Waldbrandwarnstufen in Brandenburg

Der Regen, der in den letzten Tagen gefallen war, hat zumindest in einigen Bereichen Brandenburgs zu einer Entspannung bei der Waldbrandsituation geführt. Die aktuelle Einschätzung für das gesamte Land Brandenburg gibt es auf folgender Karte:
http://imsprod.brandenburg.de/wb_stufen_ws/viewer.htm

oder in folgender Übersicht: Waldbrandwarnstufen Brandenburg

Und nur für den Landkreis Barnim:

505 Hunger Preis

Traditionell gibt es in Berlin immer im Herbst noch eine 505-Regatta auf dem Wannsee oder der Großen Breite. Die letzten Jahre war dies immer der Grand Slam, durchgeführt vom Deutsch-Britischen-Yachtclub in Berlin Gatow. Aber nachdem es nicht nur im letzten Jahr auf dem Wasser ziemlich durcheinander ging (letztes Jahr ein Kurs, der diverse Kenterungen provozierte, zudem nervten die vielen langsamen Einhandjollen auf dem Kurs), sollte dieses Jahr alles neu und anders werden.


Denn in diesem Jahr waren wir Teil des Joachim – Hunger – Gedächtnis – Preises, der alljährlich vom VSAW durchgeführt wird. Erstaunlich war in diesem Jahr auch die extrem hohe Teilnehmerzahl von 27 Schiffen. Beim Grand Slam waren es zuletzt immer um 15 Schiffe, die am Start waren. Neben uns waren noch Tornados, 470er, 29er und FDs am Start.

Ursachenforschung wäre in dem Zusammenhang mal interessant, denn es kam einiges zusammen. Zum einen ist die Klasse durch die WM im Aufwind, dann ist da auch der neue Ausrichter und dadurch ein etwas früherer Termin und dann war auch noch Holgi da! Ja wirklich der Moister hat sich auf Binnenrevier, noch dazu ein so eigenartiges wie den Wannsee getraut. Holgi segelte übrigens mit Jürgen W. der wohl sein bestes Jahresresultat einfuhr.

Die Starterliste war in diesem Jahr auch überaus interessant, neben den ganzen Berliner Teams kamen auch viele aus dem Norden, dazu Alex ganz weit aus dem Süden und ein polnisches Team aus Gdansk. Der Steuermann Piotr war auch bei der WM in Warnemünde dabei. Erschreckend war aber auch wieder die Alterskurve der Schiffe – neben dem polnischen und unserem Schiff gab es keinen unter 83!

Und die Bedingungen zum Segeln waren für Herbst optimal. Denn obwohl das Wetter überaus mäßig begann – die ganze Nacht und auch noch den Vormittag Dauerregen! – war es pünktlich zum Boote aufbauen regenfrei und wir gingen motiviert ins Rennen. Ich konnte mal wieder Ani überzeugen, mit mir zu fahren und wir wollten natürlich unsere Leistung vom letzten Jahr etwas toppen.

Auf dem Wasser hatte ich dafür ständig das Problem, daß der Oldtimer nicht schnell genug war. Zumindest auf der Kreuz lief es nicht so gut wie erhofft, dafür unter Spi umso besser. Gerade unter Spi haben wir, obwohl die Manöver ab und zu nicht so doll waren, das eine oder andere mal sehr geniale Dinge geleistet. So zum Beispiel in der ersten Wettfahrt, wo wir ewig immer so auf 22 / 23 rumlungerten, dann aber direkt vor der Boje X noch 4 Schiffe überholen konnten und dann auch so ins Ziel kamen! Ich denke, die anderen haben nicht schlecht gekuckt, als wir vor ihnen waren.

Bei der dritten Tageswettfahrt hatten wir allerdings mit dem auffrischenden Wind leichte Schwierigkeiten. Direkt zum Start ging es auf gut 4 Bft hoch und wir trimmten erstmaleine zeitlang herum, ehe wir den für uns optimalen – sprich zumindest gut fahrbaren – Bereich herausgefunden hatten. Da waren allerdings die ganzen schwereren Crews schon weit weg. Hier half uns auch das Spifahren wenig, Ani hatte ich inzwischen so kaputt gespielt, daß wir alles locker angehen mußten.

Etwas eklig war dann, daß kurz bevor wir den Verein wieder erreichten, satter Regen begann. Zudem nervte die Slipanlage im VSAW, da sie etwas kurz baut und entweder das Schiff auf den Trailer gezerrt werden mußte oder aber der Trailer samt Schiff wieder auf die Slipanlage. Dafür gab es am späteren Nachmittag ein umfangreiches Buffet und Freibier! Wer hätte das gedacht, obwohl alle schon beim ersten mal ordentlich zuschlugen, reichte es sogar für eine zweite Portion.

Der Sonntag begann dann völlig herbstmäßig. Und wir waren zuerst überhaupt nicht motiviert. Aber der Wind zum Glück auch nicht und so gab es ersteinmal eine Startverschiebung. Die schien gewirkt zu haben, denn Petrus schaltete den Regen ab und den Wind an und so konnten wir nochmal zwei schöne Läufe fahren. Der letzte war für uns wohl die Krönung. Wenig falsch gemacht und dann auch noch halbwegs schnell unterwegs schafften wir einen 15. Und besiegten dabei auch unseren Alex. Reichte aber leider am Ende nicht für eine Verbesserung in der Gesamtwertung und so war unser Streicher auch
gleich unserer Platzierung – 20!

