Auf den Wegen der Zisterzienser

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Der Barnim ist gerade im Bereich zwischen Liepe, Chorin und Parsteinsee eine uralte Kulturlandschaft, die zuerst von Germanen, dann von Slawen und schließlich wieder von Germanen besiedelt war. Die deutlichsten Spuren hinterließen jedoch die Zisterzienser, die zunächst auf Peelitzwerder und schließlich in Chorin Ihr Zentrum hatten.

Heute waren nun einige ihrer Wege mein Ziel, insbesondere die Verbindung zwischen Liepe und Chorin. Aus dem ursprünglichen Plan entwickelte sich schließlich meine bisher längste Tour für 2016. Dabei verband ich einige Wege, die ich lange nicht mehr benutzt habe, zu einer Runde von Eberswalde über Hohen- und Niederfinow, Liepe, Brodowin, Serwest, Senftenhütte, Joachimsthal, Eichhorst, Finowfurt und zurück.

Die Wege waren nicht immer RR-tauglich,aber ich kam flüssig durch und hatte keine Panne. Nach drei Stunden war der Spaß aber leider vorbei.

Auf dem Unit durch den Schnee

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Nachdem ich am Donnerstag etwas auf ‚the brave‘ durch den Barnim gestolpert war, ging es heute nochmals auf die Piste. Ich hatte geplant, die klassische Werbellinseerunde zu fahren. Der Start erfolgt in Finowfurt, über den Oder-Havel-Kanal geht es auf der Steinfurther Brücke und dann weiter nach Norden durch diesen schönen Hohlweg.

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Die heutige Tour sollte auch ein Test für die Schwalbe Marathon Winter sein. Im Gegensatz zu den auf ‚the brave‘ montierten  NOKIAN HAKKA 300 WCS habe die Schwalbes nicht einmal halb so viele Spikes. Aber nach den recht guten Erfahrungen mit der 26″-Variante bei Oliver (Neue Schuhe für Oliver: Spikes) wollte ich sehen, wie die Trekkingradvariante funktioniert. Etwas mehr Breite hätte mir gefallen, aber die Reifen in der Dimension 42-622 standen zum Test gerade zur Verfügung.

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Für den Winter perfekt ist auch die Rohloff. Und auch die Scheibenbremsen machten sich gut.

Die klassische Werbellinseerunde fahre ich inzwischen seit mehr als 25 Jahren immer wieder einmal. Früher war es meine Standardausfahrt, heute komme ich leider nur noch selten dazu. Spannend ist es daher auch, wie sich alles im Lauf der Jahre verändert. Rund um den Großen Buckowsee zum Beispiel werden die Wege immer schlechter oder verschwinden in einigen Jahren wahrscheinlich.

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Der Blick bei der alten Schäferei Margaretenhof am Koppelpfuhl ist aber immer noch schön. Und die Windräder, die irgendwo kurz  vor dem Horizont dazugekommen sind, stören kaum.

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Im Wald zwischen Golzow und Altenhof verlieren sich die in meiner Erinnerung gepeicherten Wege dann völlig und ich stehe irgendwann im weiß-grünen Nichts. Ein Quad knattert durch den Wald und zeigt mir den nächsten Weg. Ich folge ihm einige Hundert Meter und bin dann plötzlich in unmittelbarer Nähe der A11.

Dabei entdecke ich diesen Durchlaß und beschließe auch Plan B sein zu lassen und die Runde weiter abzukürzen. Ich bin inzwischen weit über 1 Stunde unterwegs und habe gerade mal ein Drittel meiner ursprünglich geplanten Runde hinter mir.

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Von dem Durchlaß fahre ich direkt Richtung Altenhof, lege mich dabei noch mal kurz auf den Popo, fahre dann über Werbellin zum Großen Buckowsee und komplettiere dabei die Runde. Den Rest des Weges folge ich dann meinen eigenen Spuren bis zum Ausgangspunkt, wo nach einer Dusche schon ein warmes Mittag wartet.

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Der Screenshot zeigt die Route vom Großen Buckowsee bis zum Großen Buckowsee, den Track über A11 und L238 muß man sich allerdings wegdenken.

