Kettenriß

Das Thema Kettenriß hat für mich bisher noch nie eine Rolle gespielt und ich wunderte mich immer über Berichte von gerissenen Ketten, verlorenen Rennen, abgebrochenen Touren. Heute war es aber auch bei mir so weit.

Nach längerer Zeit haben Lust, Zeit und Ort zusammengepaßt und ich bin mit dem Bike raus aus der großen Stadt gefahren. Entspannt durch Wälder und entlang von Seeufern. Ich war erstaunt, wie locker es trotz der langen Pause doch lief. Was mich aber wunderte, war dieses komische Geräusch …

Nach gut der Hälfte der geplanten Strecke wunderte ich mich noch über etwas anderes, die Kettenspannung hatte stark nachgelassen und die Kette war auch noch abgesprungen. Und als ich die Kette wieder aufgezogen hatte, sah ich das Malheur:

Eines der Außenglieder der Kette war gerissen!

Da ich irgendwo im nirgendwo war, schob ich den anstehenden Anstieg erst einmal hoch und ab da ging es mit stark reduzierter Geschwindigkeit weiter. Immer wenn ich eigentlich Gas geben sollte oder wollte, wurde sehr entspannt weiter gerollt oder sogar geschoben. Nur ja die Kette nicht zu stark belasten, war die Devise. Meine Fahrzeit vergrößerte sich dadurch zwar, aber so kam ich doch noch ans Ziel ohne weitere Probleme.

Zahnvergleich

Nach knapp 11.000 Kilometern war es beim il.pompino so weit, daß der Antrieb komplett überholt werden mußte. Die Zähne am Zahnkranz waren sehr weit runter und die Kette schlackerte nur noch. Bei der Gelegenheit gab es auch neue Reifen.

Die Kenda Small Block Eight sind trotz größerer Breite leichter als die vorher montierten Schwalbe Stelvio und die Reifen stammten beide aus einer guten Charge. Ihr Gewicht liegt bei 342g und 344g.

Als Kette habe ich mich für ein HalfLink-Modell entschieden (Gusset Slink Chain Half Link 1/2×3/32“), weil es eine bessere Anpassung der Kettenlänge ermöglicht. Mit 372g ist die Kette allerdings ca. 80g schwerer als z.B. eine SRAM PC 59 9-fach.