Retro Ride

Pünktlich zum Herbstbeginn wollte ich mal wieder einen meiner Klassiker fahren. Am Morgen fühlte sich das Rocky 2 von Centurion noch an, als würde ich einen schweren Sack hinter mir herziehen und so machte ich schon bald einen ersten Fotostop, bei dem es aber eigentlich noch zu dunkel war:

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Mein Weg führte mich am Finowkanal entlang auf dem weitgehend asphaltierten Treidelweg.

Am Abend wollte ich dann sehen, wie sich das Bike auf meinen üblichen Waldwegen machte. Und siehe da, es konnte doch rollen. Nicht ganz wie mein Unit aber doch so, daß es Spaß machte.

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Nachdem ich den Bereich des Tierparks verlassen hatte, kreuzte ich durch den Wald südlich von Finow und probierte ein Paar neue Wege aus. Dabei sandete ich einmal ordentlich ab und mußte etwas schieben.

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Am Ende hat mein Rückweg dann ungefähr eine Stunde gedauert und ich kam kurz vor Einbruch der Nacht entspannt und etwas müde am Ziel an.

Auf den Wegen der Zisterzienser

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Der Barnim ist gerade im Bereich zwischen Liepe, Chorin und Parsteinsee eine uralte Kulturlandschaft, die zuerst von Germanen, dann von Slawen und schließlich wieder von Germanen besiedelt war. Die deutlichsten Spuren hinterließen jedoch die Zisterzienser, die zunächst auf Peelitzwerder und schließlich in Chorin Ihr Zentrum hatten.

Heute waren nun einige ihrer Wege mein Ziel, insbesondere die Verbindung zwischen Liepe und Chorin. Aus dem ursprünglichen Plan entwickelte sich schließlich meine bisher längste Tour für 2016. Dabei verband ich einige Wege, die ich lange nicht mehr benutzt habe, zu einer Runde von Eberswalde über Hohen- und Niederfinow, Liepe, Brodowin, Serwest, Senftenhütte, Joachimsthal, Eichhorst, Finowfurt und zurück.

Die Wege waren nicht immer RR-tauglich,aber ich kam flüssig durch und hatte keine Panne. Nach drei Stunden war der Spaß aber leider vorbei.

Verloren im Wald?

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Ich war heute noch einmal nördlich des Flughafens unterwegs und probierte dabei neue alte Wege. Der erste zu dem kleinen See endete in einer Sackgasse am Ufer. Das Wasser war klar und irgendwie einladend, aber so fremden zugewachsenen Gewässern traue ich immer nicht sofort. Ein sauberer Sandstrand ist mir irgendwie lieber.

Auf dem weiteren Weg nahm ich dann nicht den Trail über den Hügel sondern den etwas weiter nördlich verlaufenden, der den Hügel fast eben umschifft. Dabei kam ich mir aber etwas verloren vor. Der Weg wächst immer weiter zu. Bäume liegen quer und die Brücke über das Menningfließ macht auch nicht mehr den besten Eindruck. Nicht mehr lange und der Weg wird verschwunden sein.

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Dabei war das früher der wichtigste Weg quer durch diesen kleinen Wald. Er war problemlos von PKW nutzbar. Vor einigen Jahren wurde allerdings die Ausfahrt in Finow versperrt und spätestens seitdem die Gemeinde Schorfheide diese komische Straße quer durch den Wald zu den Solarfeldern baute (bzw. genehmigte), ist es aus mit der Zufahrt für doppelspurige KFZ.

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ein früher Vogel auf dem Treidelweg

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In den letzten 4 Jahren sind meine jährlichen Kilometer auf dem Rad kontinuierlich zurückgegangen. Das hatte verschiedene Ursachen von familiären Veränderungen bis zu körperlichen Beschwerden. Teilweise war es aber auch einfach nur die geringe Lust, die alten Strecken wieder und wieder zu fahren und dazu die zu geringe Zeit für die Suche nach und die Bewegung auf neuen Routen in unbekannten Regionen.

Zur Zeit scheint zumindest dieser Bann etwas gebrochen zu sein und ich suche die freien Zeiteinheiten, um auf den altbekannten Wegen zu fahren. Wer hier ab und zu mit liest, wird gemerkt haben, daß der Treidelweg am Finowkanal ganz oben auf der Favoritenliste steht. Und am liebsten fahre ich am frühen Morgen, wenn kaum ein anderer Mensch dort unterwegs ist.

Mit der Sonne Pendeln

Wer diesen Blog schon länger verfolgt, wird gemerkt haben, daß die Berichte in den letzten 2 Jahren generell weniger geworden sind und gleichzeitig auch kaum noch vom Pendeln zwischen Berlin und dem Barnim geschrieben wurde.

Das Radfahren fehlte mir in der letzten Zeit etwas und so war ich froh, daß es sich jetzt so ergab, daß ich in den letzten Tagen 3 mal nacheinander jeweils eine Richtung meiner Pendelstrecke zurücklegen konnte. Ich hatte zunächst Bedenken, daß die Strecke vielleicht doch etwas lang ist und ich die letzten Kilometer nur noch schleppend zurücklegen kann. Am Ende kam ich aber jedes mal gut durch und am dritten Tag hatte ich sogar bis zum Ende auch erstaunlich viel Kraft.

Was mich aber an allen drei Tagen etwas irritierte war die Tatsache, daß der Wetterbericht nie so richtig paßte. Am ersten Morgen hatte ich nach Wetterbericht eigentlich damit gerechnet, daß die Wolken aufreißen und ich der Sonne entgegen fahre. Das passierte allerdings nicht und so gibt es von dieser Fahrt auch keine Bilder.

Am zweiten Morgen passierte genau das Gegenteil. Ich hatte sogar noch überlegt, Regenzeug anzuziehen oder zumindest mitzunehmen. Aber das lies ich zum Glück bleiben. Nachdem ich gegen 5.30 Uhr die Stadtgrenze Richtung Barnim überschritt, riß der Himmel auf und die Wolken verschwanden innerhalb weniger Kilometer komplett und den Rest der Strecke schien die Sonne durch den Nebeldunst von einem blauen Himmel herab.

Am dritten Tag fuhr ich dann am Nachmittag in der Gegenrichtung. Hier begann die Fahrt mit Sonnenschein, aber nachdem ich ca. ein Drittel der Strecke hinter mir hatte, verfinsterte sich der südöstliche Horizont, ich konnte Regen erkennen, der aus der Wolkenfront fiel und ich hörte sogar entferntes Donnergrollen. So richtig hatte ich dieses Wetter nicht auf dem Plan und ich überlegte schon, ob ich nicht zur nächsten S-Bahnstation fahren sollte und so dem ganzen einfach entwische.

Letztendlich entschied ich aber, mein Glück zu versuchen und mich irgendwie durch die Schauergebiete hindurch zu manövrieren. Es klappte nicht komplett, da ich bei Schönow fast durchweichte. Ab da hatte ich die Wolken aber besser im Blick, wartete kurz unter einer Bahnbrücke, fuhr anschließend einen Bogen und kam halbwegs abgetrocknet zu Hause an …

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