Stand-up-Paddling im Winter

Ich hatte die letzten Jahre ordentlichen Respekt vor der kalten Jahreszeit. Im letzten Winter gab es aber einige Tage, wo ich dachte …. man könnte einfach mal lospaddeln.

Ich musste dann an früher denken. Hier bin ich öfter bei Temperaturen um 0°C gesegelt. Letzte Helden in Hamburg war so ein Event, wo am Morgen ab und zu alle Leinen im Boot gefroren waren und in einem Jahr bin ich nicht hingekommen, weil unsere Straßen massiv verschneit waren. Und auf dem Werbellinsee bin ich in leichtem Schneetreiben sogar 505 gesegelt und da wird man eigentlich schon beim normalen Segeln nass.

Beim Paddeln ist es aber so, dass ich doch einiges steuern kann. Z.B. riskante Manöver weglassen, ruhig paddeln und nicht hektisch. Und z.B. ein Brett wählen, das die nötige Sicherheit gibt.

Das hat auch so ein bisschen meine Suche nach einem Ersatz für das alte ViaMare geprägt. Nach einiger Suche bin ich jetzt auf einem RedPaddle unterwegs. Der Voyager ist 30″ breit, also ca. 76cm (wie das Naish von vorletzter Woche übrigens) und liegt ziemlich sauber und stabil im Wasser. Richtig brenzlige Situationen habe ich noch nicht erlebt.

Im Winter, aber natürlich auch im Rest des Jahres, ist immer auch das Wetter zu berücksichtigen. Bei ordentlich Wind, vielleicht noch entsprechenden Wellen bin ich im Sommer schon kaum gepaddelt und wenn nur auf windgeschützten Revieren. Wie im Bild zu sehen, war es hier mehr oder weniger windstill. Ab und zu kam ein Windhauch mit vielleicht 1 Bft durch. Nichts aufregendes.

Eine Frage ist noch, was man anzieht. Viele von den Experten im Netz empfehlen Trockenanzüge, die dann auch locker bis an 800,- € kosten können.

Davon halte ich nichts. Denn schon beim Regattasegeln war die Feuchtigkeitsentwicklung recht stark, obwohl der letzte Trockenanzug auch atmungsaktiv war. Vorteil ist beim Trockenanzug nur, das die Suppe da drin zuerst noch warm ist und mit dem richtigen Schichtensystem die Haut auch lange trocken bleibt. Beim Paddeln bewege ich mich aber doch etwas intensiver. Gehe gleichzeitig aber auch davon aus, dass ich vielleicht doch nicht reinfalle…. Meine Strategie ist im Grunde genommen, weitgehend in Ufernähe zu paddeln und wenn ich doch baden gehe, schnell ans Ufer und im Laufschritt zurück!

Was sonst noch Sinn macht, sind eine Schwimmweste, vielleicht ein Ersatzpaddel (oder einfach nicht mit dem unerprobten Super-Leicht-Paddel losfahren) und eventuell Ersatzsachen in einer wasserdichten Tasche mitnehmen.

Ansonsten kann ich nur sagen. Geht raus. Genießt es. Es gibt kaum etwas schöneres als an einem klaren frostigen Morgen die erste Spur durchs Wasser zu ziehen und zu sehen, wie der Tag erwacht.

Honky Inc. Saison eröffnet

Vor zwei Tagen war Frühlingsanfang, das Fatbike machte mir gerade etwas weniger Freude und auf schmalen Reifen ist das Fahren sowieso schneller. Der Wetterbericht hatte Schnee angesagt, gleichzeitig aber auch Temperaturen über 0°C. Eigentlich nicht das Richtige für schmale Reifen. Aber am Dienstag gab es eine vergleichbare Wetteransage und dort waren die Bedingungen über den gesamten Tag ganz akzeptabel.

Heute sollte es aber anders kommen. Am Morgen lief die Hinfahrt bei 2°C über trockene Wege locker und angenehm, dann begann aber der große Schneefall und die Schneedecke blieb bis zum Abend im Norden Brandenburgs weitgehend erhalten. Eberswalde bzw. der Oberbarnim bildete die Grenze. Die Straßen waren frei, im Wald lag aber noch ordentlich Schnee bzw. Schneematsch.

Ich ließ mich davon aber nicht beeindrucken und schwenkte auf die üblichen Waldwege ein. Aber schon bald mußte ich doch feststellen, daß die Grand Prix Four Season wohl doch eher nur Three Season sind und die Idee, durch den Wald zu fahren, wohl doch nicht die beste war. Es galt zunächst aber noch einen Weg nach draußen zu finden. Spurrinnen standen dem etwas entgegen oder sehr tiefer angetauter Boden.

Schlittschuhlaufen

Nachdem es die letzten Tage strenge Nachtfröste gab,, hatten viele Seen in Brandenburg eine dicke Eisschicht. Wir entschieden uns für den Gorinsee, da er klein und flach ist. Waren aber nicht allein. Zwei Runden drehten wir aber trotzdem. Quatschen noch etwas mit Freunden und zogen dann zufrieden wieder ab.

Superschneematschquatsch

Als ich mich heute Morgen aufs Rad setzte, träumte ich eigentlich davon, nach der Arbeit durch eine schöne weiße Neuschneedecke zu fahren. Daraus wurde leider nix. 

