Mitternachtssonne

Mitternachtssonne ist eine fantastische Erfindung, vor allem, wenn die Sonne scheint. Es ist jetzt Mitternacht und wir fahren bei besten Bedingungen unter der Brücke bei Sortland hindurch. Nur der Wind fehlt etwas, deshalb wird gemotort.

Die Route und weitere Bilder zum Törn sind unter folgendem Link zu finden: Törnkarte Trondheim-Tromso

Trondheim – Tromso

Die letzten beiden Wochen konnte ich mit dem Segelschiff LUNA von Trondheim nach Tromso in Norwegen segeln und motoren. Die Route ist auf der Karte oben oder über den folgenden Link zu finden:

Törnkarte Trondheim-Tromso

Über die Törnkarte (Link, nicht das Bild) gibt es auch schon Zugang zu einigen der Bilder. Hierzu einfach reinzoomen und auf die Icons klicken.

Endlich geht es los

Der Finowkanal ist seit knapp einer Woche wieder durchgängig befahrbar. Entgegen der ursprünglichen Ankündigungen konnte der Termin der feierlichen Eröffnung zum Beginn der Saison nicht gehalten werden. Da aber der Probebetrieb erfolgreich verlief, werden auch schon Schiffe geschleust.

Auf dem Bild sehen wir Segler in der Schleuse Leesenbrück (Ortslage Marienwerder)

Drei hoffnungslose Stellungen

Unter Regatta-Seglern taucht immer wieder mal die Frage nach den sogenannten 3 hoffnungslosen Stellungen, in die man auf einem Kreuzkurs geraten kann. Da ich dazu im Netz aber keine schöne Grafik mit Erklärungen fand, habe ich heute selbst eine erstellt:

Boot A ist in diesem Fall das Boot, das sich in der besten Stellung befindet, denn es beeinflußt die anderen 3, die sich in den drei hoffnungslosen Stellungen befinden.

Boot A befindet sich gegenüber Boot B in der sicheren Leestellung und schickt somit seine Abwinde durch Deflektion und seine Heckwelle zu Boot B, B sollte also wenden, um aus dieser Stellung zu entkommen.

Boot C befindet sich direkt hinter dem Heck von A und bekommt somit auch die Heckwelle von A zu spüren. Zusätzlich kommen auch hier Abwinde von A. Auch C sollte wenden.

Boot D befindet sich in der hoffnungslosesten Stellung von allen, denn es bekommt die volle Auswirkung der Abwinde von A spüren. Im angedeuteten Abdeckungskegel ist die Abdeckung am deutlichsten zu spüren. D hat die Möglichkeit zum Wenden oder zum Leedurchbruch.

(Diesen Artiekel habe ich auch auf der Seite unseres Vereins geposted: SV Stahl Finow Segelblog

Lost under Pirates

Ich könnte fast sagen, alle Jahre wieder, aber in Wirklichkeit fuhr ich mit Torsten erst zum zweiten mal nach Prenzlau zum Saisonausklang, aber es war ja auch erst die zweite Veranstaltung. Die Beteiligung bei den XY war dafür in diesem Jahr noch bescheidener als im letzten, nur insgesamt 4 Schiffe versammelten sich an der Startlinie und fielen zwischen den 25 Piraten der anderen Startgruppe überhaupt nicht auf.

Auf dem Wasser waren die Bedingungen dann aber etwas besser als vor einem Jahr. Der Wind wehte zwar wieder aus südlichen Richtungen und auch relativ schwach, allerdings genau so viel stärker, dass die geplanten Wettfahrten auch wirklich gefahren werden konnten. Und zu allem schien auch noch die Sonne bei knapp 20°C.

Der erste Start erfolgte fast pünktlich und mit knapp zwei Windstärken und glattem Wasser waren es für unser Schiff sehr gute Bedingungen. Torsten hatte inzwischen auch einen Spinnaker an sein Schiff gebaut und so mussten wir nicht so stark um unsere schlechte Vorwindgeschwindigkeit bangen, wie im letzten Jahr. Mit gutem Timing legten wir einen 0-Start hin, zwar nicht direkt am Schiff, was bei der Windrichtung noch besser gewesen wäre, aber mit so viel Fahrt, dass wir gleich die Führung übernehmen konnten.

