Biken im Barnim

Der Barnim ist eigentlich eine für das Bike-Tourenfahren perfekte Region. Endlose Wälder sind von oft sehr gut fahrbaren Wegen durchzogen, einzelne Singletrails und/oder Seen bringen Abwechslung und der Horizont ist meist weit.

Umso verwunderlicher ist, daß es hier keine zusammenhängende Bikeszene gibt. Jeder scheint irgendwie für sich selbst zu fahren, größere Gruppen kommen aus der Hauptstadt, fahren hindurch und sind wieder verschwunden. Es gibt auch Anfänge für die Entwicklung einer eigenständigen Brandenburger Bikeszene, diese sind aber bisher nicht weit fortgeschritten und Kontakte haben sich für mich bisher nur wenige ergeben.

Umso erfreuter war ich, im Forum von MTB-News mal wieder Kontakt zu einem Tourfreudigen Barnimer aufnehmen zu können und nach einigen Anlaufschwierigkeiten hatte es am letzten Sonnabend endlich geklappt, eine gemeinsame Tour zu fahren.

Der Wetterbericht versprach bestes Winterwetter, aufgelockerte Bewölkung sollte sich mit einzelnen Schneeschauern abwechseln und genau so kam es auch. Unser Ziel sollten die Bugsinseen sein, die ich nach langer Unterbrechung wieder einmal erkunden wollte und so starteten wir gegen 9.00 Uhr an der alten Post in Finow.

Zuerst erwartete uns herrlichstes Winterwetter, die Sonne stach aus einem tiefblauen Himmel herab, alles war tief verschneit und der Wind wehte von hinten. In der zweiten Weghälfte wurde es dann aber dochnoch etwas härter. Als wir in der Nähe von Golzow das erste mal wieder den Wald verließen, wehte uns ein schneidender kalter Wind entgegen, der unter die wärmenden Schichten kroch und kleine Eiskristalle vor sich her schob, die an jedem freien Stück Haut rieben und zwickten.

Der kleine Schneesturm blieb ab hier für den Rest der Tour unser Begleiter und bremste uns neben den teilweise schwer zu fahrenden Wegen nochmals aus. Trotzdem erreichten wir nach gut 2 1/2 Stunden die Brücke der Altenhofer Straße über den Finowkanal und hatten unsere Runde damit geschlossen und ich denke, es wird eine Wiederholung geben.

Interessierte können die Tour auch als Google-Earth-Datei (.kml) herunter laden: Bugsinseen – 22.11.08

56. Werbellinseeregatta

Am letzten Wochenende hieß es mal wieder segeln auf dem Werbellinsee. Die 56. Werbellinseeregatta stand auf dem Programm, die zudem für uns als 20er Jollenkreuzer auch noch eine Landesmeisterschaft war.

Die Bedingungen (heftige Böen bis weit über 6 Beaufort) stellten große Herausforderungen an Mensch und Material. Das führte zu einigen Ausfällen vor allem bei 420er und XY. Und für uns war unter diesen Bedingungen leider nur ein Mitfahren statt eines Mitkämpfens möglich, zudem auch noch das Vorsegel bei der dritten Wettfahrt aufriß.

Das Ganze ergab aber einen schönen Kurssalat, der nach zwei Tagen so aussah:

(ausgewertet mit gpssies und google earth)

Wer mehr über die Ergebnisse erfahren will, wird hier fündig: Ergebnisse der 56. Werbellinseeregatta

Aufrüstung II

Garmin EDGE 205

Seit ungefähr zwei Jahren nutze ich einen PDA ASUS A636 für meine täglichen Navigationsspielereien, fürs Trackaufzeichnen zum späteren geotaggen von Fotos oder auch zur Vereinfachung der Orientierung bei Geländeradtouren. Mit OZI-Explorer CE habe ich auch ein Tool für die Nutzung an PDA und Rechner gefunden, das einen großen Teil meiner Anforderungen erfüllt.

Was mich allerdings störte war die gerade bei Kälte sehr kurze Lebensdauer des ASUS von 2 bis 4 Stunden (im Sommer auch bis zu 6) und die Tatsache, daß der A636 nicht zum Betrieb auf dem Mountainbike gemacht ist. Daher entstand die Idee, den ASUS durch einen GPS-Empfänger zu ergänzen oder auch zu ersetzen.

Die Auswahl derartiger Geräte ist riesig und reicht (wenn es nur ums ersetzen geht) von Datenloggern, die bereits für unter 100,- EURO zu haben sind bis zu Geräten weit über 500,- EURO, die sogar eine Karte in Farbe anzeigen können.

am Rechner

  • Installation der Software von CD bringt Fehlermeldung
  • neuere Version aus dem Netz geladen, funktioniert
  • Verbindung EDGE – Rechner problemlos – Tracks werden automatisch herunter geladen, der Speicher des EDGE dabei anscheinend geleert
  • Garmin-eigenes Format des Tracks, daß von einigen Programmen als GPS-Track erkannt wird (Copiks Photo Mapper), Import zu OZI-Explorer hat jedoch nicht funktioniert (Trackumwandlung mit TCX-Konverter problemlos)

am EDGE 205

  • Tasten gut zu spüren, erfordern aber große Kraft
  • zwei verschiedene Bikemenüs, die jeweils mit bis zu 8 Feldern belegbar sind
    – Inhalt der Datenfelder aus großer Auswahl wählbar
  • Karten- bzw. Trackansicht mit bis zu 4 Datenfeldern, Felder wie oben