Statt lockerem Schnee gab es abwechselnd Schneeregen, richtigen Regen und manchmal auch einige nasse Schneeflocken. Und so sah der Wald dann auch aus. Die Wege schwammen teilweise, teilweise gab es nasse Schnee und zwischendurch richtig fiesen Modder. 
Hier kam Jumbo Jim einige mal an seine Traktionsgrenze. Oder lag es nur daran, dass ich zu faul war, den Luftdruck anzupassen?

Egal, Spaß hat es trotzdem irgendwie gemacht, auch wenn ich sooooo langsam war…

Vintage Jahresabschluß 

Noch kurz vor dem Ende des Jahres komme ich zu einer kleinen Tour in der alten Heimat. Das Wo erscheint mir als die beste Wahl. Es wird zwar sehr viel über gut fahrbare Wege gehen, gleichzeitig erwarte ich aber auch einige sehr unwegsame Teilabschnitte. Die Wege verschwinden einfach, da immer weniger Menschen in den „wilden“ Wald zu gehen scheinen.

Ich bewege mich dabei auf Wegen, auf denen ich vor 25 Jahren meine ersten regelmäßigen Runden drehte. Damals Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts suchte ich lange nach der perfekten Runde um den Werbellinsee und zurück. Heute will ich dieser Runde weitgehend folgen auf der ersten Tourhälfte.

Ich starte nach Norden in Richtung Großer Buckowsee. Hier wird mal wieder Veränderung deutlich, der Bauer hat seine Weide bis kurz vor den See gezogen und der klassische Weg ist damit nicht befahrbar. Die Alternative führt tiefmatschig fast durch den See.

Nach dem Großen Buckowsee verschwindet der Weg über den Hügel allmählich. Den Weg bin ich früher öfter gefahren und habe in diesem Beitrag: Auf dem Unit durch den Schnee – Sand im Schuh, Wasser im Gesicht … den Track gezeigt.

Auf dem Wo ist das aber alles kein Problem und es geht weiter nach Nordosten.

Bei den Kienbergen westlich von Golzow verschwindet mein lange gesuchter und gefahrener Weg aber komplett und ich fahre einen großen Bogen, ehe ich zur Autobahnbrücke über die A11 gelange.

Nach der Autobahn fahre ich kurz auf der sogenannten Glasstraße, biege aber gleich wieder nach links ab in Richtung Diebelsee bzw. zu dem Weg, der östlich davon in einer S-Kurve hinab in die Niederung und anschließend wieder hinauf geht.

Hier frage ich mich, wie ich das früher gemacht habe, daß ich den Gegenanstieg mit vollem Druck wieder nach oben geschossen bin. Heute habe ich schon nach wenigen Metern Anstieg den Eindruck, ich würde gleich stehen … früher war doch irgendwie alles besser.

Dem Werbellinsee nähere ich mich durch eine Rinne, die ich oft als Anstieg in meine mit-der-Uhr-Seerunde eingebaut hatte. Auch hier hat sich einiges verändert, aber ich war bestimmt schon 10 Jahre nicht mehr da.

Es folgt der langsam verschwindende Weg am Ostufer, der definitiv kein Radweg ist. Vor meinem inneren Auge sah ich trotzdem den einen oder anderen mutigen E-Bike-Fahrer, der irgendwie doch hier durch will… Ich habe viel geschoben bzw. getragen, den Weg aber trotzdem genossen. Wer aber eine zackige Runde um den See drehen will, sollte ihn eher meiden.

Zum Ende geht es den bekannten Weg über Werbellin und dann parallel zur A11 zurück. Wieder ein Abschnitt, wo das Wo sehr gute Dienste leistet, auch wenn man mit einem MTB auch irgendwie durchkommen würde.

Für die Statistiker: Am Ende sind es knapp 29 km in zwei Stunden geworden. Nicht besonders schnell und nicht zu vergleichen mit meinen früheren Runden, wo ich in gut 2 Stunden den See „oben rum“ gerundet hatte. Aber früher hatte ich auch einen Fahrradcomputer am Lenker, der mich ständig daran erinnerte, daß ich doch schneller fahren wollte … und danach war ich meist völlig alle, der Tag war gelaufen.

Weihnachtstour 2017

Nach den Weihnachtsfeiertagen verspürte ich den Drang nach Bewegung und war froh, heute etwas Zeit zu haben. Und das Wetter meinte es auch gut mit mir. Um 0°C und dazu Sonne, ein kräftiger Südost schob mich an.

Auf dem Unit durchstreifte ich die Kulturlandschaften im Norden Berlins bis hinein in das Grenzland zwischen Barnim und Oberhavel. Vorbei am Gorinsee bis hinter Basdorf ging es und dann über Mühlenbeck zurück.

Dabei gab es sogar noch einige neue Wege zu entdecken. Schön war es.

Stairway to Wo

Das WO hat mich an diesem kleinen Steilstück ganz schön beeindruckt. Der Hang ist eine der steilsten Stellen im Eberswalder Stadtforst, an der ich ab und an mal fahre, der Untergrund war überfrorener Altschnee. Und eigentlich fahren andere hier sonst mit dem Schlitten ab. Anhalten mußte ich nicht, weil die Traktion fehlte, sondern die Kraft und zu Fuß kam ich dann gerade so ganz nach oben.