Sand im Schuh, Wasser im Gesicht …

radfahren, segeln und was sonst noch interessiert

7. Juni 2012
von H.
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Nachtfahrten

In dieser Woche hatte ich auf Grund der Verkettung verschiedener Umstände zwei mal die Möglichkeit / Notwendigkeit mit dem Fahrrad zwischen dem Barnim und Berlin zu pendeln. Von der ersten Tour gibt es nicht viel zu berichten, da diese zum einen bei Regen stattfand, zum anderen aber auch durch weitgehend bekanntes Terrain erfolgte.

Die zweit Tour war da schon viel spannender. Es gab zwar auch hier weitgehend bekanntes Terrain, aber die Kombination der einzelnen Regionen gab es bisher noch nicht so häufig und außerdem war das Wetter perfekt. Es war einer dieser milden Frühjuni-Abende, wo es nichts besseres gibt, als so lange wie möglich draußen zu sein und das Licht und die Luft zu genießen.

Zudem gab es neues zu entdecken, da südlich von Prenden eine neue Brücke gebaut war, die so neu war, daß die Absperrbänder noch nicht entfernt waren und das gesamte Bauwerk noch nach frisch bearbeitetem Nadelholz roch.

Kurz darauf folgte noch ein überaus sandiges Stück Waldweg und dann folgte die Fahrt entlang des Liepnitzsees:

Am Ende hatte ich einige kleine Umwege eingebaut, um die Zeit draußen dochnoch etwas zu verlängern, merkte dann aber an meinen Beinen, daß es wohl langsam genug sein sollte und kam nach knapp 3 Stunden zu Hause an.

2. Juni 2012
von H.
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Ausfahrt am frühen Morgen

Nachdem die eigentlich gar nicht mal so aufwändigen aber trotzdem langwierigen Arbeiten an der Dochnoch langsam dem Ende entgegen gehen, blieb mir heute am frühen Morgen etwas Zeit, eine kleine Runde mit dem Singlespeeder über die jetzt noch einsamen Straßen des Paradieses zu drehen.

Ich sitze noch vor 6.00 Uhr auf dem il.pompino und es geht zunächst auf der beliebten Runde über die langsam zuwachsende Kapstraße nach Nordosten und dann weiter entgegen der Uhr um den schönsten See der Welt. Nach eineinhalb Stunden war alles vorbei und der Tag ging mit einem ausführlichen Frühstück in die nächste Runde, ehe die Arbeiten am Schiff weitergingen.

30. April 2012
von H.
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Kettenriß

Das Thema Kettenriß hat für mich bisher noch nie eine Rolle gespielt und ich wunderte mich immer über Berichte von gerissenen Ketten, verlorenen Rennen, abgebrochenen Touren. Heute war es aber auch bei mir so weit.

Nach längerer Zeit haben Lust, Zeit und Ort zusammengepaßt und ich bin mit dem Bike raus aus der großen Stadt gefahren. Entspannt durch Wälder und entlang von Seeufern. Ich war erstaunt, wie locker es trotz der langen Pause doch lief. Was mich aber wunderte, war dieses komische Geräusch …

Nach gut der Hälfte der geplanten Strecke wunderte ich mich noch über etwas anderes, die Kettenspannung hatte stark nachgelassen und die Kette war auch noch abgesprungen. Und als ich die Kette wieder aufgezogen hatte, sah ich das Malheur:

Eines der Außenglieder der Kette war gerissen!

Da ich irgendwo im nirgendwo war, schob ich den anstehenden Anstieg erst einmal hoch und ab da ging es mit stark reduzierter Geschwindigkeit weiter. Immer wenn ich eigentlich Gas geben sollte oder wollte, wurde sehr entspannt weiter gerollt oder sogar geschoben. Nur ja die Kette nicht zu stark belasten, war die Devise. Meine Fahrzeit vergrößerte sich dadurch zwar, aber so kam ich doch noch ans Ziel ohne weitere Probleme.

28. April 2012
von H.
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Bootsbau

In den letzten Wochen war es hier recht ruhig, was vor allem daran lag, daß ich kaum aufs Rad gekommen bin. Eine Ursache waren die Probleme mit meinen Knien, die sich scheinbar aber endlich gelöst haben, die andere sind umfangreichere Arbeiten an der Dochnoch.

Hier gab es alte Baustellen, die noch zu Ende gebracht werden mussten und es taten sich auch noch neue Baustellen auf. Dazu kommen auch noch die normalen Winter- / Frühjahrsarbeiten.

