Winterbiken im Barnim

Für einen MTBiker stellt sich die Situation im Barnim derzeit dual dar. Der Schnee ist fast komplett verschwunden, die großen Straßen, die meisten straßenbegleitenden Radwege und auch Gehwege sind inzwischen auch eisfrei, im Wald herrscht dagegen noch der Eismann.

Viele der wichtigen Waldwege und auch Teile des Treidelwegs sind noch von einer dicken Schicht aus überfrorenem festgefahrenem Schnee bedeckt, manchmal verstecken sich auch nur mäßig zugefrorene Pfützen auf den Wegen:

Neben den Waldwegen sind auch noch viele der Nebenstraßen von Eis überzogen, wie hier im südlichen Teil von Finow:

Und so ist für mich nach wie vor mein finnischer Freund von großem Vorteil. Der Nokian Hakka WCS 300, den ich beim letzten großen Eisaufkommen vor 3 Jahren kaufte, vermittelt ein sehr sicheres Fahrgefühl auf fast jeglichem Untergrund.

Auch auf Asphalt fährt er sich für einen Eisspezialisten noch sehr gut und daran, daß er dafür nicht gemacht wurde, erinnert fast nur das laute Abrollgeräusch. Der Rollwiderstand ist als sehr gut zu bezeichnen. Auf Eis ist er am geringsten, aber auch auf Asphalt nicht weiter störend.

In der Bike von Februar 09 wurden Spikereifen getestet. Und welch Wunder, hier gewinnt wieder einmal ein Reifen von Schwalbe (Ice Spiker Pro 2.1) den Test. Der Reifen überzeugt die Redaktion mit der besten Traktion und Seitenhalt, zudem mit geringem Gewicht (knapp 700g).

Nach dem Kenda Klondike XT 2.1 rangieren die beiden von Nokian getesteten Modelle auf den Plätzen 3 und 4. Mich wunderte allerdings das beim Nokian Hakka WCS 2.1 (Nachfolger des WCS 300) angegebene Gewicht von 846g, da meine beiden Nokians jeder nur knapp über 700 (der leichtere 704) Gramm wiegen.

Daneben waren noch zwei Continental-Reifen im Test, die allerdings wegen zu kurzer Spikes auf den letzten Plätzen landeten, und der Schwalbe Marathon Winter. Der Marathon ist insofern sehr interessant, da er keine Spikes in der Mitte des Reifen hat, dadurch auf Asphalt gut rollt und trotzdem im Eis noch viel Traktion und Seitenhalt bietet. Vom Aufbau erinnert er sehr an den MOUNT & GROUND W160, einen der Klassiker von Nokian.

Reifentausch

Gestern Abend hatte ich noch die Hoffnung, daß die Glätte über Nacht verschwinden könnte. Denn um 23.00 Uhr herrschten noch immer knapp 2°C. Aber in der zweiten Nachthälfte klarte es auf und die Temperatur fiel wieder unter den Gefrierpunkt. Kurzentschossen wechselte ich daher heute morgen die Reifen und habe die Entscheidung nicht bereut.

Abseits der großen Straßen und natürlich auch auf allen Wegen, die als Radweg bezeichnet werden, herrschte am Morgen fast überall Glätte. Und auch am Nachmittag halfen mir die kleinen Metalldornen, denn ich mußte nicht darüber nachdenken, ob da immer noch oder vielleicht schon wieder oder aber auch keine Glätte auf den Wegen war. Der NOKIAN HAKKA rollt einfach rüber.

KONA vs ON-ONE

Den gesamten Sommer hatte ich das on-one inbred (Fred) nicht als Singlespeed, so wie es sein ursprünglicher Zweck war, sondern als Bike mit der einmaligen Rohloff-Nabenschaltung bewegt.

Nun kam es aber leider so, daß die fast wartungsfreie Nabe doch einmal eine Wartung verdient (mir war eine Speiche gebrochen und vor allem kommt aus der linken Seite immer wieder Öl gekrochen) und so wurde Fred
kurzerhand wieder zum Singlespeed zurück verwandelt und ihm wurde auch noch ein anderer Reifen spendiert.

Diese Veränderung von Fred verhalf dem Cinder Cone zu einer Renaissance und so wird es zum ersten mal seit unserem famosen Australientrip wieder ausführlicher auf den heimischen Trails bewegt.

Mich irritierte dabei aber zunächst eine gewisse Schwammigkeit an der Front. Erste Diagnose: die Speichen am Vorderrad sind zu lose und auch der Steuersatz könnte etwas nachgestellt werden.

