Unterwegs mit dem Torqeedo T1003 und eine Taube auf dem Mast

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Nachdem mich mein 4-PS-Mercury in diesem Frühjahr schon wieder nervte, weil er streikte, hatte ich kurzentschlossen einen Torqeedo T1003 Elektroaußenborder für die Dochnoch gekauft und bin immer noch dabei, ihn näher kennenzulernen. Eine spannende Frage ist z.B. bei welcher Geschwindigkeit die Reichweite am größten ist. Sicherlich ist dies nicht bei maximaler Leistung (1KW). Denn dann soll der Akku nach ca. 30 Minuten leer gesaugt sein. Bei weniger als 100W macht fahren aber kaum Spaß, da das Schiff zu stehen scheint.

Heute herrschten ganz gut Bedingungen für einen Test. Der Wind wehte nur manchmal, das Wasser war meist absolut flach und sogar die Motorboote hielten sich mit den Wellen etwas zurück. Den größten Teil unserer heutigen Tour fuhren wir mit ca. 150W, das Schiff lief dabei knapp 5 km/h und nach gut 7 km war der Akku noch zu ca. 60% voll. Den restlichen Weg fuhren wir mit ca. 250W, liefen dabei um 5,5 bis 6 km/h und waren am Ende mit 30% Restfüllung und knapp 10 km Gesamtstrecke nach 2h wieder im Hafen. Einmal den See längs bei Flaute sind also kein Problem, wenn man es nicht so eilig hat und als Hafenschieber taugt der Motor auf jeden Fall.

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Auf dem Rückweg hatten wir dann noch kurz einen Besucher. Eine Taube kreiste scheinbar orientierungslos auf dem See und landete kurz auf unserem Mast. Erstaunlich fand ich bei der Bildauswertung, daß sie beringt war.

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Kielkreuzerregatta auf dem Werbellinsee, 1. Lauf

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An diesem Sonnabend war es endlich wieder so weit, die Kielkreuzerregatta auf dem Werbellinsee stand an. Wie im 2014 (2 Regatten auf dem Werbellinsee) war ich wieder mit Christopher unterwegs. Dazu kamen noch Willi und Ecki. Das Wetter war gut. Nicht zu warm, nicht zu viel, nicht zu wenig Wind und in diesem Jahr durften wir sogar 3 Runden segeln.

Beim Start ließen wir uns etwas Zeit und gingen erst kurz vor Schließung des Startzeitfensters über die Linie. Nach der kurzen Kreuz zur Wendemarke ging der Spi hoch, dann folgte die lange Vorwindstrecke nach Altenhof. An der nächsten Marke waren wir dann schon dran am großen Feld.

Weiter ging es auf dem Weg zur Leetonne. Der Wind wurde spitzer, der Spi mußte dicht gefahren werden. Die in diesem Teil des Sees immer kräftig einsetzenden Böen forderten mich an der Großschot. Der Speed ging Richtung 10 Knoten und das Feld wurde von hinten aufgerollt. An der Marke waren wir so ziemlich durch.

Mit einem langen Streckbug ging es zurück Richtung Altenhof. Gezielt eingesetzte Verholer brachten uns nach vorne. Wieder zwei Schiffe weniger vor uns. Ab Altenhof noch eine richtige Kreuz. Der Wind schralt etwas und schwankt auch in der Stärke. Der Rhythmus ist nicht gleichmäßig, die Wolken verraten auch wenig, sicher ist nur, daß es wieder irgendwann anders wird. Wir versuchen das beste draus zu machen. Die Holeschläge kurz halten, nicht zu weit zum Südufer, aber auch nicht in Richtung Abdeckung am Nordufer.

Dann wieder auf den Vorwindkurs, den verbliebenen Gegnern hinterher. Etwas weiter links läuft es gut runter nach Altenhof und schon folgt der spitzere Spikurs. Wieder packen die Böen gut zu, mit Spi und Groß ist viel zu arbeiten. Aber wir schieben uns unaufhörlich an Lommel mit seinem H-Boot heran und schließlich vorbei. Nur noch ein Schiff liegt jetzt vor uns. Aber auch das ist locker zu knacken, hat zwar ein Paar Füße mehr in der Wasserlinie und auch mehr Segelfläche, aber eben auch viel mehr Gewicht.

Dann sind wir ganz vorne und müssen uns unseren Weg durch den drehenden und böigen Wind suchen. Die Gefahr, ohne Grund Zeit zu verschwenden, ist jetzt besonders hoch. Und bei Yardstick geht es vor allem darum, keine Zeit zu verlieren, Zweikämpfe eher meiden, da man nicht weiß, ob nicht einer von den weiter weg segelnden, der eigentliche Gegner ist.

