Ein Frühlingsbike und Basteleien

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In diesem Jahr ist es mir mal wieder gelungen, das Frühlingsbikebild auch im Frühling aufzunehmen, im frühen Frühling sogar und nicht erst im Sommer, wie es mir 2012 passierte: Sommerbike 2012

Das il.pompino ist jetzt auch kein Rennrad mehr sondern eher ein Crosser. Ich hatte es ja schon einmal mit Profilreifen probiert (il.pompino als Crosser), dabei aber feststellen müssen, daß die Gabel zwar breit genug, aber nicht hoch genug war. Der Vorderradreifen schliff am Stummel des Gabelschafts.

Eine neue Gabel hat es gerichtet. Ich weiß zwar nicht, ob es Sinn macht, eine Gabel mit dem doppelten Kaufwert des Rahmens einzubauen, aber die Ritchey paßt optisch gut zum il.pompino und Platz für den Reifen hat sie auch. Ein Nachteil ist nur, daß sie 2 cm höher baut und somit das Lenkverhalten verändert. Einen Nachteil habe ich beim fahren bis jetzt aber nicht gespürt.

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Mit den Kenda Small Block ergibt sich jetzt ein schönes relativ leichtes Geländerennrad, mit dem ich noch entspannter die Wege fahren kann, von denen ich auch früher nicht die Finger lassen konnte und hoffentlich auch nicht mehr so oft absande …

Bootsbau

In den letzten Wochen war es hier recht ruhig, was vor allem daran lag, daß ich kaum aufs Rad gekommen bin. Eine Ursache waren die Probleme mit meinen Knien, die sich scheinbar aber endlich gelöst haben, die andere sind umfangreichere Arbeiten an der Dochnoch.

Hier gab es alte Baustellen, die noch zu Ende gebracht werden mussten und es taten sich auch noch neue Baustellen auf. Dazu kommen auch noch die normalen Winter- / Frühjahrsarbeiten.

Blick ins Vorschiff

Eine der alten Baustellen war die Verklebung zwischen den Seitenwänden und den Kojen. Die Schwierigkeit bei der Arbeit bestand vor allem in der Enge im Vorschiff, im vorherigen Putzen der angestrichenen Polyesteraußenwand und zum Schluß in der richtigen Dosierung von Harz beim Antupfen des Abreißgewebes. Von letzterem stammen die auf dem Bild erkennbaren Unebenheiten im Vordergrund.

Vorschiff

Eine neue Baustelle tat sich nach eingehender Begutachtung von Verklebungen rund um den Mast auf. Wie auf dem folgenden Bild zu sehen, sind die alten Polyesterverklebungen nicht mehr wirklich aktiv. Zudem war die Matte teilweise gerissen.

alte Verklebung

Nach der Demontage zeigte sich auch noch, daß das alte Schott wesentlich zu klein war und außerdem im unteren Bereich faulig. Ein kompletter Neubau mußte also her. Dieser wurde dann in ein Spachtelbett geklebt, es gab oben drauf Hohlkehlen aus Spachtelmassen und schließlich einen Streifen Diagonalgewebe und für das Finish wieder Abreißgewebe.

Nach dem Abreißen des Abreißgewebes sah es dann so aus:

neue Verklebung / neues Schott

Jetzt muß nur noch etwas geschliffen und schließlich lackiert werden.

Curana CLite

In den letzten Jahren habe ich einiges ausprobiert, um ‚the brave‘ mit geländetauglichen Schutzblechen auszurüsten. Neben verschiedenen Varianten von Steckschutzblechen (letzte Ausbaustufe ist hier zu sehen: Fahrt mit Freunden) hatte ich auch SKS Bluemels montiert, die mich aber sehr schnell komplett nervten und nur so lange gefahren wurde, weil ich keine Lust hatte, schon wieder zu schrauben.

