Frostiger Barnim


am Großen Buckowsee

Als ich heute morgen aufs Thermometer schaute und sah, daß die Temperatur über Nacht bis auf ca. 15°C gesunken war, war mir klar, daß keiner der eventuell angekündigten Mitfahrer erscheinen würde. Unabhängig davon pellte ich mich aber doch pünktlich in meine vielen Hüllen und machte mich auf zum Lidl-Parkplatz in Finowfurt. Hier kam ich fast pünktlich an, drehte noch bis 9:07 GPS-Zeit ein Paar Runden und machte mich auf den Weg, den Norden des Barnims zu erkunden.

Über die Steinfurther Brücke, in deren Schatten bereits die Baustelle für den Neubau zu erkennen ist, fahre ich den leichten Anstieg durch den Hohlweg in Richtung Üdersee, biege aber noch vor der Autobahn nach rechts und fahre über die Felder bis hinab zum Großen Buckowsee. Der Buckowsee beginnt bereits eine dünne Eisdecke auszubilden, der See selber atmet aber noch (wie es alle Seen heute taten). Den Großen Buckowsee umrunde ich und komme dann wieder über offenes Land mit Blick bis zum Horizont bis zum Hausberg.

Am Hausberg merke ich, wie spät es inzwischen geworden ist und ändere die Route. Über Altenhof geht es hinunter zum Werbellinsee, dann weiter bis Eichhorst, am Werbellinkanal bis Rosenbeck und von hier zum Oder-Havel-Kanal, der mich wieder nach Finowfurt führt. Als ich wieder vor der Haustür stehe, ist das Thermometer auf gut -12°C gestiegen, die Sonne scheint und für mich waren es 35 herrliche Kilometer durch den Barnimer Winter.

KONA vs ON-ONE

Den gesamten Sommer hatte ich das on-one inbred (Fred) nicht als Singlespeed, so wie es sein ursprünglicher Zweck war, sondern als Bike mit der einmaligen Rohloff-Nabenschaltung bewegt.

Nun kam es aber leider so, daß die fast wartungsfreie Nabe doch einmal eine Wartung verdient (mir war eine Speiche gebrochen und vor allem kommt aus der linken Seite immer wieder Öl gekrochen) und so wurde Fred
kurzerhand wieder zum Singlespeed zurück verwandelt und ihm wurde auch noch ein anderer Reifen spendiert.

Diese Veränderung von Fred verhalf dem Cinder Cone zu einer Renaissance und so wird es zum ersten mal seit unserem famosen Australientrip wieder ausführlicher auf den heimischen Trails bewegt.

Mich irritierte dabei aber zunächst eine gewisse Schwammigkeit an der Front. Erste Diagnose: die Speichen am Vorderrad sind zu lose und auch der Steuersatz könnte etwas nachgestellt werden.

Nachdem alle Arbeiten erledigt waren, ging es heute also wieder auf den Trail.
Aber die Schwammigkeit blieb! O.k. sie ist nicht mehr ganz so ausgeprägt wie noch am letzten WE, aber sie ist da. Freds Kombi aus Rahmen und Gabel scheint also doch etwas steifer zu sein, als beim Kona Cinder Cone.

Positiv bei dem Tausch ist aber, daß alles wieder leichter zu laufen scheint. Lag es an der Rohloff oder an den auf Fred montierten MAXXIS Larsen TT in 2,35 Zoll?

Die Idee ist nicht neu …

… aber shimano will jetzt wohl auch den markt hochwertiger bikes mit nabenschaltungen aufmischen. Da man aber anscheinend nicht in der lage ist, der rohloff-nabenschaltung etwas annähernd gleichwertiges entgegen zu setzen, soll es eine 8-fach-nabenschaltung kombiniert mit einem umwerfer und zweifach-kettenblatt sein.

Auch die idee ist nicht wirklich neu, denn so hat z.b. cesur schon vor einigen jahren derartige konfigurationen auf den markt gebracht und auch mit dem seit vielen jahren erhältlichen schlumpfgetriebe wäre so etwas denkbar.

Die gruppe heißt alfine und soll ab oktober 2006 zu haben sein. Gesehen habe ich es übrigens hier: alfine

Steppenwind

Mein Projekt des Langliegers geht endlich richtig in die nächste Runde. Begonnen hatte ich mit dem Teil ja schon 2003, es dann 2004 ca. 600 Kilometer gefahren, dann aber gemerkt, daß es mir so, wie es jetzt dastand nicht richtig paßte.

Speziell die Neigung der Rückenlehne war etwas steil. Es gibt eine Reihe von Liegerädern mit steilen Lehnen, aber diese haben dann meist auch ein niedriges Tretlager. Ich wollte hingegen ein eher hohes Tretlager erreichen, vor allem wegen der dadurch möglichen geringeren Bauhöhe.

Ein Problem was mir aber erst beim Fahren bzw. aus Kommentaren im Liegerdaforum bewußt wurde, war das des recumbent but. Dieser entsteht wohl gerade durch die Kombination aus hohem Tretlager und steiler Rücklehne. Genaueres konnte oder wollte mir im Forum aber niemand sagen und so suchte ich Vorbilder bei anderen Bikes.

Hier fiel mir dann auch auf, daß Liegeräder mit großer Überhöhung eine eher flache Lehnenneigung haben. Also beschloß ich, das Liegerad zumzubauen und darüber verging erst einmal der Winter. Im Frühjahr und Sommer hatte viel mit Segelbooten zu tun und so hat es wirklich bis Anfang September gedauert, ehe ich weitermachen
konnte.

Und heute nun der erste Klebeschritt, beim Steppenwind muß ich ja auch noch den Rahmen verlängern, wenn ich die Lehnenneigung verändern will.

Also vorwärts.