Anpaddeln

Es war eine ziemlich spontane Aktion. Plötzlich tat sich ein Zeitfenster auf, das Wetter war halbwegs günstig (für Januar auf jeden Fall) und das Equipment befand sich in Wohnung bzw. Auto.

Als klar war, dass ich paddeln gehen konnte, kontaktierte ich noch Alexander und wie es der Zufall wollte, war er schon auf dem Weg zum Wannsee und wollte dort eine Runde auf dem SUP drehen.

Also warf ich meine Pläne, noch einmal im Norden auf der Havel zu paddeln, über den Haufen und fuhr auch zum Wannsee, also eigentlich zur Großen Breite.

Statt auf mich zu warten und dabei auszukühlen, drehte Alexander schon eine kleine Runde nach Norden und malte sein erstes Hasenohr. Als ich aufbaute, kam er noch kurz an Land, mir zu helfen. Aber ich war eigentlich schon fertig.

Wir starten nach Westen und überqueren die Große Breite, die ja nur eine Verbreiterung der Havel ist und kein richtiger See. Erinnerungen wurden wach an die Zeit, als ich hier regelmäßig zu Regatten weilte. Vor allem die jährliche Regatta bei Deutsch-Britischen YachtClub bleibt mir im Gedächtnis. Das letzte mal fand der Grand Slam 2004 mit 505-Beteiligung statt. Dazu hatte ich damals hier geschrieben: TEAMDOCHNOCH – Race Team Werbellinsee – 505 and Contender – Grand Slam 04. Später war die Herbstregatta der 505 immer auf dem Wannsee, der ja etwas weiter südlich links ab geht.

Wir folgen dem Ufer weiter nach Süden und erreichen Kladow. Hier trennen sich aber unsere Wege. Alexander muss zurück und ich will noch etwas weiter nach Süden. Außerdem möchte ich ihn gerne auch ziehen lassen, wenn wir zusammen unterwegs sind, bin ich meist der Bremser.

Ich fahre noch etwas am Ufer von Kladow entlang und bewundere das eine oder andere Grundstück und drehe dann auch auf die Havel, um Kälberwerder zu umrunden und schließlich den Eingang des Wannsees zu erreichen.

Dann begegnet mir mit der Fähre „Wannsee“ eines der wenigen anderen Wasserfahrzeuge heute:

Den Wannsee schneide ich bloß an und fahre dicht an Schwanenwerder heran in Gebiete, die für mich als Segler immer tabu, weil zu flach, waren. Neben dem Berliner Yachtclub wechsle ich wieder hinüber zur Großen Breite. Dabei fällt mir vor allem dieses kleine Haus auf Schwanenwerder auf, dass so ein bisschen wie das Haus des Brückenwärters wirkt.

Von hier ist es dann nicht mehr weit bis zum Ausgangspunkt. Knapp anderthalb Stunden die Ruhe des Winters genießen. Die Füße gehen gerade noch so, der Rest ist warm, nur unter dem Trockenanzug bin ich etwas durchgeschwitzt. Und die Hände werden erst beim Einpacken des Voyager so richtig kalt…

Bei STRAVA (Anpaddeln | Stand-up-Paddeln | Strava) sieht die Runde dann so aus. Hier ist auch gut zu sehen, wo die einzelnen Bilder aufgenommen wurden:

Der Winter in Berlin …. und ein Ziel

In Berlin liegt Schnee und es sieht aus wie Winter. Oberflächlich betrachtet. Darunter ist der Boden aber meist noch warm und so moddert alles vor sich hin.

Auch 2021 beginnt mit Einschränkungen bzgl. Ausgangssperren in manchen Bundesländern (Brandenburg ab 22.00 Uhr) und vor allem Heimschulung – also Kinder zu Hause und Papa soll sie unterrichten … (ich mochte den Anglizismus nicht verwenden) – also nicht ganz – es nennt sich salzH – schulisch angeleitetes lernen zu Hause – und Heimbüro. Also Arbeit von zu Hause. Das bringt natürlich auch eine gewisse Bedeutwegungslosigkeit mit sich.

