Neue Wege durchs Unterholz

Heute ging es mal wieder nach der Arbeit auf kleine Tour im Barnim. Von Eberswalde aus stocherte ich zunächst über bekannte Wege zum Nonnenfließ, von da durch Schönfließ und weiter Richtung Samithsee. Die allseits bekannten und seit mehr als einem Vierteljahrhundert befahrenen Wege wollte ich um eine neue Variation ergänzen und so freute ich mich, auf der digitalen Karte einen Weg oder Pfad zu entdecken, der mir dort irgendwie neu vorkam und den ich vor allem noch nie gefahren war.

Den Einstieg aus Richtung Flughafenstraße bzw. Biesenthaler Heerstraße zu finden war nicht schwer. Ein halbwegs befahrener Waldweg führte an erwarteter Stelle querab in den Wald. Aber schon kurz darauf war alles ganz zugewachsen und ich stocherte durch das Kraut. Vor allem die mannshohen Brennesseln machten mir zu schaffen. Der Wald hörte bald auf, der Weg war nur noch schwach im Gras- und Schilfland zu erkennen, aber nicht weit vor mir war ein Hochsitz zu sehen und in diese Richtung führte auch der Weg.

Dann hörte das Schilf plötzlich auf und ich stand mitten auf einer Wiese. Rechts am Rand Erlenbruchwald, links am Rand Erlenbruchwald und irgendwo dahinter, wo es schon wieder lichter wurde, mußten Kleiner und Großer Samithsee liegen. Der Weg war eigentlich fast nicht mehr zu erkennen. Aber genau dort, wo es hingehen müßte, stand wieder ein Hochsitz und somit war die Richtung klar.

Ohne diesen Hochsitz wäre der Weg kaum zu verfolgen gewesen. Aber ähnlich wie am südlichen Wiesenrand schien auch hier jemand den Weg frei zu halten und nur wenige Meter hinter dem Hochsitz kam ich auf eine gut befahrene Waldwegwendeschleife. Der weitere Weg war dann wieder bekannt.

IMG_20160825_183104706

IMG_20160825_183206920

IMG_20160825_183212411

IMG_20160825_183214854

Aus dem Dunkel, in das Dunkel

Heute war wieder einmal Supercommutingtag. Die Tour beginnt in tiefster Nacht, es ist für Mitte Oktober schon recht frisch, der Mond beschien die große Stadt und zügig komme ich nach Norden voran. Allmählich wird es heller und nach gut einer Stunde sind mehr als nur Schemen vor mir zu erkennen. Auf der Biesenthaler Heerstraße dann noch eine interessante Begegnung, aber der Traktorist ist aufmerksam und läßt mich bald passieren.

Der Rückweg beginnt bei herrlichstem Herbstwetter. Die Sonne scheint durch das sich allmählich verfärbende Laub, im Wald will es aber nicht rollen. Der Tag hat mir wohl die Kraft aus den Beinen gezogen. Unterwegs muß ich noch eine gefüllte Streußelschnecke einwerfen, um nicht vom Rad zu fallen. Als die Sonne weg geht, kommt schnell die Kälte der Nacht und ich ziehe weitere Schichten an.

Dann fabriziert die Sonne noch ein Spektakel an den Himmel und es ist wieder finster. Die letzten Kilometer laufen schleppend und spät abends komme ich abgeschlafft zu Hause an.

weg

Weg isse und es gibt Zeit und Platz und Geld für neue Projekte.

Gekauft hatte ich die Dakar, um einen langen und großen Traum wahr werden zu lassen. Aber es war wohl doch etwas spät und so habe ich eigentlich schon im letzten Jahr beschlossen, das Gerät wieder abzugeben und mich anderen Dingen zu widmen.

Der Traumerfüllung hat sie aber gut gedient und ich bin ca. 13.000 Kilometer auf der Maschine gefahren und habe dabei immerhin neben Deutschland noch 5 andere Länder bereist. Als Reisegerät ist so ein Zweirad auch durchaus geeignet, das Fahren ist anders als mit dem Auto oder auf dem Fahrrad, aber der Funken, den ich vor vielen vielen Jahren gespürt hatte, hat sich nicht wieder entzündet und so ist es gut, daß die Dakar nicht in meiner Garage weiterrottet.

neues von Genesisbikes/UK und Salsa

Mein Pompino wird in Kürze die 10.000-km-Marke überschreiten und es macht mir immer noch sehr viel Spaß, mit nur einem Gang auf ihm über Asphalt oder glattere Waldwege zu fahren. Andererseits merke ich auch immer wieder und vor allem in der dunkleren Zeit, daß das gute il.pompino durch seine recht schmalen Reifen und dann auch den einen Gang Grenzen hat, die ich nicht immer akzeptieren will.

Alternativ zum il.pompino nutze ich natürlich auch meine diversen Mountainbikes mit geradem oder gebogenem Lenker, aber hier habe ich oft das Gefühl, als würde alles auf den meisten von mir gefahrenen Strecken schwerer laufen und nur ab leichtem Gelände Vorteile bringen. Dazu kommt, daß ich mir bei den Krummlenkermodellen mit ihren Felgenbremsen bei feuchtem Wetter oder im Winter oft eine bessere Bremsperformance wünschte. Und so schleicht schon seit längerem der Gedanke durch mein Hirn, breitere Reifen, größere Räder und einen Rennlenker zu kombinieren. Und seit neuestem soll auch noch eine Nabenschaltung ran.

Statt von Highend träume ich aber von bezahlbaren Bikes mit klarer Optik und dabei meist von Bikes mit einem Stahlrahmen und so freue ich mich immer wieder über Marken wie Genesisbikes von der Insel oder auch Salsa aus den Staaten, die genau so etwas anbieten.

Von Genesis gibt es immer noch das Croix de Fer, einen Crosser mit Scheibenbremse. Und es gab schon längere Zeit das DayOne als Singlespeeder und damit der einfachen Option, eine Nabenschaltung einzubauen. Beim Crosser störte mich dann aber wieder die normale Schaltung und beim DayOne, daß er keine Scheibenbremse hatte. Mit Erscheinen der 11-fach Alfine wurde das DayOne jetzt allerdings aufgebohrt und soll in der 2011er Version all das vereinen, was ich oben aufgezählt hatte, die Farbe ist weiterhin orange:

Die große Frage ist nur, sind mir die Reifen dann dick genug? Denn sonst bleibt mir fast nur der Gang zu Salsa, bei denen ich das Fargo sehr interessant finde. Beim klassischen Stahl-Fargo schreckt mich allerdings das hohe Gewicht des Rahmens etwas ab, denn mit gut 3kg ist er sogar schwerer als mein Centurion Stratos und weit entfernt von den gut 2kg Rahmengewicht beim "the brave". Und brauche ich für den fast alltäglichen Weg durch Wald und Flur 5 Flaschenhalter?

Aber auch hier wurden Neuigkeiten angekündigt. Das Stahl-Fargo wurde überarbeitet und zusätzlich gibt es noch ein Titan-Fargo. Allerdings ist dieses wieder weit weg vom bezahlbaren und für eine Nabenschaltung (dann könnte es ja auch eine Rohloff werden) ist der Rahmen nicht vorbereitet.

über
Eins für so ziemlich jeden Tag: Genesis Day One Alfine
Fargo – Go Far…er…Further.