Lichtentfaltung

Vor kurzem habe ich meinem Heldenbike ein neues Frontlicht spendiert und heute konnte ich es das erste mal auf einer längeren Tour testen.

Es einmal einen Plan A zur Beleuchtung, der darin bestand, ein Lämpchen zu bauen, ähnlich wie es j-coop einmal getan hatte und auch viele andere vor ihm. Aber da mir etwas die Zeit fehlte, starb das Projekt und ich ging zu Plan B über und bediente mich jetzt bei einem kommerziellen Anbieter, denn inzwischen können auch die ganz brauchbare Lampen herstellen.

Die Auswahl an Dynamolampen mit LED ist allerdings noch so gering, daß vor allem der Preis entscheidet, denn neben einigen fast unbezahlbaren und anderen kaum lieferbaren Modellen, gibt es auch einige "preiswerte" Leuchten. So wurde es bei mir eine Lumotec IQ Cyo N von b+m, die ich für nur 50,-EURO im Netz fand.

Bei der verwendeten Version wird eine Leuchtstärke von 60 Lux versprochen, allerdings wird dies mit dem Nachteil eines schlecht ausgeleuchteten Bereichs direkt vor dem Bike erkauft. Dahin leuchtet die Version Cyo N Plus, die dafür aber nur 40 Lux "hat".

Aber was genau sind 60 Lux in der Realität? Ehrlich gesagt, hatte ich dazu keine Vorstellung, aber im Vergleich mit einer Sigma Karma, die ich zusätzlich auf dem Kopf trug, schlug sich die Lampe prächtig.

Sie machte einen ca. 5m breiten Streifen vor mir gleichmäßig hell und zwar so hell, daß die Karma erst in der zweiten Leuchtstufe punktuell auszumachen war. Insgesamt gibt die Lampe auch so viel Licht ab, daß sogar Fahrten auf schmalen Wegen Nachts durch dunklen Wald möglich sind.

Die Karma bot dazu auch eine gute Ergänzung, da sie etwas breiter leuchtet und vor allem unabhängig vom Lenker geschwenkt werden kann. Zudem kann sie bei Bedarf den Nahbereich ausleuchten.

Zur IQ Cyo gibt es auch einen gut aussehenden Halter aus dickem Nirodraht. Aber leider paßte dieser nicht zu den Tektro-Cantilever-Bremsen, ließ sich auch durch massive Biegerei nicht passend machen und so bleibt weiter der von mir einmal aus einem Stück Blech gefertigte Halter montiert.

Softcase

Nachdem mir vor kurzem die original Garmin-Halterung für das 60csx abgebrochen war und ich nicht wieder auf ein solches Teil Lust hatte, gleichzeitig aber die touratech-Halterung, die ich an der Dakar benutze, für das Bike zu klobig und vor allem unflexibel fand, habe ich mich jetzt für die Softcase-Halterung von gps24 entschieden.

Die Halterung wirkt auf den ersten Blick etwas primitiv im Vergleich zur touratech- aber auch zur Garmin-Halterung. Sie bietet aber zum einen den Vorteil, daß das 60csx recht gut von Stößen entkoppelt ist und zum anderen, daß am Lenker nur ein Streifen Klett verbleibt. Und wenn ein weiteres Bike GPS-tauglich gemacht werden soll, reicht ein neuer Streifen Klett.

Die Halterung kam zum Wochenende und erlebte heute ihren ersten Einsatz. Und obwohl es etwas wackelt, ist die Karte ganz gut abzulesen (wenn es richtig wackelt ist sowieso keine Zeit zum Karte betrachten). Ungünstig ist nur die Lage weit vor dem Lenker und die schlechte Erreichbarkeit von einigen Knöpfen.

Lichtwirkung

In dieser Woche hatte ich die Gelegenheit, die von mir vor einigen Wochen gekaufte Fahrradbatteriebeleuchtung in Form einer Sigma Power LED der aktuellen Generation in freier Wildbahn auf meinem Geländerrad zu testen. Testrevier war dazu die Kulturlandschaft im Stadtraum von Hannover, die im Vergleich zu der uns umgebenden Kulturlandschaft aber wohl eher als Parklandschaft zu bezeichnen ist.

Fazit dieses Tests ist, daß die Power LED prinzipiell als Frontlicht eines Geländerades funktioniert, bei verwinkeltem Geläuf und gleichzeitig schneller Fahrweise jedoch auch ihre Grenzen hat.

Insbesondere störte der doch recht schmale Lichtkegel. Bei verwinkelten Wegen wurde es schnell unübersichtlich und es mußte Fahrt herausgenommen werden. Die Lichtmenge ist dagegen im Bereich von 10-15° bei maximaler Lichtstärke vor dem Fahrrad als ausreichend zu bezeichnen. Für gelegentliche Nachtausflüge sind das dann gut angelegte 100,- EURO für das Set. Es gibt zwar hellere Lampen, diese sind dann aber auch wesentlich teurer.

Beim Fahren störte etwas, daß der Schalter auf der Lampe sitz und speziell mit Handschuhen ist er dann schwierig zu finden, wenn zwischen den einzelnen Modi umgeschaltet werden soll. Die Lampe verfügt über insgesamt 3 verschiedene Helligkeitsstufen, wobei der Unterschied zwischen den beiden helleren eher gering ist.

Die nächste zu testende Variante wird der Einsatz einer zusätzlichen Helmlampe sein. Diese sollte das "Um-die-Ecke-gucken" ermöglichen und gleichzeitig bei gemäßigter Fahrweise für einen Partner als Frontleuchte dienen.