Jahresabschlusstour auf Abwegen

Eigentlich wollte ich heute so etwas ähnliches wie die Grimitzsee Super 8 fahren, aber schon kurz nach der Haustür kam ich auf Abwege und wählte den Weg am Treidelweg entlang und dann über die Kastanienallee nach Westen und weiter zur Kaiserwegbrücke. Von da über den Feldweg Richtung Rosenbeck nach Eichhorst und dort am Ostufer am Werbellinkanal entlang. Hier traf ich die ersten Läufer.

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Weiter ging es am Seeufer entlang. Kurz vor Altenhof treffe ich wieder Läufer unter denen sich auch ein Bekannter befand. In Altenhof dann einige für mich neue Bauvorhaben. An der Promenade wird ein neues Hotel gebaut, etwas weiter hinten sind die neuen Wohnimmobilien schon fertig und suchen noch den einen oder anderen Käufer.

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Von Altenhof folge ich dem Seeufer weiter durch das EJB und zu der Stelle kurz vor dem alten Freilufttheater wo eine Asphaltstraße hoch zur Altenhof-Joachimsthaler Straße (L238) führt.

Bis zum Grimnitzsee ist es nicht weit und ich halte kurz am Ufer inne. Um den Grimnitzsee fahre ich gegen die Uhr zunächst auf dem Radweg am See und später durch Althüttendorf. Auch im Nordosten stoße ich noch einmal bis zum Ufer vor.

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Den Grimnitzseekreis vollende ich an der zuerst angelaufenen Badestelle und fahre von dort auf der Straße bis Althüttendorf.  Hier geht es wieder weg vom Asphalt und auf Feld- und Waldwegen quer durch bis zur Straße von Joachimsthal nach Golzow. Aber gleich am flachen Bugsin biege ich schon wieder ab und fahre den Waldweg parallel zur Autobahn.

Hier treffe ich Rückepferde und später noch einen Rücketraktor. Der Weg sieht dementsprechend aus und die Beine werden weich.

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Durch den Wald geht es Richtung Buckow …

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… und von da über die alte KAP-Straße nach Steinfurt. Da reichte es mir auch schon völlig… Am Ende waren es 3 1/2 h und gut 62 km und eigentlich wäre wohl ein MTB ne gute Wahl gewesen, ich war aber auf dem HonkyInc unterwegs. Aber der kleine Motivator half.

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Askaniercup 2015

Segeln, nicht selbst, aber immerhin …

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… als Schiedsrichter und auch etwas als Fotograf habe ich den Askaniercup 2015 verfolgt. Eine Veranstaltung, die durch den SV Stahl Finow für die Klasse Laser neu ins Leben gerufen wurde. Mehr Bilder und auch die Ergebinisse gibt es hier:

Askaniercup 2015 – Bilder vom ersten Tag
Askaniercup 2015 – Bilder vom zweiten Tag
Ergebnisse zum Askaniercup 2015

Unterwegs mit dem Torqeedo T1003 und eine Taube auf dem Mast

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Nachdem mich mein 4-PS-Mercury in diesem Frühjahr schon wieder nervte, weil er streikte, hatte ich kurzentschlossen einen Torqeedo T1003 Elektroaußenborder für die Dochnoch gekauft und bin immer noch dabei, ihn näher kennenzulernen. Eine spannende Frage ist z.B. bei welcher Geschwindigkeit die Reichweite am größten ist. Sicherlich ist dies nicht bei maximaler Leistung (1KW). Denn dann soll der Akku nach ca. 30 Minuten leer gesaugt sein. Bei weniger als 100W macht fahren aber kaum Spaß, da das Schiff zu stehen scheint.

Heute herrschten ganz gut Bedingungen für einen Test. Der Wind wehte nur manchmal, das Wasser war meist absolut flach und sogar die Motorboote hielten sich mit den Wellen etwas zurück. Den größten Teil unserer heutigen Tour fuhren wir mit ca. 150W, das Schiff lief dabei knapp 5 km/h und nach gut 7 km war der Akku noch zu ca. 60% voll. Den restlichen Weg fuhren wir mit ca. 250W, liefen dabei um 5,5 bis 6 km/h und waren am Ende mit 30% Restfüllung und knapp 10 km Gesamtstrecke nach 2h wieder im Hafen. Einmal den See längs bei Flaute sind also kein Problem, wenn man es nicht so eilig hat und als Hafenschieber taugt der Motor auf jeden Fall.

