Großer Kastavensee

Mich hatte schon lange interessiert, wie es beim Großen Kastavensee hinter der Ecke weiter geht. Und so war ich froh, daß jetzt einmal probieren zu können. Mein SUP kommt damit zum ersten mal außerhalb der heimischen Gewässer zum Einsatz.

Vom Ufer der Badestelle sieht es eigentlich so aus, als ob der See da nur eine schmalere Stelle und eine Kurve hat. Beim näher kommen, sehe ich aber, daß es nur noch eine schmale Rinne ist, die den nördlichen mit dem südlichen Teil verbindet.

Die Rinne ist vielleicht fünf bis acht Meter breit und knapp 50 cm tief. Dazu gibt es noch einen kleinen Knick und dann bin ich durch. Ich werde von relativ starkem Gegenwind empfangen. Denn heute weht Südwind mit 3 bis 4 Bft, manche Böen erscheinen mir sogar noch stärker. Für mich ist das eigentlich ungünstig, da sich der See in Nord-Süd-Richtung erstreckt.

Auch im nördlichen Teil des Hauptsees befinden sich am Ostufer zunächst noch Datschen auf dem hohen Ufer und Stege am See. Aber schon nach der nächsten Biegung bleibt das alles zurück und ich teile mir den Rest des Sees mit einigen Anglern auf Booten. Ich folge dem Ostufer und komme nach gut einer halben Stunde konzentrierten Paddelns an eine sehr einladende Badestelle und muß einfach anlanden und in den See springen.

Der See ist hier im Südteil absolut klar und ich genieße den Blick auf den Grund. Bekomme sogar einen Hecht und mehrere Bleie zu sehen. Am Südende fahre ich immer dicht am Schilfgürtel entlang und als das Ende erreicht ist, drehe ich das Board und fahre den gesamten See zurück.

Jetzt schiebt der Wind und ich scheine fast zu fliegen. Am Ende war ich 1 1/2 Stunden auf dem See und habe wohl mein neues Traumpaddelrevier gefunden.

SUP auf dem Finowkanal

Eigentlich fühle ich mich als Segler und eigentlich auch als Radfahrer, je nach Bedarf als Mountainbiker oder Tourenfahrer oder … und eigentlich reicht das ja auch an „Draußenhobbies“. Aber trotzdem gibt es immer wieder den Drang, sich auch mal paddelnd durch die Gegend zu bewegen, weil es dochnoch neue Blickwinkel eröffnet und auch den Körper etwas anders belastet.

Ich kam in den letzten Jahren auch immer mal wieder zum Paddeln. Fuhr auf geborgten Fahrzeugen auf dem Finowkanal und der Finow, in Brandenburg auf der Havel, in Frankreich in einer bretonischen Flussmündung und natürlich auf dem Werbellinsee. Aber ein eigenes Paddelfahrzeug hatte ich nie. Mal war ich zu spät, dann war mir das Fahrzeug zu teuer oder beim letzten Versuch passte das Fahrzeug dann doch nicht zu mir. Im letzten Jahr stolperte ich dann aber über Einsteiger-Stand-Up-Paddling-Boards (SUP) und schlug kurzentschlossen zu.

Die Entscheidung habe ich bis heute nicht bereut und bin im letzten und auch in diesem Sommer schon einige mal gefahren. Was mir am SUP gefällt ist die kurze Aufbauzeit und der relativ geringe Platzbedarf. Die Aufbauzeit habe ich hier mal kurz dokumentiert:

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Am Anfang lag so ein „kleines“ Paket vor mir.

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Nach knapp 5 Minuten war die Luft drin.

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Nach knapp 7 Minuten war auch die Finne dran (obwohl ich mich zum ersten mal verschraubt hatte) und es konnte aufs Wasser gehen.

Da war ich ca. 45 Minuten und bin um 5 Kilometer auf dem Finowkanal gepaddelt, habe 6 mal einen Biber aufgescheucht, mit mehreren Anglern gequatscht und einfach ein schönes Stück Heimat hautnah erlebt.

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Allerdings ist das SUP für mich auch eher ein Hochsommergerät, wenn es kalt wird, werde ich wohl nicht mehr aufsteigen.