Per Bike zur Arbeit

Manchmal frage ich mich wirklich, was das alles soll: sowas hier z.B. mit dem Rad zur Arbeit – eine aktion, die sich sicher irgendein schlauer ps-strotzender marketingmenschen ausgedacht, damit sich die schirmherren gegenseitig auf die schultern klopfen können. Blos warum weiß davon niemand was, außer
irgendwelchen AOK-Verbänden?

Wichtiger ist es doch vielmehr, die menschen wirklich dazu zu bringen, das fahrrad für möglichst jeden weg zu nutzen, zumindest für die kürzeren und ganz kurzen. Dazu gehört z.B. auch, daß endlich fahrradwege so gebaut werden, daß sie benutzbar sind und daß andererseits die benutzungspflicht aufgehoben wird. Nicht alle wege fördern die sicherheit.

Dazu gehört aber auch, daß fahrräder und radfahrer im straßenverkehr auftauchen, sich den autofahrern aufdrängen und in ihr bewußtsein fräsen. Damit jeder autofahrer ständig überlegt, ob nicht doch von irgendwoher ein
radfahrer kommen könnte, den er vielleicht übersehen hat? Nicht, daß sowas
passiert wie mir gestern …

Überfahren

Heute war es mal wieder fast so weit, als ich auf dem il.pompino mit mäßiger geschwindigkeit nach hause fuhr, wollte mich doch glatt eine 1er-BMW-Fahrerin über den Haufen kacheln! Eigentlich hätte sie mich nicht übersehen können, da ich ihr entgegen fuhr und völlig allein auf der straße war.

Ich war als linksabbieger auf einer abzweigenden vorfahrtsstraße, oder wie das heißt – früher abzweigende hauptstraße – unterwegs. Und wie es sich gehört, wenn man nicht allein auf der straße ist – hand raus und rein in die kurve! Und was macht DIE fährt auch einfach weiter. Ohne mich im geringsten zu beachten.

Nur eine notbremsung hat mich gerettet, die tante fuhr einfach weiter…

Sonnenfinsternis und Beneteau 25

Gestern war sie ja nun endlich da die sonnenfinsternis. Wobei ich ja noch glück hatte, denn zum einen war ich in berlin, wo die sonne zu immerhin 39 Prozent verdeckt war und nicht nur zu 36 wie bei mir zu hause. Zum anderen hatte ich auch glück, da ich wirklich etwas davon gesehen habe.

Allerdings nur wenig, denn die sonne schaute nur kurz zwischen den wolken hindurch und dann war die aufmerksamkeit auch wieder von der regatta gefangen. Nachdem ich am letzten WE ja schon einmal fremd gegangen war und zusammen mit schmidti in prenzlau einen glorreichen 1. Platz belegte, wollte ich diesmal auf einer beneteau 25 probieren, ob ich auch an anderen
bootsklassen spaß haben könnte.

Allerdings war der ringelnatz cup 2005 erst einmal die probe für die teilnahme am senatspreis am nächsten we. Witzig dabei, dass das training des ringelnatz cups am tag der deutschen einheit, die ursächliche regatta jedoch am tag der republik stattfindet! Tag der republik war ja schließlich der 7.Oktober.

Ringelnatz cup war für mich die erste wannsee-regatta im dickschiff und ich fand es erst einmal bemerkenswert, wie viele mit hightec ausgrüstete schiffe am start waren. Und dazu gab es noch eine reihe wirklich schöner klassiker. Insgesamt kamen ca. 70 schiffe zusammen, die jeweils in dreierteams aus einem verein antraten.

Da es wenig sinn macht, ganz schnelle und ganz langsame schiffe zusammen starten zu lassen, wurde das starterfeld bei yardstick 100 getrennt, die schnelleren starteten zuerst. Vor dem start mussten wir allerdings über ein stunde warten, weil kein wind war.

Der start selbst war ziemlich scheisse, da alle schiffe meinten, am schiff starten zu müssen. Und wenn die kleine beneteau dann in den windschatten eines dieser riesendampfer wie z.B. comfortina 42 geraten, ist erst mal schluß mit lustig, weil dann einfach alles steht. Gemein ist dabei auch noch, dass die dicken dinger auch einfach weitertreiben, obwohl sie gar keinen wind mehr haben und einfach stehen bleiben.

Aber egal, irgendwie haben wir uns dochnoch aus den fängen der riesenwindschatten gerettet und kreuzen im vorderen mittelfeld zur tonne eins und von da weiter zu einer der regattatonnen am nördlichen ende der großen breite.

Kurz vor der boje wird allerdings noch mal richtig gewürfelt, der wind weht kurzzeitig scheinbar nur für den 20er, der etwas in luv von uns war und schon ist er fast uneinholbar weg, geht weit vor uns rum.

Da geht der spi hoch, was trotz der größe (70 m²) relativ zügig geht. Eigentlich kaum langsamer als auf der fife. Und der spi fährt sich auch relativ einfach, zumindest bei dem wind. Ich wandel dadurch wieder auf alten pfaden, denn ich habe seit bestimmt zwehn jahren keinen spi mehr auf einer regatta gezogen und gefahren.

Irgendwie schaukeln wir auf die art über den kurs und trotz des wenigen windes relativ zügig. Ein viel langsameres schiff möchte ich bei solchem wind aber auch nicht fahren. Es geht runter und zurück auf den wannsee und noch mal hoch zur großen breite und der regattatonne 3. Die kreuz ist dabei wieder eher würfeln statt richtiges segeln, denn der wind ist mal hier und
mal da.

