Aus dem Dunkel, in das Dunkel

Heute war wieder einmal Supercommutingtag. Die Tour beginnt in tiefster Nacht, es ist für Mitte Oktober schon recht frisch, der Mond beschien die große Stadt und zügig komme ich nach Norden voran. Allmählich wird es heller und nach gut einer Stunde sind mehr als nur Schemen vor mir zu erkennen. Auf der Biesenthaler Heerstraße dann noch eine interessante Begegnung, aber der Traktorist ist aufmerksam und läßt mich bald passieren.

Der Rückweg beginnt bei herrlichstem Herbstwetter. Die Sonne scheint durch das sich allmählich verfärbende Laub, im Wald will es aber nicht rollen. Der Tag hat mir wohl die Kraft aus den Beinen gezogen. Unterwegs muß ich noch eine gefüllte Streußelschnecke einwerfen, um nicht vom Rad zu fallen. Als die Sonne weg geht, kommt schnell die Kälte der Nacht und ich ziehe weitere Schichten an.

Dann fabriziert die Sonne noch ein Spektakel an den Himmel und es ist wieder finster. Die letzten Kilometer laufen schleppend und spät abends komme ich abgeschlafft zu Hause an.

Durchgebremst

Bei den letzten Fahrten mit ‘The brave’ bemerkte ich ab und zu beim Bremsen ein leichtes rubbeln und hatte schon die Vermutung, daß das was mit der Felgenflanke sein könnte. Eine optische Prüfung hat allerdings zunächst nichts verdächtiges ergeben.

Auf den letzten Kilometern heute morgen platzte die Felge dann aber doch und so wurde der Heimweg eine sehr geruhsame Fahrt. Jetzt heißt es Ersatz zu beschaffen, ehe der nächste Winter kommt. ‘The brave’ ist schließlich vor allem mein Winter- und Matsch- und Dunkelfahrrad.

Die verbaute Mavic X 217 hat ca. 13.500 Kilometer in 8 Jahren am Vorderrad zurückgelegt.

Sieben Seen sehen

Das Motto der heutigen Heimfahrttour hätte ‘Sieben Seen sehen’ lauten können, das mit den 7 Seen ergab sich aber erst im Lauf der Tour und so ging es wie immer mottofrei durch die Mark.

Fest stand zu Beginn nur, dass wir eine komplett andere Route für die ersten Kilometer wählen wollten, als bei den letzten Heimfahrttouren und so richteten wir unsere Vorderräder zunächst in Richtung Westen, auch um schneller voran zu kommen.

Eine erste Auflockerung kam aber schon nach wenigen Kilometern, als wir zu dem See oder Teich am Bahndamm der Berlin-Stettiner Eisenbahn abbogen, von dem ich keinen Namen kenne, den ich hier aber der Einfachheit halber, Schwärzeteich nennen will.

Der See oder Teich soll der Legende nach seine Entstehung einer vom Bahndamm gestürzten Dampflok verdanken, ob da was dran ist?

Mit gutem Schwung geht es zu diesem Teich hinunter ins Schwärzetal, durch den Bruchwaldbereich an der Einmündung der Schwärze hindurch und anschließend über eine kleine Steigung über Kopfsteinpflaster aus dem Schwärzetal wieder hinaus.

Eine direktere Route ins große B würde oben angekommen weiter nach SSW führen, aber wir halten uns mehr rechts und umrunden dabei den Schwärzesee. Von diesem ist zwar nur wenig zu sehen, aber wir wissen, dass er da ist und können somit auch den zweiten See abhaken.

Mit dem dritten geht es uns ähnlich, denn den Samithsee passieren wir auf der Nordseite und hier ist der Bruchwald zu sehen und später das weite Tal der Finow. Der See selber ist aber von Norden auf unserem Weg nur zu erahnen.

Beim Buckowsee wird daher beschlossen, diesen zu umrunden. Was mich dazu veranlasst, etwas am Gashahn zu drehen und meinem Begleiter etwas wie: ‘wird das hier ein Rennen?’ von den Lippen zwängt.

