headbadges bzw. Steuerkopfschilder

Christophs Beitrag zum Thema Steuerkopfschilder hat mich animiert, auch mal bei meinen Bikes zu sehen, was da so montiert ist. Die Auswahl ist doch erstaunlich, obwohl es gar nicht so viele Marken sind. Nicht alle Räder werden von mir genutzt, aber zu allen gibt es einie Geschichte zu erzählen. Manche sind schon hier auf dem Blog nachzulesen, manche auch auf der alten homepage: TEAMDOCHNOCH – Die BIKEs – Bikehistory, oder: Wieviel Fahrrad braucht DER Mensch? – oder, warum DER so viele Fahrräder hat …

Was auffällt: Schon immer unterlagen die Badges gewissen Entwicklungen. Alte Rahmen hatten oft kunstvoll gestaltete Schilder, die frühen Großserienfahrzeuge eher nur Aufkleber, aber nun fangen auch die etwas kleineren unter den Großen mit richtigen Schildern an. Und so kleine Marken wie Singular machen das schon länger.

Den Beginn macht ein Damenfahrrad von Hansa, das ich ab und zu für kürzere Fahrten auf dem Dorf nutze, zum Beispiel hier zu sehen: mit Elise im Schnee. Das Rad fand ich mal irgendwann abgestellt an einem Waldweg, etwas heruntergekommen, aber der Lack des Hauptrahmens war noch ganz gut. Der Rahmen machte auch sonst einen recht hochwertigen Eindruck, denn die Verbindungen der Rohre wirkten wie filled brazed.

Weiter geht es mit der großen Vielfalt von Centurion-Badges. Es sind alles Aufkleber, die aber die Entwicklung von 25 Jahren dokumentieren. Auf die Marke Centurion kam ich um 1990 herum eher durch Zufall. Mein erstes Centurion war ein STRATOS. Nach dem Tod meines ersten selbst gekauften Fahrrads (ein Motobecane mit 700c x 36mm – Reifen) suchte ich einen einzelnen MTB-Rahmen und der Stratos war bezahlbar und gefiel mir mit seiner Haifischflosse auch sehr gut. Die Farbe allerdings nicht, weshalb er gleich grün gespritzt wurde und es auch keine Bilder vom Originalzustand gibt. Ein grünes Bild gibt es hier: Centurion 92 am Buckowsee.

Ein Bild eines gleich lackierten Rahmens folgt hier aber weiter unten. Vor einigen Jahren hatte ich nämlich plötzlich die Idee Rahmen von Centurion zu sammeln und vielleicht aufzubauen. Und dabei fand ich auch einen eines STRATOS in meiner Lackierung. Auf Centurions bin ich inzwischen knapp 70.000 Kilometer gefahren, wobei der allerallergrößte Teil auf meinem hier nicht gezeigten STRATOS absolviert wurde. Beginnen will ich aber mit einem:

CENTURION Rocky II (ca. 1985?)

Das Bike sah ich komplett in der Bucht und konnte nicht widerstehen. Es sind noch viele Originalteile verbaut und ich nutze es derzeit als Stadtrad. Ausflüge in den Wald gab es auch schon und ich mage es. Und wenn es erst mal rollt, merkt man kaum, daß es über 30 Jahre auf dem Buckel haben müßte.

CENTURION Lhasa Kathmandu

Das Lhasa Kathmandu ist eine Legende, eine Besonderheit sind die Bremssockel unter den Kettenstreben. Aber noch wartet es auf Komplettierung.

CENTURION Stratos in Türkis-Schwarz-Lila (ca. 1988/1989)

So muß mein Centurion STRATOS ausgesehen haben, als der Rahmen zu mir kam. Wie schon geschrieben, wurde er aber ziemlich schnell grün. Das grün wechselte einige mal und wurde irgendwann zu grün orange (NZL 1999/2000, ehe es jetzt wieder komplett grün ist.