Aber auch vorne ging bei allen Wettfahrten ganz schön was ab. Hier gab es heftige Kämpfe zwischen Lutz/Frank und Helen/Robert. Beide fuhren jeweils zwei 1. Plätze und hatten dadurch am Ende nur 1 Punkt Unterschied. Berliner Meister sind damit die Jungs aus Rostock.

Alle Ergebnisse unter: int505.de

Sonnenfinsternis und Beneteau 25

Gestern war sie ja nun endlich da die sonnenfinsternis. Wobei ich ja noch glück hatte, denn zum einen war ich in berlin, wo die sonne zu immerhin 39 Prozent verdeckt war und nicht nur zu 36 wie bei mir zu hause. Zum anderen hatte ich auch glück, da ich wirklich etwas davon gesehen habe.

Allerdings nur wenig, denn die sonne schaute nur kurz zwischen den wolken hindurch und dann war die aufmerksamkeit auch wieder von der regatta gefangen. Nachdem ich am letzten WE ja schon einmal fremd gegangen war und zusammen mit schmidti in prenzlau einen glorreichen 1. Platz belegte, wollte ich diesmal auf einer beneteau 25 probieren, ob ich auch an anderen
bootsklassen spaß haben könnte.

Allerdings war der ringelnatz cup 2005 erst einmal die probe für die teilnahme am senatspreis am nächsten we. Witzig dabei, dass das training des ringelnatz cups am tag der deutschen einheit, die ursächliche regatta jedoch am tag der republik stattfindet! Tag der republik war ja schließlich der 7.Oktober.

Ringelnatz cup war für mich die erste wannsee-regatta im dickschiff und ich fand es erst einmal bemerkenswert, wie viele mit hightec ausgrüstete schiffe am start waren. Und dazu gab es noch eine reihe wirklich schöner klassiker. Insgesamt kamen ca. 70 schiffe zusammen, die jeweils in dreierteams aus einem verein antraten.

Da es wenig sinn macht, ganz schnelle und ganz langsame schiffe zusammen starten zu lassen, wurde das starterfeld bei yardstick 100 getrennt, die schnelleren starteten zuerst. Vor dem start mussten wir allerdings über ein stunde warten, weil kein wind war.

Der start selbst war ziemlich scheisse, da alle schiffe meinten, am schiff starten zu müssen. Und wenn die kleine beneteau dann in den windschatten eines dieser riesendampfer wie z.B. comfortina 42 geraten, ist erst mal schluß mit lustig, weil dann einfach alles steht. Gemein ist dabei auch noch, dass die dicken dinger auch einfach weitertreiben, obwohl sie gar keinen wind mehr haben und einfach stehen bleiben.

Aber egal, irgendwie haben wir uns dochnoch aus den fängen der riesenwindschatten gerettet und kreuzen im vorderen mittelfeld zur tonne eins und von da weiter zu einer der regattatonnen am nördlichen ende der großen breite.

Kurz vor der boje wird allerdings noch mal richtig gewürfelt, der wind weht kurzzeitig scheinbar nur für den 20er, der etwas in luv von uns war und schon ist er fast uneinholbar weg, geht weit vor uns rum.

Da geht der spi hoch, was trotz der größe (70 m²) relativ zügig geht. Eigentlich kaum langsamer als auf der fife. Und der spi fährt sich auch relativ einfach, zumindest bei dem wind. Ich wandel dadurch wieder auf alten pfaden, denn ich habe seit bestimmt zwehn jahren keinen spi mehr auf einer regatta gezogen und gefahren.

Irgendwie schaukeln wir auf die art über den kurs und trotz des wenigen windes relativ zügig. Ein viel langsameres schiff möchte ich bei solchem wind aber auch nicht fahren. Es geht runter und zurück auf den wannsee und noch mal hoch zur großen breite und der regattatonne 3. Die kreuz ist dabei wieder eher würfeln statt richtiges segeln, denn der wind ist mal hier und
mal da.

Nach der 3 geht wieder der spi hoch, oder nein – er geht nicht hoch, das spifall hat sich gelöst und so ist nur das fall oben. Scheiße, das war wohl mein fehler beim umschäkeln – schnappschäkeln muss ich wohl noch lernen.

Aber peter trägt es mit fassung und schlägt vor, alternativ das genuafall zu nehmen. Genua runter, umschäkeln, spi rauf und wir haben nur wenig oder nichts verloren. Und wir merken auch, dass das training bei der ersten runde gewirkt hat, die halsen werden besser, der spi fällt nicht ein und das schiff fährt.

Inzwischen sind schon über 3 h vergangen, dabei haben wir erst ungefähr die hälfte des kurses absolviert, oder etwa nicht? An der leetonne fahren alle irgendwelche komischen manöver – sieht fast aus wie zieldurchgang! Unser glück, denn so haben wir kein problem mehr mit dem spifall, wir können unter spi auch den angriff der DEGEWO-Beneteau abwehren und überholen sogar noch das italienische sportboat kurz vor dem ziel.

Jetzt bin ich nur gespannt, wie es nächste woche wird.