Kielkreuzerregatta auf dem Werbellinsee, 1. Lauf

2015-05-22 12.46.30

An diesem Sonnabend war es endlich wieder so weit, die Kielkreuzerregatta auf dem Werbellinsee stand an. Wie im 2014 (2 Regatten auf dem Werbellinsee) war ich wieder mit Christopher unterwegs. Dazu kamen noch Willi und Ecki. Das Wetter war gut. Nicht zu warm, nicht zu viel, nicht zu wenig Wind und in diesem Jahr durften wir sogar 3 Runden segeln.

Beim Start ließen wir uns etwas Zeit und gingen erst kurz vor Schließung des Startzeitfensters über die Linie. Nach der kurzen Kreuz zur Wendemarke ging der Spi hoch, dann folgte die lange Vorwindstrecke nach Altenhof. An der nächsten Marke waren wir dann schon dran am großen Feld.

Weiter ging es auf dem Weg zur Leetonne. Der Wind wurde spitzer, der Spi mußte dicht gefahren werden. Die in diesem Teil des Sees immer kräftig einsetzenden Böen forderten mich an der Großschot. Der Speed ging Richtung 10 Knoten und das Feld wurde von hinten aufgerollt. An der Marke waren wir so ziemlich durch.

Mit einem langen Streckbug ging es zurück Richtung Altenhof. Gezielt eingesetzte Verholer brachten uns nach vorne. Wieder zwei Schiffe weniger vor uns. Ab Altenhof noch eine richtige Kreuz. Der Wind schralt etwas und schwankt auch in der Stärke. Der Rhythmus ist nicht gleichmäßig, die Wolken verraten auch wenig, sicher ist nur, daß es wieder irgendwann anders wird. Wir versuchen das beste draus zu machen. Die Holeschläge kurz halten, nicht zu weit zum Südufer, aber auch nicht in Richtung Abdeckung am Nordufer.

Dann wieder auf den Vorwindkurs, den verbliebenen Gegnern hinterher. Etwas weiter links läuft es gut runter nach Altenhof und schon folgt der spitzere Spikurs. Wieder packen die Böen gut zu, mit Spi und Groß ist viel zu arbeiten. Aber wir schieben uns unaufhörlich an Lommel mit seinem H-Boot heran und schließlich vorbei. Nur noch ein Schiff liegt jetzt vor uns. Aber auch das ist locker zu knacken, hat zwar ein Paar Füße mehr in der Wasserlinie und auch mehr Segelfläche, aber eben auch viel mehr Gewicht.

Dann sind wir ganz vorne und müssen uns unseren Weg durch den drehenden und böigen Wind suchen. Die Gefahr, ohne Grund Zeit zu verschwenden, ist jetzt besonders hoch. Und bei Yardstick geht es vor allem darum, keine Zeit zu verlieren, Zweikämpfe eher meiden, da man nicht weiß, ob nicht einer von den weiter weg segelnden, der eigentliche Gegner ist.

Dieses ‚keine Zeit verlieren‘ klappt insgesamt doch recht gut. Zum Zweitplatzierten segeln wir ungefähr eine Viertelstunde heraus, was gerechnet immer noch ungefähr 3 1/2 Minuten waren bei im Schnitt ca. 4 Stunden gesegelter Zeit.

2015-05-16 13.55.59

Die genauen Ergebnisse sind hier zu finden: Seekreuzerregatta | 1. Lauf 16.05.2014 Ergebnis Klasse 1: In der Ergebnisliste tauche ich nicht auf, da die Wettfahrtleitung, die Teilnehmer nicht allzu genau aufgenommen hat.