Unter Spi konnten wir die Führung weiter ausbauen, da sich Boot zwei und drei gegenseitig beharkten, statt uns anzugreifen. Mit sattem Vorsprung kamen wir zur Boje 3 und auch wieder hoch zur 1 – allerdings war unser Vorsprung da auch schon wieder kleiner geworden. Der Wind hatte nachgelassen und wir mussten uns mühen, den Zweiten nicht vorbei zu lassen. Der Zweite kam uns allmählich immer näher und ich hatte keinen Schimmer, was wir auf einmal falsch machten, vielleicht war einfach zu wenig Wind fürs Schiff.  So ging es noch mal runter zur 3 und wieder hoch und nur knapp retteten wir uns als Erste ins Ziel.

Zur zweiten Wettfahrt blieb der Wind so schwach wie zum Ende der ersten und wir hatten von Beginn an mit Speedproblemen zu kämpfen, während der Erste  unbeirrt seine Bahn zog und uns nicht den Hauch einer Chance lies. So wurde es in dieser Wettfahrt ein Zweiter.

Bei der dritten Wettfahrt war der Wind dann wieder mit uns, er wehte so stark, dass Torsten teilweise sogar nach Luv kommen musste und wir konnten schon bald nach dem Start einen kleinen Vorsprung heraus fahren, den wir diesmal auch nicht wieder abgaben.

Highlight des Abends sollte das Essen und eine nicht näher bezeichnete Darbietung werden. Das Essen wurde jedoch ein großer Reinfall, da es schon eine halbe Stunde nach Beginn nichts mehr gab und wir somit leer ausgegangen waren. Der Caterer war sogar schon wieder weg, als wir eintrudelten. Zum Glück gab es aber vom Verein spontane Aushilfe und so bekamen wir immerhin eine Wurst mit Salat und mußten nicht verhungern.

Die Darbietung war dafür ein wirklicher Höhepunkt, denn zwei junge Piratinnen (die angeblich extra aus Hamburg in die Uckermark geholt wurden) jonglierten überaus geschickt mit brennendem Zeugs herum. Im zweiten Teil sogar auf einem kleinen Ponton im Hafenbecken. Und krönender Abschluß war dann noch ein Feuerwerk!

Am Sonntag war alles wieder ähnlich wie im letzten Jahr. Der Wind wehte fast nicht, nur vereinzelte Windfelder trieben langsam über den See.  Nach über einer Stunde Startverschiebung an Land hieß es zwar – alle raus aufs Wasser, aber dort warteten wir weiter und schließlich wurde abgebrochen und wir durften wieder an Land treiben – waren dadurch aber erneut ohne Sonntagskampf Sieger und konnten den Wanderpokal mit nach Hause nehmen.

Bilder gibt es hier: http://www.teamdochnoch.de/MIXED/news/06_aug_okt/06a_o0111.html und auf der homepage des Vereins: http://www.segelclub-prenzlau.de

505 Hunger Preis

Traditionell gibt es in Berlin immer im Herbst noch eine 505-Regatta auf dem Wannsee oder der Großen Breite. Die letzten Jahre war dies immer der Grand Slam, durchgeführt vom Deutsch-Britischen-Yachtclub in Berlin Gatow. Aber nachdem es nicht nur im letzten Jahr auf dem Wasser ziemlich durcheinander ging (letztes Jahr ein Kurs, der diverse Kenterungen provozierte, zudem nervten die vielen langsamen Einhandjollen auf dem Kurs), sollte dieses Jahr alles neu und anders werden.


Denn in diesem Jahr waren wir Teil des Joachim – Hunger – Gedächtnis – Preises, der alljährlich vom VSAW durchgeführt wird. Erstaunlich war in diesem Jahr auch die extrem hohe Teilnehmerzahl von 27 Schiffen. Beim Grand Slam waren es zuletzt immer um 15 Schiffe, die am Start waren. Neben uns waren noch Tornados, 470er, 29er und FDs am Start.