Dieses ‚keine Zeit verlieren‘ klappt insgesamt doch recht gut. Zum Zweitplatzierten segeln wir ungefähr eine Viertelstunde heraus, was gerechnet immer noch ungefähr 3 1/2 Minuten waren bei im Schnitt ca. 4 Stunden gesegelter Zeit.

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Die genauen Ergebnisse sind hier zu finden: Seekreuzerregatta | 1. Lauf 16.05.2014 Ergebnis Klasse 1: In der Ergebnisliste tauche ich nicht auf, da die Wettfahrtleitung, die Teilnehmer nicht allzu genau aufgenommen hat.

2 Regatten auf dem Werbellinsee

Wanderpreis Kielboote

Es ist schon ein komisches Segeljahr. Ende Mai noch kein eigenes Schiff im Wasser, aber schon an zwei Regatten teilgenommen und bei beiden maximale Erfolge gefeiert. Mit Christophers Dehler 29 haben wir bei der Frühjahrsregatta von Stahl Finow nicht nur die nach Yardstick bewertete Kielbootwertung gewonnen sondern auch den Preis für die schnellste Yacht, das Blaue Band vom Werbellinsee.

Eine Woche später dann bei der Kielbootregatta ein ähnliches Ergebnis. Sieger in Klasse 1 und gleichzeitig in der Wertung der Dehler.

Die genauen Ergebnisse gibt es hier: SV Stahl Finow Abteilung Segeln: Ergebnisse

Frühjahrsregatta 2013

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Die Bedingungen für die Regatta waren eher mäßig, Regen drohte, der Wind kam mal von hier mal von da und 3 Windstärken waren schon die Krönung. Dazu gab es vom Start weg einen Anlieger über die erste zur zweiten Tonne. Wenig Platz also auch noch für taktische Raffinessen. Der Start erfolgte dazu noch in einem Zeitfenster von 30 Minuten, was aber für die erste 505-Regatta nach einer Saison Pause ganz o.k. war.

Auf Grund der Vorhersage überlegten wir, den Start hinauszuzögern. Schließlich war für irgendwann noch stärkerer Wind angesagt. Nachdem es kurz nach eins aber halbwegs vernünftigen Wind gab und die Konkurrenz für das Blaue Band schon unterwegs war, beschlossen wir, einfach hinterher zu fahren, sowie wir ein freies Fenster zwischen den Dickschiffen fanden.

Unsere größte Konkurrenz für’s Blaue Band war die Streamline von Paul, der wenig vor uns gestartet war. Dadurch hatten wir immer guten Blickkontakt. Die Streamline schien an der Kreuz aber einfach immer einen Tick schneller zu sein und Paul entfernte sich langsam von uns.

Vor Altenhof nach der zweiten Wendemarke zogen wir den Spi und es lief mit Axel an den Schoten wie bei unseren letzten 505-Regatten. Der Spikurs half uns auch wieder, den Abstand nach vorne zu verringern und an der 3. Wendemarke hatten wir nur noch die Streamline und einen 20er Jollenkreuzer vor uns.

Wieder ein Anlieger und zurück nach Altenhof zur vierten Tonne. Die vierte Tonne ligt jetzt in der Flaute. Und nun ist es Christopher, der mit seiner Dehler 29 am Zug ist. Länge läuft einfach und mit dem langen Mast greift er nach den Höhenwinden, an die wir nicht kommen. Trotzdem runden wir noch gut vor ihm die Tonne.

Dann geht der Spi wieder hoch, wir fahren einen relativ tiefen Kurs auf die Ecke gegenüber von Altenhof zu. Der Wind ist wieder nicht besonders stark, es läuft aber. Ab der Ecke wird es kurz spitzer, ehe der Wind weiter rechtsrum dreht und wir irgendwann fast platt vorm Laken Richtung Wildau fahren.

Jetzt liegt nur noch Paul mit der Streamline vor uns, als bei ihm plötzlich alles steht, der Spi runter geht und wir grübeln, was da wohl passiert. Das Ziel hat er nämlich noch nicht erreicht. Aber plötzlich hatten wir auch keinen Druck mehr im Schiff und der Restwind kam eher von vorne. Die letzten Meter bis zum Ziel wurden so noch einmal zur Qual und wir waren froh, als wir die Linie endlich überquert hatten.