Der nächste See für unsere Statistik wird dann der Strehlesee bei Prenden. Denn Bauernsee und Mittelprendener See sind dann doch zu weit entfernt, als dass sie zählen würden. Den Strehlesee passieren wir entgegen dem Uhrzeigersinn. Die andere Route ist fahrerisch zwar etwas interessanter, aber wenigstens ein mal im Jahr muss auch die hier sein und was interessantes zu sehen, gibt es trotzdem meist.

Zu sehen gab es heute z.B. dieses Haus, das wohl schon eine Weile auf einen Käufer wartet.

Hinterm Strehlesee wird es etwas hügeliger und auch sandiger und so wird das Herz-Kreislauf-System und auch der Bewegungsapparat ordentlich gefordert. Am Ende sind wir dann aber irgendwie durch und froh, nach Ützdorf abzufahren. Hier gilt es die Jogger nicht um- und auf dem Asphaltband weiterzufahren.

Auch der Liepnitzsee wird gegen der Uhr teilumrundet und auch hier nehmen wir den einfachen asphaltierten Weg. Irgendetwas muss mit den Uferwegen sein, denn so oft ich hier auch entlang fahre, so selten habe ich Lust die Uferwege zu fahren.

Hinter Basdorf wieder etwas Neuland für uns. Zuerst kurz am Bahnhof über die Gleise und dann etwas weiter rechts als sonst fahrend, kommen wir zum Tegeler Fließ und damit zum Mühlenteich und von hier weiter zum Mühlenbecker See.

Der gesamte Bereich ist ein einziger Fahrgenuss und dazu auch noch unter architektonischen Gesichtspunkten interessant.

Hier war es kurz vorbei mit dem Fahren, es galt ein Paar Meter zu schieben und eine morastige Stelle zu überwinden.

Damit ist dann aber auch Mühlenbeck erreicht und der Wald hat ein Ende.

Wir hätten von hier noch etwas den Mauerradweg entlangspielen können oder auch einen Abstecher nach Lübars unternehmen. Da es aber schon wieder spät geworden war, entscheiden wir uns für den direktesten Weg und fahren die B96 bis nach Pankow hinein. Vielleicht keine Traumstrecke, aber der Verkehr war heute noch sehr erträglich.

Wer genau mitgezählt hat, wird sich vielleicht wundern, wie ich nun auf sieben gekommen bin. Aber 7 sieht irgendwie besser aus und eigentlich waren zwei ja auch Teiche und damit nur halbe Seen, sechs plus 2 halbe macht auch sieben, also ‘Sieben Seen sehen’.

eisiger Sonnenaufgang

Die Zeitumstellung bringt es mit sich, daß mein Morgenpendel wieder zur Sonnenaufgangszeit stattfindet. Dazu ist heute auch noch einmal ein eisiger Morgen, die Temperatur liegt bei ca. -2°C und die Luft ist klar.

Den ersten Sonnenkontakt habe ich kurz hinter Schönow:

Zwischen Ladeburg und Lobetal fängt die Sonne schon an zu strahlen:

Und auf dem weiteren Weg nach Biesenthal hat sie schon so viel Kraft, daß die Strahlen etwas wärmen und vor allem blenden:

Von den Nonnen über das Hell Fließ zum Gorin

Heute gab es nach der Arbeit eine kleine Tour auf breiten Reifen über Wald und Wiesen. Das Wetter zeigte sich entgegen den Ankündigen überaus freundlich. Die Sonne schien zwar nicht, aber es waren wieder um 10°C und es war trocken. Von Eberswalde starten wir zunächst Richtung Schwärze und folgen dieser bis Spechthausen.

Nach dieser kleinen Aufwärmstrecke finden wir hinter Spechthausen eine kleine Anhöhe, an der uns richtig warm wird und anschließend sind wir locker genug, uns dem Nonnenfließ zu widmen. Wie fast immer stelle ich auch heute fest, daß dies ein herrlicher Flecken Erde ist und wir genießen die leicht geschwungen Wege, daß beständige Aufwärtsfahren und die im trockenen Laub raschelnden Reifen.


(Oberlauf des Nonnenfließ)

Nach gut 10 Kilometern Fahrtstrecke haben wir unseren heutigen Abschiedspunkt gefunden, verlassen das Tal und fahren westwärts nach Schönholz und schließlich Melchow. Die Wege hier sind vor allem konditionell eine Herausforderung. Schwere Forsttechnik hat die Oberflächen durchgeknetet und jede Kurbelumdrehung kostet Kraft.

