1h Kona Honky Inc.

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Das Kona Honky Inc ist ein typisches Beispiel dafür, was passiert, wenn man Dinge einfach nur kauft, weil man sie toll findet. Das Projekt Kona Honky Inc begann mit dem Kauf eines 2010er Rahmen in Größe 61 cm zum Ende des Jahres 2011. Zeitgleich mit dem Rahmen bestellte ich auch die meisten anderen wichtigen Teile. Letztes wichtiges Bauteil war der SON Nabendynamo von Wilfried Schmidt Maschinenbau im darauffolgenden Frühjahr. Und dann hätte es eigentlich losgehen können …

Ging es aber nicht, ich baute zunächst das Vorderrad. Das lief noch halbwegs flüssig. Beim darauffolgenden Hinterrad quälte ich mich aber. Auch hier wollte ich Sapim CX-Ray mit Alunippeln einbauen. Für die Sapims hatte ich mir auch extra einen Halter gebaut. Mir fehlte dann aber die Zeit, das Hinterrad am Stück durchzubauen und mit jedem neuen Ansatz schienen sich die Alunippel schwerer zu drehen. Nachdem ich den zweiten abgerissen hatte, tauschte ich sie auf der Zahnkranzseite gegen Messingnippel und hatte dann auch diesen Schritt geschafft. Obwohl das wohl das am schlechtesten eingespeichte Hinterrad meiner gesamten Schrauberzeit ist.

Dann gab es aber spannende neue Produkte. Den Retroshift wollte ich z.B. unbedingt anbauen, nachdem ich ihn entdeckt hatte. Ich kombinierte ihn mit einem Dura Ace Lenkerendschalthebel, den ich mal irgendwann für ein anderes Projekt gekauft hatte. Unbedingt haben wollte ich auch den Brooks C17. Mich faszinierte einfach die Idee, die dahinter steht und die Optik gefiel mir. Nachdem es dann aber den etwas schmaleren C15 gab, wurde es der und der C17 bleibt für mein Unit-Projekt.

Auch im Bereich des Antriebs kamen während der langen Wartezeit neue Ideen dazu. Bei der Kurbel schwankte ich lange Zeit, ob ich die Ritchey (die ich eigentlich mit 172,5mm Länge für zu kurz für mich hielt) oder lieber etwas neues einbauen sollte. Letztendlich gefiel mir das Design der Ritchey aber immer noch so gut, daß ich sie auf jeden Fall einbauen wollte und dazu kam, daß ich bei den neuen Kurbel keine fand, die mir 100%-tig gefiel und günstiger ist es so auch noch. Bei der Ritchey brauchte ich aber neue Kettenblätter und da ich noch keinen Umwerfer hatte und mich die Idee auch interessierte, wurde es ein Wolf Tooth mit langen narrow-wide-Zähnen.

Die letzten Entscheidungen wurden rund um das Licht gefällt. Am SON Delux mußte ich nie rütteln, der stand einfach fest und es gibt nach meiner Überzeugung noch immer keinen besseren Nabendynamo. Völlig geändert wurde aber die restliche Beleuchtung. Ursprünglich hatte ich von Supernova den E3 und das Rücklicht vorgesehen. Nachdem aber der Edelux II auf den Markt kam und mit ihm viele Farboptionen, war der Wechsel schnell beschlossen. Ähnlich schnell ging es übrigens auch mit dem Rücklicht. Kaum hatte ich das neue SON LED-Rücklicht mit Sattelstützmontage (bei mir Rahmenmontage) gesehen, war es auch schon bestellt.

Letzte Montageschritte waren dann Lenkerbandmontage und vor allem die Verkabelung der beiden Lichter. Ich zierte mich etwas, die langen Kabel abzuschneiden und die vielen verschiedenen Schrumpfschläuche verwirrten mich etwas, aber schließlich dauerte das Ablängen und Kabelschuhe anpressen sowie Schrumpfschläuche einschrumpfen in der reinen Ausführung auch nur ca. 20 Minuten und ich fragte mich nachher, wovor ich Angst gehabt hatte.