Aufrüstung II

Garmin EDGE 205

Seit ungefähr zwei Jahren nutze ich einen PDA ASUS A636 für meine täglichen Navigationsspielereien, fürs Trackaufzeichnen zum späteren geotaggen von Fotos oder auch zur Vereinfachung der Orientierung bei Geländeradtouren. Mit OZI-Explorer CE habe ich auch ein Tool für die Nutzung an PDA und Rechner gefunden, das einen großen Teil meiner Anforderungen erfüllt.

Was mich allerdings störte war die gerade bei Kälte sehr kurze Lebensdauer des ASUS von 2 bis 4 Stunden (im Sommer auch bis zu 6) und die Tatsache, daß der A636 nicht zum Betrieb auf dem Mountainbike gemacht ist. Daher entstand die Idee, den ASUS durch einen GPS-Empfänger zu ergänzen oder auch zu ersetzen.

Die Auswahl derartiger Geräte ist riesig und reicht (wenn es nur ums ersetzen geht) von Datenloggern, die bereits für unter 100,- EURO zu haben sind bis zu Geräten weit über 500,- EURO, die sogar eine Karte in Farbe anzeigen können.

am Rechner

  • Installation der Software von CD bringt Fehlermeldung
  • neuere Version aus dem Netz geladen, funktioniert
  • Verbindung EDGE – Rechner problemlos – Tracks werden automatisch herunter geladen, der Speicher des EDGE dabei anscheinend geleert
  • Garmin-eigenes Format des Tracks, daß von einigen Programmen als GPS-Track erkannt wird (Copiks Photo Mapper), Import zu OZI-Explorer hat jedoch nicht funktioniert (Trackumwandlung mit TCX-Konverter problemlos)

am EDGE 205

  • Tasten gut zu spüren, erfordern aber große Kraft
  • zwei verschiedene Bikemenüs, die jeweils mit bis zu 8 Feldern belegbar sind
    – Inhalt der Datenfelder aus großer Auswahl wählbar
  • Karten- bzw. Trackansicht mit bis zu 4 Datenfeldern, Felder wie oben

Im Gelände

  • Startzeit teilweise sehr lang (bei bedecktem Himmel bis zu ca. 2 Minuten)
  • Startzeit im Vergleich zum ASUS A636 mit OZI-Explorer CE ungefähr doppelt so lang
  • Genauigkeit horizontal ausreichend, EDGE zeigt Werte um 3-4m bei offenem Himmel, im Wald 3-15m
  • Genauigkeit vertikal ungenügend, Abweichungen über 50m möglich

Benutzung

  • wenn der Track mitgeschnitten werden soll, unbedingt den Timer starten
  • gefahrene Tracks werden im allgemeinen so lange angezeigt, bis [reset] gedrückt wird oder der EDGE mit dem Rechner verbunden ist und die Tracks heruntergeladen werden
  • Trackweiterführung nicht immer direkt, teilweise wird der Track erst verzögert nachgezogen
  • negativ fällt auch auf, daß ein Track / Spur vom letzten bekannten Punkt bis zum nächsten Einschaltort gezogen wird – eine Lücke wäre sinnvoller
  • die Batterielaufzeit wird mit 12 Stunden angegeben und ist scheint auch so groß zu sein, eine Tagestour kann also locker abgedeckt werden oder auch eine Woche pendeln zur Arbeit
  • das Laden dauert unter 3 Stunden

Navigation

  • es ist möglich eine Route an Hand von Wegpunkten innerhalb des EDGE zu erstellen
  • eine in OZI-Explorer erzeugte Route konnte ich bisher noch nicht auf den EDGE exportieren

erstes Fazit

Als Fahrradcomputer, der einem die üblichen Werte liefern soll, taugt der EDGE recht gut. Der EDGE ersetzt einen Fahrradcomputer problemlos und räumt auch den Lenker auf. Zudem ist er auch mit einem Preis von 160 US$ bezahlbar, wenn man ihn nicht einzeln in den USA bestellt. Der Preis von ca. 200,- EURO der zur Zeit noch in Deutschland dafür gefordert wird, ist allerdings inakzeptabel. Aber hier ist zu erwarten, daß sich die Preise nach unten bewegen werden, ähnlich wie es bei den GPS-Geräten mit Kartendarstellung von Garmin an April erfolgte.

Wer eine akurate Entfernungsangabe wünscht, sollte allerdings erst losfahren, wenn der EDGE fertig ist – also manchmal etwas mehr Zeit einplanen. Auch als Datenlogger taugt er ganz gut, da die Daten automatisch gespeichert werden und direkt zum geotaggen benutzt werden können.

Zum Navigieren hat mir der EDGE allerdings noch keinen positiven Beitrag geleistet. Denn die Erstellung von Routen ist scheinbar sehr umständlich. Aber dieses Thema werde ich weiter verfolgen. Daher ist er noch kein Ersatz für den ASUS sondern allenfalls eine Ergänzung.

Reifentausch

Gestern Abend hatte ich noch die Hoffnung, daß die Glätte über Nacht verschwinden könnte. Denn um 23.00 Uhr herrschten noch immer knapp 2°C. Aber in der zweiten Nachthälfte klarte es auf und die Temperatur fiel wieder unter den Gefrierpunkt. Kurzentschossen wechselte ich daher heute morgen die Reifen und habe die Entscheidung nicht bereut.

Abseits der großen Straßen und natürlich auch auf allen Wegen, die als Radweg bezeichnet werden, herrschte am Morgen fast überall Glätte. Und auch am Nachmittag halfen mir die kleinen Metalldornen, denn ich mußte nicht darüber nachdenken, ob da immer noch oder vielleicht schon wieder oder aber auch keine Glätte auf den Wegen war. Der NOKIAN HAKKA rollt einfach rüber.