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Auf dem Rückweg hatten wir dann noch kurz einen Besucher. Eine Taube kreiste scheinbar orientierungslos auf dem See und landete kurz auf unserem Mast. Erstaunlich fand ich bei der Bildauswertung, daß sie beringt war.

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Kielkreuzerregatta auf dem Werbellinsee, 1. Lauf

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An diesem Sonnabend war es endlich wieder so weit, die Kielkreuzerregatta auf dem Werbellinsee stand an. Wie im 2014 (2 Regatten auf dem Werbellinsee) war ich wieder mit Christopher unterwegs. Dazu kamen noch Willi und Ecki. Das Wetter war gut. Nicht zu warm, nicht zu viel, nicht zu wenig Wind und in diesem Jahr durften wir sogar 3 Runden segeln.

Beim Start ließen wir uns etwas Zeit und gingen erst kurz vor Schließung des Startzeitfensters über die Linie. Nach der kurzen Kreuz zur Wendemarke ging der Spi hoch, dann folgte die lange Vorwindstrecke nach Altenhof. An der nächsten Marke waren wir dann schon dran am großen Feld.

Weiter ging es auf dem Weg zur Leetonne. Der Wind wurde spitzer, der Spi mußte dicht gefahren werden. Die in diesem Teil des Sees immer kräftig einsetzenden Böen forderten mich an der Großschot. Der Speed ging Richtung 10 Knoten und das Feld wurde von hinten aufgerollt. An der Marke waren wir so ziemlich durch.

Mit einem langen Streckbug ging es zurück Richtung Altenhof. Gezielt eingesetzte Verholer brachten uns nach vorne. Wieder zwei Schiffe weniger vor uns. Ab Altenhof noch eine richtige Kreuz. Der Wind schralt etwas und schwankt auch in der Stärke. Der Rhythmus ist nicht gleichmäßig, die Wolken verraten auch wenig, sicher ist nur, daß es wieder irgendwann anders wird. Wir versuchen das beste draus zu machen. Die Holeschläge kurz halten, nicht zu weit zum Südufer, aber auch nicht in Richtung Abdeckung am Nordufer.

Dann wieder auf den Vorwindkurs, den verbliebenen Gegnern hinterher. Etwas weiter links läuft es gut runter nach Altenhof und schon folgt der spitzere Spikurs. Wieder packen die Böen gut zu, mit Spi und Groß ist viel zu arbeiten. Aber wir schieben uns unaufhörlich an Lommel mit seinem H-Boot heran und schließlich vorbei. Nur noch ein Schiff liegt jetzt vor uns. Aber auch das ist locker zu knacken, hat zwar ein Paar Füße mehr in der Wasserlinie und auch mehr Segelfläche, aber eben auch viel mehr Gewicht.

Dann sind wir ganz vorne und müssen uns unseren Weg durch den drehenden und böigen Wind suchen. Die Gefahr, ohne Grund Zeit zu verschwenden, ist jetzt besonders hoch. Und bei Yardstick geht es vor allem darum, keine Zeit zu verlieren, Zweikämpfe eher meiden, da man nicht weiß, ob nicht einer von den weiter weg segelnden, der eigentliche Gegner ist.

Dieses ‚keine Zeit verlieren‘ klappt insgesamt doch recht gut. Zum Zweitplatzierten segeln wir ungefähr eine Viertelstunde heraus, was gerechnet immer noch ungefähr 3 1/2 Minuten waren bei im Schnitt ca. 4 Stunden gesegelter Zeit.

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Die genauen Ergebnisse sind hier zu finden: Seekreuzerregatta | 1. Lauf 16.05.2014 Ergebnis Klasse 1: In der Ergebnisliste tauche ich nicht auf, da die Wettfahrtleitung, die Teilnehmer nicht allzu genau aufgenommen hat.