Durchgebremst

Bei den letzten Fahrten mit ‚The brave‘ bemerkte ich ab und zu beim Bremsen ein leichtes rubbeln und hatte schon die Vermutung, daß das was mit der Felgenflanke sein könnte. Eine optische Prüfung hat allerdings zunächst nichts verdächtiges ergeben.

Auf den letzten Kilometern heute morgen platzte die Felge dann aber doch und so wurde der Heimweg eine sehr geruhsame Fahrt. Jetzt heißt es Ersatz zu beschaffen, ehe der nächste Winter kommt. ‚The brave‘ ist schließlich vor allem mein Winter- und Matsch- und Dunkelfahrrad.

Die verbaute Mavic X 217 hat ca. 13.500 Kilometer in 8 Jahren am Vorderrad zurückgelegt.

interessanter Besuch

In meiner Werkstatt habe ich gerade Besuch von einem älteren Fahrrad, mit einem sehr interessanten Schadensfall.

Das Alter des Rades und damit der Felge ist allerdings nicht bekannt. Interessant dürfte aber sein, daß das Fahrrad mit dieser Felge noch fahrbar war, wenn auch die hintere Bremse keinen Nutzen mehr entfaltete.

Eine weitere Besonderheit fiel mir erst später auf. Bei der Felge handelte es sich um eine 27er Felge. Nach ETRTO hat die Felge also einen Außendurchmesser von 630 Millimetern, nicht die bei 28ern üblichen 622. (Felge: Größe)

Ventilverlust

Am Morgen unserer Abreise mußte ich leider noch feststellen, daß das Hinterrad meines il.pompino mal wieder einen Platten hatte. Dies war mir insbesondere daher unklar, weil ich ja noch am Tag zuvor eine zweistündigige Runde gedreht hatte.

Bei der Reparatur konnte ich heute dann die Ursache für die Überraschung sehen. Es war ein einfacher Ventilausriß. Bei dem Schlauch handelt es sich um einen der Marke impac – wie ich zu ihm gekommen bin, weiß ich nicht mehr, kann ihn aber verständlicherweise nicht weiterempfehlen:

Halterbruch

Daß der Originalhalter der Garmin-GPS60-Reihe keinen besonderen Ruf hat, hatte ich schon vor dem Kauf gewußt, mich aber doch für dieses Teil entschieden, da es zum einen relativ günstig ist und zum anderen auch relativ unauffällig.

Nachdem mir der Halter gestern aber einfach abgebrochen ist und mein GPS60 nur nicht auf die Straße gefallen war, da ich ihn am Halteriemen am Lenker gesichert hatte, weiß ich was die kritischen Stimmen meinten.

Trotzdem werde ich mal sehen, was der Verkäufer zu dem Problem meint!

Tot geglaubte …

… leben länger! Und so begleitet mich seit einigen Wochen auch wieder der Garmin Edge 205 auf dem Bike, der Anfang April zur Wasserleiche geworden schien.

Die ersten beiden Wochen nach seiner Waschung tat sich wenig bei ihm, aber nachdem er insgesamt 3 Wochen vor sich hindörrte, beschloß ich – Daten auslesen muß doch möglich sein! Daten kamen keine heraus, aber der Edge machte den Eindruck, als würde er laden.

Da ich ihn inzwischen aber auch durch ein anderes Gerät ersetzt hatte und sowieso wenig zum Biken kam, geriet der Edge etwas in Vergessenheit und konnte weiter trocknen. Und jetzt geht er einfach wieder und wären nicht die Wasserspuren innen am Display zu erkennen, würde man an seinen Fast-Ertrinkungs-Tod garnicht mehr erinnert werden.

Wasserleiche

Wie man die Grenzen eines elektronischen Gadgets ausreizen kann, mußte ich letzte Woche erfahren, als ich mein eigentlich wasserdichtes (oder doch nur wasserfestes) GPS-Dingsda Garmin Edge 205 versehentlich mitwusch und es so:


aus der Maschine kam.

Eine schlimme Vorahnung ließ schon zu dem Zeitpunkt erwarten, daß ich vor der Waschung das letzte Lebenssignal des Edge gehört haben würde. Eine Woche und eine ausgedehnte Trocknungsperiode später ist es Gewissheit. Der Edge ist tot.

Abgefahren

Der Winter ist inzwischen schon einige Wochen ins Land gezogen, hat sich aber erst jetzt durch immer tiefere Temperaturen richtig ins Bewußtsein gebracht. Für manch einen heißt Winter, hinter dem Ofen hocken und abwarten, da ich aber auch in dieser Jahreszeit weiter mit dem Bike unterwegs sein will und dabei weder auf Klickpedale noch (halbwegs) warme Füße verzichten möchte, mußte ich jetzt unbedingt meine Winterschuhe wieder in Betrieb nehmen.

So lange gedauert hat es, da ich eigentlich ein Paar neuere Schuhe kaufen wollte. Die Auswahl an Modellen ist nicht besonders groß, gleichzeitig scheinen aber auch die angebotenen niemanden wirklich zufrieden zu stellen und so beschloß ich in diesem Jahr dochnoch einmal auf die alten zu setzen. Sie sind zwar auch nicht richtig warm, aber zumindest wesentlich wärmer als meine Sommerschuhe, auch wenn diese mit Neopren-Überschuhen kombiniert werden.

Mein Problem mit den alten Schuhen war neben allgemeiner Alterung nur, daß die Cleats inzwischen sehr weit abgefahren waren, schon im letzten Winter war mir der etwas geringere Halt im Pedal und ein leicht schwammiges Fahrgefühl aufgefallen, ich hatte das Problem dann aber doch auf den nächsten Winter verschoben.

Ehe neue Cleats montiert werden können, müssen die alten allerdings erstmal abgebaut werden. Beim ersten Schuh war alles kein Problem. Obwohl die Cleats schon verdammt abgefahren waren und sogar die Schraubenköpfe Material verloren hatten, fand der Inbus genug Grip und ruckzug war das Cleat demontiert.

Beim Zweiten ging es allerdings alles andere als leicht. Schraube eins saß so fest, daß die Schraube innen schnell rund war und sich somit garnichts mehr tat. Da half nur noch der Versuch, die Schraube auszubohren.

Aber genau hier blieb es bei einem Versuch, denn nachdem der Kopf ab war, versank die Schraube plötzlich im Schuhinneren und nichts ging mehr. Was folgte waren mehrere Versuche mit anders geschliffenen Bohrern, verschiedenen kleinen Fräsern und auch durch Stützen der Schraube von hinten, weiter zu kommen. Aber auch dies alles führte zu nichts.

Zu Hilfe kam mir an dieser Stelle jedoch der zunehmende Auflösungszustand der Schuhe und die Tatsache, daß es noch ein ungenutztes Gewinde in der quer verlaufenden Rille des Schuhs gab, was ich unter dem Steg hindurch in die richtige Rille drücken konnte.

Ursache für die ganze Bastelei war der erbärmliche Zustand, den meine Cleats inzwischen aufwiesen. Links die alten abgefahrenen, rechts die relativ unbenutzten Wechselcleats. Es handelt sich hierbei um eigentlich identische Teile:



Nach der Bastelei steht das Cleat allerdings etwas über die abgelaufene Sohle hinaus und so wird wohl auch dieses schon bald ebenso abgelaufen sein, wie das alte.