Ausgelutscht – und wer das Pflaster nicht ehrt, ist die Mark nicht wert

Gestern war ich einmal mehr mit dem SSP nach der arbeit eine kleine runde unterwegs. Ich wollte vor allem, den vermutlich letzten trockenen tag einer langen trockenperiode nutzen, für heute und auch die folgenden tage sind sogar hier im nordosten regelmäßige niederschläge angekündigt. Der ekelige herbst scheint jetzt wirklich zu kommen.

Im gegensatz zu den letzten touren fühlte ich mich aber unmittelbar nach der tour und auch am abend ziemlich ausgelutscht oder platt. Dabei war die strecke garnicht so anspruchsvoll. Es ging zunächst wieder die breite straße in eberswalde hinauf, diesmal aber nicht richtung bad freienwalde, sondern richtung trampe/tiefensee. Diese richtung ist etwas fieser, da es auch nach dem abzweig noch weiter relativ steil bergauf geht. Zumindest steiler als in richtung FRW.

Dementsprechend habe ich mich dort auch gequält, obwohl ich zunächst mit 27 (also schneller als an den anderen tagen) sehr zügig und auch locker den berg hochgespult war, wurde es ab dem friedhof richtig zäh und ich schaffte nur noch ungefähr 22 bis zur kuppe. Am hochbehälter der wasserbetriebe ist die ja fast erreicht und dann liegt die tolle straße nach trampe vor mir.

Über die straße hört man sehr oft horrorgeschichten, gerade auch im zusammenhang mit radfahrern. Z.B. wurde einmal ein bekannter auf dem weg nach hause nachts von einem besoffenen autofahrer von hinten auf die motorhaube genommen. Zum glück ist dem radfahrer dabei relativ wenig passiert, nur das bike war schrott. Aber auch heute nerven die autofahrer, die mit teilweise weit über 100 an mir vorbeidonnern.

Aber ab trampe wird es ruhiger, dafür spielt hier der wind eine stärkere rolle. Denn er bremst doch ganz gut. Ich sehe auch an den ganzen windmühlen, daß er fast genau von vorne kommt. Die 3 km bis heckelberg, die im auto so schnell verfliegen, ziehen sich. Hinter heckelberg geht es dann noch etwas weiter richtung tiefensee, dann biege ich aber ab richtung beiersdorf-freudenberg.

Ich biege westwärts auf eine kleinere allee (L236) ab und schlagartig ist auch der verkehr vorbei. Zuerst komme ich nach freudenberg, für mich einer der wenigen orte der region, die ich bisher wirklich noch nie besucht hatte. Die straße bis zum ort ist zwar buckelig, fährt sich aber noch gut. Dann folgt aber bestes kopfsteinpflaster und ich bin mal wieder froh, daß ich keinen schmalen asphaltschneider unter dem hintern habe, sondern mein il.pompino mit 32mm-Reifen. Das pflaster ist so brutal, daß ich mich aber auch nur langsam durchtaste. In Freudenberg bin ich vor allem von der kirche fasziniert. Mal wieder ein beeindruckendes zeugnis märkischer baukunst.

Die weitere strecke kenne ich dann wieder von diversen anderen touren. Über schönfeld und wilmersdorf kämpfe ich mich mit kantenwind weiter nach bernau, von wo ich den radweg über ladeburg-lobethal-biesenthal benutze und so wieder mit sehr wenig verkehr nach hause komme. Denn richtung bernau schien der verkehr von dorf zu dorf immer mehr zuzunehmen, was sehr nervte. Vor allem weil die überholmnöver einiger autofahrer doch eher nach dem motto gingen – augen zu und durch!

unterwegs mit Fred

Nach einer kurzen tour am sonntag, bei der mich vor allem nervte, daß die kette immer wieder absprang (falsches ritzel mit schaltgasse montiert!) habe ich heute endlich eine etwas längere ausfahrt mit fred unternommen.

Der rahmen von fred ist ein on-one inbred, den ich vor ca. 14 tagen erhalten habe. Ich wollte den rahmen schon länger kaufen, aber irgendwie war er mir dann doch zu teuer. Aber bei on-one gibt es derzeit einen modellwechsel auf ein ssp mit verschiebbaren ausfallenden und so gab es den 20″ rahmen nochmal für günstig.

Den rahmen wollte ich aber auch haben, weil bei mir im keller schon ewig eine noleen-proflex-gabel (proflex gibt es nicht mehr, die reste wurden von k2 übernommen) rumliegt, die in meine anderen rahmen nicht paßt, weil dort das steuerrohr wesentlich länger ist. Das inbred ist niedriger gebaut und so paßte es hier erstmal.

Allerdings scheint die gabel auch für diesen rahmen nicht optimal zu passen, scheint alles etwas direkt von der lenkung und die winkel sehr steil. Aber erstmal egal. Die gabel selbst arbeitet perfekt, sie ist da ohne aufzufallen – so wie ich es mir von jeder gabel wünsche.

Was allerings nervt ist der VDO C1, den ich angebaut habe. Der fängt an zu senden und hört dann wieder auf und fängt wieder an!?! Versteh ich nicht so ganz, was er für ein problem hat. Aber er hat immerhin 5 jahre garantie, da kann ich noch etwas beobachten, ob er sich nicht doch zum regelmäßigen arbeiten überreden läßt.

Kona 2006


Auf der homepage von kona sind seit kurzem die neuen bikes für 2006 zu sehen. Viel hat sich nicht geändert, aber natürlich haben alle modelle wieder neue farben bekommen. Neben dem Explosiv hat mir auch das unit wieder sehr gefallen. Und der preis ist verglichen mit der austattung auch o.k. Das wäre eigentlich eine gute Grundlage für ein Rohloff-Bike

Auf den Spuren der Ahnen

Der grandiose herbst verleitet mich immer wieder zu kurzen ausflügen auf meinem drahtesel. Und wider alle vernunft siegt die freude am fahren über irgendwelche verpflichtungen oder arbeiten, die eigentlich zu erledigen wären.

Diesmal führt mich der After work ride nach osten. Nachdem ich beim letzten mal die steigung in bad freienwalde mit dem bike erkundet habe, willich nun den langen und gefährlich aussehenden anstieg von oderberg richtung norden erklimmen.

Aber bevor ich dort bin, muß ich mich wieder die breite straße in eberswalde hochkämpfen. Und diesmal ist es wirklich ein kampf. Denn im gegensatz zur letzten tour fällt es mir schon an der bruno-H-bürgel-schule schwer das tempo zu halten und ich spüre extrem meine beine beim weiterfahren. Und diesmal spüre ich auch, dass es eigentlich bis zum ende von eberswalde immerweiter bergauf geht!

In hohenfinow kommt dann auch herbstliches neuland auf mich zu. Hier bin ich lange zeit nicht mehr entlang gefahren und genieße den weiten blick ins niederoderbruch und auf das schiffshebewerk. Es ist für mich immer wieder faszinierend, wie sich dieses objekt, dass ja eigentlich ein fremdkörper in der landschaft ist, so perfekt einfügt. Und wie ich das gefühl bekomme -wenn es da nicht stehen würde, fehlt etwas.

Das schiffshebewerk soll in den nächsten jahren einen großen bruder bekommen. Näheres zu den planungen findet sich auf den seiten des wna berlin. Dort gibt es auch verschiedene abbildungen, die eine frontalansichtdarstellen, aber keine, die den blick von hier oben wiedergeben.

Ab liepe beginnt dann die arbeit. Wenn man so die karte betrachtet, erwartet hier niemand so richtige anstiege, schließlich geht die straße ja einfach nur parallel zu einem wasserlauf, der alten Oder bzw. dem Lieper und später dem Oderberger See. Aber nichtsdestotrotz geht es schon in liepe aufwärts und dann am ende des ortes nochmal richtig hoch und wieder runter und immerso weiter.

Die straße schlängelt sich durch die ausläufer des Chorin-joachimsthaler endmoränenbogens, der hier in die oderniederung abstürzt. Ich fahre über den teufelsberg und passiere schließlich den pimpinellenberg, an dem die schichtung der endmoräne richtig zu tage tritt. Und dann liegt oderberg, diese kleine stadt, die ihre enge bebauung fast direkt aus dem mittelalter mitgebracht zu haben scheint, direkt vor mir. Aber zunächst muß ich an der ampel am ortseingang noch kurz warten, hole so aber autos ein, die michbereits in liepe überholt hatten.

In Oderberg wende ich mein bike nach norden. Die straße verläßt hier in zwei stufen das niederoderbruch und schwingt sich von einer höhe knapp über dem meeresspiegel bis auf den kamm des Chorin-joachimsthaler endmoränenbogens, der etwas westlich von neuendorf eine höhe von gut 120m erreicht. In oderberg get es dabei erstmal kurz zur sache, noch im ort steigt die straße an und zieht knapp 30 höhenmeter nach oben. Das fährt sich aber alles relativ entspannt, denn ehe es richtig anstrengend wird, bin ich oben und rolle die 3 km bis neuendorf weiter.

Hinter neuendorf kommt allerdings ein zweiter sprung, der mich bis auf ca. 80m über dem meer führen wird. Diese steigung bin ich bisher nur mit dem auto gefahren und da kam sie mir lang und böse vor und so erwarte ich größere schwierigkeiten. Zunächst geht es aber nur gemächlich bergan, erst weit hinter dem ortsausgang von neuendorf beginnt die richtige steigung.

Die straße macht mit beginn des kleinen wäldchens einen kleinen knick nach oben und verharrt dann so. Allerdings scheint die steigung nicht sooo steil zu sein, denn ich kann mein bisheriges tempo fast halten und drücke das bike mit 25 km/h nach oben. Dann eine kleine linkskurve, die straße geht mit gleichmäßiger steigung weiter nach oben. Ich merke wie jetzt die beine beginnen schwer zu werden, sehe aber gleichzeitig auch das ende des waldes und damit auch das ende der steigung. Eine letzte kraftanstrengung und ich bin oben.

Plötzlich ist wieder der gesamte horizont zu erkennen, vorne links sehe ich den parsteinsee, wie er sich in der landschaft breit macht, rechts die dörfer parstein und parsteinsee. Der parsteinsee ist einer der größten seen brandenburgs und ebenso wie die gesamte landschaft ringsum in der letzten eiszeit entstanden. Vom typ ist er ein zungenbeckensee, weshalb seine ufer und auch der see selbst sehr flach sind.

Bis paarstein kann ich jetzt die straße locker hinab rollen und biege hier nach links, richtung pehlitzwerder / brodowin ab. Vorbei am zeltplatz komme ich fast direkt an das seeufer auf eine straße, die von 20.00 bis 5.00 Uhr gesperrt ist. Die temporäre sperrung ist ein kompromiss. Denn die straße zerschneidet ein feuchtgebiet, daß ein wichtiger laichplatz für alle möglichen reptilien ist. Deshalb ist auch der gesamt straßenverlauf von einem froschzaun eingerahmt.

Zum radfahren ist die straße deshalb aber auch ideal geeignet. Es gibt nur relativ wenig durchgangsverkehr und auch der soll sich an die maximalgeschwindigkeit von ___ ups, das war wohl nur ein traum, denn plötzlich bin ich von einer blechlawine förmlich überrollt worden. Auto an auto donnert über das pflaster, sogar ein 40-tonner und ich zweifel schon daran, ob ich hier wirklich richtig bin?

Aber dann kehrt wieder ruhe ein und ich rolle weiter durch die hügelige endmoränenlandschaft. Nur dieser kleine dusselige autofahrer nervt, dem nichts anderes einfällt, um seinen besitzanspruch an genau diesem stück asphalt zu dokumentieren, als mir aus der herunter gekurbelten seitenscheibe zuzurufen: Ey, da isn radweg! – ja, dann benutze ihn doch einfach!

In brodowin wage ich dann nochmal ein abendteuer. Denn schließlich soll mein bike ja ein „do-what-you-want„-Bike sein. Es gibt eine direkte verbindung vom dorf brodowin zum chloster chorin. Die straße ist gepflastert und führt geradewegs durch den wald, vorbei an feuchtgebieten und unter riesigen buchen hindurch. Hinter brodowin läuft es dann auch erstmal gut, denn neben der gepflasterten straße gibt es noch eine spur mit festgefahrenem sand. Aber schon an der steigung, die mich direkt in den wald führt, hört dieser streifen auf.

Ich muß jetzt mitten auf dem pflaster fahren und komme kaum noch vorwärts. Zum einen ist es relativ steil, zum anderen kann ich aber kaum beschleunigen, da die prall aufgepumpten reifen nur von stein zu stein springen und kaum halt haben. Jedesmal scheint ein riesiger teil meiner energie und damit auch meiner geschwindigkeit sich im wahrsten sinne des wortes in luft aufzulösen.

Ich wußte ja, daß die straße alt ist und daß sie geplastert ist. Aber das sie so alt und bucklig ist, hatte ich irgendwie nicht mehr in erinnerung. Sie scheint wohl dochnoch aus der zeit der zisterzienser zu stammen, die die region vor 700 jahren besiedelten, oder etwa nicht? Dann kommt ein kurzes stück, wo die straße nur noch geschottert, vielleicht eher gekieselt, ist. Aber auch hier läuft es nicht wesentlich besser. Immer wieder liegen einzelne größere steine im weg und so habe ich etwas angst um meine reifen und felgen.

So schaukel und stucker ich kilometer um kilometer weiter, immer tiefer in den wald hinein und habe kaum zeit, mich an der schönheit der natur zu erfrischen. Stattdessen halte ich mal den lenker krampfhaft mit beiden händen fest und hoffe, daß mir die finger nicht abfallen. Oder ich lasse den lenker einfach etwas lockerer, muß dann aber mit ansehen, wie das bike sich einen weg sucht, den ich nur bedingt beeinflussen kann. Ein mounty wäre hier vielleicht doch die bessere wahl?

Aber mein „do-what-you-want“-Bike führt mich dann doch wieder hinaus aus dem wald und direkt am amtssee komme ich wieder auf asphalt. Der entspannte blick auf das kloster entschädigt für all das geschaukel und geschuckel und ich bin froh, hier wohnen zu dürfen und die schönheit der märkischen lande jeden tag zu genießen. Und so rolle ich die letzten kilometer entspannt nach hause.

2015

Unglaublich aber wahr – es ist geschafft.

Als das il.pompino anfang diesen jahres richtig in mein leben trat, hätte ich nicht gedacht, daß es solche veränderungen bewirken würde. Eigentlich hatte ich den rahmen ja nur gekauft, weil ich die lackierung so toll fand, irgendwie schafften es die jungs von on-one diesen „must-have!“-Effekt auszulösen und mich wider jede vernunft dazu zu bewegen, diesen rahmen zu kaufen.

Da ich ursprünglich aber noch keinen genauen plan hatte, was ich damit anfangen wollte und wie ich es aufbauen wollte, dauerte es doch wirklich fast 2 jahre, ehe ich den rahmen nicht nur anfassen sondern auch fahren konnte! Bei den ersten fahrten kam er mir auch etwas kurz vor, er hat immerhin nur ein 570er oberrohr, was bei meiner größe doch etwas kurz ist. Aber durch den relativ langen titec-Vorbau konnte ich das zum teil wieder ausgleichen.

Das il.pompino ist gedacht als „do-evering-ride-every-where“-Bike. Es können 28″-Reifen bis ca. 35mm breite eingebaut werden. Dadurch ist fast jeder untergrund zu fahren. Ich sage bewußt nicht gut zu fahren – denn bei pflaster oder losem sand hilft nur profil und breite. Aber zumindest kann ich bedenkenlos auf jede noch so schlechte straße einbiegen – ich komme immer irgendwie durch und muß nicht solche angst wie auf dem richtigen renner haben.

Das il.pompino trat im april richtig in mein leben und ist seitdem das am meisten gefahrene bike. Es hat das graubrot und auch the brave auf dem täglichen weg zur arbeit völlig verdrängt. Graubrot ist dann inzwischen auch aus meinem bestand gewichen. Und the brave nutze ich nur noch für regentage, bzw. tage an denen regen zu erwarten war. Nur das cinder cone kann über das ganze jahr betrachtet, mithalten, da eben nichts über ein richtiges MTB
geht, wenn man wirklich überall fahren will!

Shimanski und die Bastelei

Eigentlich dachte ich, daß so etwas bei aktuellen Teilen nicht mehr
vorkommt, aber die guten shimanskis belehrten mich mal wieder eines
besseren.

Mein ziel war nur, eine alte LX-Kurbel wieder zu verwenden. Es war ein kurbel bei der das große kettenblatt mit dem kurbelstern vernietet ist und somit zusammen mit diesem ausgetauscht werden muß. Das ist eigentlich ganz einfach. Den sicherungsring lösen, die sicherungsmutter lösen, den alten kurbelstern demontieren, den neuen rauf und alles wieder festschrauben und den sicherungsring rauf!

