen wir als 18. und 17. ins Ziel und belegten insgesamt bei dieser Regatta den 18. Platz unter den 30 Schiffen und dies noch dazu mit dem ältesten Boot.

Wer Interesse hat, kann sich unter folgenden Links unsere Tracks auf einer Googlemap ansehen:

Berliner Meisterschaft – Sonnabend / Berliner Meisterschaft – Sonntag

Beim Sonnabendtrack ist auch gut die flache Stelle sehen, bei der wir am Haveleck einen Tiefentest vorgenommen haben.

Die genauen Ergebnisse sind hier: Joachim-Hunger-Gedächtnis-Preis – mit BM für 470er und 505er Fr. 21.10.11 – So. 23.10.11 und hier Berliner Meisterschaft Berlin (int505.de) zu finden.

13. Oktober 2011
von H.
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Aus dem Dunkel, in das Dunkel

Heute war wieder einmal Supercommutingtag. Die Tour beginnt in tiefster Nacht, es ist für Mitte Oktober schon recht frisch, der Mond beschien die große Stadt und zügig komme ich nach Norden voran. Allmählich wird es heller und nach gut einer Stunde sind mehr als nur Schemen vor mir zu erkennen. Auf der Biesenthaler Heerstraße dann noch eine interessante Begegnung, aber der Traktorist ist aufmerksam und läßt mich bald passieren.

Der Rückweg beginnt bei herrlichstem Herbstwetter. Die Sonne scheint durch das sich allmählich verfärbende Laub, im Wald will es aber nicht rollen. Der Tag hat mir wohl die Kraft aus den Beinen gezogen. Unterwegs muß ich noch eine gefüllte Streußelschnecke einwerfen, um nicht vom Rad zu fallen. Als die Sonne weg geht, kommt schnell die Kälte der Nacht und ich ziehe weitere Schichten an.

Dann fabriziert die Sonne noch ein Spektakel an den Himmel und es ist wieder finster. Die letzten Kilometer laufen schleppend und spät abends komme ich abgeschlafft zu Hause an.

2. Oktober 2011
von H.
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Absegeln mit der Dochnoch

Nachdem wir gestern mit dem Verein nur zum Abmotoren gekommen waren, da der Wind völlig ausblieb, nutzten wir die ganz leichte Brise am heutigen Tag für einen sehr entspannten Törn über den halben See. Dank Genua rutschte es in den Böen sogar etwas, erstaunlich war dann zum Abschluß nur, daß der Wind auf Höhe Barschberg einfach abgeschaltet wurde.

10. September 2011
von H.
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Seekreuzer, Herbstwettfahrt 2011

Nachdem es in den letzten Jahren oft nicht geklappt hatte, konnte ich in diesem Herbst endlich wieder einmal an unserer Seekreuzerregatta teilnehmen. Schön war auch, daß es auf einem recht schnellen Schiff und mit einem guten Steuermann erfolgte, der Spaß war dadurch fast schon garantiert.

Die Bedingungen sahen insgesamt nach entspanntem Segeln aus, Sonne und leichter Wind. Was für uns aber bedeutete, daß die direkten Konkurrenten einen leichten Vorteil hatten, da uns nur eine kleine Fock zur Verfügung stand. Allerdings hatten wir auch einen Blister bzw. Gennaker und konnten raumschots einiges herausholen.

Das folgende Bild zeigt unser Kursdiagramm mit den langen Raumschenkeln von West nach Ost und dem anschließenden Kreuzen in der Gegenrichtung:

Am Ende sprang ein 4. Platz nach gesegelter und ein 5. nach gerechneter Zeit heraus und alle an Bord waren happy und im nächsten Jahr soll es eine Wiederholung geben.

Weitere Bilder von der Regatta habe ich parallel auf unserem Vereinsblog veröffentlicht: Bilder vom 2. Lauf der Seekreuzerregatta

9. September 2011
von H.
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Wieder mal im Wald

Es ist wirklich 57 Tage her, daß ich das letzte mal “richtig” auf dem Rad saß. Und ehrlich gesagt, ich habe es in der Zeit nicht vermißt, da es viele andere schöne und spannende Dinge zu erleben gab.

Heute aber zog es mich doch wieder aufs grobstollige und hinein in den Wald. Es war eine der üblichen Transfertouren, auf der ich selten befahrenes Terrain durchstreifte und mich an der Ruhe des Waldes und den verschiedenen Grüntönen erfreute. Etwas schockiert war ich allerdings, als ich zum zweiten mal die Autobahn querte und kurz anhielt. Der heftige Verkehr und der daraus resultierende Krach paßten nicht in die Landschaft und ich zweifelte mal wieder am gesamten Mobilitätskonzept …