Bis Biesenthal fahren wir parallel zur Berlin-Stettiner-Eisenbahn. Auch hier ist hartes Arbeiten angesagt und so finden wir, daß wir uns ein Stück Kuchen bei der Bäckerei Franke verdient haben. Die leckere Eierschecke ist heute nicht im Angebot, aber ein Stück Käsekuchen ist ein fast gleichwertiger Ersatz.

Weiter geht es nach Südwesten in den Wald, wo ich mich bei der Navigation etwas schwer tue. An einer Stelle, wo wir eigentlich geradeaus fahren müßten, liegen größere Menge Holz kreuz und quer und außerdem geht nach links ein Weg ab, so daß ich denke, das müßte die richtige Richtung sein. Aber weit gefehlt, die Richtung stimmte überhaupt nicht, was wir aber leider erst spät bemerkten.

Versuche, die geplante Strecke über Querwege zu erreichen, scheiterten letztendlich, da diese zwar auf der Karte, nicht aber in der Realität vorhanden waren. UNd so legten wir die letzten Meter per Pedes zurück, ehe wir auch der Strecke zurück waren.

Die nächsten Kilometer folgen wir einem kleinen Wasserlauf. Ducken uns unter den umgestürzten Bäumen hindurch oder nehmen das Bike unter den Arm, wenn es auf den Stollen nicht mehr weitergeht. Meist rollt es aber perfekt.

Doch schließlich hat der Weg wieder einmal durch umgestürztes Holz ein Ende und wir klemmen uns erneut die Bikes unter den Arm, um eine parallel verlaufende Ersatzstrecke zu erreichen.

Wasserläufe verbinden oftmals offene Gewässerflächen und so auch bei uns. Nachdem wir noch ein Paar Meter am kleinen Fließ entlang gefahren waren, kommen wir an einen langgestreckten tief im Wald versteckten See, der uns mit einem perfekten Uferweg erfreut. Für ein Paar Kilometer können wir diesem folgen, ehe mit Lanke der nächste Ort erreicht ist.

Aber auch hier geht es gleich an einem kleinen See entlang und anschließend in den Wald hinein. Etwas auf und ab und Ützdorf ist erreicht.

Ab Ützdorf nehmen wir den einfachen asphaltierten Weg, weil wir etwas schneller voran kommen wollen. Der Liepnitzsee wird zur Hälfte umrundet und anschließend die Straße nach Wandlitz überquert. Hier merken wir, wie spät es inzwischen geworden ist und beschließen, den Weg etwas zu verkürzen und direkt ohne weitere Umwege ins große B zu fahren.

Dazu bietet sich ein bald nach links abbiegender Waldweg an. Dieser beginnt zunächst als Plattenweg, wird dann zur Rennpiste und schließlich zum Pfad. Unser Tempo steigt, was aber nervt ist dieses metallische Gerassel in meinem Antrieb und so nutze ich eine kurze Orientierungspause, um ihn nachzuschmieren. Weiter geht der Ritt nach Süden, der Gorinsee wird östlich passiert und wir kommen in die Hobrechtsfelder Rieselfelder.

Von hier ist es nicht mehr weit und so geben wir noch einmal Gas und rollen zügig durch bis in die Hauptstadt. Am Ende waren das ca. 60 Kilometer, die den Arbeitswochenabschluß perfekt machten.

Eisiger Morgen

Es war ein sehr klarer und in der Hauptstadt mit -2°C nur mäßig kalter Morgen und so beschloß ich, heute wieder einmal den Weg zu Arbeit auf dem Bike zurückzulegen. Meine Fahrt begann noch in der Dunkelheit und ich nutzte den Chinastrahler, um mir den Weg durch den beginnenden Morgen zu bahnen. Langsam wurde es heller, aber erst hinter Bernau kam die Sonne über den Horizont. Die Luft war zu dem Zeitpunkt so klar, daß es kein Morgenrot gab. Die Sonne hing einfach als glühender Ball am tiefblauen Firmament.

Über die Verbindungsstraße zwischen Ladeburg und Lobetal rolle ich weiter nach Norden und habe den Eindruck, als würde es immer kälter.

