schneetreiben und biketreiben

Es gibt ja menschen, die wollen mich regelmäßig für verrückt erklären, wenn ich mal wieder bei dem besten schneetreiben mit dem bike unterwegs bin. Aber auch heute morgen konnte ich es mir wieder einmal nicht nehmen lassen, statt des scheinbar doch so warmen und sicheren autos, den kleinen fred unter den hintern zu klemmen und zur arbeit zu gondeln.

Dabei hat es für mich gerade bei schneetreiben einen besonderen reiz. Zum einen ist das auto garnicht so schön warm, wie immer behauptet, denn zuerst stehe ich in der kälte herum und fege den schnee ab, dann sitze ich in der kalten karre und warte, daß es warm wird und gerade dann, wenn es warm zu werden scheint, bin ich da und steige aus …

Auf dem bike ist das genau andersrum. Beim losfahren fange ich leicht zu frösteln an und genau in dem augenblick, wo es anfangen könnte, richtig kalt zu werden, setzt die innere heizung an und mir wird richtig mollig warm. Und wenn ich dann etwas zeit habe und nicht hetzen muß, drehe ich einfach den gashahn etwas zurück und rolle gut erwärmt durch die gegend.

Aber bei schneetreiben und noch dazu jetzt in der nachweihnachtszeit sind die straßen sowieso schon leer und der fallende schnee senkt einen mantel des schweigens auf die stadt und die autos fahren extra vorsichtig und sind kaum zu hören.

Ich weiß noch, wie ich es vor 4 Jahren genossen habe, als ich als kurier im dezember und januar durch die straßen berlins gezogen bin. Täglich um die 100 bis 120 kilometer. Es war nach meiner einschätzung die scheereichste zeit in berlin innerhalb der letzten 15 oder 20 jahre und der schnee lag teilweise bis zu 10 – 20 zentimeter auf der straße und den gehwegen.

Soviel schnee haben wir derzeit noch nicht, aber der wetterbericht läßt für die nächsten 10 tage immerhin 7 schnee-fall-tage erwarten und so könnte es vielleicht mal wieder so richtig schneereich werden in diesem winter!

Der winter mit schnee hat noch was schönes, denn er macht nachtbilder so interessant. Schon mit ner kleinen digitalen gelingen schnappschüsse, fast aus der freien hand. So wie dieser hier, der heute morgen entstand, als ich über die Bahnhofsbrücke in eberswalde fuhr.

Unten kam gerade eine E-Lok der BR 140 durch, eines dieser alten teile, die noch aus den Deutsche Bundesbahn Zeiten stammt und die doch eigentlich schon zum absolut alten eisen zählt. Diese hier war mit einer schlange von knickkesselwagen unterwegs nach norden, vermutlich nach schwedt.

Mit The Brave im Roten Luch


Heute unternahm ich eine Tour von Fürstenwalde durchs Rote Luch und Waldsieversdorf, weiter nach Tiefensee und Eberswalde am Mischfutterwerk in Richtung Heimat.

Von einer Dienstreise nach Fürstenwald beschloß ich den Weg nicht mit dem Zug sondern mit dem Bike zurückzulegen. Ich wandte mich nach Norden auf der B168, dann weiter Richtung Hoppegarten. Vor dem Roten Luch komme ich in sehr tiefen Sand, dann folgen noch ca. 2 km offroad sehr langsam um die ehemalige NVA-Kaserne des Nachrichtenregiment 14 herum. An der Ostbahn treffe ich einen Triebwagen Reihe 624 in Richtung Kostrzyn. Ab Kreisel hinter Waldsieversdorf sehe ich einen anderen Biker vor mir und folge ihm bis Heckelberg, erreiche ihn aber nicht. Dadurch bin ich aber sehr schnell unterwegs und ab Eberswalde ziemlich platt. Für die gut 85 Kilometer habe ich übrigens gut 3h benötigt.

Weitere Bilder von der Tour habe ich hier eingestellt: Bilder vom 20.07.2004