Werbellinseeregatta 2012

Auch 2012 lockte die Werbellinseeregatta wieder einige auswärtige 20er Jollenkreuzer auf den See und vergrößerten so das Feld auf insgesamt 18 Boote. Den 7 vom See (6 von Stahl Finow, 1 vom SWVW) standen 11auswärtige gegenüber, die aus Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und natürlich auch aus Brandenburg kamen.

Dominiert wurde die Regatta von den neuen Renn-20ern. Während die Touren-20er, zu denen alle vom See und ein Boot vom SC Märkischer Adler gehörten, meist in der zweiten Hälfte des Feldes segelten.

Die kompletten Ergebnisse sind auf der Vereinsseite zu finden (stahl-finow-segeln.de), weshalb ich hier nur erwähnen möchte, daß der Erste (GER 1400) die Regatta mit 3 ersten Plätzen souverän gewann, auch wenn die jeweils Zweitplatzierten nie so richtig weit weg waren. Im zweiten Lauf lagen z.B. nur 6 Sekunden zwischen 1 und 2.

Für uns spielten die Fähigkeiten der vorne liegenden 20er aber nur selten eine Rolle, da sie normalerweise spätestens nach dem Ende der Startkreuz nicht mehr einhol- oder überholbar waren.

Der Sonnabend war geprägt von stark drehendem und vor allem auch in der Stärke schwankendem Wind und so kam es, daß nach der ersten Wettfahrt zwar noch mehrfach gestartet und sogar eine Wettfahrt zu 70 Prozent gesegelt wurde, es aber bei nur einer gewerteten Wettfahrt blieb.

Und diese eine Wettfahrt verlief für uns zwar eigentlich recht gut. Wir fanden immer wieder Anschluß an die vorderen Schiffe und lagen lange Zeit vor den anderen Touren-20ern. Der Wettfahrtabschluß ging aber deutlich daneben. Ca. 200 Meter vor dem Ziel parkten wir so ab, daß 3 eigentlich sicher geglaubte 20er noch vorbei fuhren und wir nach gerechneter Zeit dann 13. wurden …

Am Sonntag gab es dann endlich etwas stabilere Windverhältnisse, so daß auch die zwei geplanten Wettfahrten ohne große Warterei zügig durchgezogen werden konnten.

Den ersten Start erwischten wir wieder ganz gut und kamen gut über die Startkreuz. Aber auch schon hier zeigte sich, was uns den Rest der Wettfahrt beschäftigen sollte: wir kamen zwar immer wieder an Lommel (R529) heran, lagen dann aber meist auf dem falschen Bug und der letzte Meter zum internen Sieg fehlte. Im Ziel waren es dann 5 Sekunden, die wir hinter ihm waren. Trotzdem war dieser 10. Platz aber unsere beste Einzelwertung.

Die zweite Tageswettfahrt vom Sonntag begann dann wieder vielversprechend. Guter Start mit freiem Wind, auch Entscheidungsmöglichkeiten waren nach dem Start noch vorhanden. Aber da hakte es bei mir, denn obwohl ich zunächst eher für die linkE Seite war, blieb ich auf der ersten Hälfte der Kreuz rechts und merkte dann irgendwann, daß es absolute Ka..e war, aber da war es schon zu spät. Und im weiteren Verlauf der Wettfahrt mußten wir mehr nach Hinten verteidigen, als das wir nach vorne angreifen konnten. Dann riß noch der Rückholgummi der Steuerbordwinsch und wir bastelten eine halbe Kreuz und auch die Zielkreuz lief wieder so, daß es zum nächsten knapp wurde. Am Ende war das ein 14. Platz und damit unsere schlechteste Wertung.

Mit den Plätzen 10, 13 und 14 wurden wir insgesamt 13, womit ich nicht wirklich zufrieden war, da ja eigentlich mehr drin gewesen war

Bei einer so großen Veranstaltung sollte es natürlich auch von anderen ein Feedback geben. Am umfangreichsten war die Berichterstattung auf der Vereinseite, die sogar schon während der Regatta begann:
SV Stahl Finow: Werbellinseeregatta

Auch bei raceoffice ist einiges zu finden, neben den Ergebnissen sind auch immer noch die Meldelisten online:
raceoffice.org: 60. Werbellinseeregatta

Vor Ort war auch das ODF: Fernsehen für Ostbrandenburg und auf deren Seite fand ich u.a. diesen Beitrag mit Film 60. Werbellinseeregatta / Nachwuchssportler Paul Pinkau testet neue Bootsklasse

Einen kurzen Bericht gab es auf der Seite des SWV Werbellinsee: R 309 und die 60. Werbellinseeregatter und einen Bericht erwarten können wir vielleicht noch hier: R1390-Fivestars Blog

Und als letzer Link soll noch der von der Klassenvereinigung folgen, vielleicht gibt es auch da noch irgendwann einen Bericht: Deutsche Klassenvereinigung der 20qm Jollenkreuzer e.V.

