Das Knie

Mit dem Thema Sicherheit hat auch dieser post zu tun. Denn wenn ich komplett sicher sein wollte, wäre ich sicher nicht am 25.12. mit dem RR um den See gefahren, sondern hätte meinen A… nicht bewegt und wäre hinter dem Ofen geblieben.

So aber muß ich jetzt damit leben, daß der Sturz mein Knie ganz gut lädiert hat und ich eine Woche gehumpelt bin und heute der Schmerz auch wieder etwas zugenommen hat, nachdem gestern alles ganz gut schien.

Aber ich würde es wieder tun, denn die Tour hat sich gelohnt, die Sonne strahlte und lies den schönsten See der Welt wie einen kleinen Schatz erscheinen! Ich freue mich schon auf die neue Saison.

schneetreiben und biketreiben

Es gibt ja menschen, die wollen mich regelmäßig für verrückt erklären, wenn ich mal wieder bei dem besten schneetreiben mit dem bike unterwegs bin. Aber auch heute morgen konnte ich es mir wieder einmal nicht nehmen lassen, statt des scheinbar doch so warmen und sicheren autos, den kleinen fred unter den hintern zu klemmen und zur arbeit zu gondeln.

Dabei hat es für mich gerade bei schneetreiben einen besonderen reiz. Zum einen ist das auto garnicht so schön warm, wie immer behauptet, denn zuerst stehe ich in der kälte herum und fege den schnee ab, dann sitze ich in der kalten karre und warte, daß es warm wird und gerade dann, wenn es warm zu werden scheint, bin ich da und steige aus …

Auf dem bike ist das genau andersrum. Beim losfahren fange ich leicht zu frösteln an und genau in dem augenblick, wo es anfangen könnte, richtig kalt zu werden, setzt die innere heizung an und mir wird richtig mollig warm. Und wenn ich dann etwas zeit habe und nicht hetzen muß, drehe ich einfach den gashahn etwas zurück und rolle gut erwärmt durch die gegend.

Aber bei schneetreiben und noch dazu jetzt in der nachweihnachtszeit sind die straßen sowieso schon leer und der fallende schnee senkt einen mantel des schweigens auf die stadt und die autos fahren extra vorsichtig und sind kaum zu hören.

Ich weiß noch, wie ich es vor 4 Jahren genossen habe, als ich als kurier im dezember und januar durch die straßen berlins gezogen bin. Täglich um die 100 bis 120 kilometer. Es war nach meiner einschätzung die scheereichste zeit in berlin innerhalb der letzten 15 oder 20 jahre und der schnee lag teilweise bis zu 10 – 20 zentimeter auf der straße und den gehwegen.

Soviel schnee haben wir derzeit noch nicht, aber der wetterbericht läßt für die nächsten 10 tage immerhin 7 schnee-fall-tage erwarten und so könnte es vielleicht mal wieder so richtig schneereich werden in diesem winter!

Der winter mit schnee hat noch was schönes, denn er macht nachtbilder so interessant. Schon mit ner kleinen digitalen gelingen schnappschüsse, fast aus der freien hand. So wie dieser hier, der heute morgen entstand, als ich über die Bahnhofsbrücke in eberswalde fuhr.

Unten kam gerade eine E-Lok der BR 140 durch, eines dieser alten teile, die noch aus den Deutsche Bundesbahn Zeiten stammt und die doch eigentlich schon zum absolut alten eisen zählt. Diese hier war mit einer schlange von knickkesselwagen unterwegs nach norden, vermutlich nach schwedt.

Fred

Mit dem heutigen Tag durchstößt Fred die 400-Kilometer-Marke uind erweist sich damit als mein Lieblingsherbstbike. Fred macht sich sowohl gut für den täglichen Weg zur Arbeit,als auch für kleinere eher entspannnte Erkundungstouren. Unsere Gegend scheint wohl das ideale Terrain für einen SSP zu sein.

Dabei ist Fred aber auch der bessere Oliver, denn er hat Oliver auf dem täglichen Weg komplett verdrängt. Denn Fred ist ähnlich robust und simpel aufgebaut wie Oliver, nur manchmal auch noch viel besser. So ist es immer wieder schön, mit der doch sehr komfortablen Noleen Proflex Gabel und den fetten Reifen durch die Gegend zu rollen und der Flite Gel Sattel ist trotz seiner eher geringen Breite so komfortabel, daß ich für die 10 km Arbeitsweg auch ohne Polster kein Sitzproblem habe.

Zuerst erschien mir Fred etwas kurz, trotz seiner 610 mm Oberrohrlänge. Denn durch die Verwendung eines gekröpften Koski-Lenkers und auch des mit 110mm doch eher kurzen Koski-Vorbaus ist die Sitzposition wesentlich kürzer als auf dem Kona Cinder Cone, bei dem der Vorbau etwas länger ist und auch ein gerader Lenker montiert ist. Zum entspannten Fahren ist das aber anscheinend genau die richtig Länge.

Was mir auch Spaß macht, sind die fetten Reifen. Hinten habe ich einen Nokian NBX Lite montiert, der trotz seiner scheinbar normalen Breite von 2,3″ mein fettester Reifen ist. Er ist breiter als der Specialized More Extrem Umma Gumma mit 2,5″ und auch als der MAXXIS Larsen TT mit 2,35″. Zudem hat er Grip ohne Ende und rollt auch noch ganz passabel. Vorne habe ich einen Continetal Vertical montiert, der ebenfalls mit 2,3″ angegeben ist und mit seinen relativ weit auseinander stehenden Stollen auch gut die Richtung hält.

Bei der Übersetzung war ich mir zuerst nicht sicher, welche ich wählen sollte. Derzeit fahre ich mit 42/18, was ein brauchbarer Kompromiss aus Geschwindigkeit in der Ebene und Steigfähigkeit bei unseren kleineren Hügeln ist. Gerade die Steigfähigkeit wird aber auch positiv durch den breiten Lenker beeinflußt. Ich kann wesentlich mehr Druck ausüben als mit meinem schmalen CC-Lenker am KCC und mich so manchmal auch noch irgendwo hochdrücken, wo es eigentlich garnicht mehr geht!

Was mich nur immer wieder nervte war der VDO-Computer. Ich dachte, ich gönne mir mal was gutes und kaufe einen mit digitaler Funkübertragung. Aber das Gute Stück wollte nie so richtig mit mir spielen. Es gab keine Tour, bei der er mal komplett durchlief und immer schön die Werte anzeigte. Normal war eher, daß er nur 50 – 70 Prozent der Strecke anzeigte.

Hier dachte ich, es könnte an der Montageposition liegen, die Proflex hat ja doch eine ungewöhnliche Geometrie, aber ich habe an der Gabel alle möglichen Varianten durchgespielt, doch es half nichts! Schließlich habe ich entnervt aufgegeben und werde das Ding mal an meinen Händler zurück schicken. Statt dessen habe ich mir jetzt einen Billigcomputer aus dem Baumarkt gekauft. Der ist zwar ultraprimitiv, funktioniert aber seit inzwischen mehr als 100 km sehr gut und sein Name „Profex“ läßt mich doch unweigerlich denken, da hat doch einer geklaut …

Und was noch nervt, ist die nagelneue Shimano-XT-Nabe. Denn die hat jetzt Spiel und ich muß sie erst einmal auseinander nehmen und das Lagerspiel nachstellen. Naja gut, dann nerven auch noch die verbogenen Kurbeln, aber da muß ich einfach nochmal etwas investieren.

Helden und Letzte Helden

Es gibt Helden und es gibt Letzte Helden.

Ich weiß nicht genau, wo der Unterschied liegt, aber schon morgen sollte ich eine Ahnung davon haben, was er sein könnte. Denn morgen in aller Frühe werde ich mich aus den warmen Armen des Bettes befreien und mich dem Wind entgegen werfen und ein letztes mal in diesem Jahr meinen 505-race-Klassiker zu einer Regatta bewegen.