CENTURION Stratos in Lila mit weiß (um 1990)

Dieses STRATOS kaufte ich fast komplett, nur die Laufräder fehlen. Die Pulverbeschichtung hat schon etwas gelitten, der Glanz ist hin, Rost gab es aber noch nicht. Hier müßte ich eigentlich nur Laufräder finden und schon könnte es schön losgehen. Schön Lila.

Centurion Stratos in schwarz mit Lila Decor (um 1992)

Um ein Rad mit diesem Decor bin ich einige Jahre in einem Berliner Radladen herumgeschlichen. Es war mit kompletter Suntour-Gruppe (mir ist wie XC Pro) ausgerüstet, aber zum Glück zu klein.

CENTURION Backfire LRS Hydro (2010)

Zum Schluß noch ein relativ neues Bike mit einem nach meinem Geschmack nicht so gelungenen Badge. Aber egal, manchmal darf ich nach einer Mechanikereinheit eine kleine Runde drehen und bin durchaus fasziniert von der Agilität dieses Bikes. Hätte ich mir damals auch vorstellen können, wenn ich ein Fullie gesucht hätte.

Weiter geht es mit den KONAs. Mit 33.530 Kilometern bis zum heutigen Tag meine zweitmeistgefahrene Marke. Hier dominiert das Cinder Cone und ob irgendeines der anderen Bikes jemals da ran kommt, bleibt ungewiss.

KONA Cinder Cone (1998)

Das Cinder Cone ist schon ein zweiter Rahmen, da der erste (von 1996) nach zwölftausend Kilometern brach und ich einen Ersatz bekam. Das erste ist hier zu sehen: TEAMDOCHNOCH – 1996 KONA – Cinder Cone – Bikehistory, oder: Wieviel Fahrrad braucht DER Mensch? – oder, warum DER so viele Fahrräder hat …, als es noch ganz neu war … Und hier ist auch erklärt, wie und wann es zum Wechsel zwischen den beiden Rahmen kam: Kona Cinder Cone.

Auf beiden Rahmen habe ich zusammen knapp 29.000 Kilometer absolviert, das Cinder Cone aber 2008 auseinander gebaut, weil ich dann das ON-ONE inbred hatte und beim Cinder Cone der Lack so runter war, daß ich von einem refit träumte.

KONA Lava Dome (ca. 2000)

Statt eines Refit des Cinder Cone kaufte ich dann aber einen nagelneuen Rahmen eines Lava Dome, der von Geometrie und Material dem Cinder Cone entspricht, und baute diesen auf.

KONA Kapu (2009)

Das KAPU gehört auch nicht mir, gefiel und gefällt mir aber immer noch. Ein klassischer Stahlrenner in leuchtendem orange.

KONA Honky Inc. (2010)

Mit dem Honky Inc. betrat KONA etwas Neuland. Nicht nur, da es einen richtigen Badge gab, sondern auch beim Rahmen. Es ist zwar ein Stahlrahmen, der aber mit Scheibenbremsen und Carbon-Gabel garniert wurde. Die Gabel sagt eindeutig – montiere breite Reifen, der Rahmen sagt allerdings etwas anderes. Das schränkt den Einsatzbereich leider unnötig ein, gerne fahre ich es aber trotzdem.

KONA Unit (2013)

Auf das UNIT habe ich schon zu seiner Zeit als 26er geschielt, dann aber doch erst zugegriffen, als es den 29er-Rahmen gab. Seitdem ich das UNIT habe, frage ich mich öfter, warum ich nicht damals nach dem Tod des Motobecane den Weg der großen Laufräder weitergegangen war. Das Centurion STRATOS war zwar wesentlich steifer im Rahmen als alles, was ich vorher gefahren war, besser geklettert ist aber eigentlich mein 28er-Sportfahrrad aus historischen Tagen, daß ich irgendwann meinem Vater abgeluchst hatte.

