Einmal durch den Herbst

Nach den sehr schönen und trockenen Septemberwochen hat es mich im Oktober kaum aufs Bike gezogen und außerdem fehlte auch etwas die Zeit. An diesem Wochenende verspürte ich aber doch so ein Kribbeln und so machte ich mich heute auf den Weg zum Liepnitzsee und zurück. Die Strecke ist weder richtiges Rennrad- noch Mountainbikerevier und so war mein Kona Honky Inc. eigentlich eine ganz gute Wahl. Auf dem Asphalt noch annehmbar leicht laufend, auf den einfachen Wald- und Feldwegen noch nicht komplett überfordert. Nur hätte mir jemand sagen können, daß es rund um den Liepnitzsee so verdammt feucht sein würde.

img_20161016_171021525

Das Wetter war ziemlich typisches Herbstwetter. Nachdem es gestern ja fast den gesamten Tag geregnet hatte, war es heute von oben trocken, ein leichter Ost- Nordostwind bremste oder schob und es waren ca. 10°C. Dazu lag aber über allem dieses leicht bedrückende grau dunstige, wie wir es eigentlich vor allem aus dem November kennen. Die Tour war trotzdem sehr schön und vielleicht entwickelt sich diese Strecke zu einem meiner Klassiker.

Abschlussabschlusstour

Nachdem ich vor 2 Tagen schon eine Jahresabschlusstour für 2015 unternommen hatte, ergab sich heute noch einmal die Gelegenheit, einige Kilometer auf dem Bike zurückzulegen. Es stand ein einfacher Transfer vom B nach F an. Dabei ging es über bekannte Wege. Die Sonne meinte es gut mit mir, der Wind war aber gegen mich und so zog es sich und der nur eine Gang am il.pompino machte es nicht leichter.

DSC02396

DSC02422

DSC02427

DSC02431

etwas weiter fahren und neues entdecken im Elsenluch bei Eichhorst

Heute ergab sich die Gelegenheit für eine kleine Tour vom großen B in den Norden des Landkreises Barnim. Das Wetter war gut, ungefähr 25°C, sonnig, wenig Wind. Ich startete auf dem Berlin-Usedom-Radweg (BUR) mitten in Pankow und fuhr entspannt durch die Vorstadt. Bei den Karower Teichen verließ ich den BUR aber schon wieder, um durch die Karower Teiche zu fahren, weiter ging es am Lietzengraben unter der A10 hindurch und am NSG Bogensee entlang und Richtung Schönow weiter durch die Hobrechtsfelder Rieselfelder. Dabei probierte ich einige neue Wegevarianten, die mich aber auch in eine Sackgasse führten und einiges an Kraft kosteten. Über Schönow und Schmetzdorf kam ich nach Ladeburg und damit wieder auf den BUR. Auf der Straße nach Lobetal fand ich den Wind nicht mehr so schwach, noch dazu kam er schräg von vorne und so quälte ich mich. Nach der Langerönner Mühle lief es dann aber wieder. Eigentlich lief es aber doch nicht so richtig und vor Biesenthal mußte ich etwas raus nehmen. Es fehlten ja noch einige Kilometer.

2015-08-29 14.45.56

Hinter Biesenthal verlasse ich den BUR wieder und fahre auf Schotter, herrlichem Kopfsteinpflaster und festen Waldwegen bis Marienwerder und von da auf dem rechten Ufer des Werbellinkanals den BUR weiter. In Rosenbeck habe ich dann aber noch einmal Lust auf etwas neues oder altes wieder zu entdecken. Statt dem BUR durch Rosenbeck zu folgen oder den gut ausgebauten Weg entlang der Baumschule zu nutzen, wähle ich den Wald- und Wanderweg dazwischen. Eine weiß-rot-weiße Markierung führt mich. Die ersten Meter sind noch sehr gut zu fahren. Die Datschenbesitzer am Westufer des Rosenbecker Schleusenteichs halten den Sand schön verdichtet. Dann hört das aber auf und der Weg wird immer weicher und meine Knie auch.

Als ich vor mir nur noch losen Sand sehe und überlege, wie ich da wohl durchkommen soll, sehe ich aber plötzlich den Hinweis auf das Elsenluch und halte kurz an, um mir eine Meinung zu meinen Optionen zu bilden. Vom Elsenluch habe ich bis heute noch nichts gehört und sogar das berühmte Netz der Netze gab mir nur einen Hinweis über ein pdf mit dem schönen Namen: Managementplanung Natura 2000 im Land Brandenburg. Das Elsenluch ist demnach eine erst vor wenigen Jahren vernäßte Fläche. Der Managementplan spricht auch von einem aus einem Torfstich entstandenen naturnahen Kleingewässer am südwestlichen Rand des Verlandungsmoores Elsenluch und irgendwelchen Pflanzen und so weiter und so fort. Der Begriff Elsenluch wird immerhin 28 mal erwähnt.

DSC00358

Das wußte ich alles aber nicht, als ich am Schild stand. Ich sah nur einen wenig ausgetretenen Pfad und dahinter ein Feuchtgebiet. Schon nach weniger als 100 Metern war der Rand des Luchs erreicht und ich entdeckte einen Holzsteg, der mitten hindurch führte. Auf dem Steg durchquerte ich das vielleicht 50 Meter breite Luch und fand dahinter wieder etwas Weg, der mich zu einem kleinen Ausguck brachte. Nachdem ich die Aussicht kurz genossen hatte, ging es weiter. Wenige Meter später konnte ich auch wieder fahren und kam bald darauf zu meinem heutigen Ziel.

2015-08-29 15.38.48

2015-08-29 15.41.56