STRAVA und die Motivation

Seit gut einem Jahr nutze ich STRAVA und finde es faszinierend, wie das Motivationsding jetzt doch langsam greift. Zur Motivationssteigerung nutzt STRAVA vielfältige Auszeichnungen auf den Segmenten. Persönliche Rekorde sind schon ganz gut. Einen KOM (King of Mountain) zu gewinnen, ist aber schon noch eine Steigerung.

Es passierte heute auf dem Heimweg, als ich im Finstren auf dem Honky Inc. den Schottersprint Finow O-W fuhr. Ich fühlte mich durchaus schnell, aber so schnell nun auch wieder nicht.

Einschränken muss ich vielleicht, dass die „Gegner“ die Strecke meist im Rahmen einer längeren Tour gefahren sind. Aber andererseits wohl auch nicht mit Rucksack und Jeans und im Dunkeln nach einem längeren Arbeitstag.

Aber egal. KOM ist KOM!

Mit dem Klassiker im Schnee

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Der Winter ist kurz in den Barnim eingekehrt. Die Temperaturen lagen teilweise unter -10°C und etwas Schnee ist auch gefallen. Meinen neuen Klassiker wollte ich trotzdem ausführen, Dank Pulverbeschichtung hatte ich keine Angst vor Tausalzen … Im Hintergrund sind Wehr und Schleuse Heegermühle des Finowkanals zu sehen.

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Verloren im Wald?

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Ich war heute noch einmal nördlich des Flughafens unterwegs und probierte dabei neue alte Wege. Der erste zu dem kleinen See endete in einer Sackgasse am Ufer. Das Wasser war klar und irgendwie einladend, aber so fremden zugewachsenen Gewässern traue ich immer nicht sofort. Ein sauberer Sandstrand ist mir irgendwie lieber.

Auf dem weiteren Weg nahm ich dann nicht den Trail über den Hügel sondern den etwas weiter nördlich verlaufenden, der den Hügel fast eben umschifft. Dabei kam ich mir aber etwas verloren vor. Der Weg wächst immer weiter zu. Bäume liegen quer und die Brücke über das Menningfließ macht auch nicht mehr den besten Eindruck. Nicht mehr lange und der Weg wird verschwunden sein.

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Dabei war das früher der wichtigste Weg quer durch diesen kleinen Wald. Er war problemlos von PKW nutzbar. Vor einigen Jahren wurde allerdings die Ausfahrt in Finow versperrt und spätestens seitdem die Gemeinde Schorfheide diese komische Straße quer durch den Wald zu den Solarfeldern baute (bzw. genehmigte), ist es aus mit der Zufahrt für doppelspurige KFZ.

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il.pompino als Crosser

Von on-one wurde das il.pompino seinerzeit als Bike für alle Gelegenheiten beschrieben, in dem Reifen bis 35mm (jetzt nur noch 32mm) montiert werden können. So kam bei mir jetzt die Idee, den Aktionsradius des il.pompino etwas zu erweitern und einmal breitere und vor allem profilierte Reifen zu montieren.

Heute nun die erste Ausfahrt und schon nach kurzem bestätigte sich leider meine erste Ahnung, die Reifenfreiheit ist an der Gabel etwas knapp bemessen. Der Reifen läuft zwar sauber durch, aber schon kleinste Krümel, die vom Reifen mitgezogen werden, bleiben hängen und erzeugen zumindest eine nervige Geräuschkulisse.

Davon ließ ich mich aber nicht abhalten und setzte meine Offroadtour auf Wegen, die bisher immer den breitbereiften Gefährten vorbehalten waren, fort. Die Strecke führt mich südlich um den Schwärzesee und weiter am Samithsee vorbei zum Lehnssee.

Hier komme ich allerdings zum ersten mal richtig an die Grenzen des il.pompinos. Der Weg ist aufgewühlt durch Pferdehufe und der Sand dadurch sehr tief und außerdem locker. Die Reifen finden prinzipiell zwar Halt im Grund, aber bei einer 42/16er Übersetzung ist meine Kraft schnell am Ende und ich bin runter vom Rad. Schieben ist angesagt und ich habe ordentlich Sand im Schuh.

Nach dem Überqueren der Finow sind es nicht die Pferde, die den Weg aufgewühlt haben, sondern Autospuren und dazu fehlender Regen. Und so bin ich auch hier schnell wieder abgesandet. Ein etwas längeres Stück geht es nun zu Fuß und da der Weg im geplanten Verlauf weiter sandig bleibt, biege ich in den Wald, wo der Sand fester ist und mich wieder trägt.

So verpasse ich das kleine Stück Uferweg am Großen Wukensee und komme gleich zum Kleinen Wukensee. Von hier geht es an der Crossstrecke vorbei und rüber in den Wald Richtung Krumme Lanke. Hier rächt es sich, daß ich lange nicht mehr hier im Wald war und so verpasse ich den Abzweig zum Seeweg und komme stattdessen auf den Höhenweg und befürchte, wieder im losen Grund stecken zu bleiben.

Der Höhenweg wird regelmäßig vom Bauern weggepflügt, aber heute habe ich Glück. Der Boden ist hier so fett, daß der wenige Regen der letzten Tage reicht, um ihn zu einer auch mit den schmalen Reifen gut zu befahrenden Oberfläche werden zu lassen.

Von Lanke fahre ich über den Schwarzen Weg wieder in den Wald und weiter südwärts Richtung Schönow und dann weiter ans Ziel. Auch hier wieder Wege, die mit glatten Reifen oft nicht zu fahren gewesen wären, mit den 32ern mit Profil und der singlespeed-Übersetzung aber gerade so. Und obwohl der an der Gabel auftretende Krach etwas nervte, hatte ich durchaus Spaß im Wald mit dem il.pompino.

Abmontieren werden ich die Reifen aber trotzdem wieder, denn obwohl alles ganz gut funktionierte (bis auf den geringen Freiraum an der Gabel), fühlte sich die Fuhre auf glatten Strecken etwas lahm an, während auf sandigen Waldwegen alles schön zu rollen schien… Lag es daran daß die Reifen wirklich etwas schwerer laufen als die vorher montierten oder war es mehr eine psychische Sache, weil plötzlich auch auf dem il.pompino etwas Krach machte oder hatte ich einfach einen schwachen Tag?