Pointe de Grave

Nachdem ich im letzten Jahr ein MTB (siehe Quer durch das Médoc) dabei hatte, entschied ich mich dieses mal für eine Doppelstrategie. Ein altes MTB für die Strand- und Familienfahrten und mein Honky Inc. für kleine Ausfahrten. Denn obwohl es hier ziemlich viel Wald gibt, fand ich das MTB im letzten Jahr nicht so passend. Der Wald wird einfach sehr schnell tiefsandig und quasi unfahrbar. Der Rest sind kleine Straßen und wenige Schotterpisten und auch mit schmaleren Reifen fahrbar. Und mit dem Honky Inc. ist meine Reichweite auch ganz anders. Und auch lullern ist noch halbwegs schnell.

Für die erste Tour beschließe ich, das Ende des Médoc zu erkunden und setze mir Pointe de Grave als Ziel. Ähnlich wie im letzten Jahr will ich also auch wieder einen Leuchtturm erreichen. Es geht also nach Norden. Dabei nutze ich weitgehend die recht gut ausgebauten Radwege, die weg von der Straße sind. Dann geht es entlang einer Museumsbahn weiter zum Leuchtturm und zum Ende der Halbinsel. Verrostete Gleise zeugen davon, daß die Bahn früher sogar bis hierher führte.

Zurück geht es die letzten Kilometer wieder über den relativ leeren Radweg, der überfüllte Strand am Ende ist ein starker Kontrast dazu.

Quer durch das Médoc

In diesem Jahr fand ich auch im Sommerurlaub etwas Zeit, um ausgiebig auf zwei Reifen unterwegs zu sein. Von unserem Zeltplatz an der offenen Atlantikküste wollte ich einmal die Halbinsel des Médoc durchqueren und suchte mir als Ziel den Phare de Richard im Mündungstrichter der Gironde aus.

Ich starte zunächst durch lichten Kiefernwald auf schmalen zuwuchernden Trails. Dann öffnet sich die Landschaft, glättet sich aber auch gleichzeitig. Ich sehe eine fette Bisamratte, quere mehrere Entwässerungskanäle und sehe dann trocken gefallene Schlammhäfen. Und irgendwann ist nach einigen Umwegen der Phare de Richard erreicht.

Hier treffe ich auf einen RR-Fahrer, den ich schon mal auf dem Zeltplatz gesehen hatte. Wir quatschen etwas und dann geht es auf die Rückfahrt. Auf dem Hinweg wehte mich teilweise ein kräftiger Westwind durch die Landschaft. Auf dem Rückweg bremste dieser aber grandios und saugte mich aus. Ich lullerte bald nur noch kraftlos durch die Gegend und kam gerade so nach Saint-Vivien-de-Médoc. Eine große Packung Kekse und dazu eine Cola brachten mich wieder auf die Beine. Auf dem weiteren Weg sandete ich dann mehrfach ab, entdeckte dabei aber die Schönheit der Bodenpflanzen und einen Strand (ok, ich war nicht der Erstentdecker …)

… und war dann irgendwann völlig am Ende aber glücklich wieder zurück.

GR34 wandern

Am Abend bin ich kurz auf dem GR34 gewandert, der um große Teile der bretonischen Küste herumführt. Meerblick ist eigentlich fast immer garantiert.

Vor und bei der Wanderung habe ich auch über eine Tour auf dem MTB nachgedacht. Aber das würde oft Treppensteigen bedeuten und zumindest auf Teilen des Weges scheint es auch verboten zu sein.

image

image

image

image