Im Wald da ist es schön …

Von meiner heutigen Tour ist eigentlich kaum mehr zu berichten, als das sie verregnet war und ich nicht nur vor dem Regen sondern auch vor den Gewittern auf der Flucht war und mir zum Ende das rechte Knie mal wieder weh tat.

Ich startete wie so oft an einem Freitag von der Bürotür und wählte den kürzesten Weg in den nahegelegenen Stadtwald und von da ging es immer weiter Richtung Süd bis Südwest. Allerdings vernahm ich schon nach wenigen Minuten heftiges Donnergrollen, die Temperatur fiel rapide, immer Tropfen fielen durch das schon dichte Blätterdach und ich überlegte, wie ich dem am besten entgehen könnte.

So spurte ich mir einen Weg direkter nach Süden (die Gewitter sollten westwärts ziehen), statt wie zwischenzeitlich überlegt, am Nonnenfließ entlang zu fahren und andere Umwege einzulegen. Dadurch kam ich auch durch eine lange nicht besuchte Ecke der Barnimer Heide und sah am Brennengraben diese recht neu angelegte raue Rampe. Oberhalb wird der Graben in diesem Bereich auf größerer Strecke aufgestaut, eventuell ersetzt die raue Rampe ein altes Staubauwerk, genau weiß ich dies jedoch nicht.

Viel passierte auf dem weiteren Weg eigentlich nicht mehr. Ich fuhr immer wieder mal im leichten Regen durch den Wald, hörte Donnergrollen, überlegte, ob ich nicht doch lieber zum nächsten Bahnhof fahren sollte, saute mich untenrum ordentlich ein, ließ mich vom Rückenwind schieben, wunderte mich über den entgegenkommenden Rennradfahrer, der verbissen gegen den Wind kämpfte und dem wohl nicht klar war, daß er gleich ganz naß werden würde und war dann plötzlich in Albrechtshof und hatte den Regen ab hier abgeschüttelt. Das Gewitterband zog nach Westen weiter, hinter mir war es finster und grummelte, vor mir waren aber sogar kleine Fetzen blau am Himmel zu erkennen.

Zu dem Titel kam die heutige Geschichte südlich von Schönholz. Hier fuhr ich auch einen Weg, den ich lange nicht benutzt hatte. Zuerst quälte ich mich durch eine dicke Schicht von nur oberflächlich feuchtem Sandstaub und kam schließlich in dieses Waldstück, bei dem ich anhalten mußte und einen Rundumblick wagte und fotografierte. Im Wald da ist es schön …

Ursache für den Titelgedanken war der Blick nach Osten, und auch die anderen Seiten sahen nicht viel besser aus. Aber so muß ein Wald wohl aussehen, bei dem vor vielleicht 2 Jahrzehnten auf einer Kahlschlagsfläche Kiefern in Reih und Glied gepflanzt wurden. Etwas weiter östlich hätte ich dem oberen Abschnitt des Nonnenfließ folgen können, aber ich wollte ja nicht.

Die beiden letzten Tagesbilder stammen aus Berlin-Pankow, wo ich einmal die andere Brücke über die A114 nutzen wollte (die von der Burgwallstraße abgeht) und mich zum Abschluß wieder über dieses schöne Umleitungsschild für den Berlin-Usedom-Radweg freute.

Es kann nur einen geben

… und so machte ich heute morgen trotz der Temperatur knapp über dem Gefrierpunkt einen kleinen Umweg und besuchte den einen See. Zunächst ging es noch viel durch Schatten, aber als ich am nördlichen Ufer angekommen war, erstrahlte die Sonne über der sonst leeren Straße.

Und als ich dann direkt am Ufer entlang fuhr, strich ein leichter Wind über das Wasser, das Schilf wiegte sanft und die Sonne wärmte meine nackten Waden.

Schön war es.

Berlin-Usedom-Radweg entlangrollen

Auf der Strecke, die heute als Berlin-Usedom-Radweg bekannt ist, bin ich im Barnimer Teil schon seit fast zwei Jahrzehnten immer wieder unterwegs. Auf der aktuellen Linienführung ging das früher aber nur mit einem MTB, eventuell mit einem Trekkingrad. Heutzutage ist die Fahrt jedoch auch mit einem Rennrad mit etwas breiteren Reifen kein Problem und so ist es auch auf dem il-pompino ein sehr beliebter Weg.

Und heute Abend rollt es besonders schön. Die Luft ist klar, die Landschaft grün und die Abendsonne hüllt alles in ein weiches Licht.

Centurion Stratos Mai 1992

Angeregt durch eine Forumsdiskussion habe ich das erste Bild meines Centurion Stratos hervorgekramt. Damals wollte ich eigentlich ein individuelles sportliches Trekking-Bike aufbauen, nach heutigen Maßstäben wäre das wohl ein 29er geworden, da ich aber keinen passenden Rahmen fand, bin ich irgendwann auf den Stratos von Centurion gekommen und habe den Kauf nie bereut.

Heute, viele Metamorphosen der Farbe und Anbauteile später, hat das Rad ca. 65.000 Kilometer runter und Rahmen und Gabel sind immer noch in guter Verfassung.

Durchgebremst

Bei den letzten Fahrten mit ‚The brave‘ bemerkte ich ab und zu beim Bremsen ein leichtes rubbeln und hatte schon die Vermutung, daß das was mit der Felgenflanke sein könnte. Eine optische Prüfung hat allerdings zunächst nichts verdächtiges ergeben.

Auf den letzten Kilometern heute morgen platzte die Felge dann aber doch und so wurde der Heimweg eine sehr geruhsame Fahrt. Jetzt heißt es Ersatz zu beschaffen, ehe der nächste Winter kommt. ‚The brave‘ ist schließlich vor allem mein Winter- und Matsch- und Dunkelfahrrad.

Die verbaute Mavic X 217 hat ca. 13.500 Kilometer in 8 Jahren am Vorderrad zurückgelegt.