Auf den Wegen der Zisterzienser

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Der Barnim ist gerade im Bereich zwischen Liepe, Chorin und Parsteinsee eine uralte Kulturlandschaft, die zuerst von Germanen, dann von Slawen und schließlich wieder von Germanen besiedelt war. Die deutlichsten Spuren hinterließen jedoch die Zisterzienser, die zunächst auf Peelitzwerder und schließlich in Chorin Ihr Zentrum hatten.

Heute waren nun einige ihrer Wege mein Ziel, insbesondere die Verbindung zwischen Liepe und Chorin. Aus dem ursprünglichen Plan entwickelte sich schließlich meine bisher längste Tour für 2016. Dabei verband ich einige Wege, die ich lange nicht mehr benutzt habe, zu einer Runde von Eberswalde über Hohen- und Niederfinow, Liepe, Brodowin, Serwest, Senftenhütte, Joachimsthal, Eichhorst, Finowfurt und zurück.

Die Wege waren nicht immer RR-tauglich,aber ich kam flüssig durch und hatte keine Panne. Nach drei Stunden war der Spaß aber leider vorbei.

Das Sowohl-als-auch-Bike

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Heute war ich mal wieder mit dem Kona Honky Inc. unterwegs. Das Bike sollte eigentlich ein Sowohl-als-auch-Bike werden, die Gabel suggerierte mir, daß Reifen bis 35 vielleicht auch 40, 45mm Breite eingebaut werden könnten und dadurch das zügige Befahren von Asphalt und auch Schotter- bzw. normalen Waldwegen kein Problem darstellen sollten. Leider hatte ich bei der Rechnung übersehen, daß der Hinterbau überaus schmal gebaut ist und nur Reifen mit 28 mm Breite zuläßt. Die beschriebenen Wege fahre ich mit den 28 mm breiten Slicks trotzdem, ein ungutes Gefühl bleibt aber, wenn ich es zulasse und ich träume dochnoch von einem richtigen Sowohl-als-auch-Bike.

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Jahresabschlusstour auf Abwegen

Eigentlich wollte ich heute so etwas ähnliches wie die Grimitzsee Super 8 fahren, aber schon kurz nach der Haustür kam ich auf Abwege und wählte den Weg am Treidelweg entlang und dann über die Kastanienallee nach Westen und weiter zur Kaiserwegbrücke. Von da über den Feldweg Richtung Rosenbeck nach Eichhorst und dort am Ostufer am Werbellinkanal entlang. Hier traf ich die ersten Läufer.

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Weiter ging es am Seeufer entlang. Kurz vor Altenhof treffe ich wieder Läufer unter denen sich auch ein Bekannter befand. In Altenhof dann einige für mich neue Bauvorhaben. An der Promenade wird ein neues Hotel gebaut, etwas weiter hinten sind die neuen Wohnimmobilien schon fertig und suchen noch den einen oder anderen Käufer.

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Von Altenhof folge ich dem Seeufer weiter durch das EJB und zu der Stelle kurz vor dem alten Freilufttheater wo eine Asphaltstraße hoch zur Altenhof-Joachimsthaler Straße (L238) führt.

Bis zum Grimnitzsee ist es nicht weit und ich halte kurz am Ufer inne. Um den Grimnitzsee fahre ich gegen die Uhr zunächst auf dem Radweg am See und später durch Althüttendorf. Auch im Nordosten stoße ich noch einmal bis zum Ufer vor.

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Den Grimnitzseekreis vollende ich an der zuerst angelaufenen Badestelle und fahre von dort auf der Straße bis Althüttendorf.  Hier geht es wieder weg vom Asphalt und auf Feld- und Waldwegen quer durch bis zur Straße von Joachimsthal nach Golzow. Aber gleich am flachen Bugsin biege ich schon wieder ab und fahre den Waldweg parallel zur Autobahn.

Hier treffe ich Rückepferde und später noch einen Rücketraktor. Der Weg sieht dementsprechend aus und die Beine werden weich.

