Schneeregen

Normalerweise kümmert es mich wenig, was für ein Wetter mich morgens an der Tür erwartet. Ein Blick aufs Thermometer und einen auf eventuellen Niederschlag reichen für die Wahl der richtigen Bekleidung und ab geht es auf zwei Rädern.

Wenn ich aber eines nicht besonders leiden kann, dann ist es Schneeregen bei knapp über 0°C und so fiel es mir heute morgen nicht besonders schwer, die bequeme Variante zu wählen, das rollende Altmetall anzuspannen und trockenen Hauptes ins Büro zu rollen…

Gegen den Wind und durch tiefen Grund nach SW



Beim Anblick der Wege frage ich mich, warum das Fahren mit dem PKW verboten wird. Die Holzlaster zerfahren die Wege so gründlich, daß sie entweder auf Jahre nicht mehr zu gebrauchen sind, oder aufwändig saniert – also geschottert werden. Beides nnervt, denn nichts geht über einen gut rollenden Sandweg.

Gestern war es mal wieder so weit, daß ich mich aufs Bike wagte, um etwas durch den Wald zu schaukeln und mich dabei der Hauptstadt zu nähern. Die Wege waren extrem aufgeweicht und ich hatte oft das Gefühl, meine Beine wären in den letzten Wochen zu erbärmlichen Gummisträngen verkommen und das falsche Bike war es wohl auch. Aber trotz der kleinen Quälerei, dem einsetzenden eiskalten Regen und dem fast schon sturmähnlichen Gegenwind war es ein schönes Stück offroad, daß mir da unter die Reifen kam und ich freue mich auf den Frühling!

Kälteeinbruch

Der Osten Deutschlands erlebt derzeit einen der stärksten Kälteeinbrüche der letzten Jahre. Teilweise wurden Temperaturen unter -20°C gemessen. Und bei uns waren es heute morgen ca. -18°C, was auch schon ziemlich knackig ist.

Das kann mich aber nicht davon abhalten, auch heute morgen das Bike zu nutzen, um die 9 km bis zur Arbeit zu fahren. Die Wege sind inzwischen mit Spikes fast gefahrlos fahrbar und an vielen Stellen sogar ohne. Und wenn ich vergesse, daß heute morgen mein Daumen ziemlich kalt war, ist es auch kein Problem, sich für diese Strecke warm genug anzuziehen.

Das Wetter gestern war auch gut genug, um sich mal wieder nur aus Spaß aufs Bike zu setzen. Und so drehte ich eine kleine 2-stündige Tour bis zum schönsten See der Welt und wieder zurück. Der See ist inzwischen auch schon etwas zugefroren und wenn es weiter so kalt bleibt, wieder er wohl in spätestens einer Woche komplett zu sein.

Kalt – Eisekalt

Es ist verdammt kalt heute morgen, nur ca. -10°C. Aber dazu ist es absolut klar und der abnehmende Vollmond strahlt über allem und läßt die Hoffnung auf einen sonnigen lichtdurchfluteten Wintertag reifen.

Ich liebe diese Jahreszeit, wenn der Frost in alle Glieder zieht, es aber gleichzeitig auch zu spüren ist, daß der Winter seinen Zenit eigentlich schon überschritten hat. Denn die Tage werden wieder länger!

Die knapp 4 Wochen, die seit der Wintersonnenwende vergangen sind, haben uns schon mindestens 30 Minuten am Nachmittag gebracht, die der Tag länger ist! Und es geht weiter.

Das Knie

Mit dem Thema Sicherheit hat auch dieser post zu tun. Denn wenn ich komplett sicher sein wollte, wäre ich sicher nicht am 25.12. mit dem RR um den See gefahren, sondern hätte meinen A… nicht bewegt und wäre hinter dem Ofen geblieben.

So aber muß ich jetzt damit leben, daß der Sturz mein Knie ganz gut lädiert hat und ich eine Woche gehumpelt bin und heute der Schmerz auch wieder etwas zugenommen hat, nachdem gestern alles ganz gut schien.

Aber ich würde es wieder tun, denn die Tour hat sich gelohnt, die Sonne strahlte und lies den schönsten See der Welt wie einen kleinen Schatz erscheinen! Ich freue mich schon auf die neue Saison.

schneetreiben und biketreiben

Es gibt ja menschen, die wollen mich regelmäßig für verrückt erklären, wenn ich mal wieder bei dem besten schneetreiben mit dem bike unterwegs bin. Aber auch heute morgen konnte ich es mir wieder einmal nicht nehmen lassen, statt des scheinbar doch so warmen und sicheren autos, den kleinen fred unter den hintern zu klemmen und zur arbeit zu gondeln.

Dabei hat es für mich gerade bei schneetreiben einen besonderen reiz. Zum einen ist das auto garnicht so schön warm, wie immer behauptet, denn zuerst stehe ich in der kälte herum und fege den schnee ab, dann sitze ich in der kalten karre und warte, daß es warm wird und gerade dann, wenn es warm zu werden scheint, bin ich da und steige aus …

Auf dem bike ist das genau andersrum. Beim losfahren fange ich leicht zu frösteln an und genau in dem augenblick, wo es anfangen könnte, richtig kalt zu werden, setzt die innere heizung an und mir wird richtig mollig warm. Und wenn ich dann etwas zeit habe und nicht hetzen muß, drehe ich einfach den gashahn etwas zurück und rolle gut erwärmt durch die gegend.

Aber bei schneetreiben und noch dazu jetzt in der nachweihnachtszeit sind die straßen sowieso schon leer und der fallende schnee senkt einen mantel des schweigens auf die stadt und die autos fahren extra vorsichtig und sind kaum zu hören.

Ich weiß noch, wie ich es vor 4 Jahren genossen habe, als ich als kurier im dezember und januar durch die straßen berlins gezogen bin. Täglich um die 100 bis 120 kilometer. Es war nach meiner einschätzung die scheereichste zeit in berlin innerhalb der letzten 15 oder 20 jahre und der schnee lag teilweise bis zu 10 – 20 zentimeter auf der straße und den gehwegen.

Soviel schnee haben wir derzeit noch nicht, aber der wetterbericht läßt für die nächsten 10 tage immerhin 7 schnee-fall-tage erwarten und so könnte es vielleicht mal wieder so richtig schneereich werden in diesem winter!

Der winter mit schnee hat noch was schönes, denn er macht nachtbilder so interessant. Schon mit ner kleinen digitalen gelingen schnappschüsse, fast aus der freien hand. So wie dieser hier, der heute morgen entstand, als ich über die Bahnhofsbrücke in eberswalde fuhr.

Unten kam gerade eine E-Lok der BR 140 durch, eines dieser alten teile, die noch aus den Deutsche Bundesbahn Zeiten stammt und die doch eigentlich schon zum absolut alten eisen zählt. Diese hier war mit einer schlange von knickkesselwagen unterwegs nach norden, vermutlich nach schwedt.