Bei den Windmühlen paddeln

Es ist wohl die heißeste Woche im Sommer 2020 in Brandenburg. Maximaltemperatur immer über 30°C und kaum einmal eine Wolke am Himmel. Was soll man machen, außer aufs Wasser zu gehen?

Nach einem eigentlich zu langen Arbeitstag fahre ich an die Grenze zwischen Barnim und Uckermark und erkunde den nördlichen Teil eines der größten Seen Brandenburgs.

Der See hat viele sehr flache Bereiche. Das Paddel stößt manchmal auf den Grund, die Finne durchschneidet die obersten Schichten der Wasserpflanzen. Der Wind schiebt manchmal. Er weht mit 6 bis 9 kn, 2 bis 3 Bft also. Nicht zu viel aber spürbar. Öfter bremst er auch. Nur im Lee des Ufers ist er nicht zu spüren.

Es ist ruhig auf dem See. Ab und zu ein Zug auf der nahe gelegenen Berlin-Szczeciner Eisenbahn. Ab und zu das Geräusch eines LKW auf der L200 oder B198. Die Wasservögel sind weit weg und flüchten, bevor ich ihnen zu nah komme.

Knapp 2 Stunden bin ich unterwegs. Die Sonne geht unter, als ich anlande. Auf ein Bad verzichte ich zum Abschluss, da mir der See doch etwas zu algig ist in den flachen Bereichen…. Ich bin wohl einfach zu verwöhnt.

Auf der Schwaanhavel

Die Tour auf der Schwaanhavel beginnt in Wesenberg am Woblitzsee und das erste zu überwindende Hindernis ist die Schleuse Wesenberg. Mit dem leichten Paddelbrett zum Glück kein Problem, sonst gäbe es die Möglichkeit, sich zum Schleusen oder für die Bootsschleppe anzustellen.

Es gibt gleich am Beginn eine ziemliche Wuhling. Die klärt sich zum Glück recht bald und so können wir den kleinen Fluss genießen.

Irgendwann haben wir den Eindruck, gleich von einem Traktor überfahren zu werden… Und ja, er fährt quasi direkt am Ufer entlang.

Kurz vor dem Plätlinsee wird es wieder enger, voller und flacher. Ein Fußmarsch unter einer Brücke hindurch und weiter durch die Wiesen steht an.

Dann noch einmal Dickicht und schon sind wir auf dem See…. Und auch beim Rückweg sind wir meist in Begleitung.

In Summe knapp 10 Kilometer in ca. 3 1/2 h.