Bootsbau

In den letzten Wochen war es hier recht ruhig, was vor allem daran lag, daß ich kaum aufs Rad gekommen bin. Eine Ursache waren die Probleme mit meinen Knien, die sich scheinbar aber endlich gelöst haben, die andere sind umfangreichere Arbeiten an der Dochnoch.

Hier gab es alte Baustellen, die noch zu Ende gebracht werden mussten und es taten sich auch noch neue Baustellen auf. Dazu kommen auch noch die normalen Winter- / Frühjahrsarbeiten.

Blick ins Vorschiff

Eine der alten Baustellen war die Verklebung zwischen den Seitenwänden und den Kojen. Die Schwierigkeit bei der Arbeit bestand vor allem in der Enge im Vorschiff, im vorherigen Putzen der angestrichenen Polyesteraußenwand und zum Schluß in der richtigen Dosierung von Harz beim Antupfen des Abreißgewebes. Von letzterem stammen die auf dem Bild erkennbaren Unebenheiten im Vordergrund.

Vorschiff

Eine neue Baustelle tat sich nach eingehender Begutachtung von Verklebungen rund um den Mast auf. Wie auf dem folgenden Bild zu sehen, sind die alten Polyesterverklebungen nicht mehr wirklich aktiv. Zudem war die Matte teilweise gerissen.

alte Verklebung

Nach der Demontage zeigte sich auch noch, daß das alte Schott wesentlich zu klein war und außerdem im unteren Bereich faulig. Ein kompletter Neubau mußte also her. Dieser wurde dann in ein Spachtelbett geklebt, es gab oben drauf Hohlkehlen aus Spachtelmassen und schließlich einen Streifen Diagonalgewebe und für das Finish wieder Abreißgewebe.

Nach dem Abreißen des Abreißgewebes sah es dann so aus:

neue Verklebung / neues Schott

Jetzt muß nur noch etwas geschliffen und schließlich lackiert werden.

Berliner Meisterschaft 2011 im 505

Schon witzig, wenn man nach 4 Jahren Pause wieder einmal beschließt, eine Rangliste auf der fife zu fahren und es hat sich in der Zwischenzeit eigentlich kaum etwas getan. Klar, es gibt ein Paar neue Gesichter, es gibt neue Schiffe zu bestaunen, aber gleichzeitig treffen wir auch viele der Segelgegner der letzten Jahre und diese erkennen uns sogar wieder.

Grund für diesen Wiedereinstieg waren Ecki und Christopher, die sich ein „neues“ Schiff zugelegt hatten und die uns motivierten die alte Kiste doch auch wieder herauszuholen. Der Parker mit Nummer 6786 ist inzwischen über 30 Jahre alt und eigentlich auch schon seit Jahren nur noch bedingt konkurrenzfähig. Aber wie auch bei früheren Regatten nahmen wir diesen Nachteil recht gelassen hin, denn eigentlich wollten wir vor allem sehen, wie gut die Konkurrenz mit den neuen Schiffen inzwischen geworden ist oder sie einfach nur neuere Schiffe fährt, sonst aber alles wie bekannt geblieben ist.

Die Wettervorhersage versprach ruhiges Herbstwetter – morgens etwas frostig, den Tag über aber sonnig und dazu schwachen Wind, Sonnabend 2 Bft, Sonntag vielleicht sogar 3. Insgesamt 30 Fiven (davon 3 aus Polen) versprachen auch im Mittelfeld spannendes Segeln und bei den auf dem Wannsee üblichen kleinen Kursen sollte das Feld durch den regelmäßigen Wechsel zwischen Up- und Down-Wind recht dicht beisammen bleiben.

Unser Einstieg verlief etwas schleppend, da wir beim ersten Start kein gutes Timing hatten und somit an der Luvtonne recht weit hinten im Feld lagen. Aber der Rest der Wettfahrt lief wesentlich besser und so schoben wir uns immer weiter nach vorne. Ärgerlich war dann nur, dass wir auf dem wirklich kurzen Stück zwischen der letzten Bahnmarke und dem Ziel zwei Gegner ziehen lassen mussten, da wir einfach nicht beschleunigten. Trotzdem wurde dies mit einem 15. Platz unsere beste Wettfahrt.

Die zweite Wettfahrt lief auf den ersten Blick besser. Der Start war ordentlich, die erste Kreuz auch, aber danach verhedderten wir uns in den Optionen, die der Wannsee bot und es ging immer wieder ordentlich nach hinten und nur wenig nach vorne. Ein 18. war das Resultat.

Die dritte Wettfahrt begann wieder sehr gut, aber die Spigänge liefen nicht wirklich. Nicht nur, dass wir durch taktische Entscheidungen verloren. Nein auch die Technik spielte nicht mit. Es fing damit an, dass der Spi nach gut der Hälfte beim hoch ziehen einfach hängen blieb und nur mit grober Gewalt weiter nach oben zu ziehen war, nein beim Bergen wollte er dann auch nicht wieder richtig runter. Auch hier half nur die Anwendung von Gewalt, aber an der Boje waren wir trotzdem inzwischen einige Meter vorbei gesegelt. Wir sahen dann, dass sich das Spifall auflöste und beschlossen, den Tag mit dieser Wettfahrt zu beenden. Die Wettfahrtleitung meinte aber auch, dass es für heute reicht und so hatten wir keinen größeren Nachteil daraus.

Der Sonntag begann vom Wetter dann vergleichbar zum Sonnabend. Es wehte nur geringer Wind am Morgen und die Schiffe waren oberflächlich komplett bereift. Die Wettfahrtleitung verkündete auch eine Startverschiebung und so warteten wir ca. 1h bis zum 1. Start und konnten dabei noch etwas sinnlos rumschnacken.

Der Start erfolgte wieder gegen 11.00 Uhr und sogar mit etwas mehr Wind als am Sonnabend und Axel stand den ganzen Tag häufiger im Trapez. Obwohl wir inzwischen wieder etwas eingespielter waren, gab es aber doch die eine oder andere relativ hektische Szene an Bord. Es war einfach zu merken, dass der Wind einen Tick stärker wehte und die Five Fehler gnadenlos bestraft. Und so liefen gerade die Spistrecken etwas holprig. Hier verloren wir aber noch viel mehr wegen einiger taktischer Fehler. Besser liefen dagegen die meisten Kreuzkurse, hier konnten wir trotz des alten Bootes oft sehr gut mitspielen und hatten eine Menge Spaß.

Am Ende kamen wir als 18. und 17. ins Ziel und belegten insgesamt bei dieser Regatta den 18. Platz unter den 30 Schiffen und dies noch dazu mit dem ältesten Boot.

Wer Interesse hat, kann sich unter folgenden Links unsere Tracks auf einer Googlemap ansehen:

Berliner Meisterschaft – Sonnabend / Berliner Meisterschaft – Sonntag

Beim Sonnabendtrack ist auch gut die flache Stelle sehen, bei der wir am Haveleck einen Tiefentest vorgenommen haben.

Die genauen Ergebnisse sind hier: Joachim-Hunger-Gedächtnis-Preis – mit BM für 470er und 505er Fr. 21.10.11 – So. 23.10.11 und hier Berliner Meisterschaft Berlin (int505.de) zu finden.

Absegeln mit der Dochnoch

Nachdem wir gestern mit dem Verein nur zum Abmotoren gekommen waren, da der Wind völlig ausblieb, nutzten wir die ganz leichte Brise am heutigen Tag für einen sehr entspannten Törn über den halben See. Dank Genua rutschte es in den Böen sogar etwas, erstaunlich war dann zum Abschluß nur, daß der Wind auf Höhe Barschberg einfach abgeschaltet wurde.

Seekreuzer, Herbstwettfahrt 2011

Nachdem es in den letzten Jahren oft nicht geklappt hatte, konnte ich in diesem Herbst endlich wieder einmal an unserer Seekreuzerregatta teilnehmen. Schön war auch, daß es auf einem recht schnellen Schiff und mit einem guten Steuermann erfolgte, der Spaß war dadurch fast schon garantiert.

Die Bedingungen sahen insgesamt nach entspanntem Segeln aus, Sonne und leichter Wind. Was für uns aber bedeutete, daß die direkten Konkurrenten einen leichten Vorteil hatten, da uns nur eine kleine Fock zur Verfügung stand. Allerdings hatten wir auch einen Blister bzw. Gennaker und konnten raumschots einiges herausholen.

Das folgende Bild zeigt unser Kursdiagramm mit den langen Raumschenkeln von West nach Ost und dem anschließenden Kreuzen in der Gegenrichtung:

Am Ende sprang ein 4. Platz nach gesegelter und ein 5. nach gerechneter Zeit heraus und alle an Bord waren happy und im nächsten Jahr soll es eine Wiederholung geben.

Weitere Bilder von der Regatta habe ich parallel auf unserem Vereinsblog veröffentlicht: Bilder vom 2. Lauf der Seekreuzerregatta

Impressionen von der Werbellinseeregatta

In diesem Jahr hat es bei uns mit einer Teilnahme an der Regatta leider nicht geklappt, zum Nachmittag konnten wir aber noch kurz aufs Wasser und erlebten den Start der 3. Wettfahrt für die 20er Jollenkreuzer. Das Feld war weiter gewachsen, die Leistungsunterschiede aber auch. Oder lag es am Wind in diesem Jahr?

Schon nach der recht kurzen Startkreuz ist das Feld extrem auseinander gezogen und der erste ist bereits um die 2 gegangen und auf dem Bild nicht mehr zu sehen.

Neben den 20er waren noch Ixylon, Pirat und 420er bei der Regatta vertreten. Die Felder waren bei Pirat und Ixylon im Vergleich zu den Vorjahren aber relativ klein. Bei den Piraten mag es daran liegen, daß in dieser Woche noch die EM am Balaton stattfand, bei den Ixylon mag die Luft raus und Lust weg gewesen sein, nachdem am letzten Wochenende die IDM am Werbellinsee stattgefunden hatte.