Jahresabschlusstour auf Abwegen

Eigentlich wollte ich heute so etwas ähnliches wie die Grimitzsee Super 8 fahren, aber schon kurz nach der Haustür kam ich auf Abwege und wählte den Weg am Treidelweg entlang und dann über die Kastanienallee nach Westen und weiter zur Kaiserwegbrücke. Von da über den Feldweg Richtung Rosenbeck nach Eichhorst und dort am Ostufer am Werbellinkanal entlang. Hier traf ich die ersten Läufer.

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Weiter ging es am Seeufer entlang. Kurz vor Altenhof treffe ich wieder Läufer unter denen sich auch ein Bekannter befand. In Altenhof dann einige für mich neue Bauvorhaben. An der Promenade wird ein neues Hotel gebaut, etwas weiter hinten sind die neuen Wohnimmobilien schon fertig und suchen noch den einen oder anderen Käufer.

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Von Altenhof folge ich dem Seeufer weiter durch das EJB und zu der Stelle kurz vor dem alten Freilufttheater wo eine Asphaltstraße hoch zur Altenhof-Joachimsthaler Straße (L238) führt.

Bis zum Grimnitzsee ist es nicht weit und ich halte kurz am Ufer inne. Um den Grimnitzsee fahre ich gegen die Uhr zunächst auf dem Radweg am See und später durch Althüttendorf. Auch im Nordosten stoße ich noch einmal bis zum Ufer vor.

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Den Grimnitzseekreis vollende ich an der zuerst angelaufenen Badestelle und fahre von dort auf der Straße bis Althüttendorf.  Hier geht es wieder weg vom Asphalt und auf Feld- und Waldwegen quer durch bis zur Straße von Joachimsthal nach Golzow. Aber gleich am flachen Bugsin biege ich schon wieder ab und fahre den Waldweg parallel zur Autobahn.

Hier treffe ich Rückepferde und später noch einen Rücketraktor. Der Weg sieht dementsprechend aus und die Beine werden weich.

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Durch den Wald geht es Richtung Buckow …

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… und von da über die alte KAP-Straße nach Steinfurt. Da reichte es mir auch schon völlig… Am Ende waren es 3 1/2 h und gut 62 km und eigentlich wäre wohl ein MTB ne gute Wahl gewesen, ich war aber auf dem HonkyInc unterwegs. Aber der kleine Motivator half.

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Tage im Paradies

In der letzten Woche hatte ich an mehreren Tagen die Chance, in meinem Lieblingsrennradrevier meine Lieblingsrennradrunde zu fahren. Es ist eigentlich nichts besonderes an dieser Runde, sie geht einfach nur im Uhrzeigersinn um den See und die Strecke wird durch jemand, der oft im Gebirge unterwegs ist, sicher auch als flach bezeichnet, schließlich gibt es nur gut 200 Höhenmeter auf den ca. 28 Kilometern. Aber für mich ist es wie eine Fahrt durchs Paradies.

Gerne nutze ich für die Runde den Singlespeeder und freue mich an der direkten Kraftübertragung und der Rückkopplung zum Höhenprofil bzw. zum Gegenwind. Unterwegs am frühen Morgen, wenn ich kaum ein Auto auf der Straße antreffe und die Luft weder eisig kalt noch drückend warm ist, ist es einfach nur schön. Und wenn dann noch das Licht so durch die Bäume scheint, wie es heute morgen passierte, möchte ich nirgendwo anders sein.

Grimitzsee Super 8

Die Grimnitzsee Super 8 ist wohl die perfekte Rennradstrecke, wenn man schnell mal 2-3 Stunden entspannt durch schöne Natur fahren will. Sie ist nicht flach, aber die Hügel sind nur so steil, daß alles mit einem Singlespeeder sehr gut fahrbar ist.

Besonders schön ist es natürlich, wenn dazu noch schönes Herbstwetter herrscht. Am Morgen ist es dann sehr ruhig sowohl im Wald, als auch auf den Straßen. Langsam kommt dann die Sonne raus und durchdringt die Blätter der zahlreich am Wegesrand stehenden Buchen.

Die Runde beginnt für mich in Finowfurt, der Parkplatz von Lidl oder bei McDonalds bieten sich an. Von hier geht es zunächst durch das Dorf auf die Biesenthaler Straße und mit dieser nach Südwesten. Etwas Pflaster schüttelt mich durch, als ich die Autobahn überqueren will, danach geht es durch raschelndes Laub. Der Berlin-Usedom-Radweg zeigt den weiteren Weg.