Die Letzten Helden in Hamburg haben inzwischen schon eine vieljährige Tradition als letztes 505-event im Norden. Und die Regatta erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Mein erster Besuch dort war noch überschattet vom Bau der Verlängerung der Startbahn für den A380 bei den Airbuswerken in Hamburg.

Denn die Verlängerung betraf direkt das Segelrevier Mühlenberger Loch und die Gerüchte gingen sogar so weit, daß das Segeln dort überhaupt nicht mehr möglich sein soll! Aber so schlimm kam es nicht und so wird fleißig jedes Jahr im Herbst die Werbetrommel gerührt und in diesem Jahr hat sie zwanzig 505 und diverse andere Jollen angelockt.

Und in diesem Jahr wird nichts dazwischen kommen, wie es im letzten Jahr passierte. Nur wenige Tage bevor es los gehen sollte, brach bei uns in Ost-Brandenburg der Winter herein, pulverte alles mit einer dicken weißen Pracht und schlug am heftigsten an dem Abend zu, als ich losfahren wollte. Die Straßen waren ein einziges Schneechaos und nachdem ich für die ersten 10 Kilometer fast 30 min benötigt hatte und auch noch zwei heftige LKW-Unfälle gesehen hatte, gab ich auf.

Der Wetterbericht ist dieses Jahr wesentlich milder aufgelegt. Vorhin habe ich noch in Ruhe bei gut 10°C das Schiff eingepackt und jetzt geht es nochmal in die Koje, fit werden für morgen, denn kurz vor 4.00 klingelt der Wecker.

VDO nervt

Nachdem ich am Wochenende dachte, den VDO endlich richtig eingestellt zu haben, nervte er heute früh wieder masiv. Nur die ersten 500 arbeitete er, dann jedoch hatte er keine Lust mehr und stellte den Dienst ein. Auch mehrfaches Verstellen der Halterung half nichts. Der Sensor sendete zwar irgendein Signal, oben kam aber nix an …

VDO CD 01

Kabellose Übertragung von Leistungsdaten im Fahrradbereich war schon immer eine spannende Angelegenheit. Mit Freude erinnere ich mich an Herzferquenz-Daten von anderen, wenn ich jemanden überholt habe, die plötzlich auf meinem Vetta auftauchten oder an Anzeigen, die vor allem durch Hochspanungsleitungen erzeugt werden.

Umso gespannter war ich den digital übertragenden Fahrradcomputer CD 01 von VDO, den ich vor kurzem an Fred montiert hatte. Bei der ersten Testfahrt lief auch alles super. Die Geschwindigkeit schien zu stimmen und am Ende auch ungefähr die gefahrenen Kilometer.

Bei der zweiten Ausfahrt wurde es allerdings lustig. Denn hier meinte der kleine, er müsse nicht ständig irgendwelche Daten übertragen, es reicht, wenn er dies bei ca. 50 Prozent der Strecke tut.

Guter Rat war da erstmal gefragt und ich überlegte, woran es gelegen haben könnte? Vielleicht daran, daß ich ihn hinter und nicht vor der gabel angebaut hatte? Fred hat eine Noleen Proflex Parallelogrammgabel, bei der die Gabelscheiden vor der Nabe nach unten kommen und das Rad sozusagen gezogen wird.

Der Anbau vor der Gabel brachte aber richtig lustige Ergebnisse. Denn die Geschwindigkeit wurde ca. doppelt bis dreimal so hoch angezeigt und dementsprechend waren auch die gemessenen Kilometer wesentlich zu groß. Ursache könnte sein, daß der Magnet nicht auf kürzestem Weg am Sensor vorbei gezogen wurde? Hier half auch ein Verschieben weg von der Achse nicht.

Also doch wieder nach hinten montiert, jetzt klappte die Übertragung
allerdings wieder nicht optimal. Mir fiel beim Fahren jedoch auf, daß die Übertragung sehr oft wieder begann, nachdem die Gabel eingefedert hatte, vielleicht weil Sensor und Computer dann wieder Sichtkontakt hatten?

Daraufhin verdrehte ich den Computer so am Lenker, daß zwischen den beiden eine optische Verbindung besteht und seitdem geht es – sieht allerdings dämlich aus.