Retro Ride

Pünktlich zum Herbstbeginn wollte ich mal wieder einen meiner Klassiker fahren. Am Morgen fühlte sich das Rocky 2 von Centurion noch an, als würde ich einen schweren Sack hinter mir herziehen und so machte ich schon bald einen ersten Fotostop, bei dem es aber eigentlich noch zu dunkel war:

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Mein Weg führte mich am Finowkanal entlang auf dem weitgehend asphaltierten Treidelweg.

Am Abend wollte ich dann sehen, wie sich das Bike auf meinen üblichen Waldwegen machte. Und siehe da, es konnte doch rollen. Nicht ganz wie mein Unit aber doch so, daß es Spaß machte.

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Nachdem ich den Bereich des Tierparks verlassen hatte, kreuzte ich durch den Wald südlich von Finow und probierte ein Paar neue Wege aus. Dabei sandete ich einmal ordentlich ab und mußte etwas schieben.

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Am Ende hat mein Rückweg dann ungefähr eine Stunde gedauert und ich kam kurz vor Einbruch der Nacht entspannt und etwas müde am Ziel an.

SUP auf dem Finowkanal

Eigentlich fühle ich mich als Segler und eigentlich auch als Radfahrer, je nach Bedarf als Mountainbiker oder Tourenfahrer oder … und eigentlich reicht das ja auch an „Draußenhobbies“. Aber trotzdem gibt es immer wieder den Drang, sich auch mal paddelnd durch die Gegend zu bewegen, weil es dochnoch neue Blickwinkel eröffnet und auch den Körper etwas anders belastet.

Ich kam in den letzten Jahren auch immer mal wieder zum Paddeln. Fuhr auf geborgten Fahrzeugen auf dem Finowkanal und der Finow, in Brandenburg auf der Havel, in Frankreich in einer bretonischen Flussmündung und natürlich auf dem Werbellinsee. Aber ein eigenes Paddelfahrzeug hatte ich nie. Mal war ich zu spät, dann war mir das Fahrzeug zu teuer oder beim letzten Versuch passte das Fahrzeug dann doch nicht zu mir. Im letzten Jahr stolperte ich dann aber über Einsteiger-Stand-Up-Paddling-Boards (SUP) und schlug kurzentschlossen zu.

Die Entscheidung habe ich bis heute nicht bereut und bin im letzten und auch in diesem Sommer schon einige mal gefahren. Was mir am SUP gefällt ist die kurze Aufbauzeit und der relativ geringe Platzbedarf. Die Aufbauzeit habe ich hier mal kurz dokumentiert:

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Am Anfang lag so ein „kleines“ Paket vor mir.

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Nach knapp 5 Minuten war die Luft drin.

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Nach knapp 7 Minuten war auch die Finne dran (obwohl ich mich zum ersten mal verschraubt hatte) und es konnte aufs Wasser gehen.

Da war ich ca. 45 Minuten und bin um 5 Kilometer auf dem Finowkanal gepaddelt, habe 6 mal einen Biber aufgescheucht, mit mehreren Anglern gequatscht und einfach ein schönes Stück Heimat hautnah erlebt.

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Allerdings ist das SUP für mich auch eher ein Hochsommergerät, wenn es kalt wird, werde ich wohl nicht mehr aufsteigen.

Wintersonne

Das Wetter kann sich gerade nicht entscheiden, ob jetzt Mitte Februar schon der Frühling beginnen soll, oder dochnoch Winter herrscht. Ein Nachtfrost von -5°C sprach dann aber doch eine deutliche Sprache und so definiere ich meine heutige Tour noch einmal als Wintertour. Der Frost lies mich auch das Fahrzeug wechseln, eigentlich wollte ich etwas Straße fahren, statt durch den völlig vermodderten Wald zu stochern. Durch den Frost erhoffte ich mir aber zumindest bis zum Mittag gute Bedingungen im Wald.

Die Tour begann etwas planlos, da ich auf meine ursprüngliche Idee doch nicht zurückgreifen wollte, sie enthielt zu viel Asphalt auf den ersten Kilometern. So fuhr ich zuerst entlang von Finowkanal und Oder-Havel-Kanal und kam so zum Bachsee. Hier irritierte mich massiv, daß ich mich mitten im Holzeinschlaggebiet wiederfinde. Die Bäume liegen am Südufer kreuz und quer und klettern ist angesagt.

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Ab Neuehütte ging es dann nach West-Nord-West. Ich durchquere das Tal der Stadtseerinne mit dem Kalten Wasser. Einige Kilometer nördlich von Britz Siedlung befindet sich ein Bahnübergang über die Berlin-Stettiner-Eisenbahn, von dem ein Wald- und Feldweg Richtung Golzow führt.

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Nachdem ich die Eberswalde-Britz-Templiner Eisenbahn überquert habe, fahre ich weiter Richtung Britz Dorf und da hindurch auf den Lichterfelder Weg Richtung Ferdinandsfelde. Ich biege auf den Weg zum Britzer See.

Der Weg endet hier, oder nicht? Eine Spur führt mich weiter am Ufer entlang Richtung Blütenberg. Der Untergrund ist meist gut, an einigen Stellen ist es aber so schmierig, daß ich nur gerade so in der Spur bleibe und außerdem das Bike herrlich einsaue. Der Reifen füllt auf einmal den Zwischenraum zwischen den Sattelstreben und auch den zwischen den Kettenstreben komplett aus.

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Ab Blütenberg fahre ich Richtung Buckow. Ich nutze dazu den Weg entlang der Britzer Rinne statt wie sonst so oft nördlich an Blütenberg vorbei durch den Wald zu fahren. Und über die KAP-Straße geht es dann wieder zurück.

Mit dem Klassiker im Schnee

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Der Winter ist kurz in den Barnim eingekehrt. Die Temperaturen lagen teilweise unter -10°C und etwas Schnee ist auch gefallen. Meinen neuen Klassiker wollte ich trotzdem ausführen, Dank Pulverbeschichtung hatte ich keine Angst vor Tausalzen … Im Hintergrund sind Wehr und Schleuse Heegermühle des Finowkanals zu sehen.

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