An der B167 wird der Oder-Havel-Kanal überquert, ich fahre auch noch kurz auf der Bundesstraße, ehe es nach rechts wieder in den Wald geht. Parallel zum Werbellinkanal fahre ich nach Norden und komme in Rosenbeck über die neu gebaute Schleusenbrücke und am neu gebauten Wehr vorbei. Bis Eichhorst geht es dann noch über die neu asphaltierte und dabei verbreiterte Straße und von Eichhorst Richtung Altenhof.

Hinter Eichhorst erfahre ich die erste größere Steigung und danach hügelt es sich durch herrlichen Buchenwald bis nach Altenhof. In Altenhof folgt dann eine kleine Abfahrt mit scharfer Rechtskurve und ab da geht es über mehrere Kilometer immer weiter hoch und schließlich habe ich den höchsten Punkt östlich des Werbellinsees erreicht.

Bis Joachimsthal rollt es sehr gut, allerdings habe ich in diesem Abschnitt relativ viel KFZ-Verkehr zu ertragen und am Joachimsthaler Kreisel nimmt mir auch noch einer die Vorfahrt. Erst nach dem Abzweig Richtung Glambeck wird es wieder ruhiger, dafür wird der Belag aber schlechter und ich bin froh, 28er Reifen montiert zu haben.

Richtung Leistenhaus fahre ich dann rund um den Grimnitzsee, komme in die Nähe der Autobahn A11, wo es über einen Feldweg geht. Hier wird auch der Südostwind etwas spürbar, da auf einmal etwas bremst.

In Altgrimnitz gibt es schöne Ausblicke quer über den See, der am Rand wieder von vielen Wildvögeln bevölkert wird und ab dem Ortskern geht es auf separatem Weg entlang des Ufers. Nicht direkt am Ufer entlang aber immer so, daß der See noch zu spüren ist. Die Runde schließt sich in Joachimsthal, wo ich in Bahnhofsnähe auf meine alte Route treffe. Ich fahre durch das Zentrum, wo ich einen Besuch beim Bäcker auslasse.

Über die Schwarze Bahn komme ich wieder auf den Berlin-Usedom-Radweg, der auf dem Nordwestufer des Werbellinsees verläuft. Hinter Michen ist beim Bau der neuen Fereinhaussiedlung noch immer nichts passiert. Das Schild wirkt inzwischen so ranzig, daß man kaum noch an Investitionswillen glauben mag.

Locker rolle ich dann in Wildau zum Werbellinkanal und dann über Eichhorst und entlang der L220 (ehemals B198) zurück nach Finowfurt.

Und auf der Karte sieht die Route dann so aus:

(Link zur: Grimnitzsee Super 8)

Teamzeitfahren des ESK

Letzte Woche zog es mich einmal mehr aufs Rad, das besondere an der Aktion war jedoch, daß ich an einem Rennen teilnehmen wollte, noch dazu an einem Zeitfahren.

Es sollte ein Teamzeitfahren werden und so fragte ich meinen alten Segelpartner, ob er mich nicht begleiten wolle. Durch seine letzten Jahre als Triathlet verfügt er im Gegensatz zu mir schließlich über einige Zeitfahrerfahrung und auch das entsprechende Material sowie Tempohärte.

Die Strecke war mir prinzipiell bekannt, aber doch wieder nicht, da ich seit bestimmt einem Jahrzehnt nicht mehr auf Berlins Havelchaussee unterwegs war. Vielleicht war aber gerade diese Streckenunkenntnis auch wieder von Vorteil, denn so gab ich, nachdem wir ca. 5 Kilometer gefahren waren, einfach alles und wir kämpften uns die gut 9 km je Richtung mit im Schnitt 32 km/h voran.

Beschränkend wirkte dabei wohl neben meiner im Verhältnis nicht vorhandenen Tempohärte wohl auch die Tatsache, daß ich auf dem il.pompino gefahren war. Ein Gang ist bei der Topografie dann doch einfach zu wenig. Denn der interne Drehzahlbegrenzer springt an, obwohl die Kraft für einen härteren Gang durchaus gereicht hätte.

Ein Dank von hier nochmals an die Organisatoren und auch an Clemens, ohne den ich wohl nicht ganz so schnell gewesen wäre. Auf der ESK-Seite hat Herr 2Bier auch noch einen Bericht aus seiner Sicht geschrieben (Erstes ESK-Team-Zeitfahren) und die Ergebnisse gibt es hier: