Dunkel, dunkel

Die Jahreszeit bringt es mit sich, dass viele meiner kleinen Touren im Dunklen beginnen oder enden. Und prinzipiell bin ich dafür auch gut ausgerüstet. Helmlampe, Chinastrahler am Lenker und eine Dynamolampe als Backup sollten eigentlich auch reichen. Blöd ist es nur, wenn die Helmlampe nach Astkontakt den Dienst quittiert und kurz danach der Chinastrahler von grün über blau nach orange wechselt und dann einfach verlöscht…. Wobei zur Ehrenrettung der Dynamolampe gesagt werden muss, dass sie nachdem meine Augen sich umgewöhnt hatten zumindest für normale Waldwege ausreichend ist.

Nachtfahrtsaison

Die Nachtfahrtsaison hat begonnen und inzwischen ist es schwierig, so früh das Büro zu verlassen, daß es mehr als meine Lampe ist, was den Weg da vor mir erleuchtet.

Ärgerlich ist es da aber, daß mein MTB-Standart-Licht in Form einer Sigma Power-LED und einer Karma auf einmal anfängt zu mucken. Denn die Karma gab schon nach 5 Minuten kein Licht mehr und die Power-LED fing schon nach 30 Minuten auf Stufe 2 an, mit der Warnleuchte zu drohen. Zum Glück hielt sie noch genau bis zur Haustür, sonst hätte ich mit meinen Lichtfunzeln aus der Urzeit, die ich immer noch als Notfallreserve mit mir herumschleppe, den Weg aus dem Wald suchen müssen.

Ärgerlich ist dies vor allem, da ich die Sigma erst vorgestern geladen hatte und die Karma vorletzte Woche.

Die Tour selbst war relativ entspannt. Zudem war es nach den letzten Touren knapp über dem Gefrierpunkt mit 10°C recht warm und ich konnte ohne Windstopper und Winterschuhe durch die Gegend rollen.

Lichtentfaltung

Vor kurzem habe ich meinem Heldenbike ein neues Frontlicht spendiert und heute konnte ich es das erste mal auf einer längeren Tour testen.

Es einmal einen Plan A zur Beleuchtung, der darin bestand, ein Lämpchen zu bauen, ähnlich wie es j-coop einmal getan hatte und auch viele andere vor ihm. Aber da mir etwas die Zeit fehlte, starb das Projekt und ich ging zu Plan B über und bediente mich jetzt bei einem kommerziellen Anbieter, denn inzwischen können auch die ganz brauchbare Lampen herstellen.

Die Auswahl an Dynamolampen mit LED ist allerdings noch so gering, daß vor allem der Preis entscheidet, denn neben einigen fast unbezahlbaren und anderen kaum lieferbaren Modellen, gibt es auch einige "preiswerte" Leuchten. So wurde es bei mir eine Lumotec IQ Cyo N von b+m, die ich für nur 50,-EURO im Netz fand.

Bei der verwendeten Version wird eine Leuchtstärke von 60 Lux versprochen, allerdings wird dies mit dem Nachteil eines schlecht ausgeleuchteten Bereichs direkt vor dem Bike erkauft. Dahin leuchtet die Version Cyo N Plus, die dafür aber nur 40 Lux "hat".

Aber was genau sind 60 Lux in der Realität? Ehrlich gesagt, hatte ich dazu keine Vorstellung, aber im Vergleich mit einer Sigma Karma, die ich zusätzlich auf dem Kopf trug, schlug sich die Lampe prächtig.

Sie machte einen ca. 5m breiten Streifen vor mir gleichmäßig hell und zwar so hell, daß die Karma erst in der zweiten Leuchtstufe punktuell auszumachen war. Insgesamt gibt die Lampe auch so viel Licht ab, daß sogar Fahrten auf schmalen Wegen Nachts durch dunklen Wald möglich sind.

Die Karma bot dazu auch eine gute Ergänzung, da sie etwas breiter leuchtet und vor allem unabhängig vom Lenker geschwenkt werden kann. Zudem kann sie bei Bedarf den Nahbereich ausleuchten.

Zur IQ Cyo gibt es auch einen gut aussehenden Halter aus dickem Nirodraht. Aber leider paßte dieser nicht zu den Tektro-Cantilever-Bremsen, ließ sich auch durch massive Biegerei nicht passend machen und so bleibt weiter der von mir einmal aus einem Stück Blech gefertigte Halter montiert.

Lichtwirkung

In dieser Woche hatte ich die Gelegenheit, die von mir vor einigen Wochen gekaufte Fahrradbatteriebeleuchtung in Form einer Sigma Power LED der aktuellen Generation in freier Wildbahn auf meinem Geländerrad zu testen. Testrevier war dazu die Kulturlandschaft im Stadtraum von Hannover, die im Vergleich zu der uns umgebenden Kulturlandschaft aber wohl eher als Parklandschaft zu bezeichnen ist.

Fazit dieses Tests ist, daß die Power LED prinzipiell als Frontlicht eines Geländerades funktioniert, bei verwinkeltem Geläuf und gleichzeitig schneller Fahrweise jedoch auch ihre Grenzen hat.

Insbesondere störte der doch recht schmale Lichtkegel. Bei verwinkelten Wegen wurde es schnell unübersichtlich und es mußte Fahrt herausgenommen werden. Die Lichtmenge ist dagegen im Bereich von 10-15° bei maximaler Lichtstärke vor dem Fahrrad als ausreichend zu bezeichnen. Für gelegentliche Nachtausflüge sind das dann gut angelegte 100,- EURO für das Set. Es gibt zwar hellere Lampen, diese sind dann aber auch wesentlich teurer.

Beim Fahren störte etwas, daß der Schalter auf der Lampe sitz und speziell mit Handschuhen ist er dann schwierig zu finden, wenn zwischen den einzelnen Modi umgeschaltet werden soll. Die Lampe verfügt über insgesamt 3 verschiedene Helligkeitsstufen, wobei der Unterschied zwischen den beiden helleren eher gering ist.

Die nächste zu testende Variante wird der Einsatz einer zusätzlichen Helmlampe sein. Diese sollte das "Um-die-Ecke-gucken" ermöglichen und gleichzeitig bei gemäßigter Fahrweise für einen Partner als Frontleuchte dienen.