Und auf dem weiteren Weg Richtung Biesenthal merke ich, wie zunächst meine Hände beginnen taub zu werden, die Kälte dann aber auch meine Oberschenkel und Arme angreift und meine Füße sind eigentlich schon nicht mehr dran. -2°C fühlen sich irgendwie anders an. Da die Sonne aber weiter scheint und dabei allmählich immer höher steigt, sage ich mir zur Beruhigung, daß es gleich wieder wärmer werden wird.

Biesenthal ist erreicht und hier scheint es wirklich wärmer zu sein. Oder liegt es daran, daß es nach Biesenthal über eine kleine Steigung hinein geht und mir die Sonne anschließend ins Gesicht scheint?

Kurz nach Verlassen des Ortes komme ich wieder in den Wald und die Kälte scheint größer als zuvor. Es gibt keine beständig wärmenden Sonnenstrahlen mehr. Die Bäume beschatten den Weg komplett und nur ab und zu lassen sie ein Paar Strahlen der Sonne hindurch.

Mich beruhigt jetzt nur noch, daß es nicht mehr weit ist und ich auch ohne die wärmende Sonne das Ziel erreichen werde. Kurz nach 8.00 Uhr ist es so weit, nach knapp 2 Stunden habe ich das Büro erreicht.

Am Nachmittag scheint die Sonne noch immer von einem strahlend blauen Himmel herab und so will ich heute zum zweiten mal in diesem Jahr auch den Heimweg wieder mit dem Rad antreten. Im Gegensatz zum letzten mal, als mir nur die massive Zufuhr von Kalorien in Form einer Streußelschnecke nach gut zwei Drittel der Strecke die Weiterfahrt ermöglichte, habe ich aber heute etwas besser auf meine Ernährung geachtet und für Mittags ein Paar Stullen mehr geschmiert und auch kurz vor dem Start noch etwas gegessen.

Meine Route wähle ich heute so, daß ich bis Melchow in der Nähe der Bahn bleibe, dabei zunächst die Schwärze überquere, dann an der ehemaligen Blockstelle Wildtränke bis an die Gleise komme und schließlich in Melchow über die Finower Straße in den Ort fahre und ihn am Friedhof entlang verlasse. Dabei treffe ich hinter dem Ortskern auf eine Weide mit kleinen Lämmern. Für Osterlämmer sind die aber dochnoch etwas früh?

Richtung Biesenthal fahre ich weiter entlang der Bahn und bin etwas erstaunt über den doch sehr dichten Zugverkehr. War jetzt nicht irgendwann Streik?

In Biesenthal wechsle ich am Bahnhof die Seite der Bahnlinie und fahre jetzt auf der westlichen Seite entlang, komme schließlich auf einen Feldweg, wie er für Brandenburg nicht untypisch ist. Der festgefahrene Sand bietet eine gute Unterlage, bei längerer Trockenheit könnte er aber zur Qual werden.

Weiter geht es Richtung Danewitz und dann aber gleich scharf rechts auf die Verbindungsstraße Richtung Biesenthal, wo vor ein Paar Jahren ein Regionalkrieg um die Sanierung der Straße und insbesondere das Fällen der Bäume stattfand. Die Baumschützer haben gewonnen, vorläufig zumindest und so kann ich diese Allee genießen.

Kurz darauf komme ich auf eine Kirsch-Allee, die wohl eher zuwachsen wird, als das irgendwer meint sie ausbauen zu müssen. Auch schön, denn sonst wäre dies nicht eine so angenehme Strecke bis zum nächsten Waldstück.

Über Albrechtshof erreiche ich dann Bernau, muß an der Bahnschranke nicht warten, obwohl gerade ein Zug kommt, da ich den Weg rund um den Teufelspfuhl wähle und so zügig und ohne viel Autoverkehr auf den Pankeradweg gelange.

Die Sonne beginnt allmählich zu versinken und so steuere ich an der A11 durch den Lichttunnel. Der weitere Weg versinkt danach bald im Dunkel und als ich zu Hause ankomme ist es finster.

Die Tour war auch eine der ersten längeren, auf denen ich meine neue Photopocket genutzt habe. Passend nach meinem Entwurf aus einer alten Segelhose extra für mich genäht, hat sie wieder einmal gut ihren Dienst verrichtet und ermöglicht mir vor allem, die Kamera immer zur Hand zu haben.