Und nun ist das Bike fertig und heute gab es die erste kleine Ausfahrt in der alten Heimat. Bekannte Wege, bei denen die 28mm-Glatzen nicht immer perfekt waren. Aber auf richtige Straße habe ich derzeit irgendwie nicht so die richtige Lust.

Der Sonne entgegen

Das trockene, oft sonnige Frühjahr beschert mir immer wieder schöne Stunden auf dem Bike und motiviert mich, den langen Weg zur Arbeit in beiden Richtungen zu fahren. Supercommuting nenne ich dies, auch wenn im englischen Sprachgebrauch, ein supercommuter der ist, der täglich und immer und bei jedem Wetter mit dem Bike zur Arbeit fährt. Dafür reicht es bei mir noch nicht, denn bei knapp 100 Kilometern pro Tag, würde mir einfach die Zeit dafür fehlen.

Heute kam es sogar so, daß ich auf dem wenig benutzten Kona Lava Dome unterwegs bin und den Rückweg mehr off als on the road fahre, dabei noch etwas Eisenbahn fotografiere und auch auf dieser gerne gefahrenen Allee bei Rüdnitz unterwegs war.

Kaputt gebastelt

Eigentlich wollte ich die Bremse nur etwas verstellen und dazu die Bremszugbefestigung lösen. Aber zuerst war der Rost zu stark, dann der Mechaniker und so brach die Befestigungsschraube entzwei. Bei dem anschließenden Versuch, den Querzug zu wechseln brach auch dessen Schraube und so sind die Curves nach fast 15 Jahren Nutzung ersteinmal ein kleiner Altmetallhaufen.

Die Curves stammen noch von meinem ersten Cinder Cone, daß ich mir 1996 zulegte. Am Cinder Cone wurden sie irgendwann gegen HS33 getauscht, aber an verschiedenen anderen Bikes funktionierten sie dann noch tadellos.

Willkommen 2010

Der aktuelle Wetterverlauf dürfte Wind auf die Mühlen der Klimaskeptiker sein, denn zur Zeit gibt es in Berlin-Brandenburg wieder einmal einen richtigen Winter. Es liegt eine geschlossene Schneedecke mit Schneehöhen um 10 bis 15 Zentimeter, es herrscht Frost und auch die nächsten Tage geht es so weiter.

Für mich gute Bedingungen, um das neue Jahr mit einer entspannten Fahrradtour durch den Norden Berlins und angrenzende Regionen des Barnims zu unternehmen. Dabei ging es weniger um das Vollbringen sportlicher Höchstleistungen als vielmehr um Bewegung und Spaß. Nach 3 Stunden war ich wieder zu Hause und hoffe, daß der Winter weiter so bleibt.

Den Treidelweg zurückerobern

Der Treidelweg begleitet den Finowkanal über seine gesamte Länge ursprünglich auf beiden Seiten des Ufers. Er diente früher dazu, die Bewegung der Schiffe an Tagen an denen nicht gesegelt werden konnte, überhaupt erst zu ermöglichen. Hierzu dienten Pferde oder auch Menschen, die an langen Seilen vor die Schiffe gespannt wurden und sie zogen.

Im Laufe der Jahrhunderte ist er allerdings in einigen Teilen des Barnim aus dem Bewußtsein der Menschen fast verschwunden und so machten wir uns heute in einer gewagten Expedition daran, den Treidelweg im Bereich zwischen den Schleusen Schöpfurth (Finowfurt) und Grafenbrück zurück zu erobern.

Ich war bereits vor mehreren Jahren diese Strecke gefahren und hatte somit eine ungefähre Vorstellung von dem was uns erwartete. Allerdings wurde meine Hoffnung, daß wir ähnlich gut durchkommen würden, etwas enttäuscht. Der Weg war streckenweise so zugewachsen, dass eine Machete viel geholfen hätte.