Nach der 3 geht wieder der spi hoch, oder nein – er geht nicht hoch, das spifall hat sich gelöst und so ist nur das fall oben. Scheiße, das war wohl mein fehler beim umschäkeln – schnappschäkeln muss ich wohl noch lernen.

Aber peter trägt es mit fassung und schlägt vor, alternativ das genuafall zu nehmen. Genua runter, umschäkeln, spi rauf und wir haben nur wenig oder nichts verloren. Und wir merken auch, dass das training bei der ersten runde gewirkt hat, die halsen werden besser, der spi fällt nicht ein und das schiff fährt.

Inzwischen sind schon über 3 h vergangen, dabei haben wir erst ungefähr die hälfte des kurses absolviert, oder etwa nicht? An der leetonne fahren alle irgendwelche komischen manöver – sieht fast aus wie zieldurchgang! Unser glück, denn so haben wir kein problem mehr mit dem spifall, wir können unter spi auch den angriff der DEGEWO-Beneteau abwehren und überholen sogar noch das italienische sportboat kurz vor dem ziel.

Jetzt bin ich nur gespannt, wie es nächste woche wird.

Steppenwind

Mein Projekt des Langliegers geht endlich richtig in die nächste Runde. Begonnen hatte ich mit dem Teil ja schon 2003, es dann 2004 ca. 600 Kilometer gefahren, dann aber gemerkt, daß es mir so, wie es jetzt dastand nicht richtig paßte.

Speziell die Neigung der Rückenlehne war etwas steil. Es gibt eine Reihe von Liegerädern mit steilen Lehnen, aber diese haben dann meist auch ein niedriges Tretlager. Ich wollte hingegen ein eher hohes Tretlager erreichen, vor allem wegen der dadurch möglichen geringeren Bauhöhe.

Ein Problem was mir aber erst beim Fahren bzw. aus Kommentaren im Liegerdaforum bewußt wurde, war das des recumbent but. Dieser entsteht wohl gerade durch die Kombination aus hohem Tretlager und steiler Rücklehne. Genaueres konnte oder wollte mir im Forum aber niemand sagen und so suchte ich Vorbilder bei anderen Bikes.

Hier fiel mir dann auch auf, daß Liegeräder mit großer Überhöhung eine eher flache Lehnenneigung haben. Also beschloß ich, das Liegerad zumzubauen und darüber verging erst einmal der Winter. Im Frühjahr und Sommer hatte viel mit Segelbooten zu tun und so hat es wirklich bis Anfang September gedauert, ehe ich weitermachen
konnte.

Und heute nun der erste Klebeschritt, beim Steppenwind muß ich ja auch noch den Rahmen verlängern, wenn ich die Lehnenneigung verändern will.

Also vorwärts.

der neue ist da

endlich ist er da, mein neuer ssp-mtb-Rahmen. Nachdem ich mit meinem il.pompino schon sehr zufrieden bin, wollte ich unbedingt einen MTB-singlespeed von on-one. on-one macht gerade einen modellwechsel wodurch die alten inbred mit horizontalen ausfallern nicht mehr zu haben sind. Die Neuen haben jetzt zwar eine scheibenbremsaufnahme, aber sowas wollte ich ja garnicht. Da kam es gut, daß ich noch einen clearence-sail Rahmen bekommen habe, der war auch noch etwas günstiger als der originalpreis, wodurch die versandkosten sozusagen nicht angefallen sind. thanks for delivering.

Der rahmen ist ähnlich lang wie der vom kona aber hier ist das steuerrohr etwas kürzer, so daß ich die noleen-proflex gabel einbauen kann. Habe ich gestern natürlich gleich noch gemacht und auch noch ein hinterrad und ein vorderrad gefunden, so daß ich erstmal alles so ein bischen wie ein bike zusammenbasteln konnte.

Jetzt fehlen mir natürlich noch ein paar teile, vor allem vernünftige kurbeln, am liebsten 180mm lang, damit ich ordentlich druck machen kann. Wer welche hat, kann sie mir ja einfach anbieten.

Ein Reisepartner

Vielleicht noch was anderes in eigener Sache. Ich will diesen Winter eventuell nach down under fahren und dort etwas auf meinem Liegerad durch die Gegend zuckeln. Alleine fahren ist zwar auch ganz lustig, aber mit Partner könnte es eine neue Qualität geben. Allerdings sollte Dir auch das Fahren am Herzen liegen und nicht das schlafen. Ich liebe es, lange auf dem Bike zusitzen und die Menge an überrollten Wegen immer wieter zu steigern.

Mit The Brave im Roten Luch


Heute unternahm ich eine Tour von Fürstenwalde durchs Rote Luch und Waldsieversdorf, weiter nach Tiefensee und Eberswalde am Mischfutterwerk in Richtung Heimat.

Von einer Dienstreise nach Fürstenwald beschloß ich den Weg nicht mit dem Zug sondern mit dem Bike zurückzulegen. Ich wandte mich nach Norden auf der B168, dann weiter Richtung Hoppegarten. Vor dem Roten Luch komme ich in sehr tiefen Sand, dann folgen noch ca. 2 km offroad sehr langsam um die ehemalige NVA-Kaserne des Nachrichtenregiment 14 herum. An der Ostbahn treffe ich einen Triebwagen Reihe 624 in Richtung Kostrzyn. Ab Kreisel hinter Waldsieversdorf sehe ich einen anderen Biker vor mir und folge ihm bis Heckelberg, erreiche ihn aber nicht. Dadurch bin ich aber sehr schnell unterwegs und ab Eberswalde ziemlich platt. Für die gut 85 Kilometer habe ich übrigens gut 3h benötigt.

Weitere Bilder von der Tour habe ich hier eingestellt: Bilder vom 20.07.2004