Ein Frühlingsbike und Basteleien

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In diesem Jahr ist es mir mal wieder gelungen, das Frühlingsbikebild auch im Frühling aufzunehmen, im frühen Frühling sogar und nicht erst im Sommer, wie es mir 2012 passierte: Sommerbike 2012

Das il.pompino ist jetzt auch kein Rennrad mehr sondern eher ein Crosser. Ich hatte es ja schon einmal mit Profilreifen probiert (il.pompino als Crosser), dabei aber feststellen müssen, daß die Gabel zwar breit genug, aber nicht hoch genug war. Der Vorderradreifen schliff am Stummel des Gabelschafts.

Eine neue Gabel hat es gerichtet. Ich weiß zwar nicht, ob es Sinn macht, eine Gabel mit dem doppelten Kaufwert des Rahmens einzubauen, aber die Ritchey paßt optisch gut zum il.pompino und Platz für den Reifen hat sie auch. Ein Nachteil ist nur, daß sie 2 cm höher baut und somit das Lenkverhalten verändert. Einen Nachteil habe ich beim fahren bis jetzt aber nicht gespürt.

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Mit den Kenda Small Block ergibt sich jetzt ein schönes relativ leichtes Geländerennrad, mit dem ich noch entspannter die Wege fahren kann, von denen ich auch früher nicht die Finger lassen konnte und hoffentlich auch nicht mehr so oft absande …

3 x 2×10

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Eigentlich hatte ich für den März größere Pläne, aber daraus wurde nichts. Und so bin ich froh, in dieser Woche wenigestens einen kleinen Start hingelegt zu haben und den verkürzten Arbeitsweg drei mal zurück gelegt zu haben. Die Route könnte kaum besser sein, denn es ging den größten Teil der Strecke am Finowkanal entlang.

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Retourkutsche

Nachdem ich gestern aus dem Barnim in die große Stadt gefahren war, folgte heute der Rückweg. Ich startete in tiefster Nacht bei abnehmendem Mond um kurz nach 5 und war zum Sonnenaufgang kurz vor dem Ziel:

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Die Fahrt war noch etwas langsamer als gestern, aber welche Rolle spielt das schon …

Nach …

Nach drei Kilometern fand ich, es läuft ziemlich gut …
nach sechs Kilometern dachte ich, oh das holpert aber ganz schön …
nach zehn Kilometern merkte ich zum ersten mal ein Knie … das rechte
nach sechzechn Kilometern fand ich, daß wir doch in einer ganz schön bergigen Gegend wohnen …
nach achtundzwanzig Kilometern ging irgendwie die Sonne kreisrund und etwas rot Richtung Horizont, ihr fehlte aber die Kraft eines sommerlichen Abends …
nach dreißig Kilometern reichte es mir, und ich wäre froh, schon da zu sein … und warf ein zwei Stullen ein …
nach fünfundreißig Kilometern dachte ich, mein linkes Knie explodiert gleich … das rechte war wieder halbwegs unauffällig …

und nach dreiundvierzig Kilometern war ich da … und froh vor knapp zwei Stunden losgefahren zu sein!

Abspulen

Stoisches Abspulen von Straßenkilometern mit schmalen Reifen auf dem Rennrad ist eigentlich nicht so mein Ding. Vielmehr zieht es mich weg vom Asphalt auf Feld- und Waldwege oder auf schmale Singletrails. Manchmal zieht es mich aber dann doch auf die schmalen Reifen, z.B. wenn ich einfach nur etwas entspannt rollen, die Geschwindigkeit oder einfach nur den kalten Fahrtwind im Gesicht spüren will.

Deshalb spannte ich heute auch das il.pompino an und machte mich auf die kleine Runde um den See. Das Wetter war nicht wirklich winterlich, obwohl wir Anfang Januar haben, allerdings war es auch nicht mehr ganz so frühlingshaft wie am Vortag. Vielmehr wehte mir ein kalter Nordwind ins Gesicht.

Den Nordwind spürte ich besonders, als ich nach einem kurzen mühsamen Anstieg das Plateau bei Buckow erklommen hatte und mich auf der immer weiter zerbröselnden Kapstraße nach Nordosten bewegte. Die Kapstraße hat inzwischen einen so schlechten Gesamtzustand, daß sie kaum noch als Geheimtip für richtig Schmalbereifte gelten kann. Für mein il.pompino ist das aber noch kein allzu großes Problem.

Nach Buckow kommt eine der schönsten Abfahrten der gesamten Runde. Leicht geschlängelt geht es durch eine Allee einige hundert Meter bergab, dann folgt aber der nicht sehr steile aber doch zähe Anstieg Richtung Altenhof. Von der Straße habe ich jetzt auch einen guten Blick auf die Baustelle für den neuen Radweg zwischen Buckow und Altenhof und frage mich wieder einmal, wer diese Radwege plant …

Der Nord- bis Nordostwind bremst noch bis Altenhof spürbar weiter, dann wird er gemildert durch den Wald. Dafür folgen ab Ortsmitte weitere zähe Meter bergauf. Nur langsam schiebe ich mich hoch und komme abgekämpft am höchsten Punkt der Runde an.

Nach einer holperigen Abfahrt lande ich am Ufer des Werbellinsees, rolle auf der Seerandstraße zuerst über Sand, dann Pflaster und schließlich wieder Asphalt und biege dann noch auf die Abkürzung zur Badewiese Michen, wo ich eine kurze Verschnaufpause einlege.

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Dies war wieder einmal ein Weg, für den das il.pompino nicht so geeignet ist, aber es war wohltuend, vom glatten Weg abgewichen zu sein und kurz darauf lockte ja auch noch der unverstellte Blick auf den finster wirkenden Werbellinsee.

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Ab hier wird die Fahrt dann so richtig zäh, nur selten rolle ich richtig entspannt dahin. Vielmehr fühle ich mich, als wäre ich schon die 3-fache Entfernung unterwegs gewesen. Die Beine sind schwer und kraftlos.

Irgendwann ist Wildau erreicht, wo ich die L220 wieder verlasse und bis Eichhorst am Werbellinkanal entlang rolle. Passanten werden mit quietschenden Reifen erschreckt und weiter geht es auf die letzten Kilometer.

Noch einmal eine kurze aber steile Steigung, die mich zum kurzen Anhalten zwingt. Ich fühle mich doppelt so alt und inzwischen so matt, als wären es 200 Kilometer ohne Nahrung und Trinken gewesen. Aber irgendwie geht es die letzten Meter hoch und auf der Ebene oben weiter.

Vor der Kaiserwegbrücke aber dochnoch einmal ab vom glatten Weg und entlang des Oder-Havel-Kanals nach Osten. Eine Strecke die ich kurz vor Ende gerne noch einbaue, vor allem da sie mit dem Bau der neuen B167 wohl verschwinden, zumindest aber ihren jetzigen verlieren wird.

Nach kurzem Fotostop wird das Ziel erreicht, auf den Weiterbau am aktuellen Bastelprojekt am späteren Nachmittag verzichte ich dann aber doch …

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