Von Grün zu Grün und irgendwie zurück

Die kolektif in Weißensee brachte mich heute aus dem Haus. Dort traf ich Christoph, wir quatschen und schauen etwas und plötzlich sind fast 2 Stunden vergangen und mir ist noch etwas nach Radfahren.

Es gab einen groben Plan nach Süden zu fahren und dabei bewegte ich mich nach Möglichkeit von Grünfläche zu Grünfläche. Egal ob angelegt oder verwildert. Ich komme bis nach Karlshorst und Oberschöneweide. Dann reicht es und ich fahre etwas weiter westlich zurück.

So kamen erstaunliche 50 Kilometer zusammen, obwohl ich ja nur oben rechts auf der Karte gesehen, durch die Stadt gerollt bin. Und die 50 waren ziemlich müde. Lag es an der falschen Kleidung, an der Stadt oder waren es Nachwirkungen von Mittwoch und Donnerstag, wo ich ziemlich flotte und anstrengende 50 unterwegs war?

Egal. Irgendwie hat es Spaß gemacht.

Ich hatte …

… im Plagefenn noch eine Rechnung offen. Dabei traf ich einen Dachs, scheuchte das Graveldingsda über kräftiges Pflaster und tiefen Schlamm, hörte die Kraniche und sah den zunehmenden Mond und die Venus.

Und erst der Orion kurz vor dem Schluss der Tour erinnert daran, dass eigentlich noch Winter ist.

Hope Tretlager/Innenlager

Der Spaß mit meinem neuesten Rad war seit Mitte Januar etwas geschmälert. Es kamen eigenartige Geräusche aus Richtung Tretlager. Die Kurbelschraube (hier nur auf der linken Seite) war etwas locker. Vorsichtig anziehen brachte an der Geräuschefront allerdings nichts. Ansonsten wirkte alles gut montiert.

Auf Grund von Berichten über Probleme mit GXP-Tretlagern vermutete ich genau dort das Problem und bestellte nach einiger Überlegung und Suche ein „Hope Innenlager Lagerschalen MTB Edelstahl – BSA-68/73-24 – rot„. Das rot passt dann auch zu den anderen Teilen des Rades. Dazu bestellte ich noch das „Hope Umbaukit für Truvativ GXP Kurbelsysteme„, weil ich die SRAM Apex Kurbeln am Rad belassen wollte.

Zum Innenlager und zum Umbaukit gab es jeweils kleine Beipackzettel. Den für das Innenlager kann man wohl als ausreichend betrachten. Der für das Umbaukit ist aber doch etwas dürftig.

Hier wird zwar erklärt, wie die beiden kleinen Hülsen einzusetzen sind. Dann hört es aber auch schon auf.

Das Einsetzen der äußeren Hülse klappte mit den Fingern. Die Innere drückte ich zunächst auch so weit hinein wie möglich und brachte den Rest mit vorsichtigen Schlägen mit einem kleinen Hammer und einem Setzeisen in Position. Im Netz fand ich noch den Tip, die kleinen Hülsen vorher eine Weile in den Tiefkühler zu packen. Das mag die Montage vielleicht noch weiter vereinfachen.

Nachdem ich die laut Hope-Anleitung für ein 68er Tretlager notwenigen Spacer mit den Lagerschalen montiert hatte, wollte ich die Kurbel anschrauben. Klappte aber nicht, weil das Gesamtsystem natürlich zu breit war. Denkfehler von mir.

Also Nachmessen und deshalb 2 Spacer entfernen. Aber auch das klappte nicht. Die Lagerschalen liesen sich jetzt nicht bis zum Anschlag eindrehen.

Also nochmal alles ausbauen und überlegen, was da nicht passt. Und ich kam darauf, dass die Innenlagerhülse zu lang sein muss.

Also einmal ohne Hülse montiert und es passt. Montiert ist nur noch ein Spacer rechts. Und nun läuft alles wieder wie gewünscht.

Kleine Anekdote zum Schluss: Beim GXP-Lager waren beide Lagerschalen nur noch handfest und ließen sich ohne Werkzeug demontieren. Vielleicht kamen genau daher die Geräusche und ich hätte mir den Spaß vielleicht sparen können.