Die Jollenwertung gewannen wir problemlos, sowohl nach gesegelter als auch gerechneter Zeit. Und nach gerechneter Zeit hätten wir auch die Gesamtwertung mit ca. 4 Minuten Vorsprung gewonnen. Fürs Blaue Band hat es am Ende aber doch nicht gereicht, denn nach absolut gesegelter Zeit war Paul mit seiner Streamline 1:40 schneller als wir. Glückwunsch!

Die kompletten Ergebnisse und auch einen kleinen Bericht aus Veranstaltersicht gibt es auf der Seite von Stahl Finow: Frühjahrsregatta 2013

Vielleicht noch eine Bemerkung am Rand. Vor 5 Jahren hatten wir mit der Dochnoch die Wertung bei den Jollenkreuzern und auch das Blaue Band gewonnen.

3x H

Alle Jahre wieder hieß es im September auch für mich, auf zum Sherry-Cup, auf ans andere Ende des Sees zum Yachtclub Schorfheide. Gespannt war ich vor allem darauf, wie sich das Wetter und insbesondere der Wind heute entwickeln würde. Die Vorhersage versprach 2 Bft, diese allerdings aus Nordwest. Eigentlich also recht perfekte Bedingungen für ein entspanntes Rennen mit zwei nicht zu schweren Personen an Bord der Dochnoch.

Als zweiten hatte ich Hans anwerben können, der mir auch gleich half, die Dochnoch über den See zu treiben. Beim Treiben mußte uns allerdings der Motor immer wieder helfen, denn immer wieder schlief der Wind so weit ein, daß wir nicht einmal einen halben Knoten über Grund schafften.

Erinnerungen an das letzte Jahr wurden wach, wo die Hinfahrt ähnlich zerstückelt verlief, dann den gesamten Nachmittag aber nicht einmal so viel Wind kam, daß gestartet werden konnte und wir am Abend zwar satt, aber ohne eine Wertung wieder nach Hause fuhren. Immerhin kam für die Rückfahrt aber noch so viel Wind, daß wir ein Stück segelten.

In diesem Jahr kam es aber zum Glück anders. Es gab zwar zunächst eine Startverschiebung, dann frischte es aber etwas auf und eine leichte und halbwegs konstante Brise aus westlicher Richtung baute sich auf. Und mit ca. 15 Minuten Verspätung schickte Ron uns auf die Reise.

Wie auch in den letzten Jahren wurde in zwei Startgruppen gestartet. Zuerst alles ohne Kiel, dann alles mit Kiel. Für uns mit dem 20er Jollenkreuzer sind das natürlich gute Voraussetzungen, da wir die größten im Ohne-Kiel-Feld sind und dementsprechend wenig Probleme mit den Abdeckungen anderer Schiffe zu kämpfen hatten.

Unser Start verlief allerdings nicht optimal. Irgendwie kam er für unser zusammengewürfeltes Team dochnoch etwas zu früh. Neben Hans war nämlich auch noch Hardy an Bord, der kurz vor dem Ablegen auf dem Steg stand und meinte, er suche noch eine Planke. Die beiden benötigten noch eine Weile, ehe sie sich halbwegs koordiniert hatten. Dadurch war schon das Ablegen nicht ganz so, wie geplant und so zog es sich durch die halbe Startkreuz. Wir kamen trotzdem halbwegs aus dem Feld heraus und hatten auf Höhe des Fischers die Jollen komplett hinter uns gelassen und nur noch unsere schärfsten Konkurrenten neben bzw. vor uns.

Nachdem wir nochmal am Großfall gespielt und das Großsegel wieder etwas hochgezogen hatten, kam langsam etwas Routine in unsere Manöver, alles lief etwas flüssiger und wir konnten wieder an Angriff denken. Durch die Spielerei hatten wir zwar verloren aber auch freien Wind und freie Entscheidungsmöglichkeiten. Dadurch konnten wir den leicht um die Ecke gegenüber von Michen drehenden Wind optimal nutzen und uns an unsere Gegner wieder mehr heranschieben und unter ihnen wenden.

Ab hier lief es für uns immer besser. Unsere beiden Gegner lagen zwar zunächst noch etwas über uns, aber gleichzeitig auch etwas zurück und beharkten sich zudem gegenseitig. Ich versuchte bei möglichst gleichem Speed immer wieder etwas Höhe zu ziehen und so allmählich eindeutig vor die beiden anderen zu kommen. Nachdem dies geschafft war, hatte ich volle Handlungsfreiheit. Bei der jetzt herrschenden Windrichtung war das allerdings nicht mehr so entscheidend, da der Streckbug extrem lang war und wir fast einen Anlieger zur Boje hatten.

