Den Korridor abstecken

Einen genauen Plan hatte ich nicht, als ich mich heute Nachmittag aufs Bike setzte, um wieder einmal den Weg nach Süden anzutreten. Sicher war für mich nur, daß ich nicht wieder schmalbereift durch die Lande schrubben wollte und daß ich den so oft befahrenen Korridor zwischen dem Barnim und der Bundeshauptstadt neu abstecken wollte.

So zog es mich zunächst zum Buckowsee und von da weiter über Prenden nach Ützdorf. Unterwegs hatte ich überlegt, wo ich noch nie mit dem Geländesportrad (GSR) unterwegs war und dabei das Dreieck zwischen Hobrechtsfelde, Schönow und dem Liepnitzsee ausgemacht.

Daher wendete ich die Front meines GSR direkt hinter dem Liepnitzsee nach Süden und folgte vor allem meiner Nase, den Weg immer wieder auf der Karte nachvollziehend.

Nachdem es zunächst auf Waldwegen unterschiedlicher Güte voran ging, kam ich nördlich von Schönow plötzlich auf eine offene mit Gras bewachsene Fläche, in der sich der Weg zu verlieren schien:

Nach diesem wilden Intermezzo ging es weiter auf Wegen, die bei noch etwas trockenerem Wetter sicher unfahrbar gewesen wären, heute fand ich aber immer etwas Grip im Sand und kam fast überall auf den 2 Rädern meines GSR hindurch.

Im Bereich der Gehackten Berge, die jedoch als Berge kaum auszumachen waren, wurde das Gelände dann wieder offener. Ein alter Militärübungsplatz war erreicht und gleichzeit kam auch wieder die Sonne heraus und zeigte mir, daß es bald dunkel werden würde.

Westlich von Schönow kam ich noch kurz über einen schmalen Weg, ehe ein schnurgerader und glatt geschotterter Weg erreicht war, der mich in die Randberzirke des Großen B brachte. Kurz darauf überquere ich die A10 und sehe noch ein letztes mal die glutrote Sonne, ehe die Dämmerung beginnt und von da rolle ich auf vielfach gefahrenen Wegen heim.