Zum Unit noch ein Link, auf dem es schön im Vergleich zum Lava Dome zu sehen ist: ungleiche Brüder. Das Foto ist allerdings etwas unfair, da das Lava Dome etwas tiefer steht.

Dazu gibt es noch ein KONA WO. Das Badge gleicht dem des UNIT eigentlich. Es gibt aber einen wesentlichen Unterschied: es ist wieder nur ein Aufkleber.

Zum Schluß noch einige Briten. Die ON-ONEs bin ich fast ein Jahrzehnt sehr gerne gefahren, sie sind allerdings in den letzten Jahren durch die neuen Konas verdrängt worden. Das il.pompino existiert noch, beim inbred steht aber derzeit nur der Rahmen herum und wartet auf einen neuen Einsatz. Gut 22.000 Kilometer auf den Beiden sprechen eigentlich für sich. Hier leider auch blos wieder Aufkleber, aber trotzdem ist schön die Weiterentwicklung zu sehen:

ON-ONE il.pompino

ON-ONE inbred

SINGULAR Gryphon (2014)

Und zum Schluß ein Projekt für die Zukunft. Mal sehen, vielleicht wird es etwas im kommenden Winter.

Abschlussabschlusstour

Nachdem ich vor 2 Tagen schon eine Jahresabschlusstour für 2015 unternommen hatte, ergab sich heute noch einmal die Gelegenheit, einige Kilometer auf dem Bike zurückzulegen. Es stand ein einfacher Transfer vom B nach F an. Dabei ging es über bekannte Wege. Die Sonne meinte es gut mit mir, der Wind war aber gegen mich und so zog es sich und der nur eine Gang am il.pompino machte es nicht leichter.

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etwas weiter fahren und neues entdecken im Elsenluch bei Eichhorst

Heute ergab sich die Gelegenheit für eine kleine Tour vom großen B in den Norden des Landkreises Barnim. Das Wetter war gut, ungefähr 25°C, sonnig, wenig Wind. Ich startete auf dem Berlin-Usedom-Radweg (BUR) mitten in Pankow und fuhr entspannt durch die Vorstadt. Bei den Karower Teichen verließ ich den BUR aber schon wieder, um durch die Karower Teiche zu fahren, weiter ging es am Lietzengraben unter der A10 hindurch und am NSG Bogensee entlang und Richtung Schönow weiter durch die Hobrechtsfelder Rieselfelder. Dabei probierte ich einige neue Wegevarianten, die mich aber auch in eine Sackgasse führten und einiges an Kraft kosteten. Über Schönow und Schmetzdorf kam ich nach Ladeburg und damit wieder auf den BUR. Auf der Straße nach Lobetal fand ich den Wind nicht mehr so schwach, noch dazu kam er schräg von vorne und so quälte ich mich. Nach der Langerönner Mühle lief es dann aber wieder. Eigentlich lief es aber doch nicht so richtig und vor Biesenthal mußte ich etwas raus nehmen. Es fehlten ja noch einige Kilometer.

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Hinter Biesenthal verlasse ich den BUR wieder und fahre auf Schotter, herrlichem Kopfsteinpflaster und festen Waldwegen bis Marienwerder und von da auf dem rechten Ufer des Werbellinkanals den BUR weiter. In Rosenbeck habe ich dann aber noch einmal Lust auf etwas neues oder altes wieder zu entdecken. Statt dem BUR durch Rosenbeck zu folgen oder den gut ausgebauten Weg entlang der Baumschule zu nutzen, wähle ich den Wald- und Wanderweg dazwischen. Eine weiß-rot-weiße Markierung führt mich. Die ersten Meter sind noch sehr gut zu fahren. Die Datschenbesitzer am Westufer des Rosenbecker Schleusenteichs halten den Sand schön verdichtet. Dann hört das aber auf und der Weg wird immer weicher und meine Knie auch.

