Es ist Frühling

… und so war es wieder einmal mehr an der Zeit, eines meiner Bikes an einer Stelle zu fotografieren, an der ich in fast jedem Fühling der letzten Jahre ein Bild aufgenommen habe. Das besondere daran mag sein, daß ich heute mit dem il.pompino im Wald unterwegs war und an einigen Stellen, an denen der Sand besonders lose war, ganz schön zu ackern hatte.

Unterwegs

Angeblich kommen aus Island derzeit größere Mengen an Asche zu uns herüber und legen den Flugverkehr über ganz Deutschland lahm. Bei so viel Asche würde man auch erwarten, daß sich der Himmel etwas verdunkelt und die Sonne etwas eintrübt.

Im Barnim war davon heute aber nichts zu spüren. Statt dessen scheint schon seit dem frühen Morgen die Sonne. Und so bleibt mir nichts anderes übrig, als den Tag mit einer kleinen Runde auf dem il.pompino zu begrüßen.

Von der Haustür geht es auf wenig belebten Straßen so weit nach Norden, bis ich den Werbellinsee erreiche. Still liegt der See dann unter mir, kein Windhauch kräuselt seine Oberfläche.

Auch auf den Straßen herrscht nach wie vor nur wenig Verkehr und die meiste Bewegung herrscht noch auf dem Oder-Havel-Kanal, den ich gerade in dem Augenblick überquere, als der westwärts fahrende Konvoi die Kaiserwegbrücke passiert.

5 Schiffe bzw. Schubverbände kann ich gleichzeitig rechts und links der Brücke sehen. Also sind schätzungsweise 3.000 bis 4.000 Ladungstonnen unterwegs. Auf LKW umgerechnet wären das immerhin mehr als 100!

Quietsch, knarz

Bereits zum dritten mal in diesem Frühjahr machte ich mich heute früh am morgen auf den Weg und nahm die knapp 50 Kilometer zwischen meinem Heim und meiner Arbeit unter die breiten Stollenräder.

Entlang der Panke geht es nach Norden bis zur Stadtgrenze. Dabei kann ich schnell der morgendlichen Autofahrerhektik entfliehen und sehe, wie die Sonne glutrot über dem sonst grauen Horizont hängt und dann schnell an Höhe gewinnt.

Auf den landschaftlich offenen Streckenabschnitten werde ich durch relativ starken Nordostwind gebremst und so suche ich immer wieder den Schutz von Baumgruppen. In Ladeburg komme ich kurz in die morgendliche Hoffnungstaler-Anstalten-Rushhour, verschwinde dann aber auch gleich wieder im Wald.

Erneut ein Paar Autos, als ich auf der B2 / L200 Richtung Melchow steuere. Entspannung bringt mir der kleine Abzweig vor der Bahnschranke, wo es wieder für einige Meter auf einem Waldweg und dann durch Nebenstraßen geht.

Dann noch etwas Straße, die geradling nach Nordnordost führt und auf der ich den Gegenwind spüre. Aber inzwischen bin ich halbwegs warm geworden und so drücke ich The Brave kraftvoll dem Ziel entgegen.

Was bei der ganzen Fahrerei aber nervte war ein rythmisches quietsch-knarz, das vermutlich aus dem Tretlager kam. Es scheint fast, als wäre das LX-Lager nach knapp 11.000 Kilometern am Ende seiner Leistungsgrenze angelangt.

Oliver in der großen Stadt

Auch in Berlin herrscht Winter, Wege und viele Straßen sind verschneit. Das Bike ist trotzdem eines der besten Fortbewegungsmittel, gibt es doch Flexibilität und Entspannung und bei den aktuellen Schneeverhältnissen genügen auch normale Reifen und für die Stadt ein Eingang (1-Gang).

Willkommen 2010

Der aktuelle Wetterverlauf dürfte Wind auf die Mühlen der Klimaskeptiker sein, denn zur Zeit gibt es in Berlin-Brandenburg wieder einmal einen richtigen Winter. Es liegt eine geschlossene Schneedecke mit Schneehöhen um 10 bis 15 Zentimeter, es herrscht Frost und auch die nächsten Tage geht es so weiter.

Für mich gute Bedingungen, um das neue Jahr mit einer entspannten Fahrradtour durch den Norden Berlins und angrenzende Regionen des Barnims zu unternehmen. Dabei ging es weniger um das Vollbringen sportlicher Höchstleistungen als vielmehr um Bewegung und Spaß. Nach 3 Stunden war ich wieder zu Hause und hoffe, daß der Winter weiter so bleibt.