Unser Vorsprung wuchs allmählich auf dem Weg zur Boje, die heute auf Grund des geringen Winds nur vor Altenhof lag. Am Ende hatten wir ca. 10 Bootslängen herausgearbeitet und konnten frei runden. Der Wind blies für uns hier immer noch günstig und so konnten wir mit guter Geschwindigkeit die Rückfahrt antreten. Dazu trimmten wir das Schiff ordentlich auf den Kopf und ließen es einfach laufen.

Es ging mitten durch das Feld der aufkreuzenden Gegner und parallel dazu wuchs unser Vorsprung immer mehr. Irgendetwas mußte da hinten bremsen, denn als wir auf Höhe der Wasserskibucht waren, war unser Vorsprung auf mehr als 500 Meter gestiegen. Die Bilder zeigen das vielleicht ganz gut:

Das erste Bild wurde mit einer Brennweite von 27mm, das zweite von 300mm aufgenommen. Näher ging nicht mehr.

Ab da schien alles sicher. Aber es schien auch nur so. Nachdem wir nur noch ca. 1 Kilometer bis zum Ziel zurückzulegen hatten, schlief bei uns der Wind fast komplett ein und wir mußten mit ansehen, wie unser schöner Vorpsrung einfach so dahinschmolz. Erinnerungen an einen früheren Sherry Cup wurden wach oder auch an die letzte Werbellinseeregatta, wo wir eine eigentlich ausreichend großen Vorsprung wieder einbüßten und am Ende viele Gegner vorbei lassen mußten …

In diesem Jahr kam es zu unserem Glück allerdings anders. Der Wind setzte so rechtzeitig ein, daß wir mit immer noch fast fünf Minuten Vorsprung auf Ecki ins Ziel kamen und somit auch das erste Schiff im Hafen waren. In Bildern sah das dann so aus:

Hinten hatte sich alles zusammengeschoben und es wurde noch etwas gewürfelt.

Am Ende wurden wir dann auch gerechnet bei den Jollenkreuzern mit Vorsprung 1. vor Ecki, Ulf Ploschenz und Pinki und die Kombination der 3 H (Hans, Hardy und Hendrik) hatte sich bewährt.

Bei den Jollen siegte Schmidti mit der Ixylon und bei den Kielbooten die Oldtimer auf der Nessi und die kompletten Ergebnisse gibt es hier: Sherry Cup 2012

Werbellinseeregatta 2012

Auch 2012 lockte die Werbellinseeregatta wieder einige auswärtige 20er Jollenkreuzer auf den See und vergrößerten so das Feld auf insgesamt 18 Boote. Den 7 vom See (6 von Stahl Finow, 1 vom SWVW) standen 11auswärtige gegenüber, die aus Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und natürlich auch aus Brandenburg kamen.

Dominiert wurde die Regatta von den neuen Renn-20ern. Während die Touren-20er, zu denen alle vom See und ein Boot vom SC Märkischer Adler gehörten, meist in der zweiten Hälfte des Feldes segelten.

Die kompletten Ergebnisse sind auf der Vereinsseite zu finden (stahl-finow-segeln.de), weshalb ich hier nur erwähnen möchte, daß der Erste (GER 1400) die Regatta mit 3 ersten Plätzen souverän gewann, auch wenn die jeweils Zweitplatzierten nie so richtig weit weg waren. Im zweiten Lauf lagen z.B. nur 6 Sekunden zwischen 1 und 2.

Für uns spielten die Fähigkeiten der vorne liegenden 20er aber nur selten eine Rolle, da sie normalerweise spätestens nach dem Ende der Startkreuz nicht mehr einhol- oder überholbar waren.

Der Sonnabend war geprägt von stark drehendem und vor allem auch in der Stärke schwankendem Wind und so kam es, daß nach der ersten Wettfahrt zwar noch mehrfach gestartet und sogar eine Wettfahrt zu 70 Prozent gesegelt wurde, es aber bei nur einer gewerteten Wettfahrt blieb.

Und diese eine Wettfahrt verlief für uns zwar eigentlich recht gut. Wir fanden immer wieder Anschluß an die vorderen Schiffe und lagen lange Zeit vor den anderen Touren-20ern. Der Wettfahrtabschluß ging aber deutlich daneben. Ca. 200 Meter vor dem Ziel parkten wir so ab, daß 3 eigentlich sicher geglaubte 20er noch vorbei fuhren und wir nach gerechneter Zeit dann 13. wurden …

Am Sonntag gab es dann endlich etwas stabilere Windverhältnisse, so daß auch die zwei geplanten Wettfahrten ohne große Warterei zügig durchgezogen werden konnten.