Im Gelände

  • Startzeit teilweise sehr lang (bei bedecktem Himmel bis zu ca. 2 Minuten)
  • Startzeit im Vergleich zum ASUS A636 mit OZI-Explorer CE ungefähr doppelt so lang
  • Genauigkeit horizontal ausreichend, EDGE zeigt Werte um 3-4m bei offenem Himmel, im Wald 3-15m
  • Genauigkeit vertikal ungenügend, Abweichungen über 50m möglich

Benutzung

  • wenn der Track mitgeschnitten werden soll, unbedingt den Timer starten
  • gefahrene Tracks werden im allgemeinen so lange angezeigt, bis [reset] gedrückt wird oder der EDGE mit dem Rechner verbunden ist und die Tracks heruntergeladen werden
  • Trackweiterführung nicht immer direkt, teilweise wird der Track erst verzögert nachgezogen
  • negativ fällt auch auf, daß ein Track / Spur vom letzten bekannten Punkt bis zum nächsten Einschaltort gezogen wird – eine Lücke wäre sinnvoller
  • die Batterielaufzeit wird mit 12 Stunden angegeben und ist scheint auch so groß zu sein, eine Tagestour kann also locker abgedeckt werden oder auch eine Woche pendeln zur Arbeit
  • das Laden dauert unter 3 Stunden

Navigation

  • es ist möglich eine Route an Hand von Wegpunkten innerhalb des EDGE zu erstellen
  • eine in OZI-Explorer erzeugte Route konnte ich bisher noch nicht auf den EDGE exportieren

erstes Fazit

Als Fahrradcomputer, der einem die üblichen Werte liefern soll, taugt der EDGE recht gut. Der EDGE ersetzt einen Fahrradcomputer problemlos und räumt auch den Lenker auf. Zudem ist er auch mit einem Preis von 160 US$ bezahlbar, wenn man ihn nicht einzeln in den USA bestellt. Der Preis von ca. 200,- EURO der zur Zeit noch in Deutschland dafür gefordert wird, ist allerdings inakzeptabel. Aber hier ist zu erwarten, daß sich die Preise nach unten bewegen werden, ähnlich wie es bei den GPS-Geräten mit Kartendarstellung von Garmin an April erfolgte.

Wer eine akurate Entfernungsangabe wünscht, sollte allerdings erst losfahren, wenn der EDGE fertig ist – also manchmal etwas mehr Zeit einplanen. Auch als Datenlogger taugt er ganz gut, da die Daten automatisch gespeichert werden und direkt zum geotaggen benutzt werden können.

Zum Navigieren hat mir der EDGE allerdings noch keinen positiven Beitrag geleistet. Denn die Erstellung von Routen ist scheinbar sehr umständlich. Aber dieses Thema werde ich weiter verfolgen. Daher ist er noch kein Ersatz für den ASUS sondern allenfalls eine Ergänzung.

Die Grenzen der elektronischen Navigation

Auf obigem Bild sind sehr gut die Grenzen von GPS-Empängern im Wald erkennbar. Genutzt habe ich ein Asus Mypal A636 mit integriertem SIRF III GPS Empfänger (Garmin baut erst in der nächsten Saison derartige Empfänger ein). Trotz des recht empfindlichen Empfängers war der Empfang bei bedecktem Himmel und im Wald teilweise so schlecht, daß nur 3-4 Satelliten zur Verfügung standen. Das führte dann dazu, daß der aufgezeichnete Track so aussieht, wie die gelbe Linie, während die eigentliche Route in etwa der grünen entspricht.

Außerdem bin ich immer wieder über die Höhenangaben des GPS-Empfängers irritiert. Entweder stimmt die Karte nicht, oder aber der GPS-Empfänger hat Abweichungen von über 10 Metern …

Biken in Münster

Seit einiger Zeit bietet mtb-news die Möglichkeit, den Tracklog einer Tour mit Hilfe von Google-Maps zu veröffentlichen. Dazu ist in erster Linie ein GPS-Empfänger notwendig, der den gefahrenen Track mitschneiden kann.

Eine gute Gelegenheit, dieses Spielzeug einmal auszuprobieren und vor allem die Tour durch mir unbekanntes Terrain nachzuvollziehen, bot sich mir, als ich vor kurzem in Münster war und dort etwas durch die Gegend mit dem MTB schaukelte. Das Resultat der Tour kann man sich u.a. in folgender Form auf mtb-news ansehen:

Das Hochladen dauert zwar etwas länger, als die versprochenen 2 Minuten, was aber daran liegt, daß das reine Hochladen nicht reicht. Die komplette Tourbeschreibung gibt es dann hier: Münster Süd-West

Update 15.12.2011
mtb-news hat die Darstellung inzwischen auf openstreetmap umgestellt und die Tour sieht jetzt so aus:

Segeln auf dem Unteruckersee

Am letzten WE war ich in Prenzlau auf dem Unteruckersee etwas segeln. Ein Regattabericht soll noch folgen, hier vorab aber der Track-Log unserer ersten Wettfahrt.

Der Kurs war nicht besonders trickreich. Der Wind drehte kaum und so ließ das Revier wenig Raum für taktische Spielchen. Wichtiger war gut zu starten und den Speed zu halten, was uns auch halbwegs gelang, so daß wir den 1. Lauf mit knappem Vorsprung ins Ziel retteten.