Absegeln mit der Dochnoch

Nachdem wir gestern mit dem Verein nur zum Abmotoren gekommen waren, da der Wind völlig ausblieb, nutzten wir die ganz leichte Brise am heutigen Tag für einen sehr entspannten Törn über den halben See. Dank Genua rutschte es in den Böen sogar etwas, erstaunlich war dann zum Abschluß nur, daß der Wind auf Höhe Barschberg einfach abgeschaltet wurde.

Seekreuzer, Herbstwettfahrt 2011

Nachdem es in den letzten Jahren oft nicht geklappt hatte, konnte ich in diesem Herbst endlich wieder einmal an unserer Seekreuzerregatta teilnehmen. Schön war auch, daß es auf einem recht schnellen Schiff und mit einem guten Steuermann erfolgte, der Spaß war dadurch fast schon garantiert.

Die Bedingungen sahen insgesamt nach entspanntem Segeln aus, Sonne und leichter Wind. Was für uns aber bedeutete, daß die direkten Konkurrenten einen leichten Vorteil hatten, da uns nur eine kleine Fock zur Verfügung stand. Allerdings hatten wir auch einen Blister bzw. Gennaker und konnten raumschots einiges herausholen.

Das folgende Bild zeigt unser Kursdiagramm mit den langen Raumschenkeln von West nach Ost und dem anschließenden Kreuzen in der Gegenrichtung:

Am Ende sprang ein 4. Platz nach gesegelter und ein 5. nach gerechneter Zeit heraus und alle an Bord waren happy und im nächsten Jahr soll es eine Wiederholung geben.

Weitere Bilder von der Regatta habe ich parallel auf unserem Vereinsblog veröffentlicht: Bilder vom 2. Lauf der Seekreuzerregatta

Wieder mal im Wald

Es ist wirklich 57 Tage her, daß ich das letzte mal „richtig“ auf dem Rad saß. Und ehrlich gesagt, ich habe es in der Zeit nicht vermißt, da es viele andere schöne und spannende Dinge zu erleben gab.

Heute aber zog es mich doch wieder aufs grobstollige und hinein in den Wald. Es war eine der üblichen Transfertouren, auf der ich selten befahrenes Terrain durchstreifte und mich an der Ruhe des Waldes und den verschiedenen Grüntönen erfreute. Etwas schockiert war ich allerdings, als ich zum zweiten mal die Autobahn querte und kurz anhielt. Der heftige Verkehr und der daraus resultierende Krach paßten nicht in die Landschaft und ich zweifelte mal wieder am gesamten Mobilitätskonzept …

Impressionen von der Werbellinseeregatta

In diesem Jahr hat es bei uns mit einer Teilnahme an der Regatta leider nicht geklappt, zum Nachmittag konnten wir aber noch kurz aufs Wasser und erlebten den Start der 3. Wettfahrt für die 20er Jollenkreuzer. Das Feld war weiter gewachsen, die Leistungsunterschiede aber auch. Oder lag es am Wind in diesem Jahr?

Schon nach der recht kurzen Startkreuz ist das Feld extrem auseinander gezogen und der erste ist bereits um die 2 gegangen und auf dem Bild nicht mehr zu sehen.

Neben den 20er waren noch Ixylon, Pirat und 420er bei der Regatta vertreten. Die Felder waren bei Pirat und Ixylon im Vergleich zu den Vorjahren aber relativ klein. Bei den Piraten mag es daran liegen, daß in dieser Woche noch die EM am Balaton stattfand, bei den Ixylon mag die Luft raus und Lust weg gewesen sein, nachdem am letzten Wochenende die IDM am Werbellinsee stattgefunden hatte.

Tage im Paradies

In der letzten Woche hatte ich an mehreren Tagen die Chance, in meinem Lieblingsrennradrevier meine Lieblingsrennradrunde zu fahren. Es ist eigentlich nichts besonderes an dieser Runde, sie geht einfach nur im Uhrzeigersinn um den See und die Strecke wird durch jemand, der oft im Gebirge unterwegs ist, sicher auch als flach bezeichnet, schließlich gibt es nur gut 200 Höhenmeter auf den ca. 28 Kilometern. Aber für mich ist es wie eine Fahrt durchs Paradies.

Gerne nutze ich für die Runde den Singlespeeder und freue mich an der direkten Kraftübertragung und der Rückkopplung zum Höhenprofil bzw. zum Gegenwind. Unterwegs am frühen Morgen, wenn ich kaum ein Auto auf der Straße antreffe und die Luft weder eisig kalt noch drückend warm ist, ist es einfach nur schön. Und wenn dann noch das Licht so durch die Bäume scheint, wie es heute morgen passierte, möchte ich nirgendwo anders sein.

Durchs Alleenland

Es war wieder einmal Supercommutertag und ich hatte extra den Schmalspursinglespeeder gewählt, da ich eine unkomplizierte und zügige Fahrt wollte. Und so wählte ich für den Heimweg vom Büro einmal mehr die ehemalige B2, die heute L200 heißt, weil sie die glatteste und direkteste Verbindung nach Hause versprach. Durch die Umwidmung hat sich an der Straße aber leider nichts verändert, der Verkehr rollt nach wie vor massiv und das ganze nervte mich nach wenigen Kilometern schon so stark, daß ich beschloß, in Melchow vom direkten Kurs abzuweichen.

Also fuhr ich zunächst durch Nebenstraßen in Richtung Bahnbrücke und dann quer durch den Ort, so daß ich die Straße Richtung Grüntal erreiche. Schon hier ist die Entspannung zu spüren. Der Asphalt rollt leicht unter den Reifen ab und kaum noch ein Auto begegnet mir.

In Grüntal wieder die Frage, wo willst Du entlang fahren? Und ich entscheide mich heute für die nicht so häufig befahrene Straße nach Gratze. Nach Gratze führen die Reste einer ehemals schönen Allee, die aber gerade an einem sonnigen und leicht windigen Tag wie heute, den Vorteil einer richtigen Allee deutlich machen. Es gibt Sonnen- und Windschutz!

Gratze ist nicht einmal ein Ort, sondern ein altes Gut, daß heute zu Heckelberg-Brunow gehört. Ein Paar Häuser aus der Nachkriegszeit und dazu der Gutsbereich. Gratze ist unter Schmalspurern aber berüchtigt, da es hier noch für wenige hundert Meter dieses gnadenlose brandenburger Pflaster gibt:

Von Gratze fahre ich weiter nach Tempelfelde. Es gibt einen wirklich kleinen Stich hoch zum Friedrich-Wilhelms-Hof und dann die geradlinige Straße bis in den Ort. Normalerweise fahre ich von hier weiter nach Albrechtshof, heute entscheide ich mich aber für die Straße nach Schönfeld und komme zu einer Obstbaumallee. Im Gegensatz zur Allee nach Gratze bieten die Bäume hier kaum Sonnenschutz aber zur richtigen Jahreszeit wäre eine kleine Erfrischung möglich.

Von Schönfeld fahre ich mal wieder eine Straße, die ich noch nie oder zumindest nur vor ewig langer Zeit gefahren war. Aber was soll mich auch von Schönfeld nach Wilmersdorf treiben außer der Neugier? Die Strecke liegt für mich weit ab vom Schuß und quer zur wichtigen Routen.

Die Straße hat es aber in sich, denn hier folgt wieder eine Allee, wie sie kompletter in Brandenburg kaum anzutreffen ist. Die Bäume schließen das Dach über der Straße und obwohl außen die Sonne hell scheint, muß ich hier fast die Sonnenbrille abnehmen, so dunkel ist es.

Von Wilmersdorf komme ich nach Börnicke und damit wieder auf schon oft befahrenes Terrain. Ein letzter ausgiebiger Fotostop folgt beim Überqueren der A10 und dann geht es über Neulindenberg und Blankenburg direkt nach Hause.