Sand im Schuh, Wasser im Gesicht …

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Durch eisigen Nebel

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Morgens war ich etwas irritiert, als außerhalb der großen Stadt, genau zu dem Zeitpunkt des Sonnenaufgangs, Nebel aufzog und die Sicht auf den Horizont verhinderte. Bisher war von Nebel oder auch Feuchtigkeit in der Luft nichts zu spüren gewesen. Der Nebel und die beginnende Helligkeit versüßten mir aber die Fahrt durch die Kälte und ich vergaß kurz, daß meine Füße wieder einmal kurz vor dem Absterben zu sein schienen.

Am Nachmittag war ich mir zunächst nicht sicher, ob ich nun relativ direkt nach Hause fahren sollte oder doch lieber ein Paar Schlängel durch den Wald unternehmen sollte. Ich entschied mich nach ein Paar Metern Rollen für letzteres und fuhr zunächst zur Schwärze und dann an dem kleinen Zufluß südlich des Tierparks entlang. Das Herbstlaub raschelte unter den Reifen und es rollte gut.

Weil es so gut rollte, hatten plötzlich auch die etwas längeren Wegevarianten, die meinen Kopf durchschwirrten eine Chance und so fuhr ich zunächst um den Schwärzeteich herum, dann südlich am Schwärzesee entlang und nachdem ich die Biesenthaler Heerstraße überquert hatte, fuhr ich weiter zum Samithsee.

Hier hatte ich nicht mehr so genau in Erinnerung, wie der beste Weg an seiner Nordseite entlang war und so nahm ich den ersten gut wirkenden Abzweig und bog vom Hauptweg ab. An der nächsten Gabelung nahm ich den rechten Ast und wähnte mich schon auf dem richtigen Weg. Aber falsch gedacht, der Weg führte mich direkt zum Nordufer des Samithsees und von da gab es nur wenig ausgetrampelte Pfade, die irgendwo ins Unterholz führten.

An dieser Stelle bereute ich auch, nicht die Kopflampe oder sogar den großen Strahler eingepackt zu haben. Denn genau jetzt wich die letzte Helligkeit vom Himmel und im Wald wurde es richtig finster. Ich fand aber noch einen Weg, der mich wieder in die richtige Richtung brachte und schon nach wenigen hundert Metern war ich in bekanntem Terrain zurück. Ab hier unterschied sich der Rückweg kaum vom Hinweg am Morgen. Es zog wieder etwas Nebel auf, ein leichter Wind blies aus Südost, nur der Mond fehlte noch.

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