Nachdem alle Arbeiten erledigt waren, ging es heute also wieder auf den Trail.
Aber die Schwammigkeit blieb! O.k. sie ist nicht mehr ganz so ausgeprägt wie noch am letzten WE, aber sie ist da. Freds Kombi aus Rahmen und Gabel scheint also doch etwas steifer zu sein, als beim Kona Cinder Cone.

Positiv bei dem Tausch ist aber, daß alles wieder leichter zu laufen scheint. Lag es an der Rohloff oder an den auf Fred montierten MAXXIS Larsen TT in 2,35 Zoll?

Racing Ralph Cross

Schwalbe-Reifen werden von den meisten deutschen Fahrradzeitschriften in sehr hohen Tönen gelobt. Die Einen lieben den Marathon für seine Langlebigkeit, andere wollen es lieber schnell. Und so kann die Suche nach einem schnellen Cross-Reifen am Racing Ralph Cross kaum vorbei führen.

Eine Weile konnte ich Schwalbe jedoch überhaupt nicht mehr leiden. Schuld daran war ein überaus schlecht verarbeiteter Black Shark, bei dem das Profil komplett aus der Mitte rutschte und dann Schwalbes Fertigungsphilosophie – Globalisierung Total – das heißt Entwicklung hier und Fertigung überall auf der Welt.

Zu der Zeit schwenkte ich zu Continental, die auch immer gute Fahrradreifen machten und diese dazu auch noch in goog old germany herstellten. Nachdem aber auch Continental auf den Globalisierungszug aufsprang und meinte, profitable Projekte in Deutschland zu stoppen, um sie irgendwo anders hin zu verlagern, um noch mehr Profit zu machen und ich zudem mit den zuletzt gekauften Reifen (Conti SportContact auf dem il.pompino und Conti Explorer auf dem Kona Cinder Cone) wegen häufiger Platten überhaupt nicht mehr zufrieden bin, war ich bezüglich meiner Reifenwahl etwas ratlos.

Fürs MTB fand ich den in Finnland gefertigten NOKIAN NBX Lite, der bei unseren Bedingungen unheimlich gut lief, auch wenn er in den Magazinen teilweise schlecht weg kam. Für einen Crosser oder Trekking-Bike fand ich bei Nokian aber nichts und auch die anderen gebräuchlichen Cross-Reifen gefielen mir nicht so richtig.

So kam ich schließlich doch wieder einmal zu Schwalbe. Durch ein kleines Tauschgeschäft mit dem Isländer bin ich vor einiger Zeit schon zu einem Racing Ralph in 26″ gekommen, der bei trockenen Bedingungen und am Hinterrad hervorragende Arbeit leistete und so kam schließlich auch für den Crosser ein Racing Ralph als Wunschmodell heraus.

Das Profil sieht wie eine maßstäbliche Verkleinerung des MTB-Reifens aus und verspricht auch hier beste Performance bei Sand. Und gut ist auch das Gewicht von ca. 320 Gramm pro Reifen.

Was jedoch auffiel – die Reifen sind wesentlich leichter als die Maßangabe im Katalog (ca. 340g sollten es sein) und beide Reifen haben auch noch verschiedene Gewichte. O.K. es sind nur 8 Gramm, aber immerhin. Und noch etwas, das vor allem die Globalisierungsfreunde interessieren wird: die Reifen wurden in Indonesien hergestellt.

Das kommt davon …

… wenn man ein normales Felgenband unter einen Hochdruckreifen montiert. Die Einbeulung führte dazu, daß einmal sogar der Schlauch platzte, weil auch er keinen Bock auf die Beule hatte.

Irritierend ist für mich aber, daß bei den Rädern, an denen ich früher Tesafilm statt Felgenband benutzte, nie etwas derartiges passierte, obwohl in den Magazinen immer gesagt wurde – TESA taugt dafür nicht! So schlecht war es also anscheinend doch nicht und alles nur eine Marketingfrage?

Für die Sicherheit

Vor hatte ich es schon lange, aber mein kleiner Sturz und die Wetterentwicklung des Winters brachten mich in diesem Jahr endlich dazu, es umzusetzen. Denn durch den Schnee des Jahreswechsels gepaart mit Frost-Tau-Wechseln sind fast alle Waldwege, auf denen etwas Verkehr war, zu eisigen Rutschbahnen geworden, auf meinem Arbeitsweg z.B. ca. 1/3 der Gesamtstrecke. Aber dagegen hilft diese ultimative Waffe: