Lost in the Doldrums

Als Doldrums bezeichnet man eigentlich eine Region in Äquatornähe, in der meist wenig oder kein Wind weht und dies auch noch tagelang. Für die Entdecker und Handelsreisenden früherer Jahre stellten die Doldrums daher auch eine der größten Herausforderungen auf dem Weg über die Ozeane dar.

In der Zeit der allumfassenden Motorisierung der Handelsschifffahrt spielen die Doldrums jedoch höchstens noch eine Rolle für die Freizeitschiffer auf ihrem Weg um die Welt, wobei nur noch die Regattasegler (VOR: Doldrums, die Zweite) ausschließlich dem Wind vertrauen müssen, die anderen nehmen zur Not auch mal die Maschine.

Am Sonnabend hatte ich dagegen das Gefühl, in die Doldrums versetzt worden zu sein, denn bei der Herbstwettfahrt der Kielbootregatta auf dem Werbellinsee ging teilweise garnichts mehr.

Der See war spiegelglatt und die Segel hingen schlaff herunter. Unsere Geschwindigkeit sank minutenlang bis auf 0 Knoten.

Und zu allem Unglück ging unsere Taktik des späten Starts nicht auf. Da der Wind im Laufe des Tages nicht zunahm und wir außerdem den Kontakt zum Hauptfeld verloren und uns anschließend scheinbar von Windloch zu Windloch hangelten, waren wir am Ende allein auf dem Kurs und das Ziel wurde abgebaut, ehe wir es erreicht hatten.

So waren wir am Sonnabend 4 1/2 Stunden in der Wettfahrt und hatten am Ende einen Schnitt von 0,9 Knoten. Dazu wurde die Wettfahrt abgebrochen, ehe wir in Zielnähe waren.

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