(Temperaturupdate: auf der Arbeit sagten mir die Kolleginnen, daß es heute morgen ca. -8°C kalt war – so hat sich das auch angefühlt!)

Kann man -10°C sehen?

Als ich heute aus dem Fenster gesehen habe, tauchte die Frage in meinem Hirn auf: Kann man -10C sehen und kann man Windchill riechen? Denn irgendwie sah es vor dem Fenster dochnoch genau so aus wie letzte Woche.

Also machte ich mich am Nachmittag auf den Weg, den Frost zu suchen.

An der Schwärze sehe ich zunächst keine großen Unterschiede zu den frostarmen Tagen.

Auch hier ist außer den Paar Schneekrümeln nichts besonderes zu erkennen.

Als ich das Nonnenfließ aber weiter hinauf fahre, verändern sich die Ufer – rechts und links wachsen kleine Eisflächen Richtung Fließmitte.

Und dann kommt das Fließ plötzlich zum Stehen und ich entdecke diesen kleinen gefrorenen Wasserfall:

Damit weiß ich jetzt zumindest, daß man -10°C sehen kann. Denn wenn es längere Zeit um 0°C “warm” ist, wird hier wieder alles fließen.

Bleibt nur die Frage, ob ich Windchill riechen kann. Hören geht bekanntlich gut. Die Bäume ächsen im Wald und die Windmühlen machen einen Mordslärm, wie hier südwestlich von Tempelfelde. Aber riechen?

Riechen kann ich Windchill vielleicht nur, weil die Nase immer offener wird, je länger ich draußen bin und dadurch alle Gerüche deutlicher wahrnehme.

Lichtentfaltung

Vor kurzem habe ich meinem Heldenbike ein neues Frontlicht spendiert und heute konnte ich es das erste mal auf einer längeren Tour testen.

Es einmal einen Plan A zur Beleuchtung, der darin bestand, ein Lämpchen zu bauen, ähnlich wie es j-coop einmal getan hatte und auch viele andere vor ihm. Aber da mir etwas die Zeit fehlte, starb das Projekt und ich ging zu Plan B über und bediente mich jetzt bei einem kommerziellen Anbieter, denn inzwischen können auch die ganz brauchbare Lampen herstellen.

Die Auswahl an Dynamolampen mit LED ist allerdings noch so gering, daß vor allem der Preis entscheidet, denn neben einigen fast unbezahlbaren und anderen kaum lieferbaren Modellen, gibt es auch einige "preiswerte" Leuchten. So wurde es bei mir eine Lumotec IQ Cyo N von b+m, die ich für nur 50,-EURO im Netz fand.

Bei der verwendeten Version wird eine Leuchtstärke von 60 Lux versprochen, allerdings wird dies mit dem Nachteil eines schlecht ausgeleuchteten Bereichs direkt vor dem Bike erkauft. Dahin leuchtet die Version Cyo N Plus, die dafür aber nur 40 Lux "hat".

Aber was genau sind 60 Lux in der Realität? Ehrlich gesagt, hatte ich dazu keine Vorstellung, aber im Vergleich mit einer Sigma Karma, die ich zusätzlich auf dem Kopf trug, schlug sich die Lampe prächtig.

Sie machte einen ca. 5m breiten Streifen vor mir gleichmäßig hell und zwar so hell, daß die Karma erst in der zweiten Leuchtstufe punktuell auszumachen war. Insgesamt gibt die Lampe auch so viel Licht ab, daß sogar Fahrten auf schmalen Wegen Nachts durch dunklen Wald möglich sind.

Die Karma bot dazu auch eine gute Ergänzung, da sie etwas breiter leuchtet und vor allem unabhängig vom Lenker geschwenkt werden kann. Zudem kann sie bei Bedarf den Nahbereich ausleuchten.

Zur IQ Cyo gibt es auch einen gut aussehenden Halter aus dickem Nirodraht. Aber leider paßte dieser nicht zu den Tektro-Cantilever-Bremsen, ließ sich auch durch massive Biegerei nicht passend machen und so bleibt weiter der von mir einmal aus einem Stück Blech gefertigte Halter montiert.