Bootsbau

In den letzten Wochen war es hier recht ruhig, was vor allem daran lag, daß ich kaum aufs Rad gekommen bin. Eine Ursache waren die Probleme mit meinen Knien, die sich scheinbar aber endlich gelöst haben, die andere sind umfangreichere Arbeiten an der Dochnoch.

Hier gab es alte Baustellen, die noch zu Ende gebracht werden mussten und es taten sich auch noch neue Baustellen auf. Dazu kommen auch noch die normalen Winter- / Frühjahrsarbeiten.

Blick ins Vorschiff

Eine der alten Baustellen war die Verklebung zwischen den Seitenwänden und den Kojen. Die Schwierigkeit bei der Arbeit bestand vor allem in der Enge im Vorschiff, im vorherigen Putzen der angestrichenen Polyesteraußenwand und zum Schluß in der richtigen Dosierung von Harz beim Antupfen des Abreißgewebes. Von letzterem stammen die auf dem Bild erkennbaren Unebenheiten im Vordergrund.

Vorschiff

Eine neue Baustelle tat sich nach eingehender Begutachtung von Verklebungen rund um den Mast auf. Wie auf dem folgenden Bild zu sehen, sind die alten Polyesterverklebungen nicht mehr wirklich aktiv. Zudem war die Matte teilweise gerissen.

alte Verklebung

Nach der Demontage zeigte sich auch noch, daß das alte Schott wesentlich zu klein war und außerdem im unteren Bereich faulig. Ein kompletter Neubau mußte also her. Dieser wurde dann in ein Spachtelbett geklebt, es gab oben drauf Hohlkehlen aus Spachtelmassen und schließlich einen Streifen Diagonalgewebe und für das Finish wieder Abreißgewebe.

Nach dem Abreißen des Abreißgewebes sah es dann so aus:

neue Verklebung / neues Schott

Jetzt muß nur noch etwas geschliffen und schließlich lackiert werden.

Absegeln mit der Dochnoch

Nachdem wir gestern mit dem Verein nur zum Abmotoren gekommen waren, da der Wind völlig ausblieb, nutzten wir die ganz leichte Brise am heutigen Tag für einen sehr entspannten Törn über den halben See. Dank Genua rutschte es in den Böen sogar etwas, erstaunlich war dann zum Abschluß nur, daß der Wind auf Höhe Barschberg einfach abgeschaltet wurde.

Seekreuzer, Herbstwettfahrt 2011

Nachdem es in den letzten Jahren oft nicht geklappt hatte, konnte ich in diesem Herbst endlich wieder einmal an unserer Seekreuzerregatta teilnehmen. Schön war auch, daß es auf einem recht schnellen Schiff und mit einem guten Steuermann erfolgte, der Spaß war dadurch fast schon garantiert.

Die Bedingungen sahen insgesamt nach entspanntem Segeln aus, Sonne und leichter Wind. Was für uns aber bedeutete, daß die direkten Konkurrenten einen leichten Vorteil hatten, da uns nur eine kleine Fock zur Verfügung stand. Allerdings hatten wir auch einen Blister bzw. Gennaker und konnten raumschots einiges herausholen.

Das folgende Bild zeigt unser Kursdiagramm mit den langen Raumschenkeln von West nach Ost und dem anschließenden Kreuzen in der Gegenrichtung:

Am Ende sprang ein 4. Platz nach gesegelter und ein 5. nach gerechneter Zeit heraus und alle an Bord waren happy und im nächsten Jahr soll es eine Wiederholung geben.

Weitere Bilder von der Regatta habe ich parallel auf unserem Vereinsblog veröffentlicht: Bilder vom 2. Lauf der Seekreuzerregatta