Auf STRAVA gibt es aktuell u.a. die Herausforderung, 400 Kilometer im Januar zu fahren und noch die, sich mindestens 30h aktiv zu bewegen. Das habe ich mir auch vorgenommen, möchte aber noch eine Kleinigkeit drauf legen und mindestens 10 km pro Tag fahren.

In den ersten 4 Tagen habe ich bereits 58 Kilometer absolviert und mich auch an jedem Tag bewegt und bin dabei auch mehr als 10 Kilometer pro Tag gefahren. (update – nach 5 Tagen bin ich bereits bei ca. 80 km)

2020

Auch von STRAVA gibt es für 2020 wieder einen Überblick über die Saison oder das Jahr aus Sicht des Sports.

Für STRAVA das wichtigste ist natürlich (warum eigentlich) die Gesamtleistung. Es wird aber nicht aufgeschlüsselt in Fahrrad, Paddeln oder was auch immer.

Gleiches gilt auch für die Tage und Stunden und Höhenmeter.

Der Monat mit der größten Aktivität ist Juli. Drei Wochen Urlaub brachten eine Menge an Aktivitäten. Paddeln und Radfahren rund um Alt Schadow, am See und bei Priepert, Wesenberg und Demmin brachten dazu noch viele neue Gegenden, die wir erkunden konnten.

Klar ist auch, warum die Zeit zwischen 7.00 und 8.00 Uhr die aktivste Zeit ist. Der Weg zur Arbeit und auch der Weg zum Bäcker beginnt oft genau zu dieser Zeit.

Die Topfotos haben mich etwas erstaunt. Normalerweise würde man vielleicht etwas kitschigere oder welche mit mehr Action erwarten.

Und bei uns in der Gegend sollte es relativ klar sein, dass die längste Aktivität auch die hügeligtse ist. Wer in Brandenburg Höhenmeter machen will, muss sie genauer suchen.

Was die ganzen Statistiken aber nicht abbilden können, ist der Spaß, den die gesamten Aktivitäten gemacht haben. Insofern freue ich mich auf 2021.

Veloviewer 2020

Daten die nur der Veloviewer ausgibt sind ExplorerSquare, Explorercluster und ExplorerTiles. Es ist deutlich zu sehen, dass ich mich auf das Kacheln konzentriert habe.

Die Konzentration auf das Erschließen neuer Kacheln wird auf den folgenden Bildern deutlich. Zuerst die Kacheln von 2020:

2020
2020

Zum Vergleich die von 2019:

2019
2019

2019 und 2020 zusammengefaßt:

2019 - 2020
2019-2020

Und schließlich alle von mir bisher bei STRAVA und damit auch Veloviewer hochgeladenen Tracks aus unserer Region:

Gesamtkacheln 2006 - 2020
Gesamt BB

Zum Abschluß das Gleichenoch für die Region von der Nordsee über Norddeutschland bis zum westlichen Polen. Gut zu erkennen sind die neuen Tracks in Niedersachsen und auch Mecklenburg-Vorpommern:

2020
2020
2019
2019
2006 . 2019
2006-2019
Gesamt - 2006 - 2020
gesamt

Die Daten vom Veloviewer basieren auf bei STRAVA erfassten Touren, Wanderungen, Aktivitäten. Insofern gibt es leichte Abweichungen zu meinen per Tabelle zusammengestellten 2020er Daten.

Wie Piggeldy und Frederick auf dem Winterdeich

Ich mußte bei unserer heutigen Tour an ein Kinderbuch denken, bei dem Piggeldy von Frederick wissen wollte, was Geduld ist. Geduld war bei uns auch nötig, da unsere Planung eine Strecke von ca. 150 Kilometer vorsah. Viel mehr noch aber wehte uns der kalte Südwind ins Gesicht und ähnlich wie in der Kindergeschichte wärmte bei uns die spärlich scheinende Wintersonne überhaupt nicht.