Ursachenforschung wäre in dem Zusammenhang mal interessant, denn es kam einiges zusammen. Zum einen ist die Klasse durch die WM im Aufwind, dann ist da auch der neue Ausrichter und dadurch ein etwas früherer Termin und dann war auch noch Holgi da! Ja wirklich der Moister hat sich auf Binnenrevier, noch dazu ein so eigenartiges wie den Wannsee getraut. Holgi segelte übrigens mit Jürgen W. der wohl sein bestes Jahresresultat einfuhr.

Die Starterliste war in diesem Jahr auch überaus interessant, neben den ganzen Berliner Teams kamen auch viele aus dem Norden, dazu Alex ganz weit aus dem Süden und ein polnisches Team aus Gdansk. Der Steuermann Piotr war auch bei der WM in Warnemünde dabei. Erschreckend war aber auch wieder die Alterskurve der Schiffe – neben dem polnischen und unserem Schiff gab es keinen unter 83!

Und die Bedingungen zum Segeln waren für Herbst optimal. Denn obwohl das Wetter überaus mäßig begann – die ganze Nacht und auch noch den Vormittag Dauerregen! – war es pünktlich zum Boote aufbauen regenfrei und wir gingen motiviert ins Rennen. Ich konnte mal wieder Ani überzeugen, mit mir zu fahren und wir wollten natürlich unsere Leistung vom letzten Jahr etwas toppen.

Auf dem Wasser hatte ich dafür ständig das Problem, daß der Oldtimer nicht schnell genug war. Zumindest auf der Kreuz lief es nicht so gut wie erhofft, dafür unter Spi umso besser. Gerade unter Spi haben wir, obwohl die Manöver ab und zu nicht so doll waren, das eine oder andere mal sehr geniale Dinge geleistet. So zum Beispiel in der ersten Wettfahrt, wo wir ewig immer so auf 22 / 23 rumlungerten, dann aber direkt vor der Boje X noch 4 Schiffe überholen konnten und dann auch so ins Ziel kamen! Ich denke, die anderen haben nicht schlecht gekuckt, als wir vor ihnen waren.

Bei der dritten Tageswettfahrt hatten wir allerdings mit dem auffrischenden Wind leichte Schwierigkeiten. Direkt zum Start ging es auf gut 4 Bft hoch und wir trimmten erstmaleine zeitlang herum, ehe wir den für uns optimalen – sprich zumindest gut fahrbaren – Bereich herausgefunden hatten. Da waren allerdings die ganzen schwereren Crews schon weit weg. Hier half uns auch das Spifahren wenig, Ani hatte ich inzwischen so kaputt gespielt, daß wir alles locker angehen mußten.

Etwas eklig war dann, daß kurz bevor wir den Verein wieder erreichten, satter Regen begann. Zudem nervte die Slipanlage im VSAW, da sie etwas kurz baut und entweder das Schiff auf den Trailer gezerrt werden mußte oder aber der Trailer samt Schiff wieder auf die Slipanlage. Dafür gab es am späteren Nachmittag ein umfangreiches Buffet und Freibier! Wer hätte das gedacht, obwohl alle schon beim ersten mal ordentlich zuschlugen, reichte es sogar für eine zweite Portion.

Der Sonntag begann dann völlig herbstmäßig. Und wir waren zuerst überhaupt nicht motiviert. Aber der Wind zum Glück auch nicht und so gab es ersteinmal eine Startverschiebung. Die schien gewirkt zu haben, denn Petrus schaltete den Regen ab und den Wind an und so konnten wir nochmal zwei schöne Läufe fahren. Der letzte war für uns wohl die Krönung. Wenig falsch gemacht und dann auch noch halbwegs schnell unterwegs schafften wir einen 15. Und besiegten dabei auch unseren Alex. Reichte aber leider am Ende nicht für eine Verbesserung in der Gesamtwertung und so war unser Streicher auch
gleich unserer Platzierung – 20!

Aber auch vorne ging bei allen Wettfahrten ganz schön was ab. Hier gab es heftige Kämpfe zwischen Lutz/Frank und Helen/Robert. Beide fuhren jeweils zwei 1. Plätze und hatten dadurch am Ende nur 1 Punkt Unterschied. Berliner Meister sind damit die Jungs aus Rostock.

Alle Ergebnisse unter: int505.de