Neue Wege durchs Unterholz

Heute ging es mal wieder nach der Arbeit auf kleine Tour im Barnim. Von Eberswalde aus stocherte ich zunächst über bekannte Wege zum Nonnenfließ, von da durch Schönfließ und weiter Richtung Samithsee. Die allseits bekannten und seit mehr als einem Vierteljahrhundert befahrenen Wege wollte ich um eine neue Variation ergänzen und so freute ich mich, auf der digitalen Karte einen Weg oder Pfad zu entdecken, der mir dort irgendwie neu vorkam und den ich vor allem noch nie gefahren war.

Den Einstieg aus Richtung Flughafenstraße bzw. Biesenthaler Heerstraße zu finden war nicht schwer. Ein halbwegs befahrener Waldweg führte an erwarteter Stelle querab in den Wald. Aber schon kurz darauf war alles ganz zugewachsen und ich stocherte durch das Kraut. Vor allem die mannshohen Brennesseln machten mir zu schaffen. Der Wald hörte bald auf, der Weg war nur noch schwach im Gras- und Schilfland zu erkennen, aber nicht weit vor mir war ein Hochsitz zu sehen und in diese Richtung führte auch der Weg.

Dann hörte das Schilf plötzlich auf und ich stand mitten auf einer Wiese. Rechts am Rand Erlenbruchwald, links am Rand Erlenbruchwald und irgendwo dahinter, wo es schon wieder lichter wurde, mußten Kleiner und Großer Samithsee liegen. Der Weg war eigentlich fast nicht mehr zu erkennen. Aber genau dort, wo es hingehen müßte, stand wieder ein Hochsitz und somit war die Richtung klar.

Ohne diesen Hochsitz wäre der Weg kaum zu verfolgen gewesen. Aber ähnlich wie am südlichen Wiesenrand schien auch hier jemand den Weg frei zu halten und nur wenige Meter hinter dem Hochsitz kam ich auf eine gut befahrene Waldwegwendeschleife. Der weitere Weg war dann wieder bekannt.

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durch den goldenen Barnim

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Nachdem es die letzten Tage immer so grau war, erschien der heutige goldene Abend wir eine Erlösung. Ich hatte daher auch schon hier: Goldenes Wohnen darauf hingewiesen.

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Mein Bike war wieder einmal das KONA Honky Inc., auf dem ich zwar nicht die gewünschte Reifendimension montieren konnte, das mir aber trotzdem viel Spaß auf Asphalt und auch teilweise im Wald bereitet.

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Aus dem Dunkel, in das Dunkel

Heute war wieder einmal Supercommutingtag. Die Tour beginnt in tiefster Nacht, es ist für Mitte Oktober schon recht frisch, der Mond beschien die große Stadt und zügig komme ich nach Norden voran. Allmählich wird es heller und nach gut einer Stunde sind mehr als nur Schemen vor mir zu erkennen. Auf der Biesenthaler Heerstraße dann noch eine interessante Begegnung, aber der Traktorist ist aufmerksam und läßt mich bald passieren.

Der Rückweg beginnt bei herrlichstem Herbstwetter. Die Sonne scheint durch das sich allmählich verfärbende Laub, im Wald will es aber nicht rollen. Der Tag hat mir wohl die Kraft aus den Beinen gezogen. Unterwegs muß ich noch eine gefüllte Streußelschnecke einwerfen, um nicht vom Rad zu fallen. Als die Sonne weg geht, kommt schnell die Kälte der Nacht und ich ziehe weitere Schichten an.

Dann fabriziert die Sonne noch ein Spektakel an den Himmel und es ist wieder finster. Die letzten Kilometer laufen schleppend und spät abends komme ich abgeschlafft zu Hause an.

weg

Weg isse und es gibt Zeit und Platz und Geld für neue Projekte.

Gekauft hatte ich die Dakar, um einen langen und großen Traum wahr werden zu lassen. Aber es war wohl doch etwas spät und so habe ich eigentlich schon im letzten Jahr beschlossen, das Gerät wieder abzugeben und mich anderen Dingen zu widmen.

Der Traumerfüllung hat sie aber gut gedient und ich bin ca. 13.000 Kilometer auf der Maschine gefahren und habe dabei immerhin neben Deutschland noch 5 andere Länder bereist. Als Reisegerät ist so ein Zweirad auch durchaus geeignet, das Fahren ist anders als mit dem Auto oder auf dem Fahrrad, aber der Funken, den ich vor vielen vielen Jahren gespürt hatte, hat sich nicht wieder entzündet und so ist es gut, daß die Dakar nicht in meiner Garage weiterrottet.