Quer durch das Médoc

In diesem Jahr fand ich auch im Sommerurlaub etwas Zeit, um ausgiebig auf zwei Reifen unterwegs zu sein. Von unserem Zeltplatz an der offenen Atlantikküste wollte ich einmal die Halbinsel des Médoc durchqueren und suchte mir als Ziel den Phare de Richard im Mündungstrichter der Gironde aus.

Ich starte zunächst durch lichten Kiefernwald auf schmalen zuwuchernden Trails. Dann öffnet sich die Landschaft, glättet sich aber auch gleichzeitig. Ich sehe eine fette Bisamratte, quere mehrere Entwässerungskanäle und sehe dann trocken gefallene Schlammhäfen. Und irgendwann ist nach einigen Umwegen der Phare de Richard erreicht.

Hier treffe ich auf einen RR-Fahrer, den ich schon mal auf dem Zeltplatz gesehen hatte. Wir quatschen etwas und dann geht es auf die Rückfahrt. Auf dem Hinweg wehte mich teilweise ein kräftiger Westwind durch die Landschaft. Auf dem Rückweg bremste dieser aber grandios und saugte mich aus. Ich lullerte bald nur noch kraftlos durch die Gegend und kam gerade so nach Saint-Vivien-de-Médoc. Eine große Packung Kekse und dazu eine Cola brachten mich wieder auf die Beine. Auf dem weiteren Weg sandete ich dann mehrfach ab, entdeckte dabei aber die Schönheit der Bodenpflanzen und einen Strand (ok, ich war nicht der Erstentdecker …)

… und war dann irgendwann völlig am Ende aber glücklich wieder zurück.