Blick ins Vorschiff

Eine der alten Baustellen war die Verklebung zwischen den Seitenwänden und den Kojen. Die Schwierigkeit bei der Arbeit bestand vor allem in der Enge im Vorschiff, im vorherigen Putzen der angestrichenen Polyesteraußenwand und zum Schluß in der richtigen Dosierung von Harz beim Antupfen des Abreißgewebes. Von letzterem stammen die auf dem Bild erkennbaren Unebenheiten im Vordergrund.

Vorschiff

Eine neue Baustelle tat sich nach eingehender Begutachtung von Verklebungen rund um den Mast auf. Wie auf dem folgenden Bild zu sehen, sind die alten Polyesterverklebungen nicht mehr wirklich aktiv. Zudem war die Matte teilweise gerissen.

alte Verklebung

Nach der Demontage zeigte sich auch noch, daß das alte Schott wesentlich zu klein war und außerdem im unteren Bereich faulig. Ein kompletter Neubau mußte also her. Dieser wurde dann in ein Spachtelbett geklebt, es gab oben drauf Hohlkehlen aus Spachtelmassen und schließlich einen Streifen Diagonalgewebe und für das Finish wieder Abreißgewebe.

Nach dem Abreißen des Abreißgewebes sah es dann so aus:

neue Verklebung / neues Schott

Jetzt muß nur noch etwas geschliffen und schließlich lackiert werden.

28. März 2012
von H.
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Etwas Radfahren, ein Sturz, Wildbeobachtungen und dazu Neuland

Ich war heute noch gar nicht so lange auf dem Bike, als ich plötzlich die Leichtigkeit des Fliegens spürte und anschließend dumpf auf dem Weg aufschlug. Linke Seite Knie, Ellenbogen, Kopf hatten Bodenberührung und die Lunge wurde unangenehm komprimiert und ich dachte nur noch, Schei..e, das muß doch jetzt nicht sein, wie kann man nur so dämlich sein und dieses eine Loch im Weg nicht sehen … und das alles, nachdem ich fast 8 Wochen nicht mehr intesiv gefahren war. Heute sollte dochnoch entspannte Eingewöhnung sein und gerade die Knie nur locker belastet werden.

Durch den ersten Schock blieb ich noch etwas auf dem Weg liegen, ehe ich meine Knochen zusammenraffte und mich vom Boden erhob. Kurzer Check, ob alles noch geht und dann rauf aufs Bike und weitergefahren. Zum Glück wohl nur Schürfwunden unter den langen Klamotten. Die haben allerdings etwas gelitten.

Die Laune für den Tag war damit eigentlich hinüber, aber schon wenige Meter weiter kam die gute Laune zurück. Links neben dem Weg entdeckte ich einen Biber, der langsam einen kleinen Wasserlauf hinauftappte. Biber hatte ich schon oft am Finowkanal im Wasser und auch auf dem gegenüberliegenden Ufer erlebt. Diesen kleinen Dickwanst aber ca. 100 Meter vom Kanal entfernt zu beobachten, war schon etwas besonderes:


Am Nachmittag kam die Sonne raus, die bekannten Wege wurden unter die Reifen genommen. Dabei fuhr ich etwas parallel zur Bahn und kam dann …

… über die Schwärze. Auf der Brücke eine kleine Pause, bei der ich bemerkte, daß jemand Brotstücken auf das Geländer gelegt hatte. Und während ich noch über diesen Blödsinn nachdachte, kamen zwei Autos auf dem Waldweg vorbei. Das erste war ein kleiner Skoda, der einen fast schon größer wirkenden Anhänger mit Holz hinter sich herzog. Das zweite Auto war ein Duster, der mitten auf der Brücke anhielt, das rechte Fenster ging runter und ohne große Begrüßung wurde ich recht unfreundlich gefragt, ob ich das Brot dort hingelegt hätte und dann noch irgendein Nachsatz, der nicht zu verstehen war …

Was soll das jetzt? Wie kommt der Typ dazu, mich so anzuquatschen?

Na egal. Weiter geht es der Sonne entgegen. Auf den freieren Flächen bremst der Wind ungemein. Im Wald rollt es aber gut und ich komme so voran, daß ich beschließe, in Rüdnitz mal wieder etwas neues zu probieren. Schon länger hatte ich überlegt, wenn es denn insgesamt in die Tour paßt, mal in diese kleine Straße am Kreisel einzufahren.