Den ersten Start erwischten wir wieder ganz gut und kamen gut über die Startkreuz. Aber auch schon hier zeigte sich, was uns den Rest der Wettfahrt beschäftigen sollte: wir kamen zwar immer wieder an Lommel (R529) heran, lagen dann aber meist auf dem falschen Bug und der letzte Meter zum internen Sieg fehlte. Im Ziel waren es dann 5 Sekunden, die wir hinter ihm waren. Trotzdem war dieser 10. Platz aber unsere beste Einzelwertung.

Die zweite Tageswettfahrt vom Sonntag begann dann wieder vielversprechend. Guter Start mit freiem Wind, auch Entscheidungsmöglichkeiten waren nach dem Start noch vorhanden. Aber da hakte es bei mir, denn obwohl ich zunächst eher für die linkE Seite war, blieb ich auf der ersten Hälfte der Kreuz rechts und merkte dann irgendwann, daß es absolute Ka..e war, aber da war es schon zu spät. Und im weiteren Verlauf der Wettfahrt mußten wir mehr nach Hinten verteidigen, als das wir nach vorne angreifen konnten. Dann riß noch der Rückholgummi der Steuerbordwinsch und wir bastelten eine halbe Kreuz und auch die Zielkreuz lief wieder so, daß es zum nächsten knapp wurde. Am Ende war das ein 14. Platz und damit unsere schlechteste Wertung.

Mit den Plätzen 10, 13 und 14 wurden wir insgesamt 13, womit ich nicht wirklich zufrieden war, da ja eigentlich mehr drin gewesen war

Bei einer so großen Veranstaltung sollte es natürlich auch von anderen ein Feedback geben. Am umfangreichsten war die Berichterstattung auf der Vereinseite, die sogar schon während der Regatta begann:
SV Stahl Finow: Werbellinseeregatta

Auch bei raceoffice ist einiges zu finden, neben den Ergebnissen sind auch immer noch die Meldelisten online:
raceoffice.org: 60. Werbellinseeregatta

Vor Ort war auch das ODF: Fernsehen für Ostbrandenburg und auf deren Seite fand ich u.a. diesen Beitrag mit Film 60. Werbellinseeregatta / Nachwuchssportler Paul Pinkau testet neue Bootsklasse

Einen kurzen Bericht gab es auf der Seite des SWV Werbellinsee: R 309 und die 60. Werbellinseeregatter und einen Bericht erwarten können wir vielleicht noch hier: R1390-Fivestars Blog

Und als letzer Link soll noch der von der Klassenvereinigung folgen, vielleicht gibt es auch da noch irgendwann einen Bericht: Deutsche Klassenvereinigung der 20qm Jollenkreuzer e.V.

Bootsbau

In den letzten Wochen war es hier recht ruhig, was vor allem daran lag, daß ich kaum aufs Rad gekommen bin. Eine Ursache waren die Probleme mit meinen Knien, die sich scheinbar aber endlich gelöst haben, die andere sind umfangreichere Arbeiten an der Dochnoch.

Hier gab es alte Baustellen, die noch zu Ende gebracht werden mussten und es taten sich auch noch neue Baustellen auf. Dazu kommen auch noch die normalen Winter- / Frühjahrsarbeiten.

Blick ins Vorschiff

Eine der alten Baustellen war die Verklebung zwischen den Seitenwänden und den Kojen. Die Schwierigkeit bei der Arbeit bestand vor allem in der Enge im Vorschiff, im vorherigen Putzen der angestrichenen Polyesteraußenwand und zum Schluß in der richtigen Dosierung von Harz beim Antupfen des Abreißgewebes. Von letzterem stammen die auf dem Bild erkennbaren Unebenheiten im Vordergrund.

Vorschiff

Eine neue Baustelle tat sich nach eingehender Begutachtung von Verklebungen rund um den Mast auf. Wie auf dem folgenden Bild zu sehen, sind die alten Polyesterverklebungen nicht mehr wirklich aktiv. Zudem war die Matte teilweise gerissen.

alte Verklebung

Nach der Demontage zeigte sich auch noch, daß das alte Schott wesentlich zu klein war und außerdem im unteren Bereich faulig. Ein kompletter Neubau mußte also her. Dieser wurde dann in ein Spachtelbett geklebt, es gab oben drauf Hohlkehlen aus Spachtelmassen und schließlich einen Streifen Diagonalgewebe und für das Finish wieder Abreißgewebe.

Nach dem Abreißen des Abreißgewebes sah es dann so aus:

neue Verklebung / neues Schott

Jetzt muß nur noch etwas geschliffen und schließlich lackiert werden.