Als ich vor mir nur noch losen Sand sehe und überlege, wie ich da wohl durchkommen soll, sehe ich aber plötzlich den Hinweis auf das Elsenluch und halte kurz an, um mir eine Meinung zu meinen Optionen zu bilden. Vom Elsenluch habe ich bis heute noch nichts gehört und sogar das berühmte Netz der Netze gab mir nur einen Hinweis über ein pdf mit dem schönen Namen: Managementplanung Natura 2000 im Land Brandenburg. Das Elsenluch ist demnach eine erst vor wenigen Jahren vernäßte Fläche. Der Managementplan spricht auch von einem aus einem Torfstich entstandenen naturnahen Kleingewässer am südwestlichen Rand des Verlandungsmoores Elsenluch und irgendwelchen Pflanzen und so weiter und so fort. Der Begriff Elsenluch wird immerhin 28 mal erwähnt.

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Das wußte ich alles aber nicht, als ich am Schild stand. Ich sah nur einen wenig ausgetretenen Pfad und dahinter ein Feuchtgebiet. Schon nach weniger als 100 Metern war der Rand des Luchs erreicht und ich entdeckte einen Holzsteg, der mitten hindurch führte. Auf dem Steg durchquerte ich das vielleicht 50 Meter breite Luch und fand dahinter wieder etwas Weg, der mich zu einem kleinen Ausguck brachte. Nachdem ich die Aussicht kurz genossen hatte, ging es weiter. Wenige Meter später konnte ich auch wieder fahren und kam bald darauf zu meinem heutigen Ziel.

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Gleiche Wege, gleiche Motive

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In den letzten Wochen komme ich wieder verstärkt dazu, mein il.pompino über altbekannte Wege zu führen. Die Strecken sind nicht lang, bringen aber ein großes Gefühl der Befriedigung zurück. Dabei kommt es durch die Fahrt über Strecken, die ich schon immer gerne gefahren bin natürlich auch zu Motiven, wie ich sie schon öfter aufgenommen habe. Dieses hier z.B. gab es schon einmal im März 2012 – Etwas Radfahren, ein Sturz, Wildbeobachtungen und dazu Neuland

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Ein Frühlingsbike und Basteleien

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In diesem Jahr ist es mir mal wieder gelungen, das Frühlingsbikebild auch im Frühling aufzunehmen, im frühen Frühling sogar und nicht erst im Sommer, wie es mir 2012 passierte: Sommerbike 2012

Das il.pompino ist jetzt auch kein Rennrad mehr sondern eher ein Crosser. Ich hatte es ja schon einmal mit Profilreifen probiert (il.pompino als Crosser), dabei aber feststellen müssen, daß die Gabel zwar breit genug, aber nicht hoch genug war. Der Vorderradreifen schliff am Stummel des Gabelschafts.

Eine neue Gabel hat es gerichtet. Ich weiß zwar nicht, ob es Sinn macht, eine Gabel mit dem doppelten Kaufwert des Rahmens einzubauen, aber die Ritchey paßt optisch gut zum il.pompino und Platz für den Reifen hat sie auch. Ein Nachteil ist nur, daß sie 2 cm höher baut und somit das Lenkverhalten verändert. Einen Nachteil habe ich beim fahren bis jetzt aber nicht gespürt.

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Mit den Kenda Small Block ergibt sich jetzt ein schönes relativ leichtes Geländerennrad, mit dem ich noch entspannter die Wege fahren kann, von denen ich auch früher nicht die Finger lassen konnte und hoffentlich auch nicht mehr so oft absande …

3 x 2×10

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Eigentlich hatte ich für den März größere Pläne, aber daraus wurde nichts. Und so bin ich froh, in dieser Woche wenigestens einen kleinen Start hingelegt zu haben und den verkürzten Arbeitsweg drei mal zurück gelegt zu haben. Die Route könnte kaum besser sein, denn es ging den größten Teil der Strecke am Finowkanal entlang.

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