Eine Woche feuchte Wiesen, trockene Wälder und etwas zu viel Wind

In der letzten Woche waren wir in Alt-Schadow auf dem Zeltplatz und ich habe konsequent die Gegend erkundet. Manchmal auf dem Voyager, meist aber auf dem Wo.

Viele Touren führten am Morgen nach Pretschen zum Bäcker. Zuerst relativ direkt, später aber in immer größeren Bögen. Und es ging auch etwas nach Westen. Als Familientour, dann auch solo. Ich versuchte dabei, möglichst keine Kachel auszulassen, was aber manchmal komische Haken bedeutete.

Was ich fand, waren feuchte Wiesen und oft sehr trockene Wälder. Viele Ecken sind flach. Steile Rampen und sogar Berge (z.B. Blocksberge) gab es auch. Dazu kamen kleine Dörfer, die noch kaum verbaut sind und teils ausgedehnte, teils auch ganz kleine Ferienhaus- oder Datschensiedlungen. Und mitten im Wald gab es auch immer wieder Asphaltbänder für Radfahrer. Diese waren meist wenig frequentiert.

Das Paddeln war etwas schwierig, da wir die wahrscheinlich windigste Woche des bisherigen Sommers erwischt haben. Meist gab es nur kleine Zeitfenster Morgens oder Abends, wo der Wind etwas weniger stark wehte oder sogar einmal einschlief. Sonst wehte er mit 5 bis 7 Bft aus SW bis W und ließ den Neuendorfer See schäumen.

Kontraste erpaddeln

Der Finowkanal als die älteste noch schiffbare künstliche Wasserstraße in Deutschland windet sich westlich von Finowfurt durch das Eberswalder Urstromtal und ist auf beiden Seiten von hohen Bäumen eingefasst, hinter denen zuerst wenig genutzte Äcker, Wiesen oder weiträumige Grundstücke und später ausgedehnte Erlenbruchwälder erstrecken. Idylle pur eigentlich. Wenn…. Ja, wenn die Autobahn ihn nicht queren würde. Ca. 500m vor und hinter ist sie nicht nur zu sehen, sondern auch zu hören.

Und wenn man in den Seitenarm zur Holzgrube einbiegt und die Ohren schließt, könnte man fast vergessen, dass das hier alles Kulturlandschaft ist.

Oberuckersee, ein erster Versuch

Eigentlich sage ich immer, ich muss nur da paddeln, wo ich nicht segeln kann. Genauso sage ich auch, ich muss nur da wandern, wo ich nicht auch Radfahren kann.

Aber dann gibt es auch immer wieder diese Ausnahmen und der Oberuckersee ist eine von diesen. Denn obwohl er recht groß ist und sich als Segelrevier sehr anbieten würde, ist er auf eigenem Kiel schwer zu besegeln.

Eine „richtige“ Verbindung zum übrigen Wasserstraßennetz besteht nicht, der See ist nur über die Ucker mit der großen Welt verbunden. Die Ucker ist aber unterhalb von Prenzlau / Unteruckersee nicht schiffbar. Und auch die Ucker bzw. Uckerkanal als Verbindung mit dem Unteruckersee darf mit motorbetriebenen Fahrzeugen normalerweise nicht befahren werden.

Dazu kommt, auch auf dem Oberuckersee darf man nur mit Zustimmung der Behörden des Landkreises Uckermark mit einem motorbetriebenen Fahrzeug unterwegs sein. Die Dochnoch würde dazu gehören, auch wenn sie nur einen 1kW-Elektromotor hat, den ich zum An- und Ablegen sowie in engen Revieren benutze. Für die Genehmigung benötigt man dann wieder einen genehmigten Liegeplatz.

Eine letzte Alternative wäre vielleicht, an einer der Regatten der Vereine des Unteruckersee teilzunehmen. Aber auch das erfordert zumindest einiges mehr an Logistik, als einfach mit dem Brett hinzufahren und loszulegen.

Der Tag für meinen ersten Besuch am Oberuckersee war nicht perfekt für die Befahrung. Es sollte im Lauf des Tages auffrischen, ich konnte aber auch nicht schon am frühen Morgen starten. Ziel war eigentlich wenigstens bis zum Burgwall vorzustoßen oder vielleicht sogar den See zu umrunden.

Als ich am südlichen Ende ankam, merkte ich schon, dass der Wind zulegte. Die Sonne schien aber und zumindest im Bereich der Großen Lanke war ich durch das Ufer geschützt. Eine Welle hatte sich hier noch nicht ausgebildet, es bremsten also nur die Böen, die 3 Bft überstiegen.

Als ich aber die Große Lanke verlassen hatte, wurde mir schnell klar, dass es heute nichts wird mit dem Oberuckersee und kehrte um. Die Wellenhöhe lag nur bei ca. 20 – 30 cm aber gepaart mit den Böen, die die 5 Bft schon teilweise erreichten, kam ich nicht einmal im Knien halbwegs voran. Der anschließende Downwinder (als Segler würde ich von einem Raumschotkurs reden) war dann eine kleine Entschädigung für die Plackerei der ersten Hälfte.

Zum Abschluss noch einiges an Statistik. Dank meiner Garmin Fenix 5 gibt es auch nach der Tour noch einiges auszuwerten. Beim Vergleich zwischen Pace / Schlagrate / Herzfrequenz wird auch klar, welche Rolle der Wind beim SUPen spielt:

Ein kleines Adventure auf dem Finowkanal

Ist noch Winter oder doch schon Frühling? Das relativ milde Wetter lockt mich auf den Finowkanal von der Schleuse Schöpfurth bis zum Messingwerkhafen ….

… und wieder zurück. Eine gute Stunde hat es gedauert und ich musste wieder einmal feststellen, dass ich links viel entspannter paddeln kann.