Schlauchblase

Eigentlich wollte ich heute auf die klassische bei Butylschläuchen bewährte Art nach dem kleinen Loch suchen, das ein Robiniendorn vor kurzem durch den Racing Ralph in den Michelin-Latexschlauch gestochen hatte. Aber da muß ich mir wohl etwas anderes ausdenken.

Merke: Racing Ralph + Latexschlauch haben keine Chance gegen Robinien und ein kleines Loch im Latexschlauch zu finden, ist nicht so ganz einfach.

Rennender Ralf

Heute habe ich zum ersten mal die neuen Schlappen für Fred auf einer Tour ausprobiert:

Ralf kommt in einer Dimension von 26 x 2.4" und ist dabei ähnlich breit und hoch, wie andere Reifen, die ich bisher gefahren war: 56 mm breit und 338 mm Außenradius im unbelasteten Zustand. Dabei wiegt er mit 536 g aber ca. 100 bis 150 weniger als seine Vorgänger.

Auch vom Fahren war er gut. Im lockeren Sand und auch im sandig-organischen Schlamm ging es gut voran und auch der Seitenhalt war gut. Auf Asphalt gab es bei bestimmten Trittfrequenzen aber ein starkes Surren.

Grenznutzungsdauer

Manchmal frage ich mich, wann die Nutzungszeit eines MTB-Reifens vorbei ist. Das ist ein IRC Notos XC, wie ich ihn seit ewigen Zeiten auf dem Centurion Stratos fahre. Bisher hatte ich mit diesem Reifen kaum Pannen und das Bike läuft perfekt und schnell durch den Wald. Und wenn irgendwas bremst, so bin ich das im Normalfall.

Quietsch, knarz

Bereits zum dritten mal in diesem Frühjahr machte ich mich heute früh am morgen auf den Weg und nahm die knapp 50 Kilometer zwischen meinem Heim und meiner Arbeit unter die breiten Stollenräder.

Entlang der Panke geht es nach Norden bis zur Stadtgrenze. Dabei kann ich schnell der morgendlichen Autofahrerhektik entfliehen und sehe, wie die Sonne glutrot über dem sonst grauen Horizont hängt und dann schnell an Höhe gewinnt.

Auf den landschaftlich offenen Streckenabschnitten werde ich durch relativ starken Nordostwind gebremst und so suche ich immer wieder den Schutz von Baumgruppen. In Ladeburg komme ich kurz in die morgendliche Hoffnungstaler-Anstalten-Rushhour, verschwinde dann aber auch gleich wieder im Wald.

Erneut ein Paar Autos, als ich auf der B2 / L200 Richtung Melchow steuere. Entspannung bringt mir der kleine Abzweig vor der Bahnschranke, wo es wieder für einige Meter auf einem Waldweg und dann durch Nebenstraßen geht.

Dann noch etwas Straße, die geradling nach Nordnordost führt und auf der ich den Gegenwind spüre. Aber inzwischen bin ich halbwegs warm geworden und so drücke ich The Brave kraftvoll dem Ziel entgegen.

Was bei der ganzen Fahrerei aber nervte war ein rythmisches quietsch-knarz, das vermutlich aus dem Tretlager kam. Es scheint fast, als wäre das LX-Lager nach knapp 11.000 Kilometern am Ende seiner Leistungsgrenze angelangt.

Kilobilanz

Bereits vor längerer Zeit habe ich zusammen mit Freund Christoph eine kleine Waage gekauft, mit der wir unsere Bikes und sonstiges Spielzeug durchmessen wollten. Christoph hat dies gleich nach dem Kauf getan (An die Waage, fertig, los….), bei mir hat es dann aber doch bis zum Wochenende gedauert, ehe ich auch das letzte Fahrrad im Stall gemessen hatte.

Hier die kleine Aufstellung:

  • on-one inbred (Fred): 14,1 kg – mit Rohloffnabe und Matschequipment
  • on-one il-pompino: 10,1 kg – durch Reparatur am Hinterrad 300g verloren
  • Herkelmann: 9,72 kg – ein Triathlonrahmen aus Stahl mit Alu-Gabel, erlaubt  nur 26"-Räder, dazu Lenkerendschalthebel, siebenfach-Schraubkranz, XTR-Steuersatz
  • Oliver: 12,61 kg – ein altes Mifa mit DDR-Hinterrad, vorne aber eine neueer Gabel mit Cantisockeln
  • Kona Lava Dome: 12,64 kg – Neuaufbau auf Grundlage eines Konarahmens von ca. 2002
  • Centurion Stratos: 11,33 kg – mein Meilenschwein, inzwischen weit über 60.000 km gefahren und auf verschiedenen Kontinenten erprobt, ein Neuaufbau dieses Urgesteins: 3kg Rahmen + 1 kg Gabel, dazu einige Suntour-Teile und ein XTR-Steuersatz
  • The brave: 12,75 kg – mein Modderschwein mkit Rennlenker und Schutzblechen, seit Jahren fast nur noch an richtig dreckigen Tagen unterwegs
  • Elise: 15,62 kg – ein einfaches Damenrad mit allem, was dran war, als ich es vor Jahren im Wald fand (Elise steht hinten)