Die ersten Meter zeigen, daß Rüdnitz mehr zu bieten hat als alte Bauernhäuser und die Riesenreihenhaussiedlung. Dann kommt ein Pferdehof und es geht auf einem Pfad voran, der sich schnell fast im Unterholz verliert und plötzlich stehe ich vor einem kleinen Wasserlauf:

Daß es ein Fließ aus Rüdnitz kommend Richtung Finow gibt, wußte ich, hatte dann aber nicht erwartet, daß kurz hinter dem Ort schon so viel Wasser drin ist und das Ganze in einem kleinen Einschnitt verläuft.

Über die Bohle komme ich neben den Widerlagern einer alten Brücke über das Fließ und stehe dahinter einfach so im Wald. Der Weg ist kaum auszumachen und ich muß auch immer wieder ein Paar Meter schieben, komme am Ende aber auf dem Berlin-Usedom-Radweg in der Nähe von Lobetal heraus und habe wieder ein für mich neues und interessantes Stück Barnim entdeckt.

29. Januar 2012
von H.
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Wintertour

Endlich kam der Winter ins Land und es gab etwas Zeit, diesen zu nutzen und auch lange nicht befahrenes Terrain nur aus Spaß zu besuchen. Da es allerdings nur der Vormittag zur Verfügung stand, sollte die Tour schon um 7.30 beginnen. Trotz der frühen Stunde fand sich aber doch ein Mitfahrer.

Von Pankow fuhren wir zunächst die bekannten Wege nach Norden bis zu den Karower Teichen. Auf dem Weg dahin ging ich allerdings schon schmerzhaft auf einer zugefrorenen Pfütze zu Boden und es wurde mir bewußt, daß es ja auch eine Rekonvalenzententour werden sollte. In den letzten Wochen hatte ich immer wieder Knieschmerzen am hinteren Bänderapparat, die ich auf Überlastung zurückführte und durch eine locker gefahrene Tour kurieren wollte. Naja, dies ist auf die Art etwas nach hinten losgegangen, weiterrollen konnte ich aber noch und der Spaß blieb angesichts des Wetters komplett erhalten …

Von den Karower Teichen kamen wir immer wieder durch Neuland, lange nicht befahrenes Gebiet oder aus anderen Richtungen auf bekannte Pfade und landeten schließlich am Mühlenbecker See, den wir umrunden und dabei vor allem die Wege auf der Westseite auf ihre MTB-Tauglichkeit bzw. Durchgängigkeit testen wollten. Openstreetmap behauptet ja, daß es dort eine Brücke über einen der Gräben gibt und dadurch ein Rundweg entsteht. Kurz nachdem wir allerdings zu dieser Brücke kamen:

und das Fließ tragend überquerten:

kamen wir immer tiefer ins Bruch und beschlossen, nicht weiter vorzustoßen und lieber eine Alternativroute zu suchen.

Im Sommer wäre der “Weg” wahrscheinlich in trockenen Jahren gerade noch zu begehen, wohl aber nicht zu befahren.

Nach der Durchquerung der Sumter Randgebiete hatte ich noch kurze Orientierungsschwierigkeiten und führte uns zwei mal in eine Sackgasse. Weiter fuhren wir über Mühlenbeck nach Bergfelde und zum S-Bahnhof Schönfließ, wo wir noch eine S-Bahn abwarten mußten, ehe hinter Schönfließ ein weiteres Highlight der Tour folgte. Der Weg am Fließ entlang ist aber sicher nur bei gefrorenem Boden oder im trockenen Sommer problemlos zu fahren.

Zurück fahren wir von da auf bekannten Wegen und kommen relativ zügig und vor allem pünktlich wieder in Pankow an und haben dabei sogar noch ein Paar Punkte für den Winterpokal gesammelt.

23. Januar 2012
von H.
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Morgens durch das Dunkel

Es ist zur Zeit noch das winterliche Einerlei, wenn ich kurz vor 6.00 Uhr das Haus verlasse, ist es noch stockfinster und scheint zum Wald sogar noch dunkler zu werden. Richtig hell wird es während der gesamt Fahrt nicht, zum Ende gegen 8.00 kann ich inzwischen aber schon ohne fetten Scheinwerfer fahren.

In Biesenthal habe ich heute einen kleinen Umweg genommen. Mir wurde dann aber auch bewußt, warum ich ihn so selten fahre – der Anstieg hoch zum Ort ist entweder eine Treppe mit langen Stufen oder eine oftmals rutschige Regenrinne – beides für mich nur bergab wirklich zu fahren.