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Durch den Wald geht es Richtung Buckow …

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… und von da über die alte KAP-Straße nach Steinfurt. Da reichte es mir auch schon völlig… Am Ende waren es 3 1/2 h und gut 62 km und eigentlich wäre wohl ein MTB ne gute Wahl gewesen, ich war aber auf dem HonkyInc unterwegs. Aber der kleine Motivator half.

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Zum Schiffshebewerk

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Etwas Zeit am Abend, dazu etwas Sonne und schon bin ich motiviert, eine kleine Feierabendrunde zu drehen. Am Finowkanal entlang geht es nach Osten zum Schiffshebewerk und dann über Sandkrug, Senftenhütte, Golzow wieder zurück. Und hinter Blütenberg erlebe ich einen Sonnenuntergang, der mir den Atem stocken läßt.

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Und ja, dieses Leibchen hat meine Motivation erhöht. Ich bin stolz, daß ich seit 10 Jahren dazu gehören darf, auch wenn ich derzeit zu wenig mit den Freunden fahre.

Klassische Runde auf neuem Untersatz

Einen meiner heutigen Etappenort hatte ich vor ca. 10 Jahren zum ersten mal auf schmalen Reifen angefahren. Das Bike ist ein anderes, aber auch der Untergrund von Straßen in der Umgebung und meine Form haben sich verändert. Die Runde beginne ich entlang des Finowkanals, hinter dem Schiffshebewerk geht es die gut 30 Höhenmeter hinauf und dann in den Wald nach Sandkrug. Im Wald geht es weiter beständig aber nicht steil bergauf, ehe vor Sandkrug eine lange Abfahrt beginnt. Richtung Chorin geht’s dann wieder hoch. Mittendrin ist eine Steigung, die mich nicht nur damals ordentlich forderte. Bis Senftenhütte geht es wieder leicht bergauf, was aber eigentlich kaum zu merken ist.

Hinter Senftenhütte hat sich die Straße gegenüber damals geändert. Dank Mitteln für den ländlichen Wege- und Straßenbau ist die Verbindung nach Golzow jetzt eigentlich komplett rennradtauglich. Kein ausgewaschener Feld- und Waldweg, der einem die Kraft aus den Beinen saugt. Es gibt auch keine langen Pflasterpassagen mehr. Das Rad rollt einfach bis Golzow durch.

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Erst danach wird es fahrerisch anspruchsvoller. Die Straße scheint von Jahr zu Jahr schlechter zu werden. Das Pflaster wird unebener, die Sandstücken tiefer und auch die Schlaglöcher vertiefen sich. Das Teilstück ist aber nur wenige Kilometer lang, ab kurz vor Blütenberg rollt es wieder. Schlechter geworden ist auch die alte KAP-Straße zwischen Buckow und Steinfurt. Aber noch ist der Zustand so, daß die relativ schmalen Reifen noch nicht an ihre Grenze kommen.

Bei der heutigen Tour fuhr ich mein individuell aufgebautes Kona Honky Inc., das mir wieder viel Spaß gemacht hat. Besonders gut macht sich der BROOKS C15. Weiterhin gibt es keine Sitzbeschwerden, der Sattel paßt einfach und funktioniert. Aber auch die AVIDs bremsen besser als erhofft und der Retroshifter tut zuverlässig seinen Dienst.

ein früher Vogel auf dem Treidelweg

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In den letzten 4 Jahren sind meine jährlichen Kilometer auf dem Rad kontinuierlich zurückgegangen. Das hatte verschiedene Ursachen von familiären Veränderungen bis zu körperlichen Beschwerden. Teilweise war es aber auch einfach nur die geringe Lust, die alten Strecken wieder und wieder zu fahren und dazu die zu geringe Zeit für die Suche nach und die Bewegung auf neuen Routen in unbekannten Regionen.

Zur Zeit scheint zumindest dieser Bann etwas gebrochen zu sein und ich suche die freien Zeiteinheiten, um auf den altbekannten Wegen zu fahren. Wer hier ab und zu mit liest, wird gemerkt haben, daß der Treidelweg am Finowkanal ganz oben auf der Favoritenliste steht. Und am liebsten fahre ich am frühen Morgen, wenn kaum ein anderer Mensch dort unterwegs ist.