Dazu gibt es noch einige weitere Räder in unserem Stall, die mir aber zu klein sind:

  • Kona Kapu: 9,53 kg – ein oranger Retrorenner mit schön gemufftem Stahlrahmen
  • Centurion Backfire LRS: 12,58 kg – schönes Touren-MTB-Fully
  • Mrs. Black: 12,6 kg – was schnelles für die Stadt, Gepäckträger, Schutzbleche, Klingel
  • Herkules: 16,2 kg – etwas für die sportliche Dame
  • Montpelier: 16,54 kg – ein altes Teil, um mal schnell zum Bahnhof zu fahren – ein einfaches Schloß genügt!

Und natürlich gibt es auch noch mein Liegerad, welches zur Zeit allerdings nicht einsatzbereiot ist. In der letzten Ausbaustufe wog es satte 19,5 kg.

Wasserleiche

Wie man die Grenzen eines elektronischen Gadgets ausreizen kann, mußte ich letzte Woche erfahren, als ich mein eigentlich wasserdichtes (oder doch nur wasserfestes) GPS-Dingsda Garmin Edge 205 versehentlich mitwusch und es so:


aus der Maschine kam.

Eine schlimme Vorahnung ließ schon zu dem Zeitpunkt erwarten, daß ich vor der Waschung das letzte Lebenssignal des Edge gehört haben würde. Eine Woche und eine ausgedehnte Trocknungsperiode später ist es Gewissheit. Der Edge ist tot.

Winterbiken im Barnim

Für einen MTBiker stellt sich die Situation im Barnim derzeit dual dar. Der Schnee ist fast komplett verschwunden, die großen Straßen, die meisten straßenbegleitenden Radwege und auch Gehwege sind inzwischen auch eisfrei, im Wald herrscht dagegen noch der Eismann.

Viele der wichtigen Waldwege und auch Teile des Treidelwegs sind noch von einer dicken Schicht aus überfrorenem festgefahrenem Schnee bedeckt, manchmal verstecken sich auch nur mäßig zugefrorene Pfützen auf den Wegen:

Neben den Waldwegen sind auch noch viele der Nebenstraßen von Eis überzogen, wie hier im südlichen Teil von Finow:

Und so ist für mich nach wie vor mein finnischer Freund von großem Vorteil. Der Nokian Hakka WCS 300, den ich beim letzten großen Eisaufkommen vor 3 Jahren kaufte, vermittelt ein sehr sicheres Fahrgefühl auf fast jeglichem Untergrund.

Auch auf Asphalt fährt er sich für einen Eisspezialisten noch sehr gut und daran, daß er dafür nicht gemacht wurde, erinnert fast nur das laute Abrollgeräusch. Der Rollwiderstand ist als sehr gut zu bezeichnen. Auf Eis ist er am geringsten, aber auch auf Asphalt nicht weiter störend.

In der Bike von Februar 09 wurden Spikereifen getestet. Und welch Wunder, hier gewinnt wieder einmal ein Reifen von Schwalbe (Ice Spiker Pro 2.1) den Test. Der Reifen überzeugt die Redaktion mit der besten Traktion und Seitenhalt, zudem mit geringem Gewicht (knapp 700g).

Nach dem Kenda Klondike XT 2.1 rangieren die beiden von Nokian getesteten Modelle auf den Plätzen 3 und 4. Mich wunderte allerdings das beim Nokian Hakka WCS 2.1 (Nachfolger des WCS 300) angegebene Gewicht von 846g, da meine beiden Nokians jeder nur knapp über 700 (der leichtere 704) Gramm wiegen.

Daneben waren noch zwei Continental-Reifen im Test, die allerdings wegen zu kurzer Spikes auf den letzten Plätzen landeten, und der Schwalbe Marathon Winter. Der Marathon ist insofern sehr interessant, da er keine Spikes in der Mitte des Reifen hat, dadurch auf Asphalt gut rollt und trotzdem im Eis noch viel Traktion und Seitenhalt bietet. Vom Aufbau erinnert er sehr an den MOUNT & GROUND W160, einen der Klassiker von Nokian.