Fahrt unter den Sternen

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Wie durch einen Zufall kam ich in diesem Jahr dochnoch zu einer kleinen MTB-Tour. Am Morgen erreichte mich eine e-mail mit der knappen Frage:

„Lust heute abend auf eine drei Stunden runde? 21 Uhr?“

Und ja, ich hatte Lust. Bei mir hatte es in diesem Jahr schon so oft nicht geklappt, aber heute am vorletzten Tag des Jahres paßte es dann zum Glück.

Also zunächst alle Lampenakkus ans Netz gesteckt und Ausrüstung zusammen gesucht. Und als die verabredete Stunde näher kam, wurde ich schon etwas nervös, ob denn auch alles klappen würde und ob ich bis zum Ende durchhalte.

Die Bedingungen waren für Ende Dezember recht günstig. Nachdem es die letzten Tage immer wieder geregnet hatte und auch bedeckt war, schien heute schon den gesamten Tag die Sonne und die Nacht brachte uns sternenklaren Himmel. Die Temperatur war auf ca. 0°C gefallen. Der Untergrund war mal richtig modderig, oft gab es auch eine dünne gefrorene Bodenkruste, die unter unseren Reifen zerbrach.

Die Tour ging durch weitgehend bekanntes Terrain. Es gab auch Abschnitte zum Laufen und einige zum richtig Einmoddern, meist rollte es aber gut. Schließlich landeten wir am Gorinsee, über dem ordentliche Wasserdampfschwaden hingen.

Von hier fuhren wir zügig wieder zurück und ich war erstaunt, wie gut es bei mir doch lief. Erst 5 Kilometer vor unserem Ziel merkte ich, wie die Kraft aus den Schenkeln wich. Leider waren aber auch wieder diese ominösen Schmerzen in der linken Kniekehle da … aber egal. Wir rollten nach gut zweieinhalb Stunden wieder am Startpunkt ein, genossen ein Abschiedsbier und wünschten uns einen guten Rutsch.

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Die Tour ist gleichzeitig auch Anlaß für einen kleinen Rückblick auf das letzte Jahr, daß als eines der bewegungsärmsten in meinem Kalender stehen bleiben wird. Denn zum ersten mal seit mehr als 20 Jahren habe ich weniger als 1.000 Kilometer auf dem Fahrrad zurück gelegt und entspannte Touren nur zum Zweck des Bewegens oder Erkundens / Wiederentdeckens gab es eigentlich nur 2 und beide waren bereits im ersten Quartal. Und auch mein aktuelles Bastelprojekt hat sich in eine komplette Sackgasse manövriert. Irgendwie war und ist der Wurm drin und ich bin gespannt, wie es im nächsten Jahr weitergeht.

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