Aber so einfach machen es mir die lieben techniker doch nicht, denn der neue ist dünner als der alte! Was weiß ich warum, aber das ganze klappert, auch wenn ich die sicherungsmutter ganz fest anziehe!

Zum glück habe ich gleich eine idee und auch ein größeres altteilelager. Und so finde ich eine scheibe mit passendem durchmesser und passender stärke, die ich dazwischen legen kann. Etwas von der eleganz ist jetzt vielleicht dahin, da die scheibe nicht plan ist, aber zumindest ist die funktion gewährleistet und ich muß nicht gleich noch eine neue kurbel kaufen.

Herbstsegen

Am Wochenende hatte ich noch einmal so richtig Glück. Anfang Oktober kann das Wetter auch ganz anders sein. Ich kann mich an Regatten am Tag der Republik erinnern, bei denen es geschüttet und gestürmt hat. Meistens waren wir an dem Termin auf dem Storkower See und es war die letzte Regatta im Opti oder Cadet im Jahr.

In den ersten Jahren fuhren wir immer noch auf den Großen Storkower See. Dazu mussten wir immer durch eine Enge, in der dann auch noch Reusen standen und hier drehte der Wind furchtbar. Durch die Düsenwirkung war er dann auch noch stärker als auf dem See und so habe ich gleich bei meiner ersten Optiregatta dort gekostet, wie das Wasser schmeckt.

Und in einem anderen Jahr stürmte es wieder. Diesmal waren wir mit dem Cadet unterwegs. Dem legendären 151, der schon so Manchem das Schrecken lehrte. Der 151 hatte ein sehr sensibles Ruderblatt aus Aluminium, dass an diesem Wochenende auch seinen schwärzesten Tag hatte, denn es knickte bei stärkerem
Ruderlegen einfach weg und brach dann sogar! Das führte natürlich jedes mal zu einer Kenterung. Aber es kümmerte mich nicht, dass wir mit unserem Ölzeug triefend nass wieder ins Schiff stiegen, ich wollte weiter segeln, wollte es den Gegnern zeigen.

Aber darum soll es hier ja auch gar nicht gehen. Denn in diesem Herbst bin ich schon wieder fremd gegangen, nachdem ich schon vor 14 Tagen die Klasse gewechselt hatte und mit Schmidti in Prenzlau auf dem Langlaufboot und schon am letzten Montag im Kielboot unterwegs war, wollte ich nun erneut Kielboot fahren.

Beneteau 25 heißt das Teil und entstammt der Feder von Bruce Farr. Ich würde sagen, ihm ist dabei ein großer Wurf gelungen, denn das Ding sieht schnell aus und segelt auch sehr schnell. Da kriegen viele 33″ und 35″, sogar mache 42″-Schiffe Angst, wenn so eine kleine Beneteau am Horizont auftaucht.

Da das Schiff so eine gelungene Konstruktion ist, hat es auch schon eine gute Verbreitung gefunden und kann im Gegensatz zu diversen anderen Sportsbooten in eigenen Feldern starten. Nach Berlin kamen dann auch 17 Schiffe. Eine Zahl, über die sich jede Jollenklasse freuen würde. Die Schiffe kamen dabei nicht nur aus Berlin, sondern z.B. auch aus Kiel. Einige fast direkt von der WM, die gerade vor ein Paar Tagen auf Sardinien beendet wurde.

Ganz so professionell waren wir nicht aufgestellt. An Bord vertreten waren Heike die Piratenseglerin, Christian vom H-Boot, Stefan der sonst Banner 23 segelt, dann natürlich Peter, dem das Schiff gehört und ich – sonst steuere ich ja was kleineres, wie z.B. 505 oder Contender. Hier war dann auch nur der Spi mein Aufgabenbereich – 70 m² Tuch.

Das Wetter war perfekt für Oktober, bis zu 20°C, Wind zwei bis drei Beaufort am Freitag, bis vier am Sonnabend. Nur am Sonntag schlief er dann ein und nach einem Lauf wurde abgebrochen. Und wir schlugen uns Tapfer 10. und 11. Plätze an Freitag und Sonnabend, nur der 14. vom Sonntag fällt da etwas raus. Und mit dem 11. in der Gesamtwertung bei 17 gestarteten Schiffen waren wir auch ganz zufrieden.