Milchig

Heute morgen strahlte der Himmel in tiefem blau, dabei war es für Ende Mai aber auch verdammt kalt: 4°C.

Heute Nachmittag dagegen war es zwar mit ca. 15°C angenehm, dafür ist aber jegliches blau vom Himmel verschwunden und statt dessen war alles irgendwie milchig. Vorboten des nächsten Regengebietes, das sich zu diesem Zeitpunkt schon über Westbrandenburg entleerte.

Trotzdem war es eine nette kurze Tour, die ich heute nach der Arbeit im Barnim drehte, eine Menge schmaler Wege, wenig Menschen und es rollte gut und das alles auf dem fast 20 Jahre alten Centurion bei einem Kilometerstand von 63.135.

Ventilnerv und Reifenwechsel

Irgendwie nervt es mich schon, daß ich gestern erneut einen Schlauch wegen eines Ventilausrisses wegschmeißen konnte. Diesmal traf es allerdings Fred, mit dem ich am Sonnabend eine schöne Tour gefahren war und keinen Luftverlust spürte. Ärgerlich ist das auch, weil ich erst am Freitag den Mantel hinten gewechselt hatte und sicher war, daß alles korrekt saß.

Der Ventilausriß machte mir aber die Entscheidung, die Reifen am Fred erneut zu wechseln, wesentlich leichter. Das am Wochenende so schöne Winterwetter ist seit Wochenbeginn in eine unschöne um-Nullgrad-Modder-Periode übergegangen. Besonders gefährlich an der Situation war der leichte Regen von Gestern, der in den oberen Schichten noch gefrorene Boden und der zu erwartende Nachtfrost.

Ich montierte daher die schon einige Winter bewährten NOKIAN Spikes und kombinierte das am Hinterrad noch mit einem Latexschlauch. Der wird zwar die Luft bei weitem nicht so gut halten, wie die normalen Schläuche, aber da am Fred hinten eine Rohloff montiert ist und der Radwechsel wegen der langen Drehmomentstütze immer etwas nervig ist, nehme ich das in Kauf.

Die Reifen habe ich vor allem vorsorglich gewechselt, da ich heute auf jeden Fall mit dem Bike fahren wollte und die Untergrundentwicklung nur schwer vorherzusehen war. Ob ich sie wirklich gebraucht habe, ist dann auch schwer einzuschätzen. Am Morgen hatte es nochmal leicht geschneit und auf allen Flächen hatte sich eine gleichmäßig weiße Schicht gebildet. Eventuelle Eisflächen waren so nicht auszumachen. Andererseits habe ich an den vorgefundenen Fahrradreifenspuren auch nicht erkennen können, daß die Fahrer gerutscht sind.

Aber egal, nach meinem knockdown Weihnachten vor 4 Jahren bin ich vorsichtiger geworden und gerade bei den NOKIAN Spikes ist auf den meisten Untergründen ein Unterschied im Rollwiderstand kaum zu spüren. Auf festen Oberflächen werden die Reifen laut, aber das war es auch schon.

Gespannt können wir jetzt sein, was das Wetter die nächsten Tage bringt. Bisher gehen die Wetterfrösche davon aus, daß es um 0°C bleibt und immer wieder leicht regnet oder schneit. Besser wäre es jedoch, wenn sich die Temperatur etwas vom Nullpunkt wegbewegen würde, egal welche Richtung.

Schlamm- und Eisreport

Heute war es endlich mal wieder so weit, daß Zeit und Motivation zusammenspielten und ich mich auf den Weg aus dem nördlichen Barnim in die Hauptstadt machte. Fortbewegungsmittel des Tages war Fred, der noch immer mit seiner Geheimwaffe bestückt auf neue Aufgaben wartet.

Bei seinen normalen Fahrten kam er sich damit manchmal aber schon etwas übertakelt vor, aber heute sollte sich zeigen, daß dies genau die richtigen Reifen waren:

Denn südlich von Eberswalde sind die größeren Wege noch immer vereist, durch den leichten Regen des Tages hat sich auf dieser Eisschicht zusätzlich noch ein dünner Wasserfilm gebildet. Erst hinter Biesenthal verliert das Eis auf den Wegen seine Vormachtstellung und weicht einer teilweise sehr tiefen und halbflüssigen Masse aus den verschiedensten Bodenbestandteilen.

Die Fahrt wird dementsprechend immer zäher und langsamer und so benötige ich am Ende gut 2 1/2 ewig erscheindende Stunden für die gefahrenen 48 Kilometer. Mein Glück war einfach, daß es in der Hauptstadt kaum noch Wege gibt, die keinen festen Belag haben.

Leichter Regen

Leichter Regen war das, was heute angesagt war und das auch nur am Vormittag. Was dann aber runter kam, war teilweise ein Sprühregen, der von allen Seiten kam und teilweise auch richtige Tropfen, die von vorne rechts kamen, schön war die Tour aber trotzdem.

Es ging von Eberswalde über Lichterfelde, Finowfurt und immer weiter durch den Wald bis nach Bernau, dann die klassische Strecke parallel zur Bahn bis nach Pankow. Da trennten sich die Wege von meinem Begleiter und mir und ich schlich weiter bis tief hinein in das Herz der großen Stadt und schaffte es am Ende gerade noch so in den 4. Stock.

Schneeregen

Normalerweise kümmert es mich wenig, was für ein Wetter mich morgens an der Tür erwartet. Ein Blick aufs Thermometer und einen auf eventuellen Niederschlag reichen für die Wahl der richtigen Bekleidung und ab geht es auf zwei Rädern.

Wenn ich aber eines nicht besonders leiden kann, dann ist es Schneeregen bei knapp über 0°C und so fiel es mir heute morgen nicht besonders schwer, die bequeme Variante zu wählen, das rollende Altmetall anzuspannen und trockenen Hauptes ins Büro zu rollen…