Die Idee zu unserer heutigen Tour basiert auf Christophs alljährlichem Wunsch, die STRAVA-Festive500 zu fahren. Zwischen Weihnachten und Neujahr müssen dazu 500 Kilometer auf dem Rad zurückgelegt werden. Egal, was das Wetter sagt.

Das Wetter sagte aber kräftigen Süd- bis Südostwind mit 4 Bft, Böen bis 7 Bft voraus und Temperaturen knapp über 0°C. Unser erster Plan war, bis an die Oder zu fahren. Das bedeutete aber das flache und vor allem sehr offene Oderbruch zu durchqueren. Bei dem Wind kein Vergnügen.

Ich plante daher eine alternative Route, die uns im ersten Teil nach Südost führen sollte und dann etwas weiter westlich wieder zurück. Die Idee dabei war, den Rückweg auch mit Rückenwind zu absolvieren.

Natürlich sollten auch wieder einige Kacheln eingesammelt werden. Und so starteten wir zuerst nach Osten, um durch Strausberg nach Hohenstein und weiter über Garzin nach Buckow zu fahren. Der Wind quält uns auf den offenen Flächen. Der ausgedehnte Wald der Märkischen Schweiz schützt uns dann aber.

Ab Münchehofe wird es aber wieder offener und vor allem müssen wir jetzt genau gegenan fahren. Ich versuche dabei für Christoph etwas Windschutz zu geben. Er hat von seinen letzten Festive-Touren noch leicht dicke Beine.

Ab Steinhöfel (Gemeinde im Landkreis Oder-Spree) wird es wieder waldiger. Wir finden einen geradlinigen relativ frisch geschotterten Waldweg nach Berkenbrück. Im Wald treffen wir auf eine kleine Ansammlung von alten kleinen Autos.

In Berkenbrück überqueren wir die Bahnlinie Berlin – Frankfurt / Oder und kurz danach die A12. Wir lassen den Dehmsee rechts liegen, wundern uns dabei etwas über die alten und verlassen wirkenden Gebäude des Ferienlager „Feliks Dzierżyński“ des MfS.

Kurz vor dem Kersdorfer See treffen wir auf unsere Route vom November (Ein sonniger Tag im LOS) und haben kurz danach die Schleuse Kersdorf erreicht.

Schleuse Kersdorf Südkammer

Bis Sauen geht es noch weiter nach Süden und dann nach Westen und auf den Heimweg. Hinter Sauen quälen wir uns etwas, da wir einen Höhenzug überqueren müssen. Es geht zuerst nicht steil bergauf, sondern eher so, dass man es kaum spürt, sich aber wundert, was da bremst. Dann kommen noch einige deutlich sichtbare Wellen und Pfaffendorf ist erreicht.

Danach rollt es aber. Wir lassen den eigentlich geplanten Abstecher durch den nördlichen Teil der Beeskower Platte weg und fahren von Wilmersdorf nach Norden zur B168 und fliegen auf ihr bis Langewahl, einem Ort vor den Toren der Stadt Fürstenwalde.

In Fürstenwalde nehmen wir einen kleinen Imbiss zu uns und nutzen die neue Energie und den Rückenwind für den Rückweg. Von Fürstenwalde bis zum Löcknitztal folgen wir einem sehr gut fahrbaren Radweg, danach müssen wir noch kurz über die B1/B5, schlagen noch einige Haken und sind nach knapp 150 Kilometern wieder am Ausgangspunkt. Ziel erreicht.

Vorweihnachtspaddeln

Kurz vor Weihnachten kam ich noch einmal aufs Wasser. Alexander hatte zum Paddeln eingeladen und mir auch eines seiner Bretter geborgt.

Wir trafen uns in Konradshöhe und paddelten die Havel hinab bis zum Eingang des Tegeler Sees. 9 km oder 1 1/2 h entspanntes Paddeln, Quatschen und schnelles Paddeln. Schön war es und ein schöner Saisonausklang.