Für Oliver hatte ich im zeitigen Frühjahr Bleche von ROSE montiert: Schutzbleche für Oliver, aber was soll ich sagen, auch die Dinger, obwohl sie auf den ersten Blick besser wirkten, nervten, weil die Bleche ständig von den Streben springen. Für Oliver habe ich eine Lösung gefunden, als ich im September über das Schlachthofgelände Storkower Straße geschlendert bin. Der dort ansässige Radhändler hat einfache Stahlstreben für 1,75 das Stück im Angebot, die ich erfolgreich am vorderen Blech von Oliver montierte. Das sieht vielleicht nicht mehr ganz so modern aus, wie die ROSEs, funktioniert im Gegensatz dazu aber.

Während der Suche nach DEM Schutzblech war es dann schön, daß ich beim Besuch bei der Berliner Fahrrad Schau Anfäng März an einigen Fahrrädern Curana CLite-Bleche sah, die mir auf den ersten Blick gefielen und auch recht stabil wirkten. Es dauerte allerdings noch bis zum Herbst, ehe ich das richtige Angebot fand und zum Montieren der Bleche kam.

Die Montage verlief am Hinterrad sehr einfach, da an der Sattelstrebe nur der oben gezeigte Halter aufs Blech geschoben und dann dort verschraubt wird. Am Vorderrad wehrte sich das Blech allerdings etwas gegen eine Montage. Das Blech ist zwar im Querschnitt leicht rund, für meine Gabel aber nicht rund genug, um mit der kurzen Befestigungslasche montiert zu werden. Daher stand vor der Montage eine kleine Biegesession an, die dem Blech rein optisch schadete, die Funktion aber wohl nicht beeinträchtigen wird.

Erste Fahrten verliefen sehr zufriedenstellend, da im Gegensatz zu den bisher verbauten Schutzblechen, Ruhe auch auf unruhigem Untergrund bestand. Leider hielt diese Ruhe nicht sehr lange an, denn schon bald zeigte sich, daß der oben abgebildete Halter mit der ihm anvertrauten Aufgabe einfach überfordert ist. Von Anfang an gibt es etwas Spiel zwischen Blech und Halter und dieses wurde allmählich immer größer, das Klappern dadurch aber auch.

Deshalb beschloß ich, das hintere Blech auch noch umzubauen. In der Werkstatt fand ich noch einen Halter eines alten Schutzblechs, mußte noch ein Loch in das Curana Bohren und alles wieder zusammenschrauben. Alternativ wäre natürlich auch ein kleiner Winkel gegangen. An der Stelle frage ich mich dann aber, warum der Hersteller bei dem sonst so gut gestalteten Blech, diesen komischen Halter eingepackt hat …

Heute kam das Blech auch zum ersten mal so richtig zum Einsatz als Schmutzfänger. Die letzten Wochen war es bei uns sehr trocken gewesen, so daß das Blech eher nutzlos durch die Gegend gefahren wurde. In den letzten Tagen hatte es aber mehr geregnet und so waren die Wege jetzt schön aufgeweicht und voller Pfützen. Das Fazit ist allerdings eher ernüchternd, der Körper bleibt zwar halbwegs sauber, das Fahrrad ist allerdings fast genauso eingesaut, als wäre kein Blech montiert. Wobei dies bei den vorher montierten Blechen aber ähnlich war. Vorteil gegenüber allen anderen Varainten ist aber, daß die Bleche jetzt absolut geräuschlos funktionieren und dabei auch noch recht gut aussehen bzw. unauffällig sind.

Zum Schluß noch das Gewicht und der montierte Typ: Curana CLite 26“, 55mm – 422 g

Bei der Gelegenheit habe ich auch die Schaltwerksrollen gewechselt und für mich festgestellt, daß es mit den gelöcherten Teilen eigentlich wenig Sinn macht. Die Paar gesparten Gramm sind kaum spürbar, in den Löchern setzt sich gerne der Dreck ab und hätten die Rollen keine Löcher, wäre ich sie wohl noch etwas länger gefahren.

Zahnvergleich

Nach knapp 11.000 Kilometern war es beim il.pompino so weit, daß der Antrieb komplett überholt werden mußte. Die Zähne am Zahnkranz waren sehr weit runter und die Kette schlackerte nur noch. Bei der Gelegenheit gab es auch neue Reifen.

Die Kenda Small Block Eight sind trotz größerer Breite leichter als die vorher montierten Schwalbe Stelvio und die Reifen stammten beide aus einer guten Charge. Ihr Gewicht liegt bei 342g und 344g.

Als Kette habe ich mich für ein HalfLink-Modell entschieden (Gusset Slink Chain Half Link 1/2×3/32“), weil es eine bessere Anpassung der Kettenlänge ermöglicht. Mit 372g ist die Kette allerdings ca. 80g schwerer als z.B. eine SRAM PC 59 9-fach.

Durchgebremst

Bei den letzten Fahrten mit ‚The brave‘ bemerkte ich ab und zu beim Bremsen ein leichtes rubbeln und hatte schon die Vermutung, daß das was mit der Felgenflanke sein könnte. Eine optische Prüfung hat allerdings zunächst nichts verdächtiges ergeben.

Auf den letzten Kilometern heute morgen platzte die Felge dann aber doch und so wurde der Heimweg eine sehr geruhsame Fahrt. Jetzt heißt es Ersatz zu beschaffen, ehe der nächste Winter kommt. ‚The brave‘ ist schließlich vor allem mein Winter- und Matsch- und Dunkelfahrrad.

Die verbaute Mavic X 217 hat ca. 13.500 Kilometer in 8 Jahren am Vorderrad zurückgelegt.

Es wächst zusammen, was nicht zusammen gehörte

Nachdem mir schon vor längerer Zeit die originale Garmin-GPS-Halterungs fürs Bike abgebrochen war und spätestens seit dem letzten Sommer auch die Ersatzhalterung nervte, wurde es Zeit für eine neue Lösung.

Schon längere Zeit suchte ich nach einer Möglichkeit, den vorhandenen Touratech-GPS-Halter irgendwie ans Fahrrad zu montieren. Im Original war meiner ja fürs Motorrad gedacht. Es hätte vielleicht die Möglichkeit bestanden, den Halter mit der originalen Touratech Fahrradlenkerhalterung zu kombinieren, aber die Konstruktion des Halters überzeugte micht überhaupt nicht.


(Touratech-Halter)

Vor kurzem bin ich aber auf den QB-90 Lenkerhalter von Minoura gestoßen, der eigentlich zum Befestigen eines Flaschenhalters am Lenker gedacht ist. Aber als ich den sah, wußte ich, daß er Teil der Lösung sein könnte.


(Minoura QB-90)

Der Halter ist in Deutschland allerdings nur schwer zu bekommen, örtliche Händler tun sich schwer und so half mir nur die Websuche, die mich schließlich in die Bucht zu einem Händler führte, der das Teil vorrätig hatte und dann auch schnell lieferte.

Vorgestern kam das Teil schon ins Haus geflogen, aber leider bin ich erst heute zum schrauben und auch etwas bohren gekommen. Das Ergebnis überzeugt mich aber und obwohl es sich irgendwie schwer anfühlt, wiegt die Kombination doch nur 258g und ich freue mich auf den ersten Test morgen.


(Grundplatte und Flaschenhalteverlängerung vereint)


(das fertige Produkt)

interessanter Besuch

In meiner Werkstatt habe ich gerade Besuch von einem älteren Fahrrad, mit einem sehr interessanten Schadensfall.

Das Alter des Rades und damit der Felge ist allerdings nicht bekannt. Interessant dürfte aber sein, daß das Fahrrad mit dieser Felge noch fahrbar war, wenn auch die hintere Bremse keinen Nutzen mehr entfaltete.

Eine weitere Besonderheit fiel mir erst später auf. Bei der Felge handelte es sich um eine 27er Felge. Nach ETRTO hat die Felge also einen Außendurchmesser von 630 Millimetern, nicht die bei